Hallo und Frage: Acopino Milano - Erfahrungen?

Diskutiere Hallo und Frage: Acopino Milano - Erfahrungen? im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo zusammen, erst einmal hallo in die Runde! Ich bin gerade dabei, mich von der Nespresso zu verabschieden und schiele auf eine...

  1. #1 CoffeeMatt, 20.01.2014
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    Hallo zusammen,

    erst einmal hallo in die Runde! Ich bin gerade dabei, mich von der Nespresso zu verabschieden und schiele auf eine Siebträgermaschine.
    Trinkgewohnheiten: 5-10 Espressi bzw. Capucchini am Tag. Bei meiner Internetrecherche bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe mit Interesse schon einige Beiträge gelesen. Scheint ein sehr nettes und kompetentes Forum zu sein ;-)

    Also: Auf meiner Suche bin ich über eine Acopino Milano gestoßen, die mir sehr gut gefallen hat und an die ich günstig drankommen könnte (ca. 350 € neu, siehe auch:
    http://www.amazon.de/Acopino-Espres...qid=1390248834&sr=8-1&keywords=acopino+milano

    Meine Frage: Hat jemand Erfahrungen mit dieser Maschine? Sie sieht für mich aus wie eine Lelit PL42EM, die hier im Forum ja nicht sonderlich schlecht wegkommt. Bei diesem Siebträgertest schneidet sie zwar als letzte ab, aber wenn ich das richtig deute hauptsächlich wegen der fehlenden Energiesparmodi, nicht wegen der Leistung. Ist das ein Schnäppchen oder ein totaler Flop?

    Was ist denn von diesen Gastrobacks mit Mahlwerk zu halten? Die scheinen hier nicht so gut wegzukommen?

    Lieben Dank für Eure Hilfe!

    LG
    Matt
     
  2. #2 silverhour, 20.01.2014
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    AW: Hallo und Frage: Acopino Milano - Erfahrungen?

    Acopino ist mir noch nie untergekommen, aber das muß nix heißen.
    Die Kisten sehen in der Tat aus wie umgelabelte Lelit Maschinen. Wenn es wirklich Lelit sind, warum dann nicht gleich Lelit nehmen? Die erschreckend ähnlich sehende PL42EM ist deutlich preiswerter....

    Wobei ich persönlich für das Geld ehr zu einer Gaggia CC und einer Demoka M203 greifen würde....
     
  3. #3 CoffeeMatt, 20.01.2014
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    Hi Silverhour,

    wie gesagt, ich könnte die Acopino neu für 350 € bekommen. Deswegen keine Lelit ;-)
     
  4. #4 CoffeeMatt, 20.01.2014
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    Hi bohnenschorsch, kennst Du die Maschine?

    LG
    Matt
     
  5. #5 CoffeeMatt, 21.01.2014
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    AW: Hallo und Frage: Acopino Milano - Erfahrungen?

    Inwiefern wäre eine gebrauchte Gaggia CC plus Graef Mühle eine Alternative?

    LG
    Matt
     
  6. #6 Lelit PL60, 29.11.2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29.11.2014
    Lelit PL60

    Lelit PL60 Gast

    Ich weiß, der Thread ist alt, aber da ich durch die Suche (nach etwas völlig anderem) hier gelandet bin, tut es der ein oder andere evtl. auch. Daher will ich mal versuchen, meinen Teil beizutragen um die offenen Fragen zu klären.

    Eigentlich ist die Gaggia CC in diesem Fall keine Alternative. Die CC markiert das obere Ende des Consumer-Angebotes von Gaggia während die Milano/PL42EM das untere Ende des semiprofessionellen Angebotes bei Acopino/Lelit markiert. Das ist ein kleiner, aber doch ein wichtiger Unterschied. Mehr dazu weiter unten. Die Gaggia hat zudem - so liest man - kürzliche eine weitere "Entfeinerung" durch Konzernmutter Philips erfahren (günstigere Schalter etc..). Dazu muss man sagen, dass Gaggia - zusammen mit Bezzera einer der ganz alten und großen Hersteller von Espressomaschinen - seit einiger Zeit zu Saeco gehört und Saeco wiederum zu Philips. Seitdem ist Chaos und man weiß nie so recht was man bekommt. Saeco-Maschinen heißen manchmal Saeco Philips, Manchmal Saeco, manchmal Philips, wer was baut ist völlig unklar und der Consumerbereich von Gaggia mutet an, als würde auch er nicht mehr oder nur zum Teil von Gaggia gebaut sondern eben von Saeco oder Philips. In Italien und manch anderen Ländern bekommt man noch das volle Portfolio inkl. der großen Restaurantmaschinen und auch in D kommt man über Importeure an die Maschinen, grundsätzlich ist aber etwas unklar, wohin der Weg dort momentan führt. In jedem Fall hat Philips es geschafft, reichlich Verwirrung zu stiften. Die deutsche Gaggia-Seite zeigt nur noch drei Consumer-Produkte ohne jedwede Information dazu an und verschweigt die professionelle Sparte komplett. Support wird nur noch telefonisch über Philips angeboten. Dem Vernehmen nach nimmt die Qualität der Gaggia-Produkte (zumindest die der Consumer-Sparte) tendenziell ab seitdem Philips sagt wo's lang geht. Nun muss man aufpassen und nicht alles für bare Münze nehmen was man so liest, ich habe selbst keine Erfahrungen aus erster Hand, wollte es der Vollständigkeit halber aber einmal erwähnen. So oder so kommt Gaggia grundsätzlich aus der professionellen Ecke und bietet seit den späten 70ern auch Consumer-Produkte an - unter anderem die Gaggia CC die so eine art Klassiker geworden ist und eben die erste Wahl für Leute, deren Budget ansonsten nur für eine Plastik-Thermoblock-Maschine ohne Magnetventil und mit Cremasieb reicht.

    Acopino ist in dem Sinne garkeine Firma sondern ein deutscher Importeur, welcher unter anderem auch Lelit-Geräte anbietet.

    Lelit selbst ist ein kleinerer Hersteller hochwertiger Espressomaschinen (sowie traditioneller Dampfbügeleisen!) im Semi- und mittlerweile auch professionellen Bereich, welcher in Castegnato/Brescia (zwischen Milano und Verona) fertigt. Sie sind mittlerweile kein Neuling mehr unter den Herstellern, kommen aber aus der OEM-Fertigung, daher war ihr Name lange Zeit nicht besonders bekannt. Sie haben damals (wie auch heute noch) aber schon für Firmen wie La Pavoni gefertigt, wissen also sehr genau, was sie tun. Mittlerweile ist das Portfolio ihrer eigenen Maschinen sehr umfassend, von der Einstiegsmaschine PL41EM (welche in etwa der Acopino Venezia und LaPavoni Domus Casa) bis zur ganz neuen PL2S Giulietta, einer kompakten Restaurant-Maschine mit doppelter E61 Brühgruppe. Kennzeichnend ist nach wie vor die Verwendung hochwertiger Materialien und Komponenten sowie ein sehr gutes Preis-Leistungsniveau. Die Verarbeitungsqualität schwankt zwischen ok und sehr gut, Tendenz steigend. Mittlerweile hat Lelit in Deutschland (genaugenommen fast weltweit) auch eine starke Vertriebsstruktur, so dass Maschinen problemlos zu erwerben sind und auch hierzulande gewartet werden können. Il Mondo Italiano und Coffee24 seien exemplarisch genannt.

    So, nun aber zum kern der Sache. Wichtigster Sellingpoint bei der Gaggia CC war und ist der saugünstige Preis und der Umstand, dass sie gemessen daran sehr guten Espresso macht. Günstiger lässt sich nicht an eine "echte" Espressomaschine kommen. Das bedeutet allerdings auch, dass sie in dieser Hinsicht nicht mehr als eine Minimallösung ist. Zu den konstruktions-/verarbeitungstechnischen Schwächen (Rost, Undichtigkeiten etc.) gesellt sich der Umstand, dass die Gaggia einen Alu-Boiler besitzt und noch dazu einen recht kleinen (100ml soweit ich weiß). Das bedeutet, dass die Gaggia bei Milch-Mix-Getränke definitiv im Nachteil ist. Die Lelit/Acopino hat einen 250ml Messing-Boiler und während sich sowohl bei der Gaggia als auch bei der Lelit eine professionelle Dampflanze nachrüsten lässt, bietet die Lelit ab Werk auf jeden Fall das bessere Werkzeug. Der Alu-Boiler der Gaggia hat zudem den Nachteil, dass er recht schnell korrodiert und nicht besonders Temperaturstabil ist, da Alu Wärme nur schlecht speichert.

    Was die Pumpe angeht, so ist bei beiden eine Vibrationspumpe von ULKA verbaut, da gibt es nichts zu meckern. Der Siebträger ist bei der Acopino/Lelit ein 57mm Modell, bei der Gaggia eines mit 58mm, beides Messing wie auch die jeweilige Brühgruppe. Die Brühgruppe der Gaggia wird aufgrund des 58er Maßes gern als "professionell" bezeichnet, es ist aber keineswegs eine aktive E61 Brühgruppe o.Ä.. Die Brühgruppen beider Maschinen entsprechen letzten Endes den Anforderungen kleinerer Barmaschinen und werden dort auch eingesetzt. Daher nehmen sie sich in der Hinsicht nichts. Von der Größe her gibt es de Fakto ohnehin fast keinen Unterschied, da die Lelit 57er Siebträger eigentlich 57.5er sind. Solide verarbeitet und schön schwer sind sie beide, der von Lelit ist bezüglich des Griffes vielleicht etwas schicker.

    So, was sagt uns das am Ende? Wie gesagt, die Gaggia ist für's Geld (neu 230€ derzeit) ein Knaller. Wer etwas mehr über hat, findet für einen moderaten Aufpreis in den Lelit-Geräten (und bei dem ein oder anderen weiteren Hersteller) eine hochwertigere Alternative die letzten Endes ein ebenso gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Nur eben ein Level höher. So gesehen hat(te) der TE mit der Acopina Milano für 350€ im Vergleich zur Gaggia CC plus Mühle das bessere Angebot vor sich - welches er aber soweit ich das überblicke nicht angenommen hat :)

    Zu beachten wäre bei Kombigeräten grundsätzlich, dass die Bohnen nicht allzulang im Trichter bleiben sollten, denn das Gerät wird warm und das Aroma geht dann recht schnell flöten. Damit lässt sich aber leben, man kann ja auch die Bohnen vorher abwiegen und dann frisch in die Maschine geben. Da der Auswurf bei dieser Maschine vertikal angelegt ist, hat man auch (im Gegensatz zur PL43 z.B.) kaum Mehlreste im Gerät. Die Mühle/das Mahlwerk an sich ist sicher das bewährte Modul welches auch in den externen Lelit-Mühlen verbaut ist. Das spricht für langlebige, grundsolide Technik und eine hohe Mahlqualität dank relativ geringer Drehzahl. Nothing fancy, aber für's Geld top.
     
    Xpressi, Falk99 und bricmi gefällt das.
  7. Falk99

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    Danke Lelit PL60 für den ausführlichen, sehr guten Bericht.
     
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