Probleme mit Bialetti Brikka

Diskutiere Probleme mit Bialetti Brikka im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; moin moin wie ihr seht bin ich hier recht neu, genauso wie im Kaffeebusiness ;) Und gleich bei meinem ersten Kocher scheine ich schon zu...

  1. phuel

    phuel Gast

    moin moin

    wie ihr seht bin ich hier recht neu, genauso wie im Kaffeebusiness ;)
    Und gleich bei meinem ersten Kocher scheine ich schon zu scheitern...

    Als Einstiegsgeraet habe ich mir aufgrund der vielen guten Bewertungen und Empfehlungen eine Bialetti Brikka gekauft und dazu Lavazza Qualita Oro 100% Arabica Espresso Pulver.

    Leider scheine ich bei der Bedienung immer wieder etwas falsch zu machen, da ich bislang noch keinen einzigen Espresso geniessen konnte.

    Der Espresso ist meist noch halb unten im Wasserbehaelter nach dem 'charakteristischen PFFF' und ich habe eigentlich so gut wie immer mit Pulver in der Kanne.
    Einmal war sogar der ganze Espresso in der Kueche verteilt, da er trotz Deckel sich irgenwdie den Weg aus der Kanne gesucht hat...
    Sollte dafuer net das Ueberdruck Ventil einspringen?

    Wasser hab ich bislang immer bis max. zum Strich eingefuellt.
    Die drei mal so durchlaufen lassen vor dem ersten Gebrauch habich auch gemacht.
    Espressopulver wird ohen Druck auf den Filter 'aufgelegt'. Beide Seiten gut verschraubt.
    Die Herdplatte (E-Herd) auf Stufe 5/9 und vorgeheizt.

    Vll. habt ihr ja noch einen Tipp fuer mich. Ich bin irgenwdie ueberfragt und schon leicht deprimiert, weil ich mich wirklich auf das Geraet gefreut habe...

    Danke schonma ;)

    phil
     
  2. #2 schnick.schnack, 19.07.2006
    schnick.schnack

    schnick.schnack Mitglied

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    also, ich hab die brikka auch.
    du musst dringend unterscheiden zwischen espressoMASCHINE und espressoKOCHER. das ergebnis eines kochers (so wie du ihn hast) kannst du überhaupt nicht mit dem einer maschine vergleichen. ein espressokocher brüht den kaffee ähnlich wie bei einem filterkaffee auf. das ergebnis kann man nicht "pur" geniessen, ist aber wunderbar für lattes, cappuccinos o.ä. verwenden. dafür finde ich ihn auch wesentlich besser geeignet als maschinen-espresso.

    lg,
    schnick
     
  3. hfaust

    hfaust Mitglied

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    @schnick.schnack: Kaffee aus der Herdkanne kann man sehr wohl pur genießen, ist nur eine Frage des Kaffees und der Technik (Millionen Italiener können nicht irren :wink: )

    @phuel: ich versteh Dein Problem nicht ganz. Bleibt das Wasser im unteren Teil der Kanne nach der Zubereitung? Nach wars zuwenig Energie; also Herdplatte heißer stellen. Wenn dir der Kaffee um die Ohren fliegt, wars zu viel Energie; also Platte weniger heiß einstellen. Wenn der Kaffee rumspritzt, hast Du möglicherweise auch die Kanne zu lange auf der Platte gelassen. Dann fängt der Kaffee zu kochen an (aber dann sollte eigentlich auch unten nix mehr drin sein). Das Überdruckventil sollte nach meinem bescheidenen physikalischen Verständnis auch nur anspringen, wenn Wasser im unteren Teil zum Kochen gebracht wird, sich Dampfdruck bildet und der nicht durch den Kaffee entweichen kann (weil zu fest gepresst oder was auch immer). Ist unten kein Wasser mehr drin, kann sich auch kein Druck aufbauen, der entweichen müßte.

    Ich machs immer so:
    1. Wasser knapp bis unter das Sicherheitsventils einfüllen.
    2. Kaffee einfüllen (randvoll ohne anzupressen)
    3. verschrauben
    4. Kanne auf die kalte Herdplatte
    5. Herdplatte auf volle Energie
    6. wenns zu blubbern anfängt, Platte ausschalten

    Es gibt auch noch andere Techniken mit niedrigerer Energie und Varianten, wo der Zucker gleich in der Kanne karamelisiert wird (lecker), aber mit der Variante hier sollte es eigentlich immer gelingen.

    Irgendjemand in Deinem Bekanntenkreis hat doch sicher auch eine Herdkanne. Lass es Dir doch einfach mal zeigen.

    Viele Grüße und viel Erfolg,
    Hari
     
  4. Mukka

    Mukka Mitglied

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    Die Brikka funktioniert da anders als die herkömmlichen Herdkannen. Wenn man sie mit dem Extraventil oben benutzt, kommt unten nur wenig Wasser rein (Meßbecher!), dafür wird ein höherer Druck (~6 Bar) aufgebaut. Man kann da den Herd auf 7-9 (von 9) stellen und wenn das Ventil hoch plobbt nehme ich die Kanne in die Luft - wenn mans auf ne kalte Unterlage stellt verliert die Kanne zu schnell an Druck/Wärme und es bleibt unten zu viel Wasser drin - etwas Wasser bleibt unten aber immer.

    Wenn man sich vernünftig an die Anleitung hält kann man eigentlich nicht viel verkehrt machen. Die Brikka funktioniert wie die Mukka Express, nur ohne die Milch (man kann die Mukka Express auch ohne Milch betreiben):
    http://www.geizhals.at/deutschland/a207398.html
     
  5. #5 schnick.schnack, 19.07.2006
    schnick.schnack

    schnick.schnack Mitglied

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    ich habs nie so recht verstanden. freunde von mir behaupten das ja auch... ;)
    ich glaube das problem liegt:
    a, am lavazza
    b, an der erwartung einen "richtigen" espresso zu bekommen.

    ich muss meine brikka mal mit gutem, frisch gemahlenen pulver beschicken. vielleicht ändere ich dann meine meinung nochmal ;)
     
  6. #6 schnick.schnack, 19.07.2006
    schnick.schnack

    schnick.schnack Mitglied

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    lass die kanne ruhig etwas länger drauf (bis der kaffee signifikant langsamer durchläuft). da passiert schon nichts. ein kleiner rest wasser bleibt meistens zurück.
     
  7. Mukka

    Mukka Mitglied

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    Ist übrigens auch normal. Ist ja schließlich kein Filterkaffee ;)
     
  8. g111

    g111 Mitglied

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    Ich glaube (und habe die Erfahrung gemacht), dass der Kaffee recht grob gemahlen sein muss. Deutlich gröber als für eine ST-Maschine, vermutlich eher in Richtung des Mahlgrades eines Filterkaffees oder sogar einer französischen Presskaffeekanne.

    Zu fein schmeckte das Ergebnis eigentlich nur bitter und viel zu stark (Habe mit einer Kanne mit integrierter Heizplatte rumexperimentiert; maximale Menge Wasser und maximale Menge Pulver.) Sehr viel gröber gemahlen (die gröbste Einstellung einer Zassenhauser Kaffee-handmühle) ging es dann. Aber so richtig gut hat es mir nicht geschmeckt.

    Allerdings habe ich auch schon häufiger von guten Ergebnissen *gehört*.

    Noch eine Frage zur Kanne mit integrierter Heizplatte: Diese schaltet von alleine ab. Kann man davon ausgehen, dass dies der optimale Abschaltzeitpunkt ist, oder sollte man lieber vorher per Hand abschalten?

    Gert
     
  9. #9 Grüne Bohne, 24.07.2006
    Grüne Bohne

    Grüne Bohne Gast

    Ich kann das was der Gert zu dem Mahlgrad für Herdkannen schreibt nur bestätigen. Bei feiner Mahlung und auch Filter-Mahlung wird der Kaffee aus den Mokka-Herdkannen einfach viel zu bitter.
    Durch eine grobe Mahlung, ca. für Pressstempelkanne, kann man etwas von der Bitterkeit mindern.

    Es wird ja oft vermutet, daß die Herdkannen zu heiß brühen würden. Das glaube ich aber gar nicht, weil der Kaffee eigentlich gar nicht diesen typischen „verbrannten“ Geschmack aufweist. Ich denke vielmehr, daß die Brühphase recht lang ist und daher der Bittergeschmack kommt. !
    Die Brühzeit ist offenbar nicht nur die Zeit des „Wasserdurchtriebs“ sondern setzt schon ca. 1,5-2 Min früher ein, vielleicht ausgelöst durch Wasserdampf oder vorzeitige Erhitzung des Kaffeepulvers.
    Ein Hinweis auf diese Vorbrühphase wäre die Beobachtung, daß oft schon ca. 1-0,5 Min vor dem Wasserdurchsatz ein „erster Kaffee-Tropfen“ von offenbar im Steigrohr kondensiertem Wasserdampf aus dem Rohr, bzw. dem Ventil der Brikka oder Mukka austritt.

    Was kann man also tun ?
    1.) Ich komme mit diesen Maschinchen besser klar, seit ich konsequent die Dosierung von Kaffee-Gewicht/Wasser kontrolliere und hier nicht mehr auf eine Espresso-Dosierung setze sondern auf die Brühkaffee-Dosierung von 50 Gr./ 1000 ml hin dosiere.

    Der Meßbecher für die MUKKA faßt ca. 150-170 ml, es bleibt ein Rest von 20-30 ml im Boilergefäß. In den ST passen locker eingefüllt 15 Gr. Kaffee-Pulver.
    Also kann ich das was da an gebrühtem Kaffee rauskommt auf ca. 300 ml auffüllen.

    2.) Für meine Geschmacksgewohnheiten eignet sich dieser Kaffee speziell für Milchkaffee (sozusagen Cappu). Also würde ich mit Wasser und H-Milch (1,5% Fett) auf das Gesamtvolumen von ca. 300 ml auffüllen.

    Ergebnis wäre ein gut trinkbarer, schmackhafter Milchkaffee.

    Ich mache es in der Praxis aber natürlich andersrum, daß ich die Mukka mit max. Pulver und max. Wasser beschicke : 20 Gr. Pulver (grobe Mahlung) / ca. 350 ml Wasser.
    Abzüglich dem Restwasser könnte ich dann ca. 80 ml Milch zugeben.

    Bei der MUKKA kann man die Milch ja schon vorab oben in die Kanne geben und über ein Düse wird die dann bei der Auslösung des Überdruckventils mächtig aufgeschäumt und liefert somit einen Milchkaffe mit ordentlichen Milchkaffee-Schaum (hellbraune Färbung) – keine Espresso-Crema !

    Tip 1 für die MUKKA :
    Bei maximaler Füllung der MUKKA kann es zu einem rasanten Überlauf der Kanne durch eine überbordende Schaumproduktion kommen. Das kann man aber schnell stoppen, wenn man einen flachen Topf mit kaltem Wasser parat hält, in das man die gesamte Kanne mit den Boiler-Teil schnell eintauchen kann.
    Die Dampf- und damit Schaum-Produktion hört praktisch sofort auf und wechselt in einen Unterdruck ! .
    Dadurch wird dann durch das Aufschäum-Ventil allerdings aus der Kanne schöner Kaffee wieder abgesaugt in den Boilerteil. Wenn dies droht, sollte man schnell das gesamte Ventil abnehmen, was auch bei voller Kannenfüllung rel. problemlos zu bewerkstelligen ist durch den praktischen Bajonettverschluß. Man braucht nur etwas Mut, in den Kaffee-Schaum zu greifen.

    Tip 2
    Ein zusätzlicher Tip, der bei der MUKKA gut funktioniert, der aber auch bei den anderen Herdkannen anwendbar sein sollte, wäre, einen Teil des Boilerwassers durch H-Milch zu ersetzen. Das verbessert eindeutig den Geschmack des Milchkaffees !
    (Achten sollte man aber darauf, daß das Überdruckventil nicht irgendwann, wenn es denn gebraucht wird, dann verklebt ist ! ! ! )

    Gruß an alle Kaffee-Freunde, die das Experiment lieben
    Hermann
     
  10. Mukka

    Mukka Mitglied

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    Milch statt Wasser unten rein ist ne gute Idee. Probiere ich im August nach meinem Urlaub (vorher breche ich keinen Kaffee mehr an).
     
  11. #11 Holger Schmitz, 26.07.2006
    Holger Schmitz

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    Milch statt Wasser ? Ich habe ja nur eine normale Bialetti, wenn ich mir vorstelle da unten Milch statt Wasser einzufüllen ist das doch eine wahnsinnige Sauerei (eingekochte Milch etc) - oder ist das bei der Mukka grundlegend anders ?

    Ich bitte um Aufklärung :shock:
     
  12. #12 Grüne Bohne, 26.07.2006
    Grüne Bohne

    Grüne Bohne Gast

    Schade, jetzt habe ich fast eine ganze Seite "Aufklärung" betrieben - beim Senden ist der Text verschütt gegangen...

    Werde mich heute Abend nochmal dranstezen.

    Gruß
     
  13. #13 Holger Schmitz, 26.07.2006
    Holger Schmitz

    Holger Schmitz Mitglied

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    Danke für Deine Mühen schon jetzt. Tip längeer Postings schonmal im Notepad zwischenspeichern.

    Gruß
    Holger
     
  14. #14 Grüne Bohne, 26.07.2006
    Grüne Bohne

    Grüne Bohne Gast

    Milch in der Herdkanne

    Aufklärung ist da ziemlich schwierig, aber ich will es mal versuchen auch wenn es „etwas“ ausführlich werden sollte...
    Selber probieren ist einfacher !

    Deine Befürchtung mit „eingekochter Milch“ kann ich weitgehend entkräften und zwar in mehrerlei Hinsicht.
    1.- ist es ein Irrtum, wenn man meint, daß das Boilerwasser in einer Herdkanne KOCHT.
    Eigentlich ist die Phase der Wassererhitzung nicht anders als bei den Vacuum-Geräten. Kurz vor dem Siedepunkt steigt der Wasserdampfdruck rapide an und treibt das heiße Wasser durch das Steigrohr aus dem Boilergefäß heraus.
    Zu kochen fängt das erst an, wenn man nach dem Wasserdurchtrieb das Gerät nicht vom Herd nimmt.
    Das habe ich bislang aber noch nicht ausprobiert, weil es wohl eine der Grundregeln bei diesem Gerät ist, die Herdkanne während des Brühprozesses nicht einen Augenblick außer Reichweite zu lassen.. Und spätestes wenn bei der normalen Herdkanne nur noch Schaum rauskommt, bzw. ein helleres Zischgeräusch von durchtreibendem Wasserdampf zu hören ist, gehört das Ding natürlich vom Herd gekegelt.
    2.- kommt unten ja keine Milch rein, sondern 3/4 Wasser und 1/4 H-Milch (1,5%). Also mir ist noch nie aufgefallen, daß da irgend ein eingekochter Milchrest verbleiben würde. Das sieht nach dem Abkühlen genauso aus wie vorher, nämlich daß da ca. 30ml in diesem Fall Milchwasser verbleibt.
    3.- habe ich das „Milchwasser“ bislang immer im Zusammenhang mit grob gemahlenem Kaffee verwendet. Mit feinem Pulver würde ich es nicht ausprobieren. Die Milch backt das Pulver durchaus etwas zusammen.

    Bislang habe ich habe das bestimmt schon 15-20x so gemacht, allerdings mit der MUKKA - und da hat Bialetti eine pfiffige zusätzliche Erfindung eingebaut.
    Und zwar haben die in dem Sieträger das untere Sieb beweglich eingesetzt und unten noch eine Feder eingebaut, die das Sieb von unten an einen Metall-Falz drückt und somit immer auf ca. halber Höhe des Siebträger-Volumens hält.
    Damit ist wirksam ein Tampern des Kaffeepulvers unterbunden. Denn wenn man das Pulver andrücken will, dann drückt man nur den Siebboden herunter und die Feder drückt danach das ganze Pulver wieder oben raus.
    Man kann diesen Siebträger also nur randvoll machen und wenn man den Apparat zuschraubt, wird automatisch durch einen kleinen Metallstempel in der Mitte das Sieb heruntergedrückt und dem Pulver zusätzliches Volumen gegönnt.
    Trotzdem ist, besonders wenn ich es randvoll mit grob gemahlenem Pulver fülle, nach dem Brühen der „Puck“ ziemlich fest und füllt auch das ganze Volumen des ST aus.
    Man sollte daher den ST einer üblichen Herdkanne besser nicht ganz voll machen, damit das nicht zu sehr zubackt.
    Die Milch scheint das Pulver durchaus etwas mehr zuzusetzen !

    Soviel zur „Technik“. Wichtiger ist das was rauskommt.
    Wie könnte man das Ergebnis interpretieren ?
    Also einen richtigen Geschmacksvergleich habe ich noch nicht angestellt. Es ist mehr so ein Eindruck, daß es besser schmeckt.
    --> Das könnte aber natürlich einfach auch eine Folge davon sein, daß mehr Milch im Kaffee schwimmt –
    --> oder aber durch die Fettanteile im Brühprozess die Kaffee-Öle besser gelöst werden....
    Das sollte sich aber durch einen Vergleichstest mit einer gleichartigen Milchzugabe vor und nach dem Brühen mal feststellen lassen.

    Dosierung
    Interessanter als diese Milchgeschichte ist es aber, die Dosierung während der ganzen Brüherei im Blickfeld zu haben. Wenn man von der Vorstellung etwas runterkommt, daß das, was da nachher in der Kanne schwappt schon das fertige Getränk ist, dann hat man schon einen wichtigen Schritt dahin getan, mit der Herdkanne etwas brauchbares herzustellen.

    Pulvergewicht
    Das erste, was man wissen muss, ist wieviel Kaffeepulver (in Gramm) man jeweils verwendet !
    Da fast jedes in Gebrauch befindliche Gerät andere ST-Volumina und Boilergefäßgrößen aufweist, kann man durch praktische Regeln, z.B. ST locker vollfüllenn + Boilergefäß bis zum Sicherheitventil vollmachen kaum eine allgemeine Regel ableiten.
    Es geht also nur über das Pulvergewicht und die Relation zum Wasservolumen.

    Hat man keine Waage mit 0,5 oder besser 0,1 Gramm-Messung dann sollte man den Siebträger mal mit einem Bodum-Maß (oder Tchibo-Maßlöffel) ausmessen. Die fassen beide ca. ein Volumen, das einem Gewicht von ca. 7 Gramm entspricht.

    Wasser (Milch)-Volumen
    Hat man also das maximale Pulver-Gewicht „seiner“ Herdkanne, dann kann man aus der einfachen Relation für Brühkaffee =50 Gramm Kaffee / 1000ml Wasser bestimmen, wieviel Wasser man maximal braucht.
    Also Pulvergewicht x 20 = Wasser(incl. Milch)-Volumen in der Tasse.
    (...nach dem Brühen ergibt sich aus der Formel natürlich KAFFEE!!!...)

    Abmischung
    Wenn ich den Siebträger einer Mukka nur zu ca. 2/3 vollmache, dann gehen ca. 12 Gramm hinein.
    Wenn ich dann einen (Original-Mukka-)Maßbecher mit 150ml Wasser in den Boiler gebe, habe ich etwa eine Konzentration im Ergebnis von 100gr/1000ml., weil ja ca. 30 ml Restflüssigkeit übrigbleibt.
    Um auf die halbe Konzentration zu kommen kann ich also getrost die gleiche Menge Milch zugeben ! Es wird ein schmackhafter, kräftiger Milchkaffe herauskommen.

    Das hat so funktioniert mit allen bisher von mir verwendeten Brühkaffeesorten !

    Mit Espresso-Kaffees kann man mit der Dosierung vermutlich bis zu einer Konzentration von 100 heraufgehen, bzw. müßte wohl weniger zumischen.
    Bisher habe ich aber nur wenige Sorten probiert und die waren alle ungenießbar bitter.

    Bisher hatte ich erst eine Sorte, die ich unverdünnt gemocht habe, von Starbucks : Sumatra Bold !
    Das war allerdings in der Anfangsphase, als ich mich um die Dosierung noch nicht gekümmert hatte.

    Es könnte aber durchaus sein, daß diese Sorte, die, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, eine dunkelbraune Röstung hat ohne Schwarz-Anteile, also vermutlich einer Norditalienischen Röstung entspricht, den Röstgrad hat, der für diese Kannen richtig funktioniert.

    Gruß, Hermann
    [/u][/b]
     
  15. #15 Holger Schmitz, 27.07.2006
    Holger Schmitz

    Holger Schmitz Mitglied

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    Hm, interessant.
    Sollte ich vielleicht nach meinem Urlaub mal probieren.

    Gruß
    Holger
     
  16. Sani

    Sani Gast

    AW: Probleme mit Bialetti Brikka

    Hallo zusammen!

    Ich habe mir eine Brikka (4 Tassen) gekauft und heute das erste Mal - nach dem Studium der Gebrauchsanleitung - ausprobiert. Früher hatte ich eine ganz normale Bialetti-Kanne.

    Nun stand ich also erwartungsvoll neben dem Gasherd und habe sofort, als der Kaffe anfing rauszufliessen, das Gas abgestellt und trotzdem spritzte der ganze Kaffee auf den Herd und an die Küchenwand... :oops:

    Muss ich das Gas schon ausschalten, bevor überhaupt Kaffee kommt?

    Ich getraue mich nun gar nicht mehr an die Brikka ran. Vielen Dank für Eure Tipps!

    Sani
     
  17. #17 koffeinschock, 14.10.2007
    koffeinschock

    koffeinschock Mitglied

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    AW: Probleme mit Bialetti Brikka

    ich hab die 2-tassen-brikka bei der arbeit. und eigentlich gelingt mir immer der kaffee.

    wichtig ist eigentlich, daß, wie schon gesagt, der meßbecher als oberste grenze des wasserstandes gilt.
    der kaffe, den man vorgemahlen kaufen kann, ist genau richtig für die espressokannen, auch die brikka.
    das eingefüllte pulver LEICHT anpressen.

    bei der brikka sollte man sich auch immer vergewissern, daß zum einen der deckel zu ist und zum anderen vor dem betrieb mal zu schauen, ob das gewicht oben auch leichtgänig ist!!
     
  18. Sani

    Sani Gast

    AW: Probleme mit Bialetti Brikka

    Vielen Dank für die Rückmeldung.

    Ich hab's gestern nochmal versucht und es gelang mir dann ganz gut. Ich muss halt einfach daneben stehen bleiben und die Brikka im richtigen Moment vom Feuer nehmen. :-D

    Die "normale" Kanne konnte ich dagegen auch mal einen Moment zu lang auf dem Feuer stehen lassen, ohne dass gleich der ganze Kaffee in der Küche klebte... :-?
     
  19. #19 nobbi-4711, 15.10.2007
    nobbi-4711

    nobbi-4711 Mitglied

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    AW: Probleme mit Bialetti Brikka

    In die Mukka wird (falls das mancher jetzt missverständlich glaubt) keine Milch unten eingefüllt, sondern oben. Von daher keine Gefahr des Verbrennens.

    Die Brikka kann einen durchaus leckeren Cappu-Grundstoff liefern. Ich habs damals so gemacht: Elektroherd 3 min voll vorheizen, Pulver so mahlen, dass es nicht tröpfchenweise oben rausläuft, sondern in einem relativ kräftigen Schwall. So kurz heizen wie möglich (u.U. schon warmes Wasser einfüllen), dann wird der Kaff auch nicht so bitter. Auf keinen Fall nach dem Brühen auf dem Herd stehen lassen, das wird nach 2 min so eklig...

    Greetings \\//

    Marcus
     
  20. #20 pietry2, 07.11.2007
    pietry2

    pietry2 Gast

    AW: Probleme mit Bialetti Brikka

    Hallo,

    ich habe für meinen Freund als Weihnachtsgeschenk auch eine Bialetti Brikka 4 Tassen gekauft. Damit wir zu Heilig Abend gleich richtig loslegen können, habe ich heute schonmal probiert.

    In meiner Anleitung stand nur ein Probedurchlauf. Habe dafür extra nicht ganz so teuren Espresso gekauft. Lavazza 100% Arabica.
    Nun habe ich schon 3 mal gekocht und man konnte keinen davon genießen.

    Der Espresso ist viel zu sauer! Absolut untrinkbar.
    Was kann ich machen?

    Habe genau den Messbecher gefüllt. Der Trichter mit Espresso vollgemacht, nicht angedrückt. Herdplatte auf 6 (von 6). Auf die kalte Platte gestellt und gleich beim ersten Schwall runtergenommen.
    Es kommt auch sehr wenig raus, vielleicht nur zwei Espressotassen.

    Liegt es am Espresso? Muss sich die Brikka erst "einbrennen"?
    Eine Crema oder Schaum habe ich auch nicht. Ok, das hätte ich ja noch verkraftet, aber das er ungenießbar ist?

    Für meinen Freund habe ich Espresso Napoletano von Kimbo gekauft. Ist der vielleicht geeigneter? Ich habe doch keine Ahnung.

    Habe ja noch Zeit zu testen bis Weihnachten. ;-)

    ...und ich dachte ich kann heimlich schonmal genießen bis dahin ;-)

    Hatten früher mal eine andere Maschine für die Platte und haben den immer mit Bohnenkaffee gefüllt. Das war immer ok. Verstehe nicht, warum es jetzt nicht klappt.


    Danke für Eure Hilfe.

    Viele Grüße,
    pietry2
     
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