Kalk und viel arbeit... - Enkalkung wie oft bei einkreisern

Diskutiere Kalk und viel arbeit... - Enkalkung wie oft bei einkreisern im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo, habe meine einreisige Vibiemme nun seid über einem Jahr im Einsatz und habe bisher keine nennenswerten Probleme (für italienische Produkte...

  1. #1 matra530, 06.11.2003
    matra530

    matra530 Gast

    Hallo,
    habe meine einreisige Vibiemme nun seid über einem Jahr im Einsatz und habe bisher keine nennenswerten Probleme (für italienische Produkte nicht immer eine Selbstverständlichkeit :)).
    Habe auch zwischendurch im brav entkalkt, wobei aber laut der Indikatorfarbe des Enkalkers nie größere Kalkvorkommen in der Maschine vorhanden waren.
    Das Wasser wird bei uns mit dem Härtegrad 1 angegeben.
    Zusätzlich lasse ich das Wasser durch einen Britte Wasserfilter laufen.
    Somit dürfte nicht mehr viel zum Verkalken übrig sein.
    Was meinen die Profis? Wie oft sollte die Maschine dennoch entkalkt werden oder welche Parameter bestimmen den Zeitpunkt für das Entkalken.
    Grüße
    Andreas
     
  2. #2 wolf294, 06.11.2003
    wolf294

    wolf294 Mitglied

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    Hallo Andreas,
    wenn Dir Dein kaffee schmeckt, so sei zufrieden. das Entkalken kannst du vergessen. was nicht vorhanden ist muß auch nichtentfernt werden.
    mich würde jetzt mal interessiern wie dein espresso schmeckt und ob du grosse unterschiede im geschmack hast da wir ja nicht immer genau die gleiche kaffeemenge nehmen. bei deinem wasser tippe ich mal auf grosse schwankungen zwischen fade und sauer.
    ich selbst hatte bis zum sommer relativ weiches wasser, laut wasserwerk 5 bis7 grad GH, ohne filter war das ganz ok. jetzt hat unser dorf an ein anderes wasserwerk verkauft und wir haben laut wasserwerk 13- 15 GH(stimmt aber nicht, sind mehr. ich habs elektrisch nachgemessen). und ich hole mir jetzt wieder das alte wasser in einem nachbarort.
     
  3. fex

    fex Gast

    Wo bekommt man denn Wasser mit einem Härtegrad von 1???

    Das kann ich irgendwie nicht glauben... sind das auch die üblichen "Deutschen Härtegrade"? Oder ist das Härtegrad wie manche Maschinenhersteller ihn angeben (1=weich, 2=mittel, 3=hart, 4=sehr hart)?

    Übrigens ist für's verkalken der Maschine nicht die Gesamthärte, sondern nur die Karbonhärte verantwortlich. "Ideales" Espressowasser sollte GH von ca. 8 und eine möglichst niedrige Karbonhärte haben. Zu "weiches" Wasser ist oft auch Sauer (pH-Wert < 7,0) was die Säueren im Kaffee verstärkt.

    Bei mir (Leitungswasser mit GH=17) kommt ein frischer Britta-Filter, nach 3-4 Wochen ist er aber fast wirkungslos.

    @wolf294: wie misst man denn Härte elektrisch nach (und welche Härte ist das)? Ich kenne bisher nur die chemischen Tests (Tropf-Indikator oder Färbestäbchen). Was kostet so ein Messgerät?

    Gruß
    Fex
     
  4. #4 wolf294, 06.11.2003
    wolf294

    wolf294 Mitglied

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    @fex
    du kannst den härtegrad nicht direkt elektrisch messen. sondern nur den leitwert, sprich gesamtsalzgehalt des wassers. das ergibt die elektrische leitfähigkeit des wassers.1grad karbonathärte ergibt ca. 40 mikrosiemens. so ein leitwertmesser ist für uns relativ uninteressant, da viel zu teuer. ich hab vor 20 jahren schon über 200,--DM dafür bezahlt.ich brauchte den in der aquaristik. ich hatte zeitweise bis zu 20 aquarien zu überwachen und da ist er nun mal schneller und billiger als die tropfen aus der zoohandlung. für unseren bedarf sind die tropfen dicke ausreichend. und du mußt das ja nicht ständig machen, da du ja in der regel immer das gleiche wasser zur verfügung hast. und wenn du einmal ausgemessen hast, wie sich dein enthärter verhält, weisst du ja wann du ihn regenerieren mußt. die intervalle bleiben dann ja auch immer gleich. investier das geld lieber in edle bohnen
    :D
     
  5. varel

    varel Mitglied

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    Hallo fex,
    mit 1° kann ich nicht dienen, aber man hat mir mehrfach versichert, daß das Wasser hier in Kaiserslautern 0° deutscher Härte (?) habe. Zumindest ist es aber sehr weich. Geschirrspüler braucht kein Salz, Espressomaschine wird nicht entkalkt, der Wasserkocher bekommt auch partout keinen Kalkbelag. Dafür muß man dann bei etwas stärker parfümierten Waschmitteln noch mal extra spülen (Persil).
    gruß
    Michael Varel
     
  6. Dirk2

    Dirk2 Mitglied

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    Hallo,
    Wasserhärte 0-1.
    Mich interessiert, ob der Espresso sauer schmeckt.

    Gruß Dirk




    ???



    Edited By Dirk2 on 1068150048
     
  7. #7 matra530, 07.11.2003
    matra530

    matra530 Gast

    Moin und danke für die ersten Antworten.
    Also bei dem Härtegrad handelt es sich um die Einstufung unseres Wasserversorgers in den typischen Härtegraden von 1-4.
    Die anderen Begriffe habe ich hier zum ersten Mal gehört und kann auch ehrlich gesagt nicht sehr viel mit ihnen anfangen.
    Bei meinem Espresso ist nur das Problem, dass ich sehr viel Espressomehl brauche um einen guten Geschmack zu erreichen. Nach viel Versuchen bin ich beim Eintassensieb bei rd. 11 gr. und beim Zweitassensieb bei ca. 16 gr.
    Geschmack ist kräftig aber nicht bitter. Die Crema ist hellbraun und kräftig wobei sie nicht ganz gleichmäßig ist sondern etwas "körnig" aussieht.
    Ihr habe noch von anderen wichtigen Werten gesprochen. Wie nehmen die Einfluß und wie beinflusse ich diese.
    Die Infos zu unserem Wasser habe ich der HP der Leinetal Wasserwerke entnommen. Nur zu Info.
    Grüße
    Andreas
     
  8. fex

    fex Gast

    [quote:post_uid0="wolf294"]du kannst den härtegrad nicht direkt elektrisch messen. sondern nur den leitwert, sprich gesamtsalzgehalt des wassers. das ergibt die elektrische leitfähigkeit des wassers.1grad karbonathärte ergibt ca. 40 mikrosiemens. so ein leitwertmesser ist für uns relativ uninteressant, da viel zu teuer. ich hab vor 20 jahren schon über 200,--DM dafür bezahlt.ich brauchte den in der aquaristik.[/quote:post_uid0]
    ...also vom Leitwert direkt auf die Gesamthärte zu schließen halte ich für ziemlich ungenau. Neben den für die Karbon- und Gesamthärte zuständigen Substanzen gibt es ja noch eine Menge anderer Mineralien, die den Leitwert bestimmen... beim "Durchschnittswasser" mag das ja ungefähr hinkommen, aber verallgemeinern kann man das sicher nicht.

    Fex
     
  9. fex

    fex Gast

    [quote:post_uid0="matra530"]Ihr habe noch von anderen wichtigen Werten gesprochen. Wie nehmen die Einfluß und wie beinflusse ich diese.[/quote:post_uid0]
    Die drei wichtigsten Größen sind wohl Gesamthärte, Karbonhärte und der pH-Wert. Sie haben den stärksten Einfluss auf den Espresso-Geschmack. Es folgen ein paar (stark vereinfachte) Informationen zu diesen Werten.

    Die Substanzen, die für die Gesamthärte zuständig sind (im wesentlichen Kalium und Magnesium) sind auch Geschmacksträger. Sie sollte sie bei idealem Espressowasser ca. 8 Grad deutscher Härte betragen. Ein zu geringer Gesamthärtewert könnte erklären, warum Du so viel Kaffee brauchst, damit der Espresso schmeckt.

    Ein Teil der Gesamthärte ist die sog. Karbonhärte. Die gelösten Substanzen sind hier an Kohlensäure gebunden. Kohlensäure tritt bei Erwärmung als Gas aus, was übrig bleibt ist Kalk. Dies ist der Grund, warum sich der Kalk vor allem an beheizten Maschinenteilen (Heizung, Kessel) festsetzt. Da der Kalk der Maschine schadet, sollte man einen möglichst geringen Karbonhärteanteil im Wasser anstreben.

    Der pH-Wert bestimmt, ob das Wasser "neutral", "sauer" oder "basisch" schmeckt. pH 7,0 ist neutral, drunter ist es sauer (z.B. hat der Säureschutzmantel der Haus einen pH-Wert von 5,5) was die Säuren im Espresso verstärkt und (eine von mehreren Ursachen) sein kann, warum der Espresso sauer schmeckt. Wasser mit pH-Werteen >7,0 ist basisch und neutralisiert die Kaffee-Säuren, die auch wesentliche Aromaträger sind. Der Espresso kann dann fad und dünn schmecken, was aber auch andere Ursachen haben kann.

    Die Gesamthärte beeinflusst zum Teil auch den pH-Wert, deshalb ist weiches Wasser oft auch sauer, muss aber nicht sein.

    Beeinflussen kann man die Werte über diverse Wasseraufbereitungs-Systeme. Die gebräuchlichsten (Britta, Aufsteckfilter) dienen aber nur der Senkung der Härte / pH-Werte. Richtige Aufbereitungsanlagen können dem Wasser auch Mineralien hinzufügen, sind aber wg. Installationsaufwand, Preis und Pflege mehr für den Professionellen Bereich. Ist das Wasser zu dünn, kannst Du z.B. Mineralwasser einen Geschmacksvergleich machen. Da die Mineralwässer wg. der darin enthaltenen Mineralien aber sehr unterschiedlich schmecken, ist nicht jedes Wasser geeignet. Auf keinen Fall sollte es Wasser mit Kohlensäure sein, einige Leute haben schon von guten Ergebnissen mit Volvic berichtet. Wenn das Ergebnis deutlich anders schmeckt, lohnt es sich vielleicht das Mineralwasser zu nehmen oder beizumischen ("verschneiden").

    Überbewerten sollte man das Wasser aber auch nicht, viele andere Faktoren (z.B. die Brühtemperatur, regelmäßiges Reinigen mit Kaffeefett-Löser) beeinflussen den Geschmack oft stärker. Dennoch besteht Espresso zu > 98% aus Wasser...

    Ich hoffe es hilft und als Nicht-Chemiker hab ich nicht so viel falsch beschrieben... ;-)

    Fex
     
  10. #10 matra530, 08.11.2003
    matra530

    matra530 Gast

    Na dann werde ich mal in den Keller gehen und mein altes ph testpapier suchen. Bin mal gespannt was ich da finde...
     
  11. #11 107-1031225195, 08.11.2003
    107-1031225195

    107-1031225195 Gast

    hi andreas,

    ich hab auch ne vbm über ein jahr im harten einsatz, und entkalken war noch nicht nötig. ich würde mir da keine allzu grossen gedanken machen...

    grüssigkeiten, kk

    p.s.: und das, obwohl das kölner wasser so hart ist, dass du damit jemanden totschlagen kannst, aber es gibt ja brita-filter ???
     
  12. #12 matra530, 08.11.2003
    matra530

    matra530 Gast

    Das ich ein paar Gramm mehr benötige um einen guten Geschmack hinzubekommen kann ich noch verschmerzen. Werden die Bohnen wenigstens nicht alt :p



    Edited By matra530 on 1068328999
     
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