Gewinnspanne beim Verkauf von Kaffee

Diskutiere Gewinnspanne beim Verkauf von Kaffee im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo, ich spiele mit dem Gedanken Kaffee über einen Onlineshop zu vertreiben. Um ehrlich zu sein, habe ich allerdings keinen blassen Schimmer...

  1. #1 Kaff3lieb3, 04.11.2016
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    Hallo,

    ich spiele mit dem Gedanken Kaffee über einen Onlineshop zu vertreiben. Um ehrlich zu sein, habe ich allerdings keinen blassen Schimmer davon mit welcher Gewinnspanne ich hier rechnen kann.
    Vielleicht hat hier ja jemand Erfahrungswerte. Wie viel bleibt bei euch vom Verkaufspreis des Kaffees über? Also Verkaufspreis - [Kosten für Rohkaffee + Nebenkosten]

    Ich freue mich auf eure Erfahrungen :)

    Beste Grüße
    Kaff3lieb3
     
  2. kabu

    kabu Mitglied

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    Da bin ich mal auf die Antworten gespannt. :)

    Aber mal ehrlich, keinen blassen Schimmer und dann ein Gewerbe betreiben wollen, ist im Prinzip ein Fall für Frank Rosin.
     
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  3. cawa71

    cawa71 Mitglied

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    Warum willst du das dann?
     
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  4. NiTo

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    Willst du selbst rösten, oder fertig gerösteten Kaffee einkaufen und weiterverkaufen?
    http://www.quijote-kaffee.de/transparenz/kalkulation-preise/
     
  5. #5 Kaff3lieb3, 04.11.2016
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    Das ging fix... :D
    Ich möchte selbst rösten. Aber vorher eben kalkulieren können wie sich was, ab wann rentiert. Ganz blauäugig will ich mich nicht in die Sache stürzen.
     
  6. #6 Kaff3lieb3, 04.11.2016
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  7. #7 freakazoit, 04.11.2016
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    Gude,

    ich finde diese Frage ist ein interessanter Ansatz. Da ja regional unterschiedliche Kosten entstehen.

    Ich hatte mal als Hausaufgabe in der Berufsschule eine Kfz-Werkstatt von Beginn auf durchzurechnen...

    Am Ende kamen bei verschiedenen Konzepten (2) verschiedene Gewinnspannen, aber gleiche "Gehälter" raus in der Theorie...

    Ich habe noch guten Kontakt zu vielen ehemaligen Mitschülern, u.a. haben 2 bei ihren Werkstätten meine Konzepte grob übernommen. Was soll ich sagen, 6 Monate Hausaufgaben gemacht (eine der wenigen die ich gemacht habe ) dafür habe ich die Note Sehr gut erhalten.

    Beide berichten mir kontinuierliche Ergebnisse, in etwa so wie ich das berechnet hatte

    Will damit sagen, dass nicht der Gewinn pro kg oder die Spanne interessant ist,
    zum Schluss interessiert ja nur, ist genug insgesamt übrig...

    Dafür braucht es erst mal ein Konzept an dem man feilen kann, dann kann man rechnen und schauen ob sich das lohnt.

    Was wäre z.B. der Grund das ich bei dir den Kaffee kaufe? Online sind so viele, was wäre bei dir das besondere? Ich kaufe gerne vor Ort. Support your lokal Dealer. Im Onlineshop brauche ich dann schon etwas besonderes.

    Grüße

    Freakazoit
     
  8. #8 Kaff3lieb3, 04.11.2016
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    Hey freakazoit,

    schön, dass du das ähnlich wie ich siehst. Zum Konzept habe ich mir schon ausführlich Gedanken gemacht. Bin aktuell auch im Marketing tätig und habe da entsprechendes Background-Wissen aufbauen können.
    Zum selbst rösten: Als - vermutlich sinnvollere - Alternative steht das "Rösten lassen" im Raum. Aber um all die finanziellen Dinge durchplanen zu können und mich bei Anfragen in Röstereien nicht vollends zu blamieren benötige ich eben eine grobe Einschätzung mit wie viel man da rechnen kann :)

    Besten Dank schonmal an alle bisherigen Antworten!
     
  9. #9 Iskanda, 04.11.2016
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    Das kann ein Anfang sein, der es erlaubt sich auf den Vertrieb zu konzentrieren und ausserdem kaufst du gleich Wissen mit ein. Und beginnst du mal selber mit dem Rösten, wird es dir leichter fallen, den Weg zu einem Ziel zu finden, da du ja schon weisst, wohin du willst.
     
  10. pingo

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    ist ja nicht gerade der am wenigsten umkämpfte Markt....wir sind da nicht gerade das typische Beispiel mit unserer öffentlichen Kalkulation. Wir haben extrem viele USP, sind personell sehr gut aufgestellt, haben genügend Eigenkapital und wissen ganz genau, was wir in der Branche tun. Unsere "Gewinnspanne" ist brachenunüblich niedrig, unser sogenannter "Return to Origin" extrem hoch.
     
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  11. #11 onluxtex, 05.11.2016
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    ich habe gerade die Homepage des Espressonisten gelesen.
    Es tummel sich immer mehr "Hobbyröster" auf dem Markt. Pingo, ihre und sicher viele andere deutsche Röster haben Lehrgeld bezahlt, Erfahrungen gesammelt und daraus gelernt, euer Geschäft verbessert.
    Dort, bei den Espressonisten wird z.B. das Argument bezgl. ital. Röster vertreten, die haben Erfahrungen über Generationen, die nicht von heute auf morgen zu erlernen sind. Ich finde da ist auch was dran. Sorry ein wenig OT, hilft dir bei deiner Kalkulation nicht weiter, aber ein Denkanstoss.
     
  12. #12 Aeropress, 05.11.2016
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    Manchmal ist Erfahrung aber auch schonmal eingefahren sein ;), und den lobenswerten direct trade Gedanken findet man bei den Italienern auch eher selten. ansonsten warum immer eines gegen das andere stellen, ich kauf auch zwischendurch immer wieder mal italienische Bohnen, manchmal braucht man auch das mal wieder wie Kebab und McDonalds. :) Und sicher gibts auch bei den Massen an Röstern die aus dem Boden spriesen genug denen das handwerklich und auch kaufmännische know How nicht so gegeben ist wie sie vieleicht selber denken. Aber das regelt dann schon der Markt der Geschmack entscheidet und das eine ist ja wegen dem anderen nicht schlechter. Wer jetzt noch den Mut dazu hat kann man eher bewundern und er muss gut sein sonst wird er keine Chance haben, denn die Nachfrage hält da imho im Moment nicht Schritt mit den Firmengründungen.
     
  13. pingo

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    ich spiele ja gerade mit meiner (bald kompletten ;-) ) Karte aller Röstereien in Deutschland. Im letzten Jahr kamen auf über 60 Gründungen nur 3 aufgegebene Läden. Insgesamt habe ich mehr als 200 Gründungen aus den letzten 5 Jahren gefunden. Scheint also immer noch attraktiv zu sein eine Rösterei zu gründen, statistisch gesehen :)
     
  14. helges

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    Der Gebrauchtmarkt an Roestern zeigt auch keine grossen Bewegung in Richtung Preisverfall aufgrund von Insolvenzen, der Trend geht eber zum Verkauf der 5kg-Roester wegen Neukauf von 15kg-Maschinen.
     
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  15. #15 domimü, 05.11.2016
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    Bei manchen muss sich das Röstgeschäft nicht lohnen, da sie z.B. ein Café betreiben, Papas Geld in die Firma stecken (ich sag nur Segelschiff oder Cuadra), das Sortiment abrunden. Eine eigene Kaffeemarke erst mit Lohnröstern zu schaffen scheint lukrativ zu sein und birgt wenig Risiken, der Röster wird ja auch die Bohnen empfehlen. Ich wüsste nur nicht, warum jemand dann nicht direkt bei diesem Röster kaufen sollte.
     
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  16. #16 helges, 05.11.2016
    Zuletzt bearbeitet: 05.11.2016
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    Vielleicht weil die Marketingfuzzies mt dem Lohnroester "neue Geschmacksprofile" erarbeiten? :confused:

    Es geht aber doch auch bei "Kleinroestern" nicht wirklich darum den Kleinroestern Konkurrenz zu machen sondern den grossen Massenroestern Kunden abzujagen und da ist immer noch Potential.
     
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  17. #17 Kaff3lieb3, 05.11.2016
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    Genau so sehe ich das auch. Generation X und Y legen eben wesentlich mehr Wert auf Qualität. Die wollen keinen verbrannten Kaffee bei "den Großen" kaufen, sondern lieber den qualitativ hochwertigen.

    @pingo Ich bin neu hier im Forum, deshalb die vermutlich dumme Frage: Steckst du hinter quijote Kaffee? So lese ich das zumindest aus deinem Kommentar heraus :)

    Danke an alle bisherigen Beiträge!
     
  18. #18 Aeropress, 05.11.2016
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    Wenn man den Altersquerschnitt hier im Forum sich so ansieht denke ich nicht, daß das ne Generationenfrage ist. Das geht querbeet halt allgemein auch durchs Netz und die vielen Ernährungsblogs nimmt das Bewußtsein für "gute" Lebensmittel etwas zu eben auch bei Kaffee und da noch mehr da es eben ein weit verbreitetes Getränk ist. Aber ne echte Trendwende sehe ich noch nicht, wir sind da nach wie vor ne Minderheit und die Masse ob alt oder jung trinkt nach wie vor was anderes, Generationenfrage sehe ich dann eher im Equpment, wie Kapsel oder einfache Kaffeemaschine.
     
  19. #19 modaro, 05.11.2016
    Zuletzt bearbeitet: 05.11.2016
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    Hallo kaffe3lieb3,
    meine Sicht der Dinge ist ähnlich anderer KNler in Richtung gutem Potential für die nächsten Jahre. Bereits 2004 habe ich auch mal mit einem 15kg Röster rumhantiert und auch sehr gute Ergebnisse erzielt. Allerdings habe ich nicht die Leidenschaft "für das selbst Rösten" entwickeln können, wie viele andere und habe danach Lohnröstungen nach meinen Vorgaben durchführen lassen. Momentan kommen meine Röstungen (bis auf eine fair) sämtlich aus Italien.
    Ganz sicher wird dein Vorhaben nicht einfach umzusetzen sein - die Chancen für einen Erfolg sehe ich aber. Gute Planung - gute Kapital-Grundlage als Voraussetzung.
    Beste Grüße
    Claus
     
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  20. #20 dharbott, 05.11.2016
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    Ist das so??? Das wage ich zu bezweifeln. Die Millenials sind die höchst ausgebildete Generation aber auch die am schlechtesten bezahlte.
    Wenn Du nicht einen USP hast, dann würde ich heute nicht anfangen kommerziell Kaffee zu rösten. Warum soll ich bei Dir meinen Kaffee kaufen?
    In den letzten Jahren hat sich in Deutschland die Anzahl der Röster verdreifacht!!!! In diesem Markt ist man zu spät.

    Du trägst gerade im Röstgeschäft ein "hohes" Risiko, einhergehend mit hoher Kapitalbindung und vergleichbar schlechten Margen.
    Bei Pingos Kalkulation musst Du natürlich bedenken, das Pingo auch mal 50t im Jahr stemmt.

    Deine Motivation: Geld, ist komplett die falsche. Geld folgt Leidenschaft und sorry, die erkenne ich nicht.

    Aber auch aus einer Marketing Perspektive, ist auch heute noch vieles möglich z.B. die Geschichte von Handsome Coffee Roasters. Nimm richtig Geld (7-Stellig+) in die Hand, stell ein gutes Team zusammen. z.B. Barista Meisterin etc. Kauf nur das beste vom besten und geb Vollgas. Nach einem Jahr verkaufst Du dann mit viel Glück die Bude und alles ist gut.
     
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