Moka trotz diverser Versuche zu bitter - Bialetti Venus

Diskutiere Moka trotz diverser Versuche zu bitter - Bialetti Venus im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo liebes Forum, nachdem ich beraten wurde, als ersten Schritt vor einer Espressomaschine, die Lelit Pl043MMI als Mühle zu besorgen, habe ich...

  1. #1 Gjdakin, 14.11.2018
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    Hallo liebes Forum,

    nachdem ich beraten wurde, als ersten Schritt vor einer Espressomaschine, die Lelit Pl043MMI als Mühle zu besorgen, habe ich auch eben diese verwendet, um zuerst mit Handfiltern und später auch mit meiner Bialetti Venus zu experimentieren. Bevor die Bialetti angekommen war, hatte ich eine Kaffeesorte aus reinen Arabicabohnen verwendet, die genau zur Ankunft der Bialetti verbraucht waren. Danach stieg ich auf, die mir vom Röster für die Bialetti empfohlene, Mischung aus 50% Arabica, 50% Robusta.

    Während der Periode mit der ersten Kaffeesorte und Handfilter war ich, trotz dass meine Mühle ja eigentlich den Fokus eher auf feiner Mahlung hat, mit dem Kaffee ziemlich zufrieden - der Kaffee schmeckte fruchtig, hatte Körper und so gut wie keine Bitterstoffe.

    Nachdem ich auf die zweite Sorte umgestiegen war, probierte ich auch die Bialetti aus. Leider schaffte ich es, trotz diverser veränderter Parameter, nicht, einen für mich trinkbaren Kaffee zu machen. Das Endprodukt schmeckte für mich immer nur nach "bitterer Plörre". Dabei hatte ich mit folgenden Parametern in jeglicher Kombination experimentiert:

    -Mahlgrad des Kaffees mittelfein (also etwa in der Mitte des Mahlgrads meiner Lelit) und mittelgrob (also am groben Anschlag meiner Lelit)
    -kaltes oder heißes Wasser im Wasserbehälter (vor dem Kochvorgang)
    -Wasser bis kurz unter dem Sicherheitsventil und Wasser ein gutes Stück unter dem Sicherheitsventil
    - Kaffeebehälter ganz voll, fast ganz voll und halb leer
    - Hitze der Kochstelle auf 6/9, 7/9 und 8/9

    lediglich bei der Kombination von "Mahlgrad mittelgrob","kaltes Wasser im Wasserbehälter", "Wasser ein gutes Stück unter dem Sicherheitsventil", "Kaffeebehälter halb leer" und Hitze der Kochstelle auf 8/9 hatte ich einen Kaffee mit wenigen Bitterstoffen schaffen können, der aber auch generell etwas dünn war.

    Ich bin leider kein Espressoexperte, aber der Espresso den mir der Röster als Geschmacksprobe gegeben hatte, hatte meinem Gefühl nach deutlich weniger Bitterstoffe. Die Sorte scheint aber generell eher bitter zu sein, da auch ein Handfilter-Kaffee bitterer (aber immer noch trinkbar!), als mit meiner anderen Sorte war.

    Zu meinen eigentlichen Fragen: Mache ich irgend etwas falsch? Liegt es an der Kaffeesorte? Liegt es am zu feinen Mahlgrad? Oder ist Moka von Natur aus bitterer, als ein Espresso (ich hatte davor noch nie einen Moka getrunken)?
     
  2. Azalee

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    Auch wenn ich einen Espressokocher besitze und gerne im Urlaub verwende, kann ich nur grobe HInweise geben - allein schon deshalb, weil ich den Kaffee daraus immer als Milchkaffee trinke. Dieser ist aber immer sehr lecker ;)

    Zunächst fällt mir auf, dass deine Versuche nach einem generell zu groben Mahlgrad klingen. Man sagt eigentlich, dass man für Espresskocher ein kleines bisschen gröber als für Espresso mahlt. Das ist also immer noch ziemlich fein. "Mittel" dürfte deutlich zu grob sein.

    Außerdem macht man das Sieb üblicherweise ganz voll Uohne Druck) und füllt das Wasser im Kessel bis direkt unterhalb des Ventils. Man sollte auch heißes Wasser verwenden und nach dem Beenden des Brühvorgangs den unteren Teil sofort mit kaltem Wasser kühlen.

    Zu den Bohnen kann ich nur sagen, dass ich aus dem Espressokocher lieber eine helle Espressoröstung trinke oder gar eine Filterröstung. Nur weil die jetzige Sorte vom Händler empfohlen wurde, muss sie dir ja nicht schmecken :)
     
  3. #3 Gjdakin, 14.11.2018
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    Am Anfang hatte ich auch - leider ohne Erfolg - mit feineren Mahlgraden experimentiert, aber müsste der Kaffee bei einem feineren Mahlgrad nicht noch stärker, ergo, bitterer schmecken? Bei meinen letzten 4-5 Versuchen hatte ich sonst auch alles wie von dir beschrieben gemacht.

    Werde morgen (bin nach den ganzen Versuchen wach genug für heute Abend) noch ein paar Versuche mit feinerem Mahlgrad starten und berichten
     
  4. Azalee

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    Ja, das stimmt schon. Normalerweise gilt je feiner, desto mehr Bitterstoffe (bei gleicher Kontaktzeit mit dem Wasser). Ich wollte nur erst mal die groben Richtwerte für die Bialetti zurechtrücken ;)
     
  5. #5 Gjdakin, 20.11.2018
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    So - besser spät als gar nicht.

    Ich habe jetzt tatsächlich ein ganz wunderbares Ergebnis hinbekommen. Mein Hauptfehler war, dass ich die Kanne zu spät vom Feuer genommen habe. Ich wollte einfach nicht wahrhaben, dass es normal ist, dass sich der obere Teil der Kanne nur zu einem Drittel gefüllt wird.

    Für Neugierige, folgende Parameter habe ich gehabt:

    -Kaltes Wasser vorgefüllt
    -Kaffe recht fein gemahlen, aber weniger fein als ein Espresso
    -Herdplatte auf 7/9
    -Kaffebehälter fast voll

    Also eigentlich alles wie von euch empfohlen.

    Das Ergebnis hat Tiefe und schmeckt wunderbar und nicht zu bitter!
     
    Azalee und cbr-ps gefällt das.
  6. #6 Kofeinator, 20.11.2018
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    Und beim nächsten mal heißes Wasser unten rein, dann wird es noch besser.
     
  7. Azalee

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    Ah, so einfach kann es sein :) Dann ist dir der Kaffee vorher schlicht verbrannt... Das passiert tatsächlich schnell bei einem Espressokocher, deshalb auch das heiße Wasser beim Einfüllen (damit das Kaffeemehl nicht unnötig erhitzt wird)
     
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