Feiner mahlen + kürzer brühen -> Gleiche Extraktion?

Diskutiere Feiner mahlen + kürzer brühen -> Gleiche Extraktion? im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo Soviel ich zu wissen glaube, werden aus dem gemahlenen Kaffee umso mehr Inhaltsstoffe extrahiert, je länger er mit dem Wasser in Berührung...

  1. lop192

    lop192 Mitglied

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    Hallo

    Soviel ich zu wissen glaube, werden aus dem gemahlenen Kaffee umso mehr Inhaltsstoffe extrahiert, je länger er mit dem Wasser in Berührung ist und je kleiner der Mahlgrad ist.
    Können bei Immersions-Zubereitungsmethoden diese zwei Faktoren nicht gegeneinander aufgewogen werden? Könnte ich z.B. den Kaffee, den ich bisher in einer bestimmten Feinheit mahlte und 3 min in der Aeropress ziehen liess, künftig einfach feiner mahlen und dann mit nur 2 min zu einem vergleichbaren Ergebnis kommen?
    Falls nein: Was habe ich übersehen oder falsch verstanden?

    Schöne Grüsse
    Lorenz
     
  2. #2 Knabberkram, 18.04.2022
    Knabberkram

    Knabberkram Mitglied

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    Die AP gleicht ziemlich viel aus, besonders mit Papierfilter. Am meisten Geschmacksänderung machen BrewRatio, Bezugsdauer & Temperatur, nicht der Mahlgrad.

    Hatte letztens sehr feines Fertig-Kaffeemehl durch die AP gejagt, 22gr. auf 70(+180)ml in 2min30 - Kaffee war auch nicht stärker wie sonst.
     
  3. #3 Kaffeeluli, 18.04.2022
    Kaffeeluli

    Kaffeeluli Mitglied

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    Du hast (wie bei jeder Extraktion) verschiedene Ausspülmechanismen - natürlich werden bei feinerem Mahlgrad mehr oberflächige Stoffe gelöst, als bei gröberem - diese werden (hauptsächlich) aus beschädigten Zellen an der Partikeloberfläche ausgespült.
    Allerdings möchtest du auch Stoffe aus dem inneren der Zellen durch Osmose extrahieren. Um hier den entsprechenden Grad der Diffusion zu erreichen, braucht es Kontaktzeit.

    Die perfekte Tasse liegt in einem perfekten Gleichgewicht der gelösten Stoffe.
    Die Extraktion in Zahlen kann dir da nicht sagen, ob es schmeckt. In Prozenten kannst du also theoretisch gleiche Extraktion erreichen, der Geschmack ändert sich aber extrem.

    Analog müsstest du dann auch die Bohnen ganz lassen können und einfach nur langgenug kochen. Funktionieren tut das schon - ob es schmeckt, ist da eine andere Frage...
     
    Zuvca, dergitarrist, mat76 und einer weiteren Person gefällt das.
  4. lop192

    lop192 Mitglied

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    Also ich verstehe das so: Von den unterschiedlichen Stoffen sind einige schon nach kurzer Zeit extrahiert, andere brauchen länger. Und je nachdem, wie viel Zeit verstrichen ist, unterscheidet sich die Balance zwischen den verschiedenen Stoffen.
    Wenn ich mich nun an die mir am besten schmeckende Zubereitung herantasten möchte, ist es dann sinnvoll, mich zunächst provisorisch auf einen bestimmten Mahlgrad festzulegen und die Brühdauer zu variieren? Oder umgekehrt?
     
  5. plox

    plox Mitglied

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    Wenn du den Mahlgrad beibehältst und die Brühdauer erhöhst, dann erhöhst du auch automatisch die Brührate (also Getränkemenge).

    Dann hast du vielleicht ein Getränk, dass geschmacklich ausbalanciert ist, aber u.u. Nachteile im Mundgefühl hat und ggf. auch verdünnt schmeckt.

    Hier gibt es kein „richtig“, sondern nur dein persönlicher Geschmack. Und der Geschmack kann sich durchaus mit der Zeit ändern.

    Wenn du halbwegs im Espressofenster bist, dann hast du das Meiste schon erreicht. Ab hier wird sich der Grundgeschmack nicht fundamental ändern, wenn du variierst. Aber ab hier fängt das Hobby an :)
     
  6. #6 Knabberkram, 19.04.2022
    Knabberkram

    Knabberkram Mitglied

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    Es geht um Aeropress. :rolleyes:
    Und die ist imo derart vielseitig (im positiven),
    dass es am Ende wirklich nur um persönliche Vorlieben geht.

    Mahlgrad - würd ich nach Röstgrad, Geschmacksnoten und Mundgefühl austarieren.
    Bezugsdauer - würd ich an den Mahlgrad anpassen (nachrangig).
     
  7. plox

    plox Mitglied

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    Boing… wer lesen kann.. sorry für OT :)
     
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