Kunst aus Kaffee(zubehör) — Ein Mitmachfred

Diskutiere Kunst aus Kaffee(zubehör) — Ein Mitmachfred im Was ich unbedingt noch sagen wollte... Forum im Bereich Kaffeeklatsch; In der Titanic haben sie vor Dekaden mal Kunstwerke mit Wurst nachgebastelt. Fiel mir grade wieder ein. Lasst uns das doch mal mit Kaffeekram...

  1. #1 Brew Springsteen, 14.04.2018
    Brew Springsteen

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    In der Titanic haben sie vor Dekaden mal Kunstwerke mit Wurst nachgebastelt. Fiel mir grade wieder ein. Lasst uns das doch mal mit Kaffeekram machen. Ich hau mal den hier raus:

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  2. osugi

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    Finde ich eine tolle Idee, sei(d) nur vorsichtig, solche nachgemachten Kunstwerke können schnell zu teuren Abmahnungen führen, oder?
     
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  3. #3 Moccinist, 14.04.2018
    Moccinist

    Moccinist Gast

    Kunst ist halt manchmal teuer.:)

    „Schlechte Künstler kopieren, herausragende stehlen.“, soll Picasso einst gesagt haben.

    Dieser Satz wurde zitiert aus der folgenden Quelle:
    Inspiration oder Plagiat? Ein Drahtseilakt.
     
  4. #4 Moccinist, 14.04.2018
    Moccinist

    Moccinist Gast

    Von Magritte gibt es ja unter anderen die Bilder "c'est si ne pas une pipe" und "c'est si ne pas une pomme". Zu sehen sind hyperrealistische Zeichnungen einer Pfeife bzw. eines Apfels. Der (naive) Betrachter wird verwirrt: Weshalb soll das Gezeigte keine Pfeife oder Apfel sein?

    "Zu „La trahison des images“ gibt es zahlreiche Interpretationsversuche, der bekannteste aus dem Jahr 1973 von Michel Foucault unter dem Titel „ceci n'est pas une pipe“, worin er auch zwei Briefe Magrittes dokumentiert. Neben der offensichtlichen Deutung, dass ein Abbild nicht identisch mit dem Originalgegenstand ist, weist Foucault darauf hin, dass Magritte durch das Aufzeigen eines scheinbaren Paradoxons den Beobachter zur Reflexion darüber zwingt, was man eigentlich überhaupt unter der Realität eines Gegenstandes zu verstehen hat. Wikipedia"

    Der explosive, das Nachdenken anregende Effekt bei Magritte entsteht also gerade durch den Hyperrealismus. Wenn man nun diesen Satz Magrittes unter eine Kaffeemühlenkurbel setzt und schreibt, dies ist keine Fensterkurbel - was soll dadurch angeregt werden? Ein Fall von Hyperrealitätskontrast des Abgebildeten mit dem Untersatz liegt evident nicht vor. Demzufolge könnte man dann denken, dass der von Magritte ins Leben gerufene Denkanreiz selbst in Frage gestellt werden soll - aber das würde nur funktionieren, wenn der Betrachter Magritte kennt und weiß, was er wollte. Bei Magritte selbst funktioniert die Kunst aber voraussetzungslos - man muss nichts wissen, um den paradoxen Effekt zu verspüren.
     
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  5. #5 schraubohne, 14.04.2018
    schraubohne

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    das ist keine kunst das ist mangelnde inspiration.
     
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  6. #6 Auchich, 14.04.2018
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    Die Frage wäre berechtigt, wenn Manivelle tatsächlich ausschließlich als Fensterkurbel zu übersetzen wäre. Die Bedeutung kann aber auch einfach "Kurbel" sein - schon stimmt's wieder.

    Ich finde die Idee des Threads sehr cool; würde mich freuen, wenn hier noch weitere Beiträge auftauchen würden.
     
  7. #7 Moccinist, 14.04.2018
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    Moccinist Gast

    Dem stimme ich uneingeschränkt zu.

    Mit diesem Einwand beweist du das Gegenteil dessen, was du zu beweisen glaubst: Das Wort Manivelle heißt wörtlich übersetzt ja Handwelle, kann tatsächlich im Französischen aber alle möglichen Arten von Wellen bzw. Kurbeln bedeuten. Manivelle — Wikipédia
    Entscheidend ist meines Erachtens, dass Magritte bei den hyperrealistisch gezeigten Gegenständen semantisch eindeutige Entitäten gewählt hat: Was eine Pfeife oder ein Apfel ist, weiß jeder. Es kommt also bei dem oben gezeigten Kunstwerk mit der Kurbel gar nicht auf die genaue Übersetzung an, sondern darauf, dass das Wort Manivelle wegen seiner semantischen Vieldeutigkeit (auch in der französischen Sprache) ungeeignet ist, diesen oben angesprochenen Paradoxon-Effekt auszulösen. Und außerdem sind die Zeichnungen Magrittes als hyperrealistische Kunstwerke eben geeignet, einen allgemeinen Signifikanten des Gezeigten darzustellen, der dann mit dem Untersatz in denkanreizende Spannung gerät. Einfach nur einen Alltagsgegenstand abzubilden und zu sagen, er sei keine Kurbel, verursacht diesen vom Künstler mit seinen speziellen Mitteln erreichten Effekt meines Erachtens nicht.
     
  8. #8 Brew Springsteen, 14.04.2018
    Brew Springsteen

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    Euch kann man aber auch keine fünf Minuten allein lassen, schon gibt’s Streit ...
     
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  9. #9 Moccinist, 14.04.2018
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14.04.2018
    Moccinist

    Moccinist Gast

    Wo erkennst du Streit statt Diskussion?
    Im übrigen wollte Magritte mit seinem Denkanreiz genau verhindern, dass die Menschen, statt sich der Welt konkret in ihrer Bedeutungsvielfalt zu nähern, sie mit allgemeinen Chiffren zu verabschieden. Das Wort Streit ist so eine Chiffre, die das Bisherige sozusagen totschlägt. Bourdieu würde sagen, dies sei ein Aspekt des Elends der Welt, weil uns diese Chiffren in der Weltwahrnehmung so stark verarmen.
     
  10. Germi

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    Ich bin mir sicher, jedes Wort auf die Goldwaage zulegen, war auch nicht beabsichtigt. Von ihr


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  11. #11 Brew Springsteen, 14.04.2018
    Zuletzt bearbeitet: 15.04.2018
    Brew Springsteen

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    Allenfalls auf die Acaia Luna. Allenfalls.
     
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  12. #12 Brew Springsteen, 15.04.2018
    Brew Springsteen

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    @Germi: Habe gerade zufällig aus einem anderen Thread erfahren, dass du blind bist. Brauchst du noch Infos zum Bild im ersten Post hier?
     
  13. Germi

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    Weltklasse das du nachfragst!

    In der Tat, so ganz bin ich noch nicht im Bilde, habe aber eine grobe Vorstellung davon.
    Vor fünf Jahren konnte ich noch sehen und war auch sehr Kunst interessiert, wobei bei mir zu Hause größtenteils such realistische Bilder hängen

    Grüße, Sebastian


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  14. #14 Brew Springsteen, 15.04.2018
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    Gerne doch, here we go. Also, ich habe die Handkurbel meiner Comandante-Mühle abgezogen und auf ein weißes Blatt Papier gelegt, Der Handknauf zeigt nach links, die gebogene Welle nach rechts. Das Ganze erinnert an die Form einer Pfeife. Unten drunter, aufs Papier, habe ich handschriftlich „Ceci n’est pas und manivelle“ geschrieben, also sinngemäß „Dies ist keine Handkurbel“. Dann habe ich das ganze Konstrukt so abfotografiert, dass es entfernt an Magrittes „Der Verrat der Bilder“ erinnert (frz.: La trahison des images) auch als „Dies ist keine Pfeife“ (Ceci n’est pas une pipe) bekannt.Hoffe, ich konnte dir helfen, falls du noch Fragen hast, sag Bescheid ...
     
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