Quickmill Omre Doser Demontage

Diskutiere Quickmill Omre Doser Demontage im Restaurierungen und Raritäten Forum im Bereich Maschinen und Technik; Guten Morgen, nachdem die Foren-Tipps für den Motor (Umbau 380V-230V) so super funktioniert haben, hier ein neuer Versuch von Eurer Erfahrung zu...

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  1. #1 zoerbnet, 24.02.2019
    zoerbnet

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    Guten Morgen,

    nachdem die Foren-Tipps für den Motor (Umbau 380V-230V) so super funktioniert haben, hier ein neuer Versuch von Eurer Erfahrung zu profitieren :rolleyes::

    Da der Doser meines Restaurationsobjektes doch sehr mitgenommen aussieht, habe ich vor, diesen neu verchromen zu lassen (evtl. habt Ihr auch dazu einen Tipp/Adresse? Ich habe zwar inzwischen ein akzeptables Angebot, aber viele angefragte Betriebe haben bei Zinkdruckguss direkt abgewunken und hatten kein Interesse an einem Auftrag)

    Nun zu meiner eigentlichen Frage: Ich hänge bei der Demontage des Dosierhebels (als Vorbereitung aufs Verchromen) auf der Zielgeraden fest:

    Oben wird das ganze durch eine Schlitzschraube fixiert:

    [​IMG]

    Unten mit einer 5mm Innensechskantschraube:
    [​IMG]

    Aufgrund des Dosiermechanismus, kann ich die Inbusschraube alleine nicht gegen den Uhrzeigersinn öffnen. Ich habe versucht, über die Schlitzschraube entsprechend gegenzuhalten.

    Funktionierte aber leider auch nach mehrmaligem Einweichen mit WD40 nicht.

    Ein Inbusschlüssel mit längerem Hebel ist bestellt, in Kombination mit einem Industriefön wäre das meine nächste Idee.

    Hat von Euch jemand irgendwelche zusätzlichen guten Tipps?

    Vielen Dank und einen schönen Sonntag

    Andreas
     
  2. antony

    antony Mitglied

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    Hitze ist hier gut. Sie weicht den alten Schmand ein. Dann sollte es gehen.
    In solchen Fällen benutze ich meinen Druckluftschrauber. Die schnellen kurzen Impulse lösen sowas ruckzuck.
     
  3. kafin

    kafin Mitglied

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    Bist du da weiter gekommen? Daran bin ich nämlich auch gescheitert und hatte eigentlich beschlossen, den Doser nicht weiter zu zerlegen, nachdem die Mechanik leichtgängig ist. Noch ist der Doser allerdings nicht wieder zusammengebaut. Insofern wäre es kein großer Aufwand, hier noch mal einen Versuch zu unternehmen.

    Hitze ist in diesem Fall nicht so gut, zumindest bei meiner Mühle nicht. Die Plastik- oder Bakelitkugel am Griff der Mechanik wehrt sich nämlich auch gegen die Demontage und diese möchte ungern zu starker Hitze aussetzen. Mein Versuch, die Kugel abzuschrauben, indem ich sie vorsichtig mit warmer Luft (von Heißluft will ich nicht sprechen) erwärme, war nicht erfolgreich. Eigentlich sollte sich der Kunststoff bei Temperaturerhöhung ja viel stärker ausdehnen als das Metall und damit etwas Bewegung in die Schraubverbindung kommen. Aber man kann auch schlecht ein Werkzeug ansetzen. Ich könnte gelegentlich etwas ähnliches wie einen Ölfilter-Bandschlüssel in klein brauchen. Aber so etwas ist mir noch nicht untergekommen.
     
  4. #4 zoerbnet, 05.03.2019
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    In der Tat. Die Teile des Dosers sind inzwischen beim Galvanikbetrieb zum Neu-Verchromen (deshalb wollte ich auch auf Gedeih und Verderb demontieren (nicht wie bei der Motorwelle, bei der ich ja letztlich kapituliert habe ;-)). Ich bin aber auch fast verzweifelt. Ich habe:

    1.) Den Doserhebel festgeklemmt
    2.) die Inbusschraube mit langem Hebel gelöst.

    [​IMG]

    [​IMG]

    Die obere Schlitzschraube war total verhunzt.

    3.) Nachdem ich die Inbusschraube raus hatte, habe ich die Schlitzschraube rückwärtig über das Gewinde mit WD40 geflutet und das Gehäuse mit dem Industriefön (der Bakelit/Kunststoffgriff ist >10 cm weg und wurde abgedeckt) bearbeitet.
    4.) Mit bestimmten Schlägen mittels "Austreiber" auf den Schraubenkopf, der sich, als ich schon nicht mehr daran geglaubt habe, tatsächlich gelöst hat.

    Witzige Anekdote: Der innere Teil des Doserhebels passt gerade so nicht(!) durch den Schlitz (ich würde schätzen er ist ca. 1mm zu dick, ich hatte schon kurz am Konstrukteur gezweifelt). Der Bakelitgriff sass bombenfest und ließ sich nicht drehen. Ich hab dann zum Schutz des Griffes

    5.) einen Rohrclip passender Größe aufgesteckt (etwas sowas: Rohrclip 15mm 10 Stück) und mein Glück an diesem mit der Rohrzange versucht. Und siehe da: Es ist gar kein Gewinde. Er ist lediglich aufgesteckt!

    Wie gesagt, nach ca. 1h hatte ich das ganze demontiert. Der Rest war wirklich simpel.

    Leider muss ich noch ca. 7 Wochen darauf warten, dass die Teile vom Galvanikbetrieb zurückkommen, dann schau ich mal, ob ich das Ganze auch wieder zusammen kriege ;-)

    Die Schlitzschraube werde ich durch eine Innensechskantschraube ersetzen, die, auf die richtige Länge gekürzt, bei den Ersatzteilen wartet.

    Viele Grüße und einen schönen Abend

    Andreas
     
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  5. #5 zoerbnet, 06.03.2019
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    Da ist mir doch grade noch was zur "Blockierung" des Doserhebels zwecks Lösen der Inbusschraube eingefallen:

    Die runde Platte, um die Schlitzschraube (Oberseite), hat 2 Öffnungen/Löcher (vgl. Post #1, 1. Bild). Diese haben ein Gewinde. Hier habe ich 2 passende Schrauben eingedreht (nicht zu fest, sonst gibt es Abdrücke auf dem Zinkdruckguss :eek:). Ein Blockieren mittels durchgestecktem Schraubenzieher hatte hier keinen Erfolg. Hier haben sich lediglich die eingesetzten Schrauben verbogen.

    Erfolgreich war hier, die beiden Schrauben mittels Engländer zwischen zwei "Flachverbindern" einzuklemmen. So konnte ich bequem gegenhalten obwohl der (Schlitz-)Schraubenkopf verhunzt war.

    Man kann die Konstruktion im 1. Bild von Beitrag #4 vielleicht erahnen...
     
  6. #6 mechanist, 06.03.2019
    mechanist

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    Wo lässt Du das machen ?
     
  7. #7 zoerbnet, 06.03.2019
    zoerbnet

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    @mechanist: Ich empfehle das Unternehmen gerne öffentlich weiter, sobald ich weiss, dass die abgelieferte Arbeit meinen Vorstellungen entspricht ;) (hab Dir ne PN geschickt)
     
  8. #8 zoerbnet, 21.07.2019
    Zuletzt bearbeitet: 21.07.2019
    zoerbnet

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    Sooo, trotz herrlichem Sommerwetter habe ich gestern endlich die Zeit gefunden, die neuverchromten Teile zu montieren.

    Das Verchromen hat zwar leider rund doppelt so lange gedauert als ursprünglich geplant/angekündigt, das Ergebnis kann sich aber durchaus sehen lassen und das ist ja letztlich das wichtigste...

    Breidert Galvanik (Breidert-Galvanik: Oberflächenveredelung in Perfektion) hat hier meiner Meinung nach ganze Arbeit geleistet und ich habe nun eine selbst restaurierte Mühle die in unserer Küche den koffeinfreien Kaffee mahlen darf (ziemlicher Overkill, ich weiss)

    Vorher: 380V und ziemlich ramponiertes Chrom:

    [​IMG]
    [​IMG]

    Nach dem Aufpolieren des Gehäuses und dem Ersatz der Mahlscheiben folgte der Umbau auf 230V (ein Elektriker um die Ecke hat einen Kondensator verbaut). Anschliessend habe ich der Mühle ein neues Netzkabel, eine neue Kabeldurchführung durchs Gehäuse, neue Gummifüsse und einen neuen Bohnenbehälter gegönnt. Ausserdem habe ich den fehlenden Auffangteller für das herunterfallende Kaffeemehl durch einen Nachbau ersetzt (falls hier jemand noch Bedarf hat, gerne PM, ich habe noch 3 Tellerchen).

    Die bereits erwähnten Teile (Doser (zweiteilig), Doserdeckel und Tamper) wurden neu verchromt sowie das Doser(kunststoff)glas ersetzt:

    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]

    Für mein erstes Restaurationsobjekt ist es gar nicht mal schlecht geworden :D

    Ich denke ich bin angefixt, das nächste Restaurationsobjekt (La Minerva) steht bereits im Keller, hält neue Herausforderungen bereit und wartet geduldig auf den Winter...
     
    joewue, kafin, Alpina1306 und 4 anderen gefällt das.
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