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[Vorstellung] Neue öffentliche Preiskalkulation bei Quijote

Dieses Thema im Forum "Gewerbliche Angebote" wurde erstellt von pingo, 6. Januar 2017.

  1. pingo

    pingo Mitglied

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    Moin,
    als Teil unserer Transparenzoffensive veröffentlichen wir z.B. auch unsere Preiskalkulation. Sie basiert auf dem erwarteten Umsatz von 58.000 kg Kaffee im Jahr 2017. Der Einkaufspreis (3,15 $) hier im Beispiel bezieht sich 454 g, also ein libra Rohkaffee.
    Ich hoffe, dass sie jungen oder neuen Röstern bei ihrer Planung helfen kann und bin mir sicher, dass sie auch für Konsumenten von großem Interesse ist.
    Anmerkungen zur Kalkulation, eine übersichtlichere Tabelle und weitere Hintergründe sowie weitere Daten zur Transparenz bei Quijote findet ihr unter:

    https://www.quijote-kaffee.de/transparenz/kalkulation-preise/

    [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Januar 2017
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  2. mcblubb

    mcblubb Mitglied

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    Gewinn macht Ihr keinen? Hmm.... passt auf, dass Ihr keinen Ärger mit dem Finanzamt bekommt ;-)

    Oder sind das die Löhne?

    Wie immer gutes Marketing.

    Aber trotz Gemecker - ist es ganz gut mal aufzuzeigen, wie Preise zusammenkommen.
     
  3. pingo

    pingo Mitglied

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    Gewinn machen wir keinen über unsere Löhne hinaus, er wird ausgeschüttet (wir sind ein Kollektiv und verdienen alle 3.600 AG-Brutto). Wir haben über unseren Lohn hinaus auch keine Gewinnerzielungsabsicht. Bis auf: Investitionsrücklagen und Kapitalrücklagen entstehen auch aus Gewinnen.....
    Und wenn es mehr wird als geplant wird es trotzdem nicht als Gewinn ausgeschüttet, sondern reinvestiert
     
    Stephan Stoske gefällt das.
  4. mcblubb

    mcblubb Mitglied

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    Ich bin auch der Letzte, der Probleme damit hat. Nur muss per Definition ein Unternehmen Gewinnerzielungsabsichten haben, sonst ist es Liebhaberei. Das hat dann steuerrechtliche Konsquenzen.... Anyway, Ihr habt das sicherlich so geregelt, dass das Finanzamt nicht einschreitet, bzw. führt Eure Gewinne als "Gehalt" ab.
     
    jazzadelic und silverhour gefällt das.
  5. pingo

    pingo Mitglied

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    Der Gewinn ist doch da, wir schaffen damit die genannten Rücklagen. Mehr muss niemand machen.
    Wir sind in gutem Austausch mit dem FA und die betreffenden Kolleginnen dort haben uns und unsere Jahresabschlüsse bisher ziemlich lieb. Die "Löhne" sind dort übrigens in Privatentnahmen, Gehälter und Löhne aufgeteilt, je nach aktuellem Status der einzelnen Kollegen unseres Kollektives.....
    Bei 1.500.000 Umsatz wird auch niemand auf die Idee kommen, von Liebhaberei sprechen....
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Januar 2017
  6. Technokrat

    Technokrat Mitglied

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    Respekt!

    Euer Modell gefällt mir, obwohl es nicht meins ist. Sehr konsequent.
     
    PeterGriffin gefällt das.
  7. Alexsey

    Alexsey Mitglied

    Aus betriebwirtschaftlicher Sicht hättet Ihr glaube ich noch kalkulatorische Zinsen verdient. Ihr habt ja Eigenkapital in der Rösterei stecken und dies darf durchaus mindestens einen marktüblichen Zins für langfristig angelegte Gelder einbringen (wenngleich das aktuell auch nicht viel ist).
     
  8. mcrob

    mcrob Mitglied

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    Was hat der Punkt "Rabatte für Großabnahme" bei Kosten für eine Bedeutung?
     
  9. Alexsey

    Alexsey Mitglied

    Rabatte sind Teil der Kosten und Leistungsrechnung, bzw. der Preiskalkulation. Sie müssen also auf die Kosten hinzugerechnet werden. Sonst könnte sich keiner Rabatte leisten.
     
    mailmonster gefällt das.
  10. else-nothing

    else-nothing Mitglied

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    Interessant. Für mich, als ungelernten aber tätigen Buchhalter, wirkt das alles plausibel.
    Danke fürs Veröffentlichen.
     
  11. pingo

    pingo Mitglied

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    Haben wir. 4500 Euro für Darlehen. Unser Eigenkapital verzinsen wir nicht. Wir können es aber in Darlehen umwandeln.
     
  12. mcrob

    mcrob Mitglied

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    Mir ging es eher um die Art der Rabatte. Also solche die Quijote für die Abnahme von großen Mengen (kann ja nur Kaffee sein) erhalten hat, oder welche die Quijote an Kunden für die Abnahme großer Mengen gegeben hat. Ich vermute hier eher den zweiten Punkt.

    Den Großkundenrabatt auf alle Preise aufzuschlagen ist sicher eine Möglichkeit. Heist den besseren Preis für einen Großabnehmer finanziert jeder Kleinkunde mit.
    Ein Großkundenrabatt kann sich aber auch aufgrund höherer Effizienz, besser kalkulierbarem Umsatz, etc. ergeben.
     
  13. TobiasM

    TobiasM Mitglied

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    Das ist wohl immer so, dass der Kleinkunde den Rabatt des Großabnehmers finanziert. Der einzige Unterschied ist lediglich das Quijote offen kommuniziert.
     
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  14. mcrob

    mcrob Mitglied

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    Nicht zwingend. Aus der Abnahme einer großen Menge ergeben sich Vorteile für den Anbieter, die nicht zwingend durch andere Kunden finanziert werden müssen und daher den Nachlass im Preis möglich machen können.
     
    eistee und ingokl gefällt das.
  15. pingo

    pingo Mitglied

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    Die 15 % Rabatt für unsere Großabnehmer (Gastronomen und UNternehmen ab 200 kg / Jahr) zahlen sich für uns aus. Es ist für uns genauso effizient wie die durchschnittlichen 2,5 kg Bestellungen durch Privatkunden. Der Verpackungsaufwand (Pakete packen) und die Mühe für Fakturierung, Buchungen, Mahnungen usw. gleichen sich aus.
    Auch Endkunden erhalten übrigens von uns 15 % Rabatt, wenn sie nicht nur für sich, sondern auch für Nachbarn, Freunde, Kollegen und Familie mitbestellen.
     
    Hein und domo gefällt das.
  16. Alexsey

    Alexsey Mitglied

    Ein Großkunde benötigt pro Kilo z.B weniger Arbeitsaufwand. Pingo hat den Kilopreis beim Lohn jedoch von den gesamten Lohnkosten aus berechnet. D.h. auch der normale Kunde profitiert hier von den Zeiersparnissen durch Großkunden und der allgemeine Kilopreis sinkt. Das muss er dann korrekter Weise über den Posten Rabatte wieder drauf rechnen. Es gleicht sich also aus, wie Pingo schreibt.
     
  17. osugi

    osugi Mitglied

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    Da müsste ich aber für das halbe Dorf mitbestellen, um auf 200kg/a zu kommen. Hat ja kaum einer so einen hohen Konsum wie ich (knapp 3kg/Monat).

    (Nichts gegen eure Preise, die sind im Vergleich zu manchen anderen schon ohne Rabatte super)
     
  18. pingo

    pingo Mitglied

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    wir haben einige, die schaffen das. Und wenn es dann nur 120 kg im Jahr werden ist das für uns auch ok.
    Bedingung sind Bestellungen vom mindestens 10 kg
     
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  19. Heißluftröster

    Heißluftröster Mitglied

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    Vorbildlich - da können sich die anderen aus Politik und Wirtschaft mal 'ne dicke Scheibe abschneiden!
     
  20. mcblubb

    mcblubb Mitglied

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    Du weißt aber schon, dass jede Kapitalgesellschaft veröffentlichungspflichtig ist. Ab einer gewissen Größe muss der Jahresabschluss zuvor von Wirtschaftsprüfern geprüft werden. Die Bilanzen sind öffentlich, können von jedem eingesehen werden. Guggst Du: www.Handelsregister.de

    Was man evtl als "vorbildlich" sehen kann ist, dass Quijote etwas veröfentlicht ohne es zu müssen. Betriebsart und Größe verpflichten nämlich nicht dazu.

    Ansonsten sind die "Kollektiven" rechtlich ganz simpel Gesellschafter. Das hört sich nur nicht so schön an. Das ganze ist ne völlig normale OHG (was man übrigens im Handelsregister nachlesen kann). Auch die Eintritte und Austritte der persönlich haftenden Gesellschaftern.

    Wie schon gesagt, nichts ehrenrühriges aber auch nix neues. Nur hübsche Umschreibungen. Und nicht ehrlicher und offener als andere.
     

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