Reihenfolge/wichtigste Faktoren beim 'Einstellen' der Espresso-Parameter

Diskutiere Reihenfolge/wichtigste Faktoren beim 'Einstellen' der Espresso-Parameter im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Dirk, Wrestler, Nito: Ihr hattet die entscheidende Idee: Bohnendruck in der Mühle. Mit vollem Hopper ist das Säureproblem deutlich zurück...

  1. eeeee

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    Dirk, Wrestler, Nito: Ihr hattet die entscheidende Idee: Bohnendruck in der Mühle.
    Mit vollem Hopper ist das Säureproblem deutlich zurück gegangen, wenn auch nicht immer ganz weg.

    Das Ergebnis ist das erste mal überhaupt trinkbar, auch wenn ich mit der Konsistenz der Mühle immer noch nicht zufrieden bin.
    Sind noch ~100gr im Hopper, fängt es schon wieder an sehr sauer zu werden, aber ~60gr ist es wieder ungenießbar.

    Zudem, schwankt der benötigte Mahlgrad ungemein. Mit ~250gr Bohnen im Hopper, war es so Mahlgrad 4/5, mit 100gr dann auf einmal 0/1, jetzt habe ich 250gr. neue Bohnen rein dazwischen das Mahlwerk gereinigt, jetzt ist es auf einmal 7/8. Und das Mahlwerk hat ja einen definierten einhängeüunkt, da kann sich eigentlich nichts verstellen.

    Da zum Einstellen ja dann ~30gr Bohnen weggemahlen werden müssen, beim Bohnenwechsel min. 60gr. Verlust entstehen und vor jedem Bezug ~7gr Totraum wegfallen, habe ich mal hochgerechnet, das bei einem durchschnittlichen Bohnenpreis von 20€/KG es keine 6 Monate dauert, bis eine Sette 270 mit Singledosing allein durch die immense Bohnenverschwendung bezahlt wäre...

    Ich werde jetzt konsequent immer eine Sorte komplett in den Hopper geben und weiter beobachten wie die Konsistenz ist. Auch kann jetzt überhauot mal sinvoll mit Pulvermenge etc. getestet werden.
    Wenn der vorhandene Espresso dann weg ist in einigen Wochen, wird entscheiden, ob die Mühle bleibt oder nicht.

    Generell ist mir aufgefallen, das Bezüge die eher richtung 20s gehen, bei einer Ratio von 1:25 - 1:3 besser sind, als wenn die 25s erreicht werden. Dann ist es oft zu bitter, manchmal in kombination mit sauer. Crema ist bei 20s auch schön Haselnussbraun.

    Des öfteren gelingt schon ein Bezug, der vlt. nicht super ist, aber zumindest OK und dann manchmal ist wieder ein mittel- saurer dazwischen, obgleich nichts geändert wurde...

    Aber zumidnest gibt es deutlichen Fortschritt :)
    Danke nochmal an alle für die Tips!


    Habe gesehen, dass das Kaffeehaus Hagen in Heilbronn einen Barista-Kurs anbietet ... man lernt sicher einiges, aber in wie weit das mit den dort vorherschenden Geräten dann für daheim hilfreich ist...

    Was sind denn Eure Erfahrungen zur Porlex Mini ?
    Wie vergleicht sich diese Mühle, zu den elektrischen? Für den Preis wäre das ja kein großer invenst und ich kann sie auch unterwegs mit der Bialetti Brikka nutzen...
     
  2. #62 plärre, 10.05.2019
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    Wenn Englisch keine Hürde für dich ist, dann guck mal…
     
  3. NiTo

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    Bei mir nicht.
    Trifft bei mir ebenfalls nicht zu.
    Dann muss das Mahlwerk schon komplett mit altem Ranz verklebt gewesen sein, sonst würde der Mahlgrad gleich bleiben (gleiche Sorte, gleich alte Röstung, gleich lange geöffnet, vorausgesetzt).
    hat die CM800 nicht, es sind knapp 5 g.
     
  4. eeeee

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    Danke plärre, Englisch ist kein Thema. Interessanter Test.

    Mich würde interesieren, ob die Porlex für Esspresso auf dem Niveau einer Graef 800 ist, oder besser. Wäre diese deutlich besser, ließe sich auf bezahlbare Weise prüfen, ob die Graef ein Montagsgerät ist, und ich hätte auch gleich eine Reisemühle für die Brikka.
    Die Comandante schlägt halt gleich mit dem über 4 fachen Preis zu buche, und "nur das Beste ist gut genug" benötige ich eigentlich nicht ;) Dann würde ich die 230€ lieber für eine vlt. zukünftige Sette 270, Varia Home, o.ä. sparen.

    Gibt es denn eine gute Mittelfeldmühle, die vlt-70-80 € kostet und den Preis dann auch entsprechend besser ist?
    Bei 8 Handkaffeemühlen im Test schneidet die Porlex ja ganz gut ab.

    NiTo,

    interessant, dass das bei Dir nicht so ist. Wenn ich dann nochmal 2-3 KG durch die Mühle habe und das ganze reproduzierbar ist, dann stimmt irgendwas mit der Mühle nicht.

    Habe die Mühle in den 4 Wochen die ich sie besitze mehrfach gereinigt, und die Verstellung von 4/5 auf 0/1 war von heute auf morgen mit den gleichen Bohnen. Deswegen wer ich ja so verwundert.
    Bevor ich angefangen habe den Hopper ganz/halb zu befüllen, war zumindest der Mahlgrad konsistent. 2= Maschine über Limit, 4/5 -> ganz gut/ ~25s, 7/8 zu grob, Espresso rauscht durch. Eher was für die Brikka vom Mahlgrad, bzw. sehr ähnlich wie vorgemahlene.

    Okay, ich hatte jetzt einfach mal die Werte von Tabelle Totraum bekannter Mühlen – KaffeeWiki - die Wissensdatenbank rund um Espresso, Espressomaschinen und Kaffee genutzt
     
  5. Azalee

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    Die Porlex ist für Espresso bzgl. des Geschmacks ganz gut geeignet, finde ich. Für gröberes dagegen eher nicht, Stichwort fines.

    Man kurbelt halt eine Weile ;-)

    Unsere Porlex steht vermutlich demnächst zur Verfügung. Schreib mir bei Interesse einfach eine PN.
     
  6. #66 plärre, 10.05.2019
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  7. NiTo

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    Im Gegenteil, die Porlex ist deutlich schlechter.
     
  8. Azalee

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    Hast du eine? Wir haben die letzten Tage notgedrungen mit der Porlex die Bohnen für Cappuccino gemahlen und der schmeckte ganz ordentlich. Auf reinen Espresso habe ich aber verzichtet. Auch von der Optik und dem Anfassen her hatte ich an dem Kaffeemehl nichts auszusetzen. Wie gesagt ist das Kurbeln halt bei feinen Mahlgeraden etwas mühselig und dauert ziemlich lange.
     
  9. NiTo

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    Nicht mehr, ist zu schlecht. Sowohl von der Qualität des Kaffeemehls her, als auch bezogen auf die Gerät-"Qualität".
     
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  10. #70 Dirk2/3, 10.05.2019
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    Fülle einen kleinen Sack mit Kaffeebohnen oder Erbsen oder Kochbeutelreis. usw. und lege den auf die Bohnen im Hopper. Irgend etwas, was das Gewicht simuliert. Und bitte keine Porlex kaufen.
    Mein Tip mit der Comandante war ernst gemeint.
    Eventuell wird die Säure auch zurückgehen, wenn die Graef 250 Gramm Milchreis gesehen hat. Damit könnte man die Steine etwas einmahlen. Das gilt für die meisten Mühlen, das die eingemahlen werden müssen.
    Dafür aber deutlich gröber stellen. Milchreis ist relativ unschädlich für die Steine.
    Gruß
    Gruß
     
  11. eeeee

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    Das ist ne gute Idee, muss mal schaun, was sich da als Sack am besten anbietet.

    -----

    Commandante ist keine Frage sehr gut, aber wenn ich keine gebrauchte für einen gute Preis finde, ein wenig teuer..daher die Frage, ob es zwischen der Porlex und Comandante nicht etwas gibt, das qualitativ und Preislich dazwischen liegt?

    -----

    Bohnen müsste die Graef bestimmt schon 1KG gesehen haben, ich hätte aktuell noch Dinkel und Basmati im Schrank - spricht da was dagegen? Mahlgrad 20?

    -----

    Okay, 5gr/7gr reißt es jetzt nicht ganz arg raus, aber danke für die eigene Messung :)

    Mal eine Rechnung:
    12+5gr = 17gr pro Espresso, 60gr Bohnen Verlust pro Wechsel. Annahme: 25€/kg. 500gr Packungen. 440/17=26 Bezüge pro Packung. 12,5€/26=50ct pro Bezug. 3,5 Espresso am Tag x 30 Tage: 105 x 0,5 = 53€/Monat

    12gr pro Espresso, 0gr pro Wechsel. Annahme: 25€/kg. 500gr Packungen. 500/12=42 Bezüge. 12,5€/42=30ct pro Bezug pro Packung. 105*0,3 = 31,5€/Monat.

    --> 21,5€ pro Monat Differenz.

    -----

    Habe heute mal getestet mit 12gr anstatt 14, wie vorgeschlagen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Körper ist gut aber nicht mehr so arg übetrieben.

    Jetzt muss ich mit dem Mahlgrad und Zeit nachregulieren, aber Ergebnis ist besser. Aus der Delonghi aber immer noch etwas sauer, habe spasseshalber mal danben das gleiche in die Brikka rein, der ist dann 0 sauer und ganz leicht bitter, aber das die Brikka zu leichter bitterkeit neigt ist ja bekannt.

    Insg. finde ich aber die leichte Bitterkeit ohne Säure persönlich angenehmer, als die leichte Säure ohne Bitterkeit...aber zumindest ist der Espresso wieder etwas besser geworden.

    ----

    Mal eine ganz blöde Frage, aber hier gibt es ja sicher einige Leute, die klein angefangen haben und inzwischen eher deutlich teurereres Equipment haben - was war der Beweggrund und wo haben sich die Qualitätsverbesserungen ergeben?

    -----

    Klar, erstmal muss man mit Können und nicht mir Geld die Probleme lösen, aber irgend einen Grund für die teureren/besseren Maschinen gibt es ja wohl schon ;)

    -----

    Schönes WE!

    -----
     
  12. cbr-ps

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    Die Feld2 ist etwas billiger und aus meiner Sicht für Espresso sogar etwas besser. Wenn dich die leichte Bauart nicht stört, dürfte die untere akzeptable Grenze bei der Aergrind liegen.
     
  13. #73 Dirk2/3, 11.05.2019
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    @eeeee
    Ich glaube, (wissen tue ich es aber nicht genau), die Maschine die du hast ist ähnlich wie meine Krups in der Bauweise.
    Durchlauferhitzer, Vibrapumpe, kleiner Siebträger (Durchmesser irgendwas um 50mm).
    Meine Krups produziert super Shots, wenn ich eine gute Mühle davorschalte.
    Ich glaube, das Problem liegt aber in der richtigen Herangehensweise und Du bist auf dem besten Weg.
    Die Graefmühle kenne ich nicht persönlich, leider sind diese preiswerten Mühlen eben oft nicht sehr verlässlich.
    Ich würde deshalb den Mahlgrad nicht verstellen, wenn er einigermassen passt und eher über die Menge steuern.
    Die sollte dann in 0,5gr Schritten näherungsweise angepasst werden.
    Bitte wiege das nachher ab, als Pulver. Soweit ich das verstanden habe, mag die Mühle keine Experimente, verlasse dich nicht auf das Gewicht der Bohnen bei dieser Mühle.
    Desweiteren sollte nach dem Schema der Espressobereitung vorgegangen werden.
    Bei geeignetem Flow und geeigneter Zeit sollte keine übertriebene Säure und keine Bittere vorhanden sein. Hier z.b. 25 sec ab dem ersten Tropfen.
    Wenn tatsächlich 12 Gramm verwendet werden im Doppelsieb, dann sind ~ 30 Gramm in der Tasse richtig. Am Ende der Extraktion sollte auch eine hellere Stelle in der Tasse sichtbar werden (Blondingbeginn ). 25 Sekunden sind eher als variabler Wert zu verstehen.

    Gruß
     
  14. eeeee

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    Ja, ist der gleiche Aufbau.

    Thermoblock, Vibrapumpe und 51mm Siebträger.
    Wiege mit einer 0,1g Waage immer die Pulvermenge.
    25s ab dem ersten Tropfen ist bei der Delonghi unmöglich. Selbst 25s ab Beginn vor Preinfusion ist nicht machbar.

    Bei sehr feinem Mahlgrad gibt die Maschine auf (bischen tröpflen, dann Abbruch), einen Mahlgrad größer bei stockendem flow sind selbst bei 1:4 keine 25s möglich.
    Für eine genau Zahl muss ich nochmal messen, aber ich tippe bei guten flow und maximal 1:3 ab dem ersten tropfen auf ca. 12s.
     
  15. NiTo

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    Wenn das tatsächlich so ist, wirf das Ding weg.
     
  16. eeeee

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    "Ich schmeiß die sch.... außem Fenster raus" ist mir tatsächlich schon durch den Kopf gegangen ;)

    Vlt. funktioniert die Maschine wirklich nur mit den Crema-Sieben...habe woanderst gelesen, dass jemand mit meiner Kombi zum gleichen Schluss gekommen ist und wieder die Doppel-Boden-Siebe nutzt.

    Habe Spasseshalber am WE, da ich woanderst war, mal Pulver in so eine Kaffee-Pad-Maschine gegeben (da gibt es Plastikbehälter zum Pulver befüllen), der Espresso war logischerweise sehr dünn, aber weder bitter noch sauer und insgesamt trinkbarer...

    Werde jetzt noch die ~2KG Bohnen die ich habe verwenden, wenn sich in der Zeit kein nennenswerter Fortschritt ergibt, dann werde ich einen anderen Weg suchen.

    Eine Kombi aus R. Silvia V5 und Sette 270 schwebt mir so im Kopf, aber das ist noch variabel.
    Da dürfte es aber zumindest von den Geräten her keinen Zweifel geben, dass sich damit was anständiges herstellen lässt, alles andere ist dann Übungssache.
     
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  17. Dirk2/3

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    @eeeee
    Verstehe ich richtig?
    Entweder tröpfeln, oder 12 sekunden Bezug.
    Es gibt Zwischenwerte, die sind wohl irgendwo versteckt im Nirgendwo.:p
    Wenn Menge in kleinen Schritten verändert wird, muss auch der Flow darauf reagieren.
    Auf jeden Fall immer das Pulver mit einem Zahnstocher oder ähnl. umrühren.
    Jedesmal gleich, immer gleich tampern usw.
    Es kann eigentlich nicht sein, daß die Maschine total extrem reagiert bei Änderungen von 0,1-0,5 gr.
    Ansonsten Mühle weg, daran liegt es wahrscheinlich (zumindest meine Wahrnehmung), wenn dann keine besseren Ergebnisse erzielbar sind,
    Maschine austauschen.
    Eine empfehlenswerte Mühle habe ich schon beschrieben. Ansonsten besser tiefer in die Tasche greifen bei der Mühle. Schon mal Niche Zero beäugt?
    Es mag öde wirken, wenn es immer wiederholt wird: "Die Mühle ist wichtiger als die Maschine"
    Gruß
     
  18. #78 eeeee, 18.05.2019 um 18:45 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 18.05.2019 um 18:56 Uhr
    eeeee

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    Yo, in dem Bereich ;) Mehr als 12 sind schon erreichbar, aber auf 25 komme ich auch mit dazugerechneter preinfusion nicht - abgesehend davon, dass die längere Durchlaufzeit leider keine positive Wirkung auf die Säure hat.
    Naja, die Mühle hat 40 Mahlgrade, aber viel ist da nicht dazwischen zwischen zu fein und dem nächsten Mahlgrad an Zeitgewinn.
    Ja, wenn ich von 14 auf 12gr runtergehe, dann läuft er noch schneller durch :-D

    Ich habe frei nach dem Motto, mehr zu verlieren hab ich eh nicht, mal ein paar ESE Pads bestellt (Mischung aus guten Italienern) und siehe da, es ist doch ein trinkbarer Espresso möglich...
    1 Pad im ESE Doppelboden-Sieb, 14s inkl. Preinfusion bzw. 9s ab dem ersten Tropfen ergibt 1:3 und einen je nach Sorte guten Espresso bei der Stärke und Geschmack die ich mir vorestelle. Ohne Säure und Bitterkeit bei vielen Sorten. Bei den anderen mit einem Hauch, der ok ist.

    Bisher postiv aufgefallen sind mir Izzo mit einer Nussigkeit und Mokador mit etwas Schokolade - persönlich besser fand ich Mischungen und nicht 100% Arabica - diese sind etwas "rassiger" und entsprechen eher meiner Vorliebe.


    Ich habe weiter viel getestet und folgendes Ergebnis:

    1er ESE Pad in ese doppel Boden Sieb: Gut, keine bis sehr feine angenehme Säure, hängt von der Sorte ab.
    Pulver aus ESE Pad in 1er doppel Boden Sieb: leichte säure
    Pulver aus ESE Pad in 1er single Boden Sieb: etwas mehr Säure, schon leicht zu sauer
    Pulver aus 2 ESE Pads in 2er doppel Boden Sieb: noch mehr Säure, nicht mehr akzeptabel
    Pulver aus 2 ESE Pads in 2er single Boden Sieb: noch mehr Säure als vorher, untrinkbar

    Pulver aus Mühle in 1er doppel Boden Sieb: leicht zu sauer, nicht mehr ok
    Pulver aus Mühle in 1er single Boden Sieb: noch mehr Säure, untrinkbar
    Pulver aus Mühle in 2er doppel Boden Sieb: noch mehr Säure, eklig
    Pulver aus Mühle in 2er single Boden Sieb: noch mehr Säure, widerlich

    Von 14 auf 13 auf 12gr zu gehen hat leicht positiven Einfluss auf die Säure, aber alles im Bereich, besser aber immernoch sehr schlecht

    --> Die Maschine kann mit gutem Pulver im ESE Sieb auch einen anständigen Espresso produzieren (Niveau wie in durchschnittlicher bis guter Espresso in DE bei z.B. einem Italiener)

    --> Mit dem doppel Boden oder single Boden Sieb wird es jeweils saurer.

    --> Die Mühle sorgt dann für noch mehr Säure..., egal wie säurearm die Bohnen sind. (Bei Bohnen mit etwas mehr Säure, wird es dann noch saurer)

    --> Mühle und Maschine taugen beide nicht wirklich

    p.s., ich bin nicht Säure sensibel, das Zitronen-Sorbet z.B. von Kaufland (Eigenmarke) finde ich zu lasch, ein Zitronen Sorbet muss schon richtig "sauer macht lustig" sein ;-) Aber wenn die Säure nicht "fein", oder fruchtig sondern nur noch eklig ist, dann ist es halt eklig ;-)

    Die Niche ist mit ~800$ etwas über meinem Budget - nein nein, das passt schon, das lieber in die Mühle als in die Maschine investiert werden soll ist das eine wo sich alle einig sind :)


    Habe jetzt mal so als letzten Versuch 2KG billigsten kaufland Kaffee durch die Mühle gemahlen und danach sauber gemacht, werde morgen sehen, ob das irgend einen positiven Einfluss hatte.

    Achja, als Quer-Vergleich habe ich auch Pulver aus der Mühle in die Brikka geworfen - auch dort ist dann eine Säure vorhanden, mit vorgemahlenem Pulver hat die Brikka 0 Säure, da muss man eher mit der Bitterkeit schauen..

    Ansonsten wie geschrieben, plane ich mal 1000€ für etwas Anständiges ein (Mühle + Maschine). Werde dann aber einen extra Thread eröffnen.

    Danke, Grüße & schönes WE!
     
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  19. Jockey

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    Da einige andere mit der Kombi aus Graef und Delonghi durchaus leckere Espressi bekommen würde ich die Schuld jetzt nicht unbedingt auf die Maschinen abwälzen und nicht so schnell aufgeben.
    Die Maschine hat wenig Variablen, Wassermenge und Wassersorte. Ersteres würde ich der Einfachheit halber auf eine bestimme Ratio zwischen 1:2 und 1:3 fixieren und den Parameter dann konstant lassen.
    Was die Mühle angeht, hier liegt mMn am ehesten der Fehler... Welche Bohnen benutzt du und wie alt sind diese? Machst du uns evtl mal ein Foto vom fertigen Mahlgut?
     
  20. #80 Dirk2/3, 19.05.2019 um 19:35 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 19.05.2019 um 19:50 Uhr
    Dirk2/3

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    @eeeee
    Bitte mache jetzt fogendes.
    Stelle die Mühle etwas feiner. 1- und 2 Stufen.
    Mahle mehrere Portionen und sammle die in einem Behälter, jeweils mit den verschiedenen Mahlgraden getrennt.
    Schüttel die Behälter gut durch.
    Fülle Menge X in das Doppelsieb (12 g) von der gröberen Marge.
    Versuche einen Espresso zu beziehen über mindestens 25sek. ohne Pi dazuzurechnen.
    -Wenn zu viel durchläuft nehme 12, 5g usw.
    oder wenn die Menge zu groß würde, nehme die feinere Marge.
    Probiere in kleinen Mengenveränderungen,bis es passt.
    Beziehe nie unter 25 Sekunden.

    Bitte keine Leerbezüge vor dem eigentlichen Bezug an der Maschine.
    Beziehe, wenn bspw. die Lampe erlischt nach dem Nachheizen o.ä.
    immer im gleichen Augenblick.
    Sauer bedeutet unterextrahiert.
    Oder auch zu grob gemahlen und zu kurz bezogen, was mir hier die logische Ursache sein könnte.
    Wenn es länger bezieht. sollte es auch eher mehr extrahieren. Also feiner mahlen und den Flow so anpassen, daß genug Zeit für eine ausreichende Extraktion bleibt.
    Nach der oben beschriebenen Mahlmethode mit anschliessrndem Schütteln sollte Channeling zumindest minimiert sein.

    Und versuche weniger Fest zu tampern.
    Dann funtioniert es besser.




    Gruß
     
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