Noch ein Mühlen Eigenbau -meine 1968er

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  1. #1 1968, 22.05.2015
    Zuletzt bearbeitet: 22.05.2015
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    Hallo zusammen,
    Befallen von upgradeditis und inspiriert von den vielen genialen Mühlenprojekten (CB1, Mahlgut, HG1, Terranovas VL) habe ich beschlossen die für mich möglichst ideale Mühle zu bauen. Ich habe mir bei allen erwähnten Mühlen etwas abgeschaut und dann versucht den Kompromiss aus Kosten und Machbarkeit zu finden. Einige Bauteile habe ich selbst gefertigt, und auf andere Bauteile, bei denen es auf Präzision ankommt, warte ich noch auf die Fertigung.
    Mir waren einige Dinge wichtig:
    Ich wollte einen Direktantrieb ohne Riemen. So habe ich mich für einen Getriebemotor mit Hohlwelle von SEW endschieden. Der Mahlwerkshalter, Lagerhalter und motorhalterung bestehen aus einen Teil sodass Antrieb und Mahlwerk, ohne ausrichten, zu 100% zu einander laufen. Der Grundkörper der Mühle besteht also aus einem 80er Rund aus dem in einer Aufspannung die Aufnahme für das 71er Mahlwerk, die Mahlkammer und zwei Nadellagersitze ausgedreht werden.
    Auf diesen GK wird dann der Antriebsmotor geschraubt.
    Die Antriebswelle geht durch den GK und das Getriebe des Motors. Die Mahlgradverstellung sitzt dann oben auf dem Getriebe.
    Durch die ganzen Diskusionen über Statische Aufladung und Totraum habe ich es so vorgesehen dass der Aussenring des Mahlwerks zur Hälfte im Mühlen Grundkörper verschwindet. Die andere Hälfte liegt frei. Ich habe dann einen Behälter (einen kl. Becher) fertigen lassen der über das frei liegende Mahlwerk zentriert wird und mit zwei Magneten gehalten wird. Nach dem Mahlvorgang entnehme ich diesen Becher und kann das Mahlgut in den Siebträger klopfen.
    Da ich kein CAD besitze muss ich leider noch auf die Fertigungsteile warten, dann kann ich Fotos einstellen um den Aufbau einfacher zu erklären.
    Seitlich an der Mühle soll der Dosierer sitzen. Wo die Inspiration für Den her kommt ist glaube ich einfach;-)
    [​IMG][/IMG]
    [​IMG]

    So, mehr Neuigkeiten gibts dann wenn ich die ersten Teile beisammen habe.

    Bis dahin, ein schönes Wochenende!
     
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  2. #2 rebell250, 23.05.2015
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    bin so gespannt.... eine schnelle handzeichnung vllt?:rolleyes:
     
  3. cup29

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    @1968 ,

    eines der beiden Bilder (das obere) lässt nicht öffnen - zumindest bei mir.

    Bin und bleibe gespannt,
    Dir viel Erfolg - und noch mehr Spass - bei der Umsetzung
    wünscht
    Stephen
     
  4. #4 1968, 23.05.2015
    Zuletzt bearbeitet: 23.05.2015
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    @cup29
    Es gibt zur Zeit nur das eine Bild. Und zwei oder drei Versuche dieses Bild hoch zu laden ;-).
    Ich versuche später mal eine Handskizze.

    Ok, hier jetzt mal eine ganz schnelle und nicht normgerechte Handskitze.
    [​IMG]
    [​IMG][/IMG]

    Für die Verstellung dreht sich der Gewindeflansch frei in dem Ring mit Lager. In dem Mitnehmer mit der Magnetkupplung ist ein Sechkant welcher auf der Welle sitzt. Dieser Mitnehmer dreht während des Mahlvorgangs die Gewindehülse sodass sich der Mahlgrad nicht verstellt. Soweit jedenfalls die Theorie:)

    Hier noch ein Bild vom Getriebemotor
    [​IMG]


    Gruss
     
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  5. #5 Iskanda, 24.05.2015
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    Sehr gut. Für solche Skizzen kann man gut Sketchup nutzen, wenn man ein wenig Zeit zur Einarbeitung in Kauf nimmt.
     
  6. #6 1968, 24.05.2015
    Zuletzt bearbeitet: 25.05.2015
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    Ich habe mir gerade das Sketchup Video angeschaut, sieht echt gut aus. Danke für den Tip.
    Da mir die Fertigungsteile für letzte Woche versprochen waren hoffe ich dass es diese Woche soweit ist. Dann kann ich richtige Fotos liefern. Und ich kann testen ob meine Magnetkupplung so funktioniert wie ich es mir erhoffe...
     
  7. 1968

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    Da das Mahlwerk sichtbar sein wird habe ich es TIN beschichten lassen.
    [​IMG]
     
  8. 1968

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    Heute ist schonmal der Mitnehmer für die Mahlgradverstellung fertig geworden.
    Das Ende der Antriebswelle sitzt in dem Sechskannt und treibt den Mitnehmer an. Der Oring dient als Reibbelag um die Gewindebuchse während des Mahlvorgangs mit zu drehen (diese lässt sich in dem Lager frei drehen). Die Magneten sorgen für den nötigen Anpressdruck. In der Gewindebuchse sitzt ein starker Magnetring mit 40mm Durchmesser sodass der Anpressdruck hoffentlich ausreicht.

    [​IMG]
     
  9. #9 rebell250, 25.05.2015
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    wow was hat das beschichten gekostet?
     
  10. #10 Sonic-Master, 25.05.2015
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    Eigenbau ist immer gut, Thread ist abonniert [emoji1]

    Kannst du noch was zu den Leistungsdaten des Motors sagen. Wird die Drehzahl einstellbar sein?
     
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  11. 1968

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    Bei der Beschichtung war ich mit der Firma CEWOTEC sehr zufrieden. Sehr schnelle und freundliche Antwort auf alle meine Fragen. Gekostet hats um die 50€.
    Der Motor hat 11Nm bei ca. 90U/min. Da der Motor über einen FU gesteuert wird kann ich Ihn also langsam und kraftvoll hochrampen und danach schneller drehen lassen. Ich denke das ich zusätzlich noch einen Timer verbaue. So kann ich den Mahlvorgang über einen Taster starten und der Motor schaltet dann einfach ab. Die "genaue" Menge wird natürlich über den Dosierer geregelt. Der Timer ist nur für den Comfort;-)
     
  12. #12 Terranova, 25.05.2015
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    Wobei eine TiN Beschichtung bei ~500°C (CeWOTec) eher für den Eierschaleneffekt sorgt bei gehärteten und angelassenen Stahl (100Cr6 / 1.2067) Deines Mahlwerks. (Aussen hart, innen weich)
    Der Mehrwert nur des optischen Anreizes wegen, hält sich mMn in Grenzen.
    Von der "Einmahlgeschichte" ganz zu schweigen.
    Ich würde das Teil an Deiner Stelle erstmal "zum Laufen bringen", bevor ich mir künstlich Fehlerquellen erschaffe.
     
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  13. #13 rebell250, 25.05.2015
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    hast du schon einen FU? habe bei meinen mühlen überlegungen auch drüber nachgedacht, aber mit pwm lässt sich der motor auch lagsamer machen, hat dann zwar weniger kraft, macht aber nichts weil sie mahlt ja auch langsamer.... is viel geld was man da sparen kann
     
  14. 1968

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    Vor dem Eierschaleneffekt hat mich der Mitarbeiter bei CeWoTec auch gewarnt. Wir hatten uns aber so geeinigt das ich Ihn das MW zuschicke und er dann vor dem Hintergrund des Verwendungszwecks bewertet (soweit möglich) ob eine Beschichtung möglich ist. Sollte sich das als Fehler erweisen muss dass MW halt nochmal ausgetauscht werden. Zuerst mal alles ans laufen zu bringen hätte sicher Sinn gemacht. Aber das ganze Projekt hat mit dem Kauf des Mahlwerks angefangen, gefolgt von ganz viel Wartezeit die überbrückt werden musste;-)
    Wo hast Du Deine Mahlwerke beschichten lassen?
    Der FU war bei mir in der Firma "übrig".
     
  15. #15 rebell250, 25.05.2015
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    eine firma die fu übrig hat? habt ihr noch nen job frie?

    und noch eine grundsatzfrage: wo füllt man eigentlich diie bohnen ein? find ich auf der zeichnung irgendwie nicht... und warum kein riemen?
     
  16. 1968

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    :)
    Zum einfüllen der Bohnen wir eine 30mm breite Nut in den Grundkörper gefräst, diese Nut bildet dann die Öffnung zur Mahlkammer. Zum verbinden zwischen Dosierer und Mahlkammer wird eine Rutsche aus Blech gekanntet.
    Mir gefiel einfach die Idee den Antrieb und die Verstellung auf diese Weise zu lösen. Ich konnte mir ja nicht alles bei den Anderen abschauen;-)
     
  17. 1968

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    @Terranova hast Du bei den Mahlwerksteilen die Du beschichtet hast negative Erfahrungen gemacht. Oder hast Du ein anderes Verfahren gewählt. Ich hatte bei zwei verschiedenen Firmen angefragt und beide haben den Hinweis gegeben das beim TIN beschichten Temperaturen um 450 Grad auftreten können.

    Gruss
     
  18. 1968

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    Da ich immernoch auf Teile aus der Fertigung warte nur ein kurzes Update damit niemand den selben Fehler macht. Frank hatte recht und mein Mahlwerk ist nach den bei der TIN Beschichtung entstehenden Temperaturen tatsächlich "weich" geworden.
    Geld in die Lehrgeld Kasse:confused:
    Mehr Neuigkeiten gibts dann wenn ich alle Teile beisammen habe.
     
  19. 1968

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    So! Zuerst möchte ich mich entschuldigen dass ich diesen Beitrag vieeel zu früh gestartet habe. Ich habe mich einfach auf den versprochenen Liefertermin für die Fertigungsteile verlassen. Also, sorry dafür.
    Nun sind heute aber fast alle Teile angekommen. Also hier schonmal der Grundkörper der Mahlkammer, Lagergehäuse und Motorhalter in einem wird:
    [​IMG]

    Hier sieht man auch den Ausschnitt an den später die Bohnenrutsche andockt.

    Hier mit eingesetzten Mahlwerk:
    [​IMG]

    Innen Ansicht:
    [​IMG]

    Und hier mal alles grob zusammen gesteckt:
    [​IMG]

    Als nächstes wird nun der Dosierer angebaut und die Höhe bestimmt damit ich genug gefälle für die Rutsche bekomme.
    Bis zur Endmontage wirds noch ein wenig dauern da ich die Blechteile noch machen lassen muss. Zum Schluss wird dann noch Pulverbeschichtet bzw. Eloxiert. Bis dahin gibts aber noch Bilder vom Werdegang. Bisher scheinen aber alle meine gezeichneten Teile zusammen zu passen:)

    Gruss
     
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  20. #20 Iskanda, 04.07.2015
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    Ein Tip: Damit würde ich warten, bis die Funktion der Mühle so ist, wie du dir das vorstellst.
     
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