Röstbiene - Fragen nach ersten Röstversuchen

Diskutiere Röstbiene - Fragen nach ersten Röstversuchen im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Moin moin in die Runde, am Wochenende habe ich meine ersten eigenen Rösterfahrungen gemacht - mit der Röstbiene, Version Lincar-Gaskochfeld. Hat...

  1. #1 Blue Mountain, 05.05.2014
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    Moin moin in die Runde,

    am Wochenende habe ich meine ersten eigenen Rösterfahrungen gemacht - mit der Röstbiene, Version Lincar-Gaskochfeld. Hat irre Spaß gemacht und es ist sogar sofort etwas Trinkbares dabei herausgekommen. Ich bin jetzt auf der Suche nach Tipps, wie ich meine Röstungen verbessern kann. Es wäre toll, wenn mir andere Röstbiene-Experten helfen könnten. Zuvor zwei generelle Fragen zur Röstbiene:

    1. Der hintere Kasten, in dem sich der Kettenantrieb befindet, hat sich beim Erhitzen teilweise in einer Art rhythmischem Stampfen leicht auf- und abbewegt. Ist das normal? Im weiteren Röstverlauf lief die Biene dann runder, das Stampfen verschwand.

    2. Wenn ich die eingeschaltete Biene von der Seite betrachte, "eiert" die Trommel - sie bewegt sich während des Drehens auf und ab. Spielt das eine Rolle oder ist das egal?


    Jetzt zu meinen ersten Röstversuchen:

    Kaffee: Peru Arabica (bestellt bei Caffé Fausto aus München)
    Typ: shb
    Aufbereitung: washed
    Kennung: Bio PE-BIO-123
    Menge: 200 Gramm

    Als Standard würde ich gern zunächst folgende Zeiten ansteuern (Röstung für Handfilter und AeroPress):

    Beginn der Gelbphase: ca. 6:00 Min. bis 6:30 Min.
    Beginn 1. Crack: ca. 11:30 Min. bis 12 Min.
    Ende 1. Crack: ca. 13:00 Min. bis 13:30 Min.

    3. Mein Problem ist die Steuerung der Gasflamme. Das gesamte Spektrum zwischen minimaler und maximaler Flammenstärke spielt sich auf einem Viertel des Drehknopfes ab. Eine Skalierung gibt es nicht, kleineste Veränderungen wirken sich sofort auf die Flammenstärke aus. Unter diesen Umständen frage ich mich, wie die oben genannten Zielzeiten erreichbar und dann auch reproduzierbar sind.

    4. Unabhängig von diesem Feintuning frage ich mich, wie die generellen Einstellungen an der Flamme im Röstverlauf sind. Ich habe das Gefühl, dass die Flammenstärke mit Beginn der Gelbphase erhöht werden muss - stimmt das mit Euren Erfahrungen überein? Jedenfalls habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass ich viel zu spät in den ersten Crack komme, wenn ich die Flamme mit Beginn der Gelbphase kleiner stelle.

    5. Und wie regelt Ihr die Flamme während des ersten Cracks und danach? Richtwerte zur Flammenstärke für alle einzelnen Röstphasen würden mir hier sehr weiterhelfen.

    6. Wie regelt Ihr die Abluft im gesamten Röstverlauf? Welche Auswirkungen hat der Grad der Öffnung?

    7. Beim ersten Vorheizen war der obere Tempereaturfühler zunächst heißer als der untere (scheint logisch, weil heiße Luft aufsteigt). Bei 200 Grad, der Einfülltemperatur, waren beide auf dem gleichen Niveau. Ich habe drei Röstungen hintereinander durchgeführt. Während ich die erste Charge gekühlt habe, war der Brenner aus, die Temperatur ist also abgesunken. Beim Anfeuern für die nächste Runde waren beide Temperaturfühler nicht mehr auf einem Niveau. Inwieweit ist das relevant? Und: Wenn man bei 200 Grad einfüllen möchte, ist dann die entsprechende Anzeige beim oberen oder unteren Fühler entscheidend?

    8. Bei einer Röstung war die Phase bis zum ersten Crack nicht nur zu lang - es wäre gar nicht dazu gekommen, weil ich den Brenner bereits ausgeschaltet hatte und die Temperatur wieder im Begriff war abzusinken. Ich habe dann den Brenner wieder gezündet und etwas Power gemacht, um in den Crack zu kommen. Meiner Meinung nach ist das aber nur bei ein paar wenigen Bohnen passiert. Frage: Bleibt der Crack aus, wenn der Temperaturanstieg nicht kontinuierlich oder zu langsam ist? Oder hätte ich die Temperatur noch weiter steigen lassen müssen (war bereits bei 215 Grad - und meines Erachtens haben nur ganz wenige Bohnen gecrackt)?


    Fragen über Fragen. Das sind die Punkte, die mich derzeit am meisten beschäftigen. Es wäre ganz toll, wenn der eine oder andere von Euch mir weiterhelfen könnte!

    Schöne Grüße

    Blue Mountain
     
  2. #2 cafesolo, 05.05.2014
    cafesolo

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    Hallo Blue Mountain,

    Glückwunsch zum Röster. Ich hatte ja bis vor kurzem die gleiche Kombi.

    Zu1) Bei mir gab es diese Geräuch nicht. Zumindest ist es mir nicht aufgefallen.
    Zu2) Das die Trommel etwas eiert/sich auf u.abbewegt ist wohl nicht schlimm u. kommt häufiger vor. Hat aber beim Rösten keinen Nachteil.
    Zu3) Die Steuerung des Gaskochfeldes spielt sich wirklich nur in einem kleinen Bereich ab. Das ging mir genauso. Ich habe mir dann nicht die Reglerstellung gemerkt, sondern in meinen Protokollen immer nur 25%, 50%, 75 oder 100% Flamme vermerkt.
    Zu4) Die Flammenstärke richtet sich ja nach der Füllmenge u. Feuchtegehalt/Qualität/Herkunft des Rohkaffee's. Meine Röstungen habe ich meist mit 250-350gr. gemacht, weil ich für mich um die 300gr. die besten Ergebnisse hatte. Flamme habe ich oft direkt nach Einwurf der Bohnen 1Minute auf o gestellt. Dann auf ca.50-70% und zum Ende der Trockenphase auf 10-20%, dann wieder ansteigend (45-60%) bis kurz vor dem Beginn des ersten Crack. Während des Cracks meist nur 10-15-20% und je nach Bohnensorte auch 1 Minute vor Röstende ganz auf 0. Verallgemeinern kann man dies nicht, weil es eben von der Röstmenge u. dem Kaffee abhöngig ist. Ich habe versucht immer diese S-Linie hinzubekommen. Hast du dir die Freds zur Röstbiene angeschaut ? Da sind ja einige Röstprofile von mir drin. Auch Ingo hat viel gepostet.
    Zu5) siehe 4) Für FP und AP würde ich nur bis 208°C BT gehen.
    Zu6) Die Abluft ist ein eigenes Thema bei der Röstbiene. Hier steht dir ja in ungetuntem zustand nur der Lüftungsschieber zur Verfügung. Vom Einwurf bis zur Gelbphase geschlossen bis 20% geöffnet. Ab Gelbph. bis zum 1.Crack 50% - 75% offen und im Crack auf 100%.
    Zu7) Beide Temperaturfühler Oben (ET) Unten (BT) müssen nicht zwingend gleich sein. Jedoch sollte ET nicht niedriger sein als BT. Das sieht man auch schon mal in manchen Röstprofilen. Die 200°C Einfülltemp. müssen beim unteren Fühler erreicht sein. Also bei BT !!!
    Zu8) Hier hat es dann an Energie gefehlt u. die Bohnen sind eher gebacken. Ein erneutes hochheizen bringt da m.E nicht mehr soviel. Da kann man an Aromen nichts mehr rausholen.

    Gruß Uwe
     
  3. 'Ingo

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    Ich melde mal Interesse an zu antworten :cool:
    ... Sobald ich Zeit finde.

    Erstmal Herzlichen Glückwunsch, gute Entscheidung.... Blue
    Heisst du Blue oder Mountain mit Vornamen? :D
     
  4. #4 Blue Mountain, 06.05.2014
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    Moin Uwe,

    besten Dank für die Antworten! Der Erfahrungsaustausch hilft, auch wenn man wohl nicht drumherum kommt, seine eigenen Fehler zu machen. In puncto Flamme habe ich mir zwischendurch auch Prozentwerte notiert, dabei allerdings versucht, mich an der Reglerstellung zu orientieren - was angesichts der erwähnten fehlenden Skalierung schwer möglich ist. Werde beim nächsten Mal mehr auf die Flamme achten. Oder per Aufkleber einfach eine Skalierung am Drehknopf anbringen (z.B. 1= minimale Flamme, 10 = maximale Flamme), dann dürfte das mit der Reproduzierbarkeit einfacher sein.

    Freue mich sehr auf weiteren Austausch!

    Gruß

    Sascha aka Blue Mountain
     
  5. #5 Blue Mountain, 06.05.2014
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    Moin Ingo,

    besten Dank für die in Aussicht gestellten Antworten. Du hast mir bereits sehr viel geholfen - wir haben uns beim Röstertreffen im letzten Jahr kennen gelernt.

    Gruß

    Sascha aka Blue Mountain
     
  6. 'Ingo

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    Ha, Sascha... :)
    Am Fragestil hätte ich dich fast erkannt.

    1 + 2
    Das gibt sich mit den Geräuschen und kommt auch mal wieder, wenn die Temperaturen zu weit steigen.
    Der Höhenschlag der Trommel ist egal, schau nicht hin. Der Antrieb beisst Besenstiele ab, da brauchst du dir keine Sorgen machen.
    Meine Biene habe ich aus Versehen mal auf >340° erhitzt, da hat alles geknarzt und geschliffen sag ich dir, aber es hat ihr nicht geschadet.

    3
    Hier wirst du ein Gefühl entwickeln und dann geht es irgendwann einfacher.
    Ich habe ja das Einweggaskochfeld und steuere das oft manuell. Am Handregler habe ich eine Nadel gesetzt, auf der Skala Punkte die ich genau anfahre und das geht dann sehr gut.
    Allerdings steuere ich viel über aktive Abluft mit unten rum verkleideter RB, damit läßt sich wunderbar Hitze zu und abführen.

    4
    230° vorheizen, 350-450 einfüllen, Gas auf Minimum und Steigung beachten.
    Mein Ziel sind 160-165°BT bei ca. 5,5-7min zu erreichen, dann warte ich bis Minute 8-9 und gebe dann bis BT 200-204° Vollgas und 100% Abluft.

    5
    Nach dem ersten Crack drehe ich stark zurück, Abluftschieber auf 30-50% und je nach Ausprägung des 1. Cracks dosiere ich wieder Energie dazu.
    Nur so viel, dass sich die Crackphase nicht rückentwickelt.

    6
    nicht vergleichbar mit deiner RB, ich ziehe aktiv Luft durch, du musst mal schauen welchen Einfluss die Öffnung bei dir überhaupt hat.
    Uwe kennt vorher - nachher hier sicher bester,. er hatte das Lincar.
    Bei mir kann ich grob sagen: 25% in der grün-gelb Phase, 100% zwischen Minute 8-10, 25-50% nach dem ersten Crack.
    Ich nutze die heisse Luft der verkleideten RB eher um schnell Hitze zuzuführen, im 1Crack habe ich eher das Problem die Energie
    in einem Level zu halten, bei 100% Öffnung würde das bei meiner Modifikation zur Überhitzung führen.
    Ich schließe also und regel ab dann nur noch die Energiezufuhr passend dazu.

    7
    Differenz BT ET sollten stabil sein, ich nutze den oberen ET um zu starten.

    8
    Ich würde das Gas permanent geöffnet lassen und versuchen nur zu reduzieren, kontinuierliche Hitzezufuhr ist wichtig.
    215°ET max ist ein Mythos von Prenzler, ich gehe bis auf 235° hoch und mir ist es viel wichtiger die Hitzezufuhr auf Wunschverlauf
    zu halten und Wechselenergie durch Gas und Luftzufuhrsteuerung zu vermeiden.
    Halte beide Kurven parallel ohne große Zacken, vermeide ein Absinken von ET und BT, wenn BT die ET Kurve wegen Beginn
    der exothermen Phase durchbrechen will, kannst du soweit nötig Hitze reduzieren oder abschalten, vorher nicht.


    Ansonsten komm mal rum und wir rösten ne Runde zusammen, wenn meine Biene wieder läuft.
    Aktuell ist sie zerlegt und wird gewartet wieder zusammengesetzt.....wenn ich mal Zeit habe :D
     
  7. #7 Blue Mountain, 07.05.2014
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    Hey Ingo,

    wie immer ganz lieben Dank für Deine Hilfe! Werde versuchen, bei den nächsten Röstungen Eure Tipps zu beachten. Und auf ein Treffen habe ich natürlich Lust - gern auch mal bei mir!

    Gruß

    Sascha
     
  8. #8 Blue Mountain, 09.05.2014
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    Moin moin in die Runde,

    drei Sachen gehen mir aktuell besonders durch den Kopf. Zum Einen geht es nochmal um die Steuerung des Lincar-Gaskochfeldes. Bei den ersten Röstungen war mir das noch gar nicht aufgefallen, aber jetzt habe ich festgestellt, dass sich die Spanne ziwschen minimaler und maximaler Flamme auf noch viel kleinerem Raum abspielt als anzunehmen war. Der Abstand beträgt nämlich nicht eine viertel Drehung - wie die Symbole auf dem Drehknopf vermuten lassen -, sondern weniger als 1cm. Ich habe mir jetzt zwar eine entsprechende Skala in Milimeterschritten auf den Drehknopf geklebt, aber eine so feingliedrige Steuerung ist mit dem Gaskochfeld meiner Meinung gar nicht möglich. Vor diesem Hintergrund frage ich mich um so mehr, inweiweit ein Röstprofil exakt reproduzierbar ist.

    Die zweite Frage betrifft die Bohnenfärbung. Ebenfalls erst jetzt habe ich festgestellt, dass die Bohnen aus einer Röstung nicht die gleiche Färbung besitzen. Es befinden sich mehrere Bohnen darunter, die sehr hell sind und sich deutlich von den übrigen Bohnen unterscheiden. Woran liegt das?

    Die dritte Frage betrifft das Programm Artisan. Ist es möglich, bei einer Röstung ein bereits aufgezeichnetes Röstprofil in der gleichen Grafik im Hintergrund einzublenden, also quasi die aktuelle Kurve direkt am Bildschirm an dem vorhandenen Röstprofil auszurichten?

    Freue mich auf Eure Antworten!

    Gruß

    Sascha
     
  9. MAKOMO

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    Menu "Roast/Background" ("Röstung/Profilvorlage"), button "Load" ("Laden"), *.alog Datei auswählen.
     
    blu gefällt das.
  10. #10 Blue Mountain, 09.05.2014
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    Super, damit ist eine Sache also schon mal geklärt!

    Gruß

    Sascha
     
  11. #11 cafesolo, 09.05.2014
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    Hallo Sascha,

    bei meinm Lincar Gaskochfeld war es ja genauso. Ich hatte mich daran gewöhnt, dass hier die Einstellungen im minimalen Drehbereich liegen. Vielleicht gehsr du mal zum Gasfachhändler ? und fragst den was man da ändern könnte. Ich kene mich nicht damit aus.

    Du sprichst von einem unhomogenen Röstbild. Welche Bohnen hast du den für die Röstung verwendet und wieviel Gramm ? Wenn du die z.B vor dem Rösten keine Fehlbohnen aussortierst oder bestimmte Rohkaffee's röstest, hast du oft ein unterschiedliches Bohnenbild.

    Gruß uwe
     
  12. #12 Blue Mountain, 09.05.2014
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    Moin Uwe,

    vielleicht relativiert sich das "Problem" mit der Flamme ja auch mit der Erfahrung, die man beim Rösten sammelt.

    Zum Thema Röstbild:

    Geröstet habe ich...

    Kaffee: Peru Arabica (bestellt bei Caffé Fausto aus München)
    Typ: shb
    Aufbereitung: washed
    Kennung: Bio PE-BIO-123
    Menge: 200 Gramm


    Gruß

    Sascha
     
  13. #13 cafesolo, 09.05.2014
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  14. #14 cafesolo, 09.05.2014
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    Hallo Sascha,

    evtl. liegt es ja doch dann ein wenig an der relativ geringen Röstmenge. Ich habe schon peruan. Bohnen geröstet. Der Kaffee ist gewaschen, dann dürften es eigentlich nicht viele Bohnen gwesen sein, die stark von anderen abgewichen sind. Oder ? Ein Bild wäre oft ganz hilfreich bei solchen Fragen.

    Gruß Uwe
     
  15. #15 Blue Mountain, 09.05.2014
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    Hallo Uwe,

    es waren in der Tat nur wenige Bohnen. Die kann man dann problemlos nach dem Rösten aussortieren. Werde mal meine nächsten Röstungen abwarten und dann gegebenenfalls was posten.

    Schönes Wochenende

    Sascha
     
  16. #16 'Ingo, 10.05.2014
    Zuletzt bearbeitet: 10.05.2014
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    Sascha,

    ich kenne auch nur Gammel oder unreife Bohnen die eine abweichende Farbe nach dem Rösten zeigen, ganz selten klemmt sich an meiner alten Konstruktion des Probenziehers die eine oder andere Bohne fest und fällt verspätet nach, das ist bei deiner neuen, verbesserten Version nicht so ;)

    Schönes WE :)
     
  17. #17 Blue Mountain, 19.05.2014
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    Moin moin,

    habe gestern endlich wieder Zeit und Ruhe für meine zweite Röstrunde gefunden. Ich versuche mal, hier meine zwei erstellten Profile zu posten:

    http://up.picr.de/18330008qi.png

    http://up.picr.de/18330010jf.png

    Geröstet habe ich wie beim ersten mal den Peru shb, dieses Mal jeweils 300 Gramm. Beim ersten Profil ist es mir recht gut gelungen, die von mir gewünschten Zeiten anzusteuern. Da ich hier während des Röstens mehrmals am Drehknopf des Gaskochfeldes hin- und hergestellt habe, wollte ich bei der zweiten Röstung anhand meiner am Drehknopf aufgelebten Skalierung weniger drehen - und habe dabei für meinen Geschmack die Trocknungsphase etwas zu weit ausgedehnt. Auch wenn mir bewusst ist, dass der Kaffee erst nach zwei bis drei Tagen sein volles Aroma entfaltet, musste ich natürlich sofort verkosten. Die erste Röstung hat mir deutlich besser geschmeckt, kräftiger, aromatischer.

    Vor allem eine Sache macht mir noch sehr zu schaffen - und zwar die Phase vom Beginn des ersten Cracks bis zum Beenden der Röstung. Der erste Crack hat bei mir bei einer Temperatur von 207 Grad BT begonnen. Uwe, Du hast mir geraten, bei Fiter und AeroPress nicht über 208 Grad BT hinauszugehen. Für mich ist die Frage, wie das möglich ist. Bei der ersten Röstung bin ich bei 200 Grad BT auf minimale Gasflamme gegangen und habe bei 215 Grad BT ganz ausgestellt. Bei der zweiten Röstung habe ich bereits bei 195 Grad auf minimale Flamme gestellt und bei Beginn des 1. Cracks (207 Grad BT) komplett ausgestellt. Selbst wenn ich über die von Uwe empfohlene Temperatur von 208 Grad hinausgehe, frage ich mich, wie ich den Prozess vom Beginn des 1. Cracks bis zur Leerung bestmöglichst gestalte. Selbst bei minimaler Flamme im Crack ist der Anstieg der Temperaturkurve zu steil. Drehe ich früher zurück und komplett aus - wie bei der zweiten Röstung - sinkt mir die Temparturkurve zu früh ab. Wie schaffe ich es, während des ersten Cracks sowie eine bis zwei Minuten nach Crack-Ende einen kontinuierlichen, aber ganz langsamen Temperaturanstieg hinzubekommen? Ich habe das Gefühl, dass die minimale Flamme zu viel und komplett ausgestellte Flamme zu wenig ist.

    Was sagen die Profis? Bin gespannt auf Eure Interpretationen!

    Gruß

    Sascha
     
  18. egodoc

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    Bin da gerade zufällig reingeraten, und hab die Kurven angeschaut, ich denke, es dürfte eher eine Messgeschichte sein. Der Beginn von C1 schwankt meist nicht so weit nach oben: 207°C! sondern ist meist +- bei 200°C

    Korrigiere also Deine BT - Kurve in ARTISAN um -7 (X-7 eingeben) und Du hast dann Deinen C1 bei 200° und Spielraum nach oben für Deine Röstungen.
    Du wirst sehen, das Ergebnis wird Dir Recht geben
    Die Messungen hängen sehr von der Lage der Sonden ab und man sollte sich nicht irritieren lassen. Ich höre immer auf das Knacken und korrigiere danach die BT.
     
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  19. #19 cafesolo, 14.09.2014
    cafesolo

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    Moin Sascha,

    ich habe deine Antwort auch erst jetzt entdeckt. Wie Erhard schon geschrieben hat liegt es an der Position u. Empfindsamkeit des Messfühler. Der erste Crack liegt je nach Rohkaffeebeschaffenheit/Sorte/Temperatur-Luftverhältnis so bei 197-200°C. Zeigt dir das Messgerät was anderes an liegt es an der Messposition. Wichtig ist es den Röster auf max. Wärmekapazität zu bringen. Ein vorheizen des Rösters bis auf gewüschte Zieltemp. heisst nicht, das der Röster auch die volle Wärmekapazität hat. Die erreicht er erst nach mehreren Röstungen. Um das zu umgehen heize ich meinen Röster ewig lange vor. Oft über 1 Stunde. Das wie bleibt jedem selbst überlassen. Wenn ich nicht soviel Zeit habe, beginne ich immer mit Rohkaffee's die einen langsamen Röstanstieg bei niedrigen Temp. vertragen. Erst wenn der Röster die max. Wärmekapazität erreicht hat, ist ein entsprechender Temperaturansteig u. das halten der Temperatur (kein Absinken) im u. nach dem Crackbereich einfacher. Bei den großen Röstern ist das natürlich viel einfacher wie bei unseren kleinen Haushaltsröstern bedingt durch die wesentlich geringere Wärmekapazität. Dem kann man nur durch Isolierung, max. Aufheizen, Luftzug /rösten am offenen Fenster etc. vermeiden. Immer wirst du auch nicht einen langsamen Temperaturansteig nach dem Crack wollen. Auch hier bestimmst du ja je nach Rohkaffee u. Anwendung nach dem Rösten geschmackliche Eigenschaften.

    Gruß Uwe
     
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Röstbiene - Fragen nach ersten Röstversuchen

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