Fragen Röstgrad & Development Zeit

Diskutiere Fragen Röstgrad & Development Zeit im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Hallo Community, wir rösten seit kurzem mit dem klassischen Gene und dabei sind uns einige Fragen aufgekommen, welche ihr vllt beantworten könnt...

  1. #1 Christian94, 23.06.2019
    Christian94

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    Hallo Community,

    wir rösten seit kurzem mit dem klassischen Gene und dabei sind uns einige Fragen aufgekommen, welche ihr vllt beantworten könnt :)

    1. Kann man den Röstgrad auch anhand des Einbrands definieren? Also z.B. 12-14% eher City bis City + und 14- 18% eher Full City bis Full City + ?
    Gibt es Grenzen ab wann man sagt, ab z.B. 16% Einbrand eher Espresso geeignet und darunter Filter ?
    2. Ab wann genau definiert ihr die Development Zeit? Ab dem ersten Crack oder beim "lautesten" Knistern. Uns fällt es auch relativ schwer den FC zu hören. Tipps trotzdem die DT zu bestimmen? :)
    3. Welche Parameter ändert ihr beim Rösten der gleichen Bohne, um euer bestes Röstprofil für die Bohne herauszufinden?

    Danke!

    VG Christian und Kathi
     
  2. #2 silverhour, 23.06.2019
    silverhour

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    N'Abend und willkommen im KN!

    Zu 1) Den Einbrand für den Röstgrad zu nutzen ist nicht ganz unproblematisch. Der Einbrand hängt neben anderem auch davon ab, wie trocken die Rohbohnen eh schon sind. Die Farbe ist da schon das am wenigsten ungenaue Kriterium. Wobei die Röstgrade auch ehr Cirka-Einstufung sind.

    Zu 2) Meine Logging-SW Artisan mißt die Development Zeit ab Beginn des FC.

    Zu 3) Alle ;) Aber nicht gleichzeitig!
    Wobei der Gene CBR101 sehr viel "wegbügelt" und so viele Feinheiten des Röstprofil nicht in der Bohnen ankommen.
     
  3. #3 Ingo - The Roast Rebels, 24.06.2019
    Ingo - The Roast Rebels

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    Liebe beide.

    Den Einbrand könnt Ihr für Euch als Anhaltspunkt für die Konsistenz der Röstungen nehmen. Ich würde Euch aber empfehlen, in erster Linie nach der Farbe zu gehen. Falls Ihr das sehr genau machen möchtet, dann empfiehlt sich ein Color Meter. Andernfalls einfach kleine Muster, die Ihr Euch behält.

    First Crack wird dann definiert, wenn die Cracks anfangen, regelmässig zu werden. Beim Gene könnt Ihr z.B. einen kleinen Trichter ans Ohr halten und beim Luft Auslass hören. Der kann auch Papier sein, ich nehme dafür jeweils den kleinen Trichter der Aeropress.

    Während der Röstung hast Du beim Gene einzig das Rad für die Zieltemperatur, mit welchem Du die Röstung jeweils beschleunigen oder verlangsamen kannst (tendenziell vor FC schneller, nach FC langsamer). Zudem kannst Du sie beeinflussen durch die Menge der Bohnen und die Temperatur bei welcher Du dir Bohnen einfüllst.

    Und nicht vergessen: eine gute externe Kühlung bauen.

    LG Ingo
     
  4. #4 Tokajilover, 24.06.2019
    Tokajilover

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    Zu 1) obschon es sicher einen zusammenhang hat, würde ich nicht davon ausgehen dies so einzuteilen denn, imho: es hängt zu sehr von der art und dichte der verwendeten bohnen ab.
    von filter vestehe ich nix, aber für espresso würde ich nicht vor dem ersten crack entnehmen. eher später.

    Zu 2) dito vorreder - nicht die erste bohne sondern wenn mehrere "abgehen" - ab hier mache ich 16-max 22% development
    ich hatte nur anfangs probleme den FC zu hören an der gene, bis ich ein stethoskop hatte, dann hörte ich es genauso heraus ohne o_O

    ich startete mit der gene immer mit zeit: 20:00 bei einfüllen und übertrug die zahlen in dieses diagramm (download)

    Zu 3) röstprofil bei der gene?!? hmm... - die besten resultate hatte ich anfangs mit den im buch von fricke gegebenen tipps dann wurde ich immer agressiver und versuchte immer schneller zu rösten (also mit vollgas) - auch die zweischritt röstung war ok mit von haus aus "langweiligen" bohnen wie brasilien catuai's (jetzt bekomm ich sicher haue :p)

    kühlen - dito
     
  5. #5 nacktKULTUR, 24.06.2019
    nacktKULTUR

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    • Der FC wird vom Beginn des häufigen Knackens gerechnet, nicht vom ersten vereinzelten Knack.
    • Unterschied FC und SC: Der FC ist ein echtes Knacken, der SC mehr ein Knistern, als ob man z.B. Zahnstocher zerbricht.
    • Beide Geräusche kann man gut im Gene CBR101 vernehmen, sobald sich das Ohr darauf eingestellt hat.
    Als externe Kühlung hat sich bei mir ein großes Backblech (idealerweise aus Aluminium) bewährt. Sofort wenn der gewünschte Röstgrad erreicht ist, per Notstopp (roten Knopf lange drücken) beenden, die Rösttrommel mit einem Topflappen ergreifen und den Inhalt aufs Blech kippen, verteilen.
    • So kann man schlechte Bohnen erkennen und aussortieren
    • Die Bohnen kühlen auf der weiten Fläche rasch ab
    Falls kein geeignetes Backblech vom eigenen Backofen da ist, findet man so eines im Sperrmüll, in der Brockenstube oder auf dem Wertstoffhof. Die Lösung mit dem Sieb, dem Eimer und dem Staubsauger ist sicher noch ein Quentchen besser, wäre mir aber zu umständlich.

    Noch ein Grund mehr, auf den Trommelröster (z.B. Hottop) umzusteigen: Die externe Kühlung mit den Rührflügeln zeigt einem alle Bohnen. So kann man die schlechten, so es denn solche geben sollte, einfach rauspicken. Da zuzuschauen, ist spannender als Fernsehen.

    nK
     
  6. #6 Christian94, 24.06.2019
    Christian94

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    Hey Leute,

    vielen Dank für eure schnellen und hilfreichen Antworten hier!!!
    Wir werden morgen weiter rösten und erstmal üben den FC zu hören. Daran hängt ja doch einiges :)
    Die ersten Röstungen haben uns sogar schon geschmeckt ;)

    Dazu fällt mir ein:
    Röstet ihr nach eurem persönlichen Geschmack oder habt ihr "geschmackliche" Vorbilder? Z.B. besonders die Säuren betonen, oder den Körper etc.?
    Wie habt ihr euren Geschmack geschult? Ich schätze, das Beste wäre wohl in anderen Röstereien Kaffee trinken ! Gibt schlimmeres;)

    Ruhigen Abend!

    VG Kathi und Christian
     
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