French Press - Wassermenge

Diskutiere French Press - Wassermenge im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; Guten Morgen! Ich bin ganz neu hier im Forum und entschuldige mich vorab, falls es zu diesem Thema schon einen Thread gibt. Und falls die Frage...

  1. #1 rosinante, 20.01.2017
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    Guten Morgen!

    Ich bin ganz neu hier im Forum und entschuldige mich vorab, falls es zu diesem Thema schon einen Thread gibt. Und falls die Frage zu dämlich ist, weil ich einen Denkfehler habe, tut es mir leid. :oops:

    Ich habe mir neulich eine Bodum French Press. 1l, zugelegt, da ich keine Lust mehr auf die große Kaffeemaschine hatte, die nur Platz auf der Arbeitsplatte wegnimmt und bei uns nur selten genutzt wird.

    In der Kaffeerösterei im Städtchen dann Kaffee gekauft, mit dem Hinweis, er möge für die French Press gemalen werden. Dann nach Anleitung dosiert: Pro 125ml Tasse 1 Messlöffel (lag der FP bei), macht bei 1 Liter Wasser, 8 Messlöffel.

    Der Kaffee erschien mir recht stark, also ein wenig rumprobiert: etwas weniger Kaffepulver, nur 3:30 ziehen lassen, andere Kaffeesorte. Manche Ergebnisse fand ich ganz ok, aber so richtig der Hit war es noch nicht. Mir fiel aber auf, dass ich meist nur 3 große Kaffeebecher befüllt bekam, wo es eigentlich 4 hätte ergeben müssen.

    Dann habe ich die FP beim Befüllen mal auf die Waage gestellt und festgestellt, dass ich bei 8 Messlöffeln Kaffepulver keinen Liter Wasser mehr eingefüllt bekomme. Bei 800ml bin ich bis unter dem Rand des Metallhalters und mehr kann ich ja nicht einfüllen, weil dann beim Aufsetzen des Stempels das Wasser überschwappen würde.
    Ist ja auch logisch, das Kaffepulver reduziert ja das Aufnahmevolumen der Kanne, deren Gesamtvolumen bei 1 Liter liegt. Aber dann müsste die Anleitung doch richtiger lauten: 7 ML Kaffepulver auf 875ml Wasser?


    Habe ich nun einen Denk- oder Rechenfehler oder ist das alles richtig so und ich muss nur noch die richtige Kaffeesorte finden?

    LG
    Rosi
     
  2. #2 Aeropress, 20.01.2017
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    Wirklich brauchbar wird dan nur mit eigener Mühle und an den eigenen Geschmack angepassten Mahlgrad. Auch der beste Röstereimitarbeiter kann Dir nicht genau den Mahlgrad für Deinen Geschmack und Ziehzeiten liefern sondern nur raten was richtig sein könnte. Zudem daer Kaffee schon anch einem Tag qualitativ schlechter wird. Natürlich dosiert man auf das tatsächlich verwendete Wasser ten denziell hast Du sicher überdosiert.

    Ich würde nicht unbedingt davon ausgehen, daß solche Anleitungen von Kaffeesomeliers stammen. ;) Wieviel Gramm fasst denn der Löffel? Selber wiegen ist besser und nach Anleitung würde ich hier mal im Forum nach French press suchen. Die Anleitungen und massen Tips die Du da findest leiten garantiert besser.
     
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  3. #3 rosinante, 20.01.2017
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    Vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Ich habe mich hier im Forum ja umgeschaut und natürlich gesehen, dass es, wie bei allem im Leben, massig Varianten für guten Kaffee gibt und das Wort "gut" definiert sich ohnehin durch den Kaffeetrinker. Aber eine passende Antwort für mein (Denk?)Problem habe ich noch nicht gefunden.

    Kaffeemenge und Ziehzeit von Bodum-Anleitung und des Verkäufers in der Rösterei stimmten auch überein. Nur bekomme ich eben keinen Liter Wasser in diese Kanne eingefüllt. Da frage ich mich eben, ob die Angaben 60-70g/liter, die man ja recht häufig liest, sich vielleicht tatsächlich auf das reine Kannenvolumen beziehen und nicht auf die tatsächliche Wassermenge.

    LG
     
  4. #4 Aeropress, 20.01.2017
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    nein
     
  5. #5 Equinox83, 20.01.2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20.01.2017
    Equinox83

    Equinox83 Gast

    Ich brühe in der FP mit 60g Kaffeemehl pro Liter Wasser auf. Bei weniger Wasser reduziere ich also die Menge an Kaffeemehl entsprechend.
    Einen Messlöffel finde ich zum Dosieren zu ungenau. Für ca. 10€ bekommt man eine Feinwaage, diese Anschaffung würde ich dir empfehlen.

    Bei vorgemahlenem Kaffee hast du, abgesehen vom Mahlgrad, halt auch immer das Problem, dass er recht schnell an Aroma verliert. Eine Mühle, um den Kaffee jedes Mal frisch zu mahlen ist da wirklich zu empfehlen.

    Dass dir eine bestimmte Kaffeesorte nicht schmeckt, kann natürlich auch immer sein. Da hilft letztendlich nur ein mehrere Sorten durchzuprobieren.
     
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  6. #6 rosinante, 20.01.2017
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    Danke für eure Antworten.

    Ich werde dann zukünftig auch das Kaffeemehl abwiegen und an die 800ml Wassermenge anpassen.

    Selber mahlen möchte ich derzeit nicht, da mir bislang ja auch mein Standard-Kaffeemaschinenkaffee geschmeckt hat und ich denke, dass es in der Rösterei eine Sorte gibt, die für mich passend ist.

    LG
    Rosi
     
  7. #7 Heißluftröster, 20.01.2017
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    Da hilft nur ausprobieren: Mahlgrad, Brühwassertemperatur, Kaffee abwiegen, Zeit stoppen.
    Ich habe eine Zeit lang einen fruchtig-floralen Äthiopier mit nur 15g Kaffeemehl in der 1l-FP genossen. Für mich war erstaunlich, wie deutlich sich der Zitrusduft bei der kleinen Menge bemerkbar machte. Das gab ein leichtes Getränk, mit dem ich auch meinen Flüssigkeitsbedarf decken konnte.
    Da du deine 750ml vermutlich nicht auf einmal trinkst, empfiehlt es sich evtl. umzugiessen, damit es nicht zur Überextraktion in der FP kommt. Dann wird der Kaffee mit der Zeit (>10min) herb und bitter.
     
  8. #8 BrikkaFreund, 20.01.2017
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  9. #9 rosinante, 20.01.2017
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    @Heißluftröster: Ich habe schon bemerkt, dass man den Kaffee, der nicht gleich getrunken wird, besser in eine Warmhaltekanne umfüllt.


    @Frank: Verstehe ich den Herrn im Video richtig, dass er den Kaffee 4 Minuten ziehen lässt, dann mit den Löffeln das Schaum/Pulver-Gemisch durchrührt bzw. mit den Löffeln etwas davon abschöpft und DANN NOCH weitere 5 Minuten ziehen lässt? :eek:
     
  10. #10 wernerscc, 21.01.2017
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    Dito!
    Das ist ein absolut überzeugendes, gut funktionierendes Protokoll für die French Press. Unbedingt ausprobieren, rosinante.
    Mit den Löffeln die Kruste brechen, damit sich das Kaffeemehl absetzen kann, und den Schaum ablöffeln, denn der macht die Sache bitter.
     
  11. #11 Heißluftröster, 21.01.2017
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    Ich verstehe ihn auch so. Er verwendet 60g Kaffee/Liter und mahlt eher weniger grob, mehr Richtung Filter. Das gibt schon ein kräftiges Getränk. Dann noch 9 min ziehen lassen...wäre mir vermutlich zu stark und zu bitter - aber jedem das seine!
    Den Schaum umrühren funktioniert sehr gut: Die Schwebstoffe fallen nach unten und das Durchdrücken des Siebes geht viel einfacher. Noch besser, als im Video funzt ein Sieb mit Silikonlippe (z.B. FP von Ikea), weil dichter.
    Inzwischen brühe ich in einer Kanne auf und schütte nach 5min durch ein normales engmaschiges Haushaltssieb in eine zweite Kanne um. Das macht den wenigsten Aufwand und gibt für mich ein optimales Ergebnis.
     
  12. #12 BrikkaFreund, 21.01.2017
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    Naja, die Ziehzeit ist ja weiterhin 4 Minuten, danach sinkt das Kaffeemehl durch das Aufbrechen der Kruste ab. Die anschließende Wartezeit sorgt dafür, dass sich der Schlamm auch absetzt. Das Ergebnis ist ein klarerer Kaffee als mit der Methode ohne Absetzzeit, der auch nicht so schnell "weiterbittert" :p
     
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  13. #13 Simsala, 21.01.2017
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    Die Ziehzeit kommt einem unheimlich lang vor, aber es klappt super.
    Durch das Abschöpfen des Schaums in der Halbzeit ist der Kaffee auch keine Spur bitter, wenn zu stark, kann man das durch die Menge an Mehl noch steuern.
    Der Kaffee schmeckt hervorragend, ehrlich.:)
     
  14. #14 Heißluftröster, 22.01.2017
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    Warum durch das Absinken die Extraktion unterbrochen werden sollte, erschließt sich mir jetzt nicht automatisch...
    ...aber Versuch macht klug...werd' ich dann doch auch mal probieren.
     
  15. #15 Aeropress, 22.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 22.01.2017
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    Wichtig bei der Methode ist niemals umrühren ;), dadurch bleibt viel vom Extrakt auch das bittere im Kaffeemehl zurück, dafür brauchts halt länger bis im Wasser obendrüber sich ausreichend Extrakt konzentriert hat. Auch wenn Du den Fehler beim runterdrücken machst und da viel aufwirbelst ists mit der Methode vorbei. :) Klappt das technisch hast Du halt einen klaren rel. leichten Kaffee mit kaum Schwebstoffen, ich finde der Chemex nicht unähnlich. Ob einem das nun besser schmeckt als normal gemachter FP mußt Du selber probieren.
     
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  16. #16 Unmensch, 22.01.2017
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    Bei mir hat das weniger gut geklappt. Was aber wohl auch daran liegt, dass ich eine Edelstahl-FP nutze, nicht sehe, inwieweit das Kaffemehl abgesunken ist und auch beim Ausgießen nicht weiß, wann der Schlamm durchkommt. Ergebnis war, im Vergleich zur konventionellen FP-Methode, etwas überextrahierter Kaffee mit üblichem Kaffeesatz in der Tasse. Was mich allerdings auch nie gestört hat, muss man ja nicht mittrinken.
     
  17. #17 Falcone, 22.01.2017
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    Ich finde den Kaffee mit der Technik sehr lecker und habe dies mehrfach die Woche so zubereitet. Ich kann nur nicht einschätzen wie sehr ich das im Video präsentierte Resultat in meiner Tasse habe. Dies hat folgenden Grund: Beim Ausgießen ist es mMn. nicht möglich den abgesetzten Schlamm nicht zu wühlen. Selbst wenn man sehr sehr vorsichtig eingießt, spült der Kaffee den Schlamm ein wenig auf. Wenn jemand mir darauf sagen könnte ob das zu verhindern ist, würde ich gerne wissen wie :) Spannend wäre das um zu sehen, ob der Kaffee mir danach noch besser schmeckt. Ich benutze eine kleine Bodum in der ich 300ml zubereite.
    Gruß Falco
     
  18. #18 rosinante, 22.01.2017
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    So, da wir heute Frühstücksbesuch hatten, konnte ich gleich mal drei Kannen in Folge testen.

    52g Pulver, knapp 900ml Wasser, nach drei Minuten die Kruste aufgebrochen und Schaum abgeschöpft. Nochmal 3 Minuten gewartet, dann gepresst und gleich in die Thermoskanne umgefüllt.

    Mir und den Gästen hats geschmeckt und ich werde das die nächsten Male erstmal wieder so machen und dann irgendwann neu experimentieren.
     
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  19. #19 Aeropress, 22.01.2017
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    Kann ich :), Espro Press verwenden, das ist der Kaffee dann per Dichtung vom Rest getrennt.
     
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  20. #20 DaBougi, 17.04.2017
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    Schön langsam kenn ich mich gar nicht mehr aus.
    Fast überall steht was von ca 4 min...dann sagt der hofmann dass das runterdrücken unnötig und das nachziehen ein irrtum (bzw kein Problem) ist (weil ja ohnehin abgekühlt und z.b. beim cupping ja auch kein problem)
    Und nachdem es eine travel press (z.b. bodum) auch gibt, wäre es ja seltsam wenn das ganze Konzept schwachsinn wäre (...)
    Und kommt mir nicht mit "einfach machen was schmeckt"
    Es muss doch wohl zu etwas grundlegend simplem wie einem Glasbecher wo man Kaffee rein rührt einhellige Meinungen geben....
    Oder geht es dabei bloss um die Fines, und bei idealem Mahlgut wäre es dann erst egal?
    Und wenn es nur wegen der ohnehin fallenden Temperatur ist.. Gilt dann für isolierte Kannen was anderes?
    Ich frage auch nochmal: Travel Press eine Fehlkonstruktion j/n
     
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