Funktionsweise einer Espressomaschine

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  1. Nanuq

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    Hi,

    obwohl man natürlich über das Forum einiges lernen kann, was das Innenleben einer Espressomaschine angeht, hätte ich trotzdem einmal Interesse daran, mich ein wenig ausführlicher zu informieren. Dabei geht es mir weniger um konkrete Fragen - z.B. wie sich der Brühdruck einer Maschine über das Expansionsventil einstellen lässt - sondern eher um die allgemeine Funktionsweise, also das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten.

    Ich wäre dankbar für ein paar Tipps (Links, Literatur, etc.).

    Grüße,
    Nanuq

    P.S.: Es gibt im Forum einen schon recht alten Thread zu diesem Thema, allerdings ist der möglicherweise interessanteste Link nicht mehr aktuell.
     
  2. #2 jan.gagel, 30.09.2007
    jan.gagel

    jan.gagel Mitglied

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  3. Nanuq

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    AW: Funktionsweise einer Espressomaschine

    Hallo Jan,

    ja, so eine Zeichnung ist schon auch hilfreich, danke.
    Allerdings hätte ich vor allem gerne jede Menge erläuternden Text dazu ;-).
     
  4. #4 jan.gagel, 30.09.2007
    jan.gagel

    jan.gagel Mitglied

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    AW: Funktionsweise einer Espressomaschine

    Hallo Nanuq,

    der abgebildete Mechanismus zeigt einen sog. Zweikreiser, genauer wollte ich damit die Funktionsweise der E61-Brühgruppe meiner ECM Technika II veranschaulichen.

    Ziemlich zentral ist der ca. 2 Liter fassende Kessel. Dort herrscht eine Temperatur von ca. 120 Grad, deshalb ist der Kessel mit Wasser und auch Dampf gefüllt. Hier ist es jederzeit möglich, Dampf und / oder Heißwasser zu entnehmen. Über einen Pressostat (leider nicht auf der Zeichnung) wird diese Temperatur überwacht. Normalerweise gibt es ein Manometer auf der Vorderseite, welches den Kesseldruck anzeigt. So ca. 1,1 bis 1,2 Bar sollten dort angezeigt werden.

    Im Kessel befindet sich das Heizelement, bei meiner Maschine auch die Kontrollsonde, die ständig den Wasserpegel im Kessel überwacht und ggf. die Pumpe anwirft und Wasser nachpumpt. Bei älteren Maschinen gibt es ein Schauglas, mit welchem der Wasserstand im Kessel überwacht werden muß.

    Dann gibts da noch den Wärmetauscher, der genau genommen zwei unterschiedliche Aufgaben erfüllt. Zum Einen wird damit ein Kreislauf aufgebaut, der ständig die Brühgruppe auf Temperatur hält. Hier ist keine Pumpe eingesetzt, das warme Wasser steigt lediglich nach oben.

    Wird Espresso zubereitet, wird über den Wärmetauscher frisches Wasser vom Tank erwärmt und zur Brühgruppe geleitet.

    Das alles liest sich wahrscheinlich ziemlich kompliziert. Viel einfacher ist daher die Handhabung der Maschine, da man jederzeit Heißwasser, Dampf oder Espressobezug der Maschine abverlangen kann. Dies kann auch zeitgleich geschehen. Also kann man den Espresso für eine Latte Macchiato zubereiten und gleichzeitig die Milch aufschäumen.

    Ciao Jan
     
  5. Nanuq

    Nanuq Mitglied

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    AW: Funktionsweise einer Espressomaschine

    Hallo Jan,

    vielen Dank für die Erläuterung der Zeichnung!
    Das hilft auf alle Fälle schon einmal das Zusammenspiel der Komponenten zu verstehen. Und Informationen darüber, wie die Einzelkomponenten für sich funktionieren findet man eigentlich, wenn man ein wenig recherchiert. Zusammen mit den Informationen des KaffeeWiki erklärt sich damit eigentlich das meiste.

    Vielleicht noch einmal die Frage zur Abgrenzung zwischen Einkreis- und Zweikreismaschinen.
    Wenn ich es richtig verstanden habe werden bei Einkreismaschinen sowohl das Wasser für den Espressobezug als auch der Dampf direkt aus dem Kessel entnommen. Da beides unterschiedliche Temperaturen erfordert, ist eine gleichzeitige Entnahme nicht möglich.
    Die Zweikreismaschine ermöglicht eine gleichzeitige Entnahme dadurch, dass das Wasser im Kessel immer auf einer Temperatur gehalten wird, dass Dampf zur Verfügung steht. Wasser für den Espressobezug wird über den Wärmetauscher durch den Kessel hindurchgeleitet und hat so die richtige Temperatur für die Espressozubereitung.
    Habe ich das soweit richtig zusammengefasst?
     
  6. #6 jan.gagel, 30.09.2007
    jan.gagel

    jan.gagel Mitglied

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    AW: Funktionsweise einer Espressomaschine

    Hallo Nanuq,

    ja, deine Ausführungen sollten richtig sein. Bei Einkreisern muß die Kesseltemperatur für Dampf angehoben werden. Deshalb dauert es eine bestimmte Zeit bis die Temperatur erreicht ist, und auch wieder abgesenkt für Espressbezug ist.

    Zweikreiser sind im Allgemeinen Temperaturstabiler, da der Kessel bedeutend größer ausgelegt werden kann. Benötigen aber auch etwas mehr Zeit beim Aufheizen. Meine Technika II lasse ich ca. 50 bis 60 Minuten aufheizen. Deshalb läuft die Maschine am Wochenende meistens durch.

    Bei Einkreisern gibt es keinen Wärmetauscher, da das Kesselwasser normalerweise die Temperatur für einen Espressobezug hat.

    Ich hatte vorher einen günstigen Einkreiser. Der Zweikreiser erleichtert einem vieles, da alle Parameter passen sobald die Maschine erst einmal aufgeheizt ist. So kann man jederzeit an die Maschine und ein Heißgetränk zubereiten, wie ein richtiger Barista in einer Bar eben auch. Nur der Füllstand im Tank sollte ab und zu mal kontrolliert werden.

    Ciao Jan
     
  7. andrel

    andrel Mitglied

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    AW: Funktionsweise einer Espressomaschine

    Der Vollständigkeit halber möchte ich Jan's Ausführungen hinzufügen, daß das für *kleine* Einkreiser gilt. Für Gastro-Kisten wie meinen beiden Hebelmaschinen z.B. sieht es anders aus, das sind Einkreiser und trotzdem kann man gleichzeitig Dampf und Espresso beziehen. Der Kessel ist dabei immer auf Dampftemperatur, aber die Brühgruppe besteht (was insbesondere bei Hebelmaschinen nicht schwer ist) einfach aus so viel Metall, daß das Wasser auf espressotaugliche 95°C oder so runtergekühlt wird.

    Gruß, Andre
     
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