Frage zur Zassenhaus Mokka 495

Diskutiere Frage zur Zassenhaus Mokka 495 im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Ich habe soeben eine Zassenhaus ersteigert. Ich habe hier im Forum mal gelesen, dass Zassenhaus nur vor dem Konkurs Qualitätsprodukte gebaut hat....

  1. atergo

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    Ich habe soeben eine Zassenhaus ersteigert. Ich habe hier im Forum mal gelesen, dass Zassenhaus nur vor dem Konkurs Qualitätsprodukte gebaut hat. Die Mühlen danach sollen stark abgebaut haben. Nun würde ich gerne mal wissen, ob die Zassenhaus Mokka 495 eine Mühle ist, die noch "zu guten alten Zeiten" gebaut wurde. Kann man also davon ausgehen, das die Mokka 495 nur vor dem Konkurs gebaut wurde? Oder wurde das Model auch wieder neu aufgelegt (und wahrscheinlich irgendwo in China produziert)?
    Vielen Dank schon mal!
     
  2. #2 Herr H. aus EF, 02.12.2008
    Herr H. aus EF

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    AW: Frage zur Zassenhaus Mokka 495

    Hallo,

    wann die 495 genau gebaut wurden, kann ich leider nicht sagen - es war aber definitiv noch laaaaange vor der Insolvenz (die war irgendwann zwischen 2004 und 2007). Wenn hier von Nach-Insolvenz-Mühlen gesprochen wird, handelt es sich im Espresso-fähigen Mahlbereich vorrangig um das Modell 156 (Santiago), das vor der Insolvenz (vermutlich) bereits seit den 70er Jahren gebaut wurde (Vermutung aufgrund der Stempelung mit "Made in Western Germany" bei den alten Exemplaren).
    Die 156 ist aber maximal vom Design her mit der 495 vergleichbar. Die 495 ist viel älter, hat noch das alte Mahlwerk, das von oben (über einen Hebelmechanismus, der die untere Kegelmahlscheibe gegen die obere Mahlscheibe drückt) fein gestellt wird. Vielleicht treffe ich hier ja irgendwann mal auf einen Wissenden, der mir mehr zur Modellgeschichte der Zassenhäuser sagen kann. Wenns auch noch ein Westfale ist, werden wir vielleicht auch über die Insolvenz-Geschichte erleuchtet.

    Mit deiner Mühle jedenfalls könntest du, wenn du ein einigermaßen selten gebrauchtes Modell erwischt hast, noch Kaffee espressofein und homogen mahlen. Oftmals werden bei ebay aber Gurken angeboten, unter Blitzlicht und per Never-Dull aufpoliert sehen die Dinger auf den kleinen Bildern leider oft besser aus, als sie drinnen dann sind (musste da auch schon Lehrgeld bezahlen). Außerdem lässt sich das Mahlwerk der 495 für eine Reinigung schlecht auseinandernehmen (das plattgedrückte Gewinde unter der Hebelmechanik unter dem unteren Mahlkegel muss wieder gerichtet werden und ein neues Gewinde drauf, sonst bekommst du es nicht auseinandergeschraubt, außerdem muss das Mahlwerk beim Zusammenbau wieder zentriert werden). Vielleicht ist es aber noch so sauber, dass du es einfach mit Reis reinigen kannst.

    Viel Glück!

    Dirk
     
  3. michlw

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    AW: Frage zur Zassenhaus Mokka 495

    Ich habe gerade eine 495er auseinandergebaut: das plattgedrückte untere Ende der Einstellachse lässt sich sehr einfach mir einem Dremel o.ä. (klein muss die Trennscheibe halt sein) wegschleifen - somit läßt sich die Achse dann komplett herausdrehen (ohne Gewindeschneiden).

    Frage: wo/wie muss man das Mahlwerk beim Zusammenbau zentrieren? Das liegt doch ohnehin in der unteren Führung, oder?
     
  4. #4 Herr H. aus EF, 17.03.2009
    Herr H. aus EF

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    AW: Frage zur Zassenhaus Mokka 495

    Wenn man das überstehende Stück (plattgedrücktes) Gewinde wegflext, hat man dann aber nichts mehr, worauf man eine Kontermutter o.ä. setzen könnte, was nach dem Zusammenbau beim Drehen der Einstellschraube den Hebel stoppt, der den Mahlkonus nach oben und unten bewegt. Wenn man die Einstellschraube dann zu weit in Richtung grob dreht, liegt der Hebel unten...

    Das Zentrieren des Mahlkranzes geht am besten, wenn du den Mahkonus mit der Welle an der Kurbel nach oben ziehst (gegen den Mahlkranz) und dann die Mahlkranzarretierung festschraubst. Beim Drehen sollten dann schön gleichmäßige Mahlgeräusche hörbar sein - wenn nicht, nochmal probieren. Falls es gar nicht geht und evtl. schon vorher nicht ging, kann auch der Konus selbst schief zur Achse sein oder die Bohrung, in der die Achse sitzt nicht genau mittig auf dem Konus. Das wäre dann ein irreparabler Fabrikationsfehler.

    Greez
    Dirk
     
  5. michlw

    michlw Mitglied

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    AW: Frage zur Zassenhaus Mokka 495

    Da seh ich kein Problem: weggeflext habe ich ja nur die überstehenden Stücke (also nicht in der Länge gekappt) und somit die Länge erhalten.

    Wobei auch das m.E. eher nebensächlich ist, da ich - sofern ich einen derart groben Mahlgrad überhaupt benötige - unten nachsehen kann, wieviel noch herauszudrehen ginge.

    Eine gute Möglichkeit jedenfalls, eine 495er Mühle komplett zerlegen zu können mit einfachem Wiederzusammenbau (abgesehen vom Zentrieren - das werden wir noch sehen).

    Hast du eine Idee, wie man am besten Rost von den Metallteilen wegbekommt (untere Führung und Unterseite Bohnenrutsche)?
     
  6. #6 Herr H. aus EF, 17.03.2009
    Herr H. aus EF

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    AW: Frage zur Zassenhaus Mokka 495

    Mit Rostlöser, aber nach der Abschlussreinigung unbedingt gleich trockenföhnen! Wenn einmal Wasser dran war, ist das Material (auch in Kaffeefettlöser eingelegte Mahlwerke) total empfindlich bzgl. Oxidation. Der Rostlöser löst übrigens auch die Farbe der Bohnenrutsche ab (bei mir zumindest, weiß aber nicht mehr, was es genau für ein Zeug war).

    Mit dem Dremel bin ich übrigens bei allen Sachen immer erstmal vorsichtig, das sind zwar geniale aber gleichzeitig höllisch gefährliche Dinger, nicht nur bezüglich Gesundheitsschutz, auch das bearbeitete Material kann manchmal schneller "bearbeitet" sein als einem lieb ist. Zwar kann man die Drehzahl runterregeln, aber die ungeregelten Dremel (wie meiner) variieren in der Drehzahl generell ziemlich stark. Wenn ich's Geld hätte, hätt ich Proxxon genommen. Ansonsten sind die Dinger aber wirklich Mädchen für alles, die Innenseiten der Mühlen reinige ich damit z.B. Auch kannst du mit 'ner Messingbürste (die 4 Euro kostet und leider ziemlich schnell runter ist, also immer schön eine niedrige Drehzahl einstellen) auch erstmal versuchen, den Rost an deiner Bohnenrutsche ohne Chemie abzubekommen.

    Greez
    Dirk
     
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