Frage an die Gastronomieerfahrenen hier im Forum: Wieviel Kaffee braucht man?

Diskutiere Frage an die Gastronomieerfahrenen hier im Forum: Wieviel Kaffee braucht man? im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Liebe Kaffeegemeinde, ein guter Freund von mir wird demnächst ein Kaffee eröffnen und es ist noch nicht ganz klar, wieviel Kaffee voraussichtlich...

  1. #1 Hartmut-H., 21.06.2014
    Hartmut-H.

    Hartmut-H. Mitglied

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    Liebe Kaffeegemeinde,

    ein guter Freund von mir wird demnächst ein Kaffee eröffnen und es ist noch nicht ganz klar, wieviel Kaffee voraussichtlich benötigt wird. Es wäre toll, wenn ihr uns da helfen könntet. Die beiden wichtigsten Fragen:

    1. Wieviel Kaffee benötigt Ihr in etwa bei wie vielen Sitzplätzen? - Wer die Antwort hier etwas anonymisieren möchte kann natürlich auch in "Gramm pro Sitzplatz im Monat" oder so ähnlich antworten.

    2. Wieviel Prozent der Gäste in Eurem Cafe bzw. dem, über das Ihr Bescheid wisst, bestellen auch tatsächlich Kaffeegetränke?

    Ihr könnt natürlich auch gerne per PN antworten.



    Liebe Grüße in die Runde und vielen Dank im Voraus,

    Hartmut
     
  2. #2 KölnerJung, 21.06.2014
    KölnerJung

    KölnerJung Mitglied

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    Lieber Hartmut,

    sind die Fragen ernst gemeint?
    Wenn ja, dann brauche ich den Kontakt von demjenigen der die erste Frage zuverlässig prognostizieren kann.

    Gäste die in ein Café kommen, die solltest bestenfalls auch wegen des Kaffees kommen und diesen für gut befinden. Klar gibt es auch Gäste die keinen Kaffee trinken, diese sind aber im einstelligen Prozent Bereich anzusiedeln.

    Aber darüber hinaus verstehe ich die Fragen nicht so richtig. Geht es darum wie viel Kaffee erstmals angeschafft wird? Frischer Kaffee von kleinen Röstern wird so schnell nicht schlecht und selbst wenn kleine Mengen bestellt werden sind die Lieferungen recht fix da. So steht schnellen Nachlieferungen nichts im Wege.

    Wie viel Kaffee benötigt wird sollte mit das kleinste Problem sein. Kompliziert wird es erst wenn er merkt, dass kein Kaffee benötigt wird.

    Gruß
     
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  3. Mart

    Mart Mitglied

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    Da hast du recht!


    Zum Rechnen interessanter ist doch eh die Frage "Wieviel Gramm Kaffee brauche ich pro Getränk". Schließlich muss man den Wareneinsatz kennen, um Verkaufspreise nicht bloß raten zu können.
    Hier sind es sicher nicht die oft beschworenen 7g/Tasse, da das
    a) meist eh nicht reicht
    und b) man auch viel Kaffee zum Einstellen verheizt

    Also sollte man schonmal mit mindestens 10-12g/Tasse rechnen.
     
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  4. #4 pressomacchiato, 21.06.2014
    pressomacchiato

    pressomacchiato Mitglied

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    Ich habe irgendwo gelesen (Nur wo? Hier im Forum???), dass man aus 1kg Kaffee 60-80 Espressi machen kann.
     
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  5. NiTo

    NiTo Mitglied

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    Das entspräche ca. 12,5 g bis 16,7 g Kaffeemehl pro Espresso :eek:

    Liebe Grüße,
    Thomas
     
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  6. Bergi

    Bergi Mitglied

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    Hartmut will seinen Jahresbedarf an Kaffee ermitteln.
    So kann er evtl. Kaffeemaschine und div. andere Sachen über den Großröster finanzieren.
    Sein Kaffeepreis wird danach natürlich auch ermittelt.
    Das nennt sich Blockpreispolitik.
    Vergess das Spielchen, ist immer eine schlechte / teure Finanzierung mit mäßiger Qualität.
    Nimm dir einen kleinen örtlichen Röster und sprich mit ihm über dein Vorhaben. Er wird dir auch
    einen anderen Preis machen und kann dir auch gute Tipps geben.
    Dann kannst du Regional vermarkten und hast Qualität in der Tasse.
    Meiner Einschätzung nach, ist es die bessere Lösung.
    Den pro Stuhlumsatz, kann dir hier keiner sagen. Keiner kennt Lage, Konzept und sonstige wichtige Faktoren.
     
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  7. Hoba68

    Hoba68 Mitglied

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    Die Fragen sind nicht zu beanatworten, das ist in jeder Gastronomie anders. Art der Gastronomie, Lage, Ort usw. spielen eine grosse Rolle. Im Gegensatz zu meinem Vorposter halte ich in einigen Fällen viel von einer Finanzierung über den Röster, vorrausgesetzt man nimmt auch Qualität. Die Art der Finanzierung ist günstig, meist ohne Zinsen. Oft die einzig mögliche Finanzierung bei einer Neugründung. Der Röster stellt, wenn er gut ist, Qualtität sicher und stellt auch Werbemassnahmen zur Verfügung. Mir sind viele erfolgreiche gastronmische Betriebe bekannt, die so arbeiten. Von denen, die ihren eigenen Weg gehen ist die Quote definitv geringer. Mann muss schon unterscheiden, ob man es macht um letztlich auch Geld zu verdienen oder man sich in erster Linie verwirklichen will. Das kann gutgehen, scheitert aber oft.

    Wenn es also um so eine Art der Finanzierung geht, dann einen konservativen Absatz prot Tag unterstellen, ab ca. 25-30 Tassen am Tag sind die meisten Röster gesprächsbereit und auch die Abnahmemegen sind niicht in Stein gemeisselt.
     
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  8. helges

    helges Mitglied

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    Die Antwort der Fragen machst Du von bestimmen Vorausssetzungen abhaengig, pauschale Aussagen ueber "Roester" triffst Du aber.
    Was ist fuer Dich ein "Roester"? Illy, Segafredo, Lavazza? Quijote? Fausto?

    Da duerften einige hundert Tonnen Jahresdurchsatz dazwischen liegen.

    Kannst Du mal ein paar Beispiele nennen und die dazugehoerigen "Roester"? Dann kann man sich eher ein Bild von Deinen Aussagen machen, der Rest bleibt sonst sehr spekulativ.

    Welche Finanzierung meinst Du? Den ganzen Laden? Maschine und Muehle?
     
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  9. Bergi

    Bergi Mitglied

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    Wir sprechen über Heimbs, Burkhoff, Seeberger, Jakobs, Melitta, Tschibo, Westhoff.....
     
  10. Hoba68

    Hoba68 Mitglied

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    Sieh es mir nach, konkrete Beispiele werde ich hier nicht nennen. Aber Du kannst davon ausgehen, dass gängige Grossröster wie Tchibo, Jacobs, Azul, Westhoff usw. ab ca 80 KG im Jahr bereit sind eine passende Maschine/Mühle zu finanzieren. Bei Segafredo und Lavavzza ist die Abnahmemenge höher. Mit Illy habe ich keine Erfahrung. Oftmals wird eine Mühle auch gestellt.
     
  11. #11 meister eder, 21.06.2014
    meister eder

    meister eder Mitglied

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    wenn ich mir über den verbrauch so unsicher wäre, würde ich auf keinen fall so einen vertrag abschließen. entweder, man nimmt zu große mengen ab, bleibt drauf sitzen und muss nachher mit altem kaffee arbeiten, oder man kalkuliert zu niedrig und und zahlt einen zu hohen preis fürs kilo. eine halbwegs ordentliche maschine und ein bis zwei mühlen (inkl. servicevertrag) sollte man schon noch selbst finanzieren können. es muss ja nicht immer das topmodell sein, denn auch mit einer einfachen bis mittelmäßigen maschine/mühle kann man weit überdurchschnittlichen kaffee machen, wenn man weiß was man tut und ordentliche bohnen kauft (ab 15€ bei industrieware). schneller ist eine teure maschine auch nicht. allerdings steckt bei solchen verträgen mit großröstern oft mehr dahinter als nur maschine und mühle. zum teil wird da der halbe laden mit finanziert....

    bzgl. getränke pro sitzplatz kann ich eigentlich gar nichts sagen. mein erster gastrojob war in einem eiscafe, in dem fast nur die tische im freien besetzt wurden, der zweite war in einer kaffeebar im größten hörsaalgebäude der uni, da gibt's nur etwa fünf sitzplätze und das meiste wird zum mitnehmen bestellt, und der dritte job ist bei einer mobilen kaffeebar auf märkten und events, da sind die sitzplätze rar und sehr variabel. im schnitt habe ich pro tag etwa ein kilo bohnen verarbeitet. pro tasse würde ich etwa 10g pulver rechnen, 8-9g pro portion und immer mal eine portion, die fürs einstellen drauf geht oder bei fehlbestellungen o.ä.
    je nachdem, wo ich gerade arbeite, ist auch das verhalten der kundschaft sehr unterschiedlich, da gibt's von leuten, die schnell einen espresso runter kippen über solche, die zwei stunden bleiben und alle halbe stunde was neues bestellen bis hin zu denen, die sich zwei stunden an einer apfelschorle festhalten alles. sollte ich also jemals ein cafe eröffnen, würde ich meine ausgaben so gering wir möglich halten und mich so flexibel aufstellen wie es möglich ist. gerade am anfang ist es überhaupt nicht absehbar, wie viel laufkundschaft kommt (und bleibt), welches klientel man hat und wie gut die eigene geschäftsidee ankommt.

    gruß, max
     
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  12. Jetza

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    ich würd da einfach mal bei der IHK nachfragen - oder bei irgend einem Berufsverband, ... wird bestimmt irgendwelche Statistiken/Vergleichswerte geben nach Region etc. aber schon komisch, sowas sollte dein Freund schon wissen bevor er ein Café eröffnet, wenn man Förderungen mitnehmen will braucht man sowieso Businesspläne für Förderstelle/Banken etc. einfach drauf los wurstln und über einen Kumpel was im Kaffeenetz ins Blaue hinein erfragen - sorry :confused::cool:
     
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  13. #13 Hartmut-H., 21.06.2014
    Hartmut-H.

    Hartmut-H. Mitglied

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    WoW!
    Hier ist ja richtig was los! Vielen Dank für die vielen Antworten und Hilfestellungen! Ich bin mir sicher, dass mein Kollege sich zusätzlich noch woanders informiert. Der macht das schon sehr gewissenhaft, denke ich.
    Aber ein paar Zahlen aus der Praxis so zum Abgleich können ja nicht schaden. Natürlich gibt es viele Variablen - die wird er dann für sich mit einkalkulieren.
    Also nochmals vielen Dank schonmal bis hierher!
     
  14. #14 cyberlight, 25.06.2014
    cyberlight

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    Unter 150kg pro Jahr macht es meiner Meinung nach gar keinen Sinn, ein Cafe zu eröffnen, denn dann sind die Umsatzzahlen zu gering, um überhaupt zu überleben.
    Wenn da eine Bäckereifiliale oder ähnliches mit hohem Umsatz angeschlossen ist, ist das natürlich was anderes.

    Ich habe meine Maschinen nicht über Röster finanziert und bin immer noch sehr glücklich mit dieser Entscheidung.
    Man tendiert dann schnell dazu, eine übertrieben teure Maschine zu kaufen. Auch wenn sie finanziert wird, darf man nicht vergessen, dass man am Ende den Listenpreis bezahlt hat und das Geld muss ja irgendwo herkommen.
    Vorsicht mit Angeboten, wo auf den Tassenpreis runtergerechnet wird oder gleich Serviceverträge mit aufgeschwatzt werden.
    Die Verkäufer verkaufen generell zu groß. Aufstocken kann man später immer noch.
    Bei der Mühle gleich was großes kaufen. Die Mühle bleibt, die Kaffeemaschine kann man wechseln.

    Bei Neueröffnung lieber etwas mehr Personal einplanen und auf Gewinn verzichten. Im ersten halben Jahr wirst du von den Kunden bis aufs Zahnfleisch geprüft.

    Viel wichtiger als die Maschine ist eine gute Ausbildung des Barista.
    Auch bei Vollautomaten muss man diesen selbst einstellen können.

    Do it right. First time, every time.
     
  15. #15 cyberlight, 25.06.2014
    cyberlight

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    Das Finanzamt kann dir Auskünfte zu Umsätzen und Kalkulation geben.
    Vielleicht über den ohnehin notwendigen Steuerberater Auskunft einholen.
     
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