Mühlenprojekt 'Mella'

Diskutiere Mühlenprojekt 'Mella' im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Welches sind ebenbürtige Modelle, was kann die Mella besser??? So kann man wahrscheinlich einen selbstbewußten Preis kalkulieren Bis auf wenige...

  1. Iskanda

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    Bis auf wenige versehentliche Ausnahmen ist unsere Strategie eine andere: Wir haben für ein Produkt X Euro Material und darauf gibt es einen Aufschlag, der ein vernünftiges Wirtschaften zulässt, ohne preislich aus dem Rahmen zu fallen. Dafür wird auch nicht gehandelt (versucht übrigens auch keiner).

    Man kann sagen: du bekommst was du bezahlst.
     
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  2. Iskanda

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    Ich war 2012 der Meinung, dass es gelingen müsste, eine sehr gute Espresso-Maschine für 800 Euro auf den Markt zu bringen. Wie du siehst, neige ich zu der gleichen Naivität, was ja nicht so schlecht ist: Nur wenn man sich was traut, fängt man was an.

    Ich kann dir versichern, dass ich heute weiß, dass 800 Euro für eine ordentliche Espressomaschine sehr schwierig sind und dass erhebliche Abstriche nötig sind. Oder vielleicht geht es auch mit richtig großen Stückzahlen und entsprechenden Arbeitsbedingungen.

    Wie man sieht: auch bei der Mühle habe ich es mir so gedacht, nur bin ich diesmal schlauer und gebe das Euro-Ziel deutlich früher auf, weil es (für uns) nicht zu erreichen ist. :)
     
  3. Iskanda

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    Interessant.

    Das halte ich für keinen massenkompatiblen Ersatz. Im Einzelfall aber für einen guten Weg.

    Ja. Das ist zuwenig. Die 4stellige Eurosumme muss anders begründet werden. Am einfachsten wäre es die Kalkulation offenzulegen - dann hätte man das 'Warum' erklärt und der möglichen Vermutung den Boden entzogen, dass hier satter Aufschlag der Grund ist.

    Man hätte damit aber nur 'Verständnis' erreicht aber immer noch nicht den Grund geschaffen, mehr als 1000 Euro auszugeben. Das ist dadurch wirklich etwas knifflig geworden.
     
  4. a2s

    a2s Mitglied

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    Für mich persönlich wäre eine etzMAX light auch der direkte Gegner, aktuell sehe ich sie als attraktives Upgrade für meine Mittelklasse-Otto. Soweit ich verstehe dort mit dem Vorteil das Mahlwerk für Filter zu tauschen oder sogar die Wiegefunktion nachzurüsten. Einen Vertrauensvorschuss, weil die schon seit ein paar Tagen Mahlwerke bauen inklusive.
     
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  5. Iskanda

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    Da sehe ich leider gar kein positives Moment. Aber es würde sich im Marketing schon gut machen, obwohl es dann kaum jemand machen wird.
     
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  6. quick-lu

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    Ich finde, der Markt für klassische Espressomühlen ist ziemlich ausgereizt, zu viele Spezialisten, wie Hemro oder Conti Valerio, die Röstungen bieten wenig Spielraum für Innovationen, klassischer Geschmack, schokoladig, nix, was man nicht auch mit einer kleinen Mignon in die Tasse bringen könnte (vermutlich springt in zwei Wochen ein neuer Luigi Bezzera/Achille Gaggia um die Ecke und präsentiert etwas völlig Neues für klassische 80/20 Barmischungen:)).
    Bei moderenen Röstungen sehe ich hingegen mehr Potenzial, da ist man immer noch ganz am Anfang, vor allem die geneigte Kundschaft, die das erst ganz langsam kennenlernt (ob sie es auch zu schätzen lernen wird, steht auf einem anderen Blatt).
    Von daher gut, wenn es Alternativen gäbe. Ob die dann jemand nutzt? Aber als Verkaufsargument für mich besser als wieder eine Mühle mit klassischem Mahlwerk (aber sicher, die geneigte Kundschaft, die erst ganz langsam auch anderen Geschmack kennenlernt, wird wenig Interesse an einem solchen Detail haben, zumindest außerhalb des KN).

    Noch dazu finde ich, dass eure Mühle eben prädestiniert dafür wäre, bei der Xenia rechnen sich eine Fülle an verschiedenen Optionen, bei der Mühle wäre es "nur" ein weiteres Mahlwerk, bei der Sette geht das, Etzinger macht es, Comandante hat es versucht (allerdings in entgegengesetzter Richtung).

    Aber bitte, ich will euch nicht in eine Ecke drängen, (ich weiß, da besteht keine Gefahr:)), in die ihr nicht wollt, ihr wollt das klassische Lager bedienen und man kann ja argumentieren, dass helleres sehr wohl auch ganz passabel mit den Maschinen funktionieren wird. Was es auch sicher tut.

    Von daher, ich wünsche euch viel Erfolg, die Xenia ist eine wirklich tolle Maschine, die Mühle wird auch toll werden und für alle, die nicht so viel Geld ausgeben wollen, bleibt ja nach wie vor die X60.
     
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  7. iopete

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    Wenn Du Interesse hast? ... PN

    Tja - das mit dem "Massenprodukt" sehe ich genauso wie du, das ist gewiss nur in speziellen Fällen eine optimale Lösung. Allerdings - und hier mögen wir uns unterscheiden - das sehe ich eben auch für deine Mühle so.

    Als Marketingansatz ist das "unorthodox" - aber hat auch einen Reiz - zumindest für einige Interessenten. Das zielt auf eine (kleine?) besondere Kundengruppe, die, die ein entsprechendes Werteverständnis(!) besitzen.

    Uebrigens: vom Preis her als Vergleichsmühle möglich - Hedone Honne.
    LG
     
  8. Iskanda

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    Tatsächlich ist es mir (bestenfalls) drittrangig, was eine vergleichbare Mühle kostet.

    Die Frage, die mich bewegt ist, ob es in dre Summe genug Käufer im Privatkundenbereich gibt, die über 1000 Euro ausgeben.

    Wenn ja, ist unsere Mühle eher der Hecht im Karpfenteich. Der Teich muss nur groß genug sein :)
     
  9. iopete

    iopete Mitglied

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    Es geht mir dabei auch nur um den Erfolgsaspekt! Aber Kaufentscheidungen sind Entscheidungen auf einem Markt, dahin richtet sich mein Blick.
    Du wirst am Probieren nicht vorbei kommen. Und dabei begleitet mich der Wunsch, du passt einfach wirtschaftlich sehr gut auf. Es wäre schade, wenn es diese - gewiss gute Mühle - dann nicht für uns Kaffebegeisterte zu kaufen gäbe.
    Toi, toi, toi.
     
  10. yoshi005

    yoshi005 Mitglied

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    Die Hedone Honne ist vor allem wegen des Hybridmahlwerks interessant. Für die MELLA ist ein normales konisches Mahlwerk geplant, das es für die Hälfte in der Niche Zero gibt.

    Die Marktlücke wäre aus meiner Sicht aktuell eine Single-Dosing-Mühle mit Hybrid- oder großem Scheibenmahlwerk unter 1.500 EUR.
     
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  11. Iskanda

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    Das steht ganz ganz oben über allem. Keine Experimente.
     
  12. Danix

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    Wenn du dir ernsthaft den Thread durchgelesen hast, dann wüsstest du, das es nicht mal im Ansatz so einfach ist.
     
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  13. Danix

    Danix Mitglied

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    Das währe in der Tat wirklich eine Marktlücke. Der einzige der meines Wissens an so etwas werkelt ist @Terranova.
     
  14. Iskanda

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    Das hatten wir ja damals diskutiert und bei mir ist der Eindruck entstanden, dass es keinen substanziellen Mehrwert gibt. Der Einzelne sieht das sicher anders, aber man muss den Mehrwert glaubhaft erklären können. Und das sah ich nicht... und an solch einer Nachvollziehbarkeit hänge ich sehr. :)
     
  15. 1968

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    Könnte man vielleicht bei der Konstruktion noch etwas einsparen? Vielleicht am Gehäuse? Besteht der obere Teil des Gehäuses aus komplizierten Teilen? Auf den Bildern kann ich das nicht so gut erkennen.
     
  16. brewno

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    Interessehalber ... wann beginnt „groß“ bei Dir?
    Ab 64 oder ab 83?
     
  17. Iskanda

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    Schwierig. Im 1. Anlauf waren es knapp 1250 Euro. Jetzt sind es 1114. Da ist schon recht viel rausgeholt worden.

    upload_2019-8-25_21-52-9.png

    Wir haben geschaut, was vereinfacht werden kann, oder wo man schneller fräsen kann. Ein Beispiel. Die Deckplatte hat innen einen Nut im die Verkleidung aufzunehmen:
    upload_2019-8-25_21-46-14.png

    DIe wird nun viel breiter gemacht (dann kann man schneller die Form abfahren) und es bleiben nur noch Stege stehen, damit die Blenden sauber Halt finden.
    upload_2019-8-25_21-50-5.png

    Ein paar Euro gehen sicher noch aber zu 999 ist es sehr weit.
     

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  18. yoshi005

    yoshi005 Mitglied

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    „Groß“ war eventuell etwas unpräzise ausgedrückt. Die 65mm Mahlscheiben der Mahlkönig ProM würden mir ausreichen oder die 75mm Scheiben der Eureka Mythos oder die Scheiben der EK43. Alle diese Mühlen schaffen es aus meiner Sicht, die Süße bei hellen Röstungen zu betonen, und es gibt einige Kaffeefreunde, die bereit sind, für solche Mühlen vierstellige Beträge auszugeben.
     
  19. Iskanda

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    Da haben wir schon 26% rausgeholt.
    upload_2019-8-25_21-55-37.png

    Hier wäre nur noch mit Giessen ein Sprung zu erreichen. Aber das ist ein Sichtteil und "Giessen" und "Sichtteil" hat ganz spezielle Herausforderungen (Stichwort Lunker).

    Der Rest ist halt auch kompliziert weil vielfach umgespannt werden muss - die Maschine kann nicht immer durcharbeiten und einiges an Präzision erforderlich ist. Die kostenspieligen Teile sind:

    upload_2019-8-25_21-58-23.png

    upload_2019-8-25_21-59-15.png

    upload_2019-8-25_21-59-49.png

    upload_2019-8-25_22-0-14.png

    upload_2019-8-25_22-1-17.png

    Zum Teil gibt es noch größere Gewinde mit geringer Steigung, die jetzt nicht sichtbar sind.
    Da gibt es schon noch etwas Potential - zum Beispiel hier:
    upload_2019-8-25_21-59-15.png

    Das wird aus einem Stück gefertigt und das kann man sicher in 2 Teile aufteilen. Da muss aber dann alles stimmen, denn wenn das nicht wirklich zentriert ist, dann hat man auch nichts gekonnt. Wir haben vereinbart, dass wir solche Optimierungen in der Zeit ausprobieren, wenn wir 50 Mühlen bauen bzw. diese in Betrieb sind. Dann kennen auch wir die Mühle gut und würde Abweichungen vermutlich besser bemerken.

    Sicherheit geht vor... :)

    Der Weg 'unter die 1000' führt vermutlich nur über entspr. Stückzahlen, denn dann würde man die hohe Investition für die Formen/Werzeuge hereinbekommen können.
     
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  20. Iskanda

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    ....der kräftige Motor mit entsp. Drehmoment gehört noch dazu.
     
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