Rösterprojekt ReCoR

Diskutiere Rösterprojekt ReCoR im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Morgen, nach meinem experimentellen Aufbau Ende des Jahres mit einer Ikea-"Trommel" wollte ich nun eine größere Version angehen. Da die meisten...

  1. #1 AlphaRay, 03.06.2013
    Zuletzt bearbeitet: 03.06.2013
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    Morgen,

    nach meinem experimentellen Aufbau Ende des Jahres mit einer Ikea-"Trommel" wollte ich nun eine größere Version angehen.
    Da die meisten Teile aus Keller und Bastelkisten kommen, kriegt der Röster den Namen RECOR - "Recycling Coffee Roaster" :)

    Hier ein paar Grunddaten und meine Fragen bzw. Gedanken, zu welchen ich paar Tipps bräuchte:

    Äußere Trommel bzw. Gehäuse: alter, defekter Standard Mini-Tritteimer für Bad & Co (ca. 20x35 cm) aus Edelstahl
    Rösttrommel: defekter Edelstahl-Wasserkocher (ca. 1,8 Liter Volumen)
    Trommelfront: 1.5/2mm Edelstahlblech. Habe paar Ronden (ca. 30 cm im Durchmesser), welche ich vor paar Jahren geholt hab (eBäh)
    Deckel hinten: der obere Deckel des Treteimers (natürlich auch Edelstahl), welcher mit Scharnier und Verschluss angebracht wird; Dichtlippe wird aus 300°C-fähigen roten Silikon direkt auf den Rand gespritzt

    Motor: 120 Watt Motor inkl. Zahnriemen und Scheibe aus alter Nähmaschine
    Motorregelung: 300 Watt Regler aus alter Stehlampe
    Trommelachse: 8x1 mm Edelstahlrohr (eBäh; ~4 € für 60 cm inkl. Vers.) + zwei Lager (ebenfalls eBäh; ~3 € inkl. Vers.)
    Heizung: meine bereits umgebaute Mannesmann-Heizpistole (~15 €) + KEMO-Regelung (~14 €)
    Temp.messung: zwei vorhandene TCs, welche über Multimeter bzw. MAXIM-ICs (vorhanden) über Microcontroller abegfragt werden

    Die Regelung soll manuell oder vollautomatisch erfolgen. D.h. die Steuerungen werden umschaltbar sein. Mehrfachschalter bzw. Mehrfach-Wechsler-Relais, um zwischen Schaltern und Poti oder IO-Karte umschalten zu können. Zur Steuerung wird Raspberry Pi eingesetzt.

    Worüber ich mir momentan die Kopfzerbrechen mache: Ausrichtung der Trommel bzw. das Anbringen dieser auf der Achse, dass diese halt maximal 0,2...0,5 mm plan vor der Front liegt - oder sind die Bohnen hier toleranter und es reichen etwa 1 mm Spielraum?

    Meine Idee: Die Achse vorne auf einer Querachse mit Schlitz via Schraube und Mutter anbringen. Dadurch eine Verschiebung in beide Richtungen möglich. Das selbe hinten an der Trommel - die Mitte wird man wohl nie auf 0,0xxx mm genau hinbekmmen beim Bohren, weshalb auch hier eine Ausrichtung der Achse möglich sein sollte.

    EDIT:
    Noch ne Frage bzgl. Lüftung hätte ich: da ich intern kühlen will (mit automatischen Auswurf und Komplettabschaltung beim Erreichen der Endtemperatur), müsste ich einen stärkeren Lüfter verbauen, als das komische Teil, was in der Pistole rumsurrt. Zudem wäre es auch besser für die Ohren sich nicht die ganze Zeit diesen gräßlichen Lärm anzuhören - Tinnitus hab ich schon so ;)
    Hat schon jemand von euch sowas gebaut bzw. weiß ob es funktionieren würde, wenn man einen starken 10 oder 12 cm Lüfter mit einer Verengung auf ca. 5 cm bastelt? Ich hab da paar 19 Watt 230 Volt Metalllüfter rumliegen, welche jeweils ein Volumen von 177 Kubikmeter (!) die Stunde schaffen (=5 Lier Luft pro Sekunde!). Da ein zuschaltbarer Begrenzer dran für "normalbetrieb" + Überbrückung für stärkeren bzw. Vollbetrieb zur Kühlung am Schluß. Das ganze dann mit einem Metalladapter von 12x12 auf die ca. 5 cm "rund" und an Pistole dranbauen. Dass da was vom Druck verloren geht ist mir klar - trotzdem dürfte das einiges stärker sein wie der fest verbaute. Aber grundsätzlich spricht da nichts gegen?


    Gruß
    Paul
     
  2. 'Ingo

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    AW: Rösterprojekt ReCoR

    Hast du mal Fotos von den Trommel und Gehäuseteilen?

    Trommelabstand zu Frontwand
    --> 1mm wird sicher gehen, bei meiner Rösthummel sind genau 1,1mm, wird trotzdem eine Herausforderung das da nichts eiert und sich bei Hitze nicht verzieht.

    Edelstahlwasserkocher = dünnes Material, Edelstahl
    --> zu wenig Wärmespeichervermögen
    --> Löcher?
    --> Luftführung?
    --> hat der Kocher die obligatorische Bördelung? Bohnenfalle!

    Welle - bzw. Rohr, 8x1
    --> übelst dünn :D

    Lüfter
    --> würde ich trocken mal ausprobieren, evtl bauen die keinen Druck auch
    --> hast du eine Kennlinie von den Lüftern?

    Heizpistole
    --> 2KW? Ich glaube das wird zu knapp für das Volumen und das verwendete Material

    Viel Erfolg ;)
     
  3. #3 AlphaRay, 04.06.2013
    Zuletzt bearbeitet: 04.06.2013
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    >Hast du mal Fotos von den Trommel und Gehäuseteilen?
    Mache ich heute Abend..bin nu auf Arbeit ;)

    >--> 1mm wird sicher gehen, bei meiner Rösthummel sind genau 1,1mm, wird trotzdem eine Herausforderung das da nichts eiert und sich bei Hitze nicht >verzieht.
    Das ist ja die Hauptfrage - wie "hänge" ich die Achse auf bzw. wie sollte die Konstruktion aussehen, dass man das eiern minimieren kann. Den Rest kan man ja z.B. mit Schleifpapier auf nem Brett beseitigen, durch den man auch die Achse durchsteckt (von innen auf die Front des Gehäuses montiert + Trommel in Winzigen Schritten via Achse immer stärker dran schieben, bis Schleifgeräusch gleichmäßig -> Brett entfernen -> Achse wieder so weit an die Front dran schieben bis keine Schleifgeräusche zu hören sind und Achse fest machen)

    >Edelstahlwasserkocher = dünnes Material, Edelstahl
    >--> zu wenig Wärmespeichervermögen
    Wofür? Es ist ja ein Heißluftröster. Habe schon öfter hier gelesen, dass es ja eher drum geht dass die Bohnen möglichst viel rumgewirbelt werden bzw. so wenig Kontakt mit der Trommel haben wie möglich. So hats bis jetzt mi meinem Ikea-Röstera auch funktioniert

    >--> Löcher?
    Kommen ohne Ende in den Boden der Trommel rein bzw. mehrere Stellen evtl rausgeschnitten + Edelstahlsieb angeschweißt (je nach dem ob ich die Heizspirale vom Boden entfernen kann)
    >--> Luftführung?
    Flansch Außengehäuse für Heißluftpistole -> Löcher im Boden der Trommel -> obere Front neben Bohneneinwurf -> Schlauch mit Filter für Häutchen -> Schlauch und später festes Rohr nach Draußen

    >--> hat der Kocher die obligatorische Bördelung? Bohnenfalle!
    Hat der - wird weggeschmiedet :) (+ dann durch die Schleifmethode der Rand begradigt)

    >Welle - bzw. Rohr, 8x1
    >--> übelst dünn :D
    Finde ich nicht...hatte vorher für 120 Gramm 8x1er Alu benutzt. Das Stahlrohr ist um einiges steifer. Es geht ja auch nur um ca. 35 - 40 cm Achslänge.
    Soll ja nur die ca. 200...400 Gramm Trommel und bis etwa 500 Gramm Bohnen aushalten. Werds dann sehn - falls es nicht passt, kann ich ja noch zusätzlich was rein stecken ;)

    >Lüfter
    >--> würde ich trocken mal ausprobieren, evtl bauen die keinen Druck auch
    >--> hast du eine Kennlinie von den Lüftern?
    Es ist ein SUNON DP201A2123HST.GN - Habe die Daten gefunden:
    Statischer Druck 6.35mm H[SUB]2[/SUB]O / 2550 UpM / 144 (±10%)m[SUP]3[/SUP]/h
    DP201A2123HST.GN SUNON - Lüfter: AC | Transfer Multisort Elektronik

    Habe nen Druckumrechner gefunden (http://www.analogmicro.de/german/dice/convert.htm):
    6,35 mm H²O = 62.216 kPa / 0.622 mbar

    >Heizpistole
    >--> 2KW? Ich glaube das wird zu knapp für das Volumen und das verwendete Material
    Da sehe ich kein Problem. Viele benutzen 2 kW Pistolen um in offenen Brotautomaten zu rösten. Ich selbst hatte vorher eine seitlich offene Trommel in der die Luft quasi direkt entwich. Hier reichten 700 - 1000 Watt zum Schluß. Mit einer äußeren Trommel, welche die Luft "puffert" und die innere sich entsprechend auch aufheizt (250 zu 15 Grad Außentemperatur der Rösttrommel is ja auch ein riesiger Unterschied).
    Umd die Bohnen in unter zehn Minuten zu Rösten dürfte es evtl. schon zu wenig sein...das will ich aber auch nicht :) Und wenns nicht ausreicht, hab ich noch eine zweite Pistole als Ersatz rumliegen. Dachte die bräuchte ich eher wenn ich den richtigen Röster angeh (12 Liter Trommel).

    >Viel Erfolg ;)
    Danke :)


    EDIT:
    Habe mal die Durchbiegung der Achse (8x1 mm Rohr) bei 38 cm Länge und 1 kg Last berechnet (http://www.calculatoredge.com/civil engg calculator/beam.htm#tube):

    = 0,635 mm bei 1 kg und 0,95 mm bei 1,5 kg Last

    Ist also vernachlässigbar...die Trommel ist ja auch noch an zwei Abstnitten befestigt, was das ganze zusätzlich stabilisiert. Ist so ähnlich als hätte man das stück zw. Trommelanfang und Ende "gespannt"

    Habe ich auch gleich für den zukünftigen Röster berechnet. Hierfür 16x2 mm Rohr besorgt. Bei 45 cm Länge und 3 kg Last ergibt 2.15 mm Durchbiegung..aber hier auch das selbe wie bei der anderen Trommel mit zwei Befestigungspunkten statt Mitte der Achse.

    EDIT 2:
    Bzgl. Trommelaufhängung und "Optik" der Front will ich mich bei der bereits im September erfolgen Anfrage orienieren (Bild 3 + 4).
    Im Gegensatz dazu wird jetzt halt auch eine Trommel statt Quader als Außengehäuse genommen
    http://www.kaffee-netz.de/vom-rohka...nung-0-5-1-kg-trommelr-ster-2.html#post772834


    EDIT 3:

    Habe mal schnell entworfen wie ich mir das mit der Verstellung vorgestellt hatte. Eine nicht mittig positionierte Stange, welche Fest an der Trommel montiert ist. Diese erzählt einen Schlitz, über welchen die Achse mit einer Schraube (rot) befestigt wird. Durch den Schnitz auf einer Achse verstellbar - duch U-Scheibe(n) (kräftiges grün) ist eine Anpassung auf der anderen Achse möglich.

    [​IMG]
     
  4. #4 UriStefan, 06.06.2013
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    Tolles Projekt!
    Ich baue auch gerade einen Trommelröster, das ist schon recht aufwändig! Selbst mit einem sauber laufenden Rohr als Rösttrommel ist es eine Herausforderung, eine nicht zu sehr eiernde Trommel hinzubekommen. Ich habe eine 12mm VA-Welle genommen, einen 10mm Ansatz für ein Kugellager drangedreht, M8 Gewinde aufgeschnitten und in der Front eine zweite Lagerung mit Kugellager eingebaut. Die erste Lagerung ist in der Rückwand. Den Abstand regele ich mit einer Distanzbuchse. Ich habe schon 5 Stück von den Buchsen (Alurohr aus dem Baumarkt) abgelängt aber jetzt paßt der Abstand (ca. 0,5mm). Du mußt die Trommel an der Frontseite abfangen sonst kriegst Du die Eierei nicht in den Griff. Ich habe 3x 6mm VA-Rohr genommen, die drei 6mm Löcher gleichmäßig am Umfang verteilt in die Trommel gebohrt, Rohr durchgeschoben, auf der 12mm Welle angeschweißt, Trommel in die Drehbank gespannt und solange herumgebogen bis sie zufriedenstellend läuft und dann die Rohrenden von außen an der Trommel festgeschweisst. Das ging ganz gut.
    Lüfter ist ein großes Problem. Einmal die Temperaturbeständigkeit und dann der Unterdruck. Ein Computerlüfter geht definitiv nicht. Wird der Querschnitt verjüngt, zieht der nix mehr. Man braucht einen von der Sorte "Radiallüfter" aber die haben in der Regel so enge Lamellen, daß das Chaff drin hängenbleibt, auch Mist. Ich habe mir jetzt selber einen gebaut mit Spirallamellen und einen Zyklon zum Chaffabscheiden habe ich auch schon in der Mache. Einfacher ist ein Staubsauger mit Aschedose. Bis zum Staubsauger sollte die Luft dann kühl genug sein und das Staubsaugerlüfterrad ist genau so ein Spirallüfter wie ich ihn nachgebaut habe. Der macht ordentlichen Druck und ein Staubsauger filtert naturgemäß auch gleich (-:

    Viel Spaß und Erfolg

    Stefan
     
  5. #5 AlphaRay, 06.06.2013
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    Wie groß ist deine Trommel bzw. für welche Röstmenge, dass du eine 12 mm Welle hast?
    Die Trommel soll natürlich vorne "abgefangen" werden und nicht nur hinten über die Welle festgehalten. Dafür habe ich ja zwei Kugellager. Einer wird vorne an der Metallfront befestigt und einer hinten in einer Halterung außerhab des Gehäuses, da noch der Motor dran muss.

    So ähnliche hatte ich das auch gedacht: 8 mm Löcher gegenüber + Welle in der Mitte da dran. Dann so lange hin und her bewegen, dass es nicht eiert und via Abstandshülsen Außen mit zwei Schrauben die Achse an die Trommelaußenwände "spannen".
    Der Vorteil hierbei wäre: wenn die Abstandshülsen etwas länger sind als die herausrangenden Enden der Stäbe (alles im Millimeterbereich) und die Schrauben ein langes Gewinde haben, kann man dann durch wechselseitiges lockern und spannen der beiden Schreiben das ganze im Mikrometerbereich einstellen ;) Nimm man statt dem ganzen eine Edelstahl-Gewindestange (welche dann auch via Gewinde durch die Welle geht) kann man das ganze einfacher aufbauen. Einfach nur noch zwei Mütter Außen an der Trommel auf die Stange und anziehen.

    Das mit dem Lüfter war gedacht als Ersatz für den aus der Heizpistole - weil dieser auf jeden Fall nich genug Durchsatz hat um die Bohnen abzukühlen. Dieser muss ja nicht nur die Bohnen sondern auch die Trommel mit abkühlen. Und das möglichst in 2 - 4 Minuten von 2xx auf 20-30 runter.

    Alternative wäre, dass ich so einen 12 cm Lüfter iwie mit einem Zulaufstück (wg. Temperatur nicht direkt am gehäuse) und einer Art elektrischer Klappe iwie rein bringe. Es soll ja im Röstbetrieb dort ja keine Luft und Rauch entweichen... Deshalb dachte ich das daran das ganze hinter der Heizung der Pistole zu bauen, da hier die Luft sowieso rein muss. Optional könnte ich jetzt iwie versuchen die Heizspiralen der Pistole in ein 12 cm Rohr einzubauen und da den Lüfter dran. Da kann ich aber auch gleich einen Mini-Heizlüfter zerlegen (ungefährlicher, da hier die Aufhängung Isoliert ist) oder Widerstandsdraht besorgen und den ganzen Heizdraht selbst wickeln. Das Zeug in der Pistole ist seehr dünn und brich gerne :/
    Ein Stück 10 - 12 cm breites Keramikrohr wäre gut. Da wäre die Aufhängung nich so problematisch wie bei einem Heizgehäuse aus Metall, welches an dem komplett metallenen Röster hängt - ich wollte ja nicht mich rösten.. ;/
     
  6. #6 UriStefan, 10.06.2013
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    Hi,

    habe ein 160mm Edelstahlrohr mit 3mm Wandstärke bekommen und auch genommen. Edelstahl ist natürlich nur 2. Wahl aber was anderes habe ich nicht bekommen. Am liebsten hätte ich ein Graugußrohr gehabt aber das kann man nur auf Kundenwunsch bestellen und dann kostet das entsprechend. Die Abwasserrohre, die es aus GGG gibt, sind beschichtet und müssen übergedreht werden und dann bleibt nix mehr übrig.
    Mein "Rohr" ist 250mm lang (-; und dann sind das ca. 5l Inhalt. Sollte für max. 1kg Rohkaffee reichen.
    Meiner wird ein klassischer Trommelröster mit Gasbefeuerung. Bei Deinem Heißluftröster spielt die Wandung ja keine so große Rolle.

    Gruß

    Stefan
     
  7. #7 AlphaRay, 11.06.2013
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    Sowas steht als nächstes auf dem Plan - dann aber wohl eher mit zwei 4 kW Heizleistung ;) Bin an einen großen, alten Alutopf gekommen (~15Liter), welchen ich als Gehäuse nehme. Als Trommel habe ich diesen Pasaeinsatz hier besorgt:
    http://www.amazon.de/gp/product/B005WT47BC/ref=oh_details_o08_s00_i00?ie=UTF8&psc=1

    Den gibts momentan nicht mehr...hatte nur 12 € gekostet. Volumen liegt irgendwo bei 8 - 10 Litern. War eigentlich als 1 kg Röster angedacht - 1,5 dürften auch drin sein. Der aktuelle wird etwas für kleine Mengen. Quasi Probenröster ;)

    Was ich mir gut als kleine Rösttrommel vorstellen könnte - falls das mit dem Wasserkocher nicht klappt - wäre ein doppelwandiger Sektkühler. hier könnte man durch ein Loch die Hohlwand mit Wärmespeicherndem Stoff wie z.B. dem billigen Quarzsand füllen. Dann hätte man eine Kombination aus Kontaktröstung und Heißluft. Allerdings dürfte das abkühlen in der Trommel dann nicht mehr möglich sein..und auch die 8x1 mm Achse dürfte zu dünn sein. Aber erstmal das aktuelle zum laufen bringen. Optimieren kann man später immer noch :)

    Gruß
    Paul
     
  8. #8 AlphaRay, 12.06.2013
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    Morgen,

    ich hatte da jetzt noch ne Idee bzgl. der Heizung und der größeren Lüfter. Ich schaue mich heute mal im Gartencenter um nach Tontöpfen mit 10 - 12 cm Innendurchmesser und so hoch wie möglich aufbauend. Dann versuche ich den boden abzusägen und bohre an dieser Kante mehrere Löchter in den Rand, um später die Heizspirale befestigen zu können. Die Schrauben von Außen werden mit Ton-Reparaturmasse verklebt.
    Vorne kann dann ein großer Lüfter dran und in den Topf kommen Heizdrähte aus einer Heißluftpistole bzw. was selbstgewickeltes.

    Klappt das nicht mit den Töpfen, habe ich noch zwei weitere Kandidaten: selbsttrocknender Ton (wird wie normaler geformt, trocknet aber innerhalb x Stunden bzw. Tage; Vorteil: hier können die Schrauben bzw. Ösen direkt von innen in die Wände eingearbeitet werden und auch eine längere und beliebige Form und Durchmesser gebastelt werden.

    Falls das auch nichts wird, dann wird sowas besorgt:
    Ofenrohre und Zubehör von Ofen Mosmann | Schamotte-Rohre

    Was meint ihr dazu? Jemand schon was ähnliches "produziert"?
     
  9. #9 UriStefan, 12.06.2013
    UriStefan

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    Dann baust Du Dir ein Heißluftgebläse selbst. Coole Aktion. Also die Töpfe kann man super mit einer kleinen Flex und Diamantscheibe für Fliesen schneiden. An der Diamantschibe kannst Du gleich einen Steinbohrer ordentlich anschleifen damit Du ohne Schlag in den Topf bohren kannst. Dazu muß der Bohrer schön scharf sein. Einfach eingipsen die Innereien müßte doch auch reichen. Nur enthält Gips Wasser und die Spannung ist dann irgendwann das Problem. Wenn das nicht gut genug isoliert ist, fliegt der FI-Schalter (mal abgesehen von den Zuckungen Deiner Musklen). Die Träger von Heizwicklungen sind ja meistens aus einem Glimmer-ähnlichen Material. Wenn man sowas nehmen könnte...
    Oder gleich einen billigen Quarzstrahler? Der darf natürlich nicht zu lang sein und es ist schwieriger, anständige Konvektion zu erreichen. Oder Heizschlangen aus einem alten Elektrogrill.
    Gut daß ich mich "nur" um einen brauchbaren Gasbrenner kümmern muß aber das ist auch echt schwierig.

    Gruß

    Stefan
     
  10. #10 AlphaRay, 12.06.2013
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    Ja so war das gedacht..wäre auf jeden Fall skalierbar, da man mehrere Heizspiralen nacheinander wickeln könnte ;) z.B. 4000 Watt den größeren Röster später. Widerstandsdraht kostet nur paar Euros - und die Steuerung wird ja sowieso vom Kemo-Modul übernommen. Wäre auch viel robuster als so ein 15 €-Plastikteil aus China.
    Quarzstrahler hätte ich sogar da. Sogar die Länge sollte passen (3 x 800 Watt; je ca. 30...35 cm lang). Aber das ist doch was ganz anderes als via Heißluft zu heizen, oder nicht? Wäre dann mit einem Zusatzgebläse eher eine Mischung aus Kontakt- und Heißluft-Röstung, wobei die Kontaktwärme überwiegen dürfte. Ich könnte die innereien des Heizstrahlers direkt an der äußeren Trommel anbringen und die Rösttrommel nach oben verlagern. Hatte schon für den großen Röster überlegt eine Mischung aus Heißluft und zuschaltbaren IR-Quarzstrahlern zu machen.

    Hätte den hier zwei mal (hat mal 15 € gekostet) - ist wohl doch etwas länger (50 cm Gehäuse):
    EWT 077509 Heizstrahler Strato IR 118 S ohne Netzteil: Amazon.de: Baumarkt

    Gibts hier etwas hässlicher für nur 12,99 € (3 x 800 Watt IR-Quarzstäbe, falls jemand interessiert ist):
    http://www.amazon.de/Einhell-QH-180...&qid=1371045265&sr=8-17&keywords=heizstrahler
     
  11. #11 AlphaRay, 20.06.2013
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    Eine Frage bzgl. Trommel hätte ich noch - was ist neben (Guss)eisen, Edelstahl und Kupfer noch erlaubt? Ist Messing auch OK, oder nicht so ganz Gesund wegen dem Zink?? Mir ist eingefallen, dass ich noch eine große Messing-Milchkanne da hätte (so 20 - 25 cm Durchmesser und 40 - 50 hoch) - könnte man diese als Trommel nehmen? Wärmeleitfähigkeit im Gegensatz zum Edelstahl natürlich ne ganz andere :) Wäre allerdings von den Maßen her schon was ganz anderes....

    Wie sieht das eigentlich bei Stahl aus? Kann man nicht z.B. eine alte Gasflasche zur Trommel umbauen? Oder einen beliebigen Gusseisen-Topf benutzen?
     
  12. 'Ingo

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    Du wolltest doch keine Wärmespeicherung wegen der Heissluftgebläse und deshalb dünnwandig Edelstahl f.d. Trommel verwenden.:-?
    Guß ist schlecht wegen evtl. Schweißverbindungen, Stahl ist OK und ob es nun eine olle Gasflasche, ein Feuerlöscher oder ein Stück Rohr vom Strassenrand ist, du wirst schon was unter 3,50 finden :D
     
    posmanet gefällt das.
  13. #13 AlphaRay, 20.06.2013
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    Stück Rohr vom Strassenrand..das muss nun auch nicht sein ;))

    Für den kleinen Röster (< 0,5 kg Rohkaffe) schon - der große wird ja aber auch
    so aufgebaut - nur mit ner größeren Trommel. Diese Messingkanne ist nicht soo dick (1 - 2 mm Wandstärke?), dafür aber ohne komischen Rand und Ausgießer, wie der Edelstahl-Wasserkocher. Müsste nur die verengung mit den Griffen absägen und hätte eine fertige, gleichmäßige Tonne, falls nichts gegen das Material Messing spricht. Die liegt bzw. steht hier halt nutzlos rum...wenn die besser geeignet ist wie der Wasserkocher, dann nehm ich halt die.

    Bei dem großen Röster gehts um mind. 10 Liter Volumen. Habe die Tage erst gesehen, dass käufliche Röster für 1 kg Rohkaffe um 5 kW benötigen. Deshalb dachte ich da entweder an den Selbstbau der Heizpistole bzw. zwei parallel angesteuerten Heißluftpistolen - falls die Leistung dann überhaupt reichen sollte. Oder wie UriStefan paar Posts weiter oben geschrieben hat bzgl. IR-Quarzstrahlern - 1800 Watt Quarzstrahler unter der Tonne (welche dann aber mehr speichern sollte als 1 mm dünnes Edelstahlblech, damit sich das lohnt) und dazu die Heißluftpistlen. So eine Mischung aus Kontakt- und Heißluftröstung dürfte sich besser auf das Röstergebnis wie reine Luftröstung auswirken. Gas könnte ich theoretisch auch, da ich ne Flasche sowieso hier hätte und einen stufenlosen Druckregler bis 25 mBar und einen nicht regelbaren mit 50 mBar. Müsste nur ein Brenner her (Kupfer/Edelstahlrohr mit paar Löchern drin??). Problem dabei ist halt, dass man es komplett manuell bedienen müsste und ich das nicht automatiseren könnte, wie geplant. Theoretisch könnte ich ja Gas vorsehen, aber erstmal nicht einbauen. Müsste ja nur ein entsprechender Durchbruch im Gehäuse und Platz unter der Tonne für den Brenner hin - d.h. Quarzstäbe raus und Gasbrenner rein. Jederzeit wechselbar. Mit dem momentan geplanten Gehäuse für den größeren Röster wäre Gas nicht machbar, da die Bohnen bei dem <= 1 mm Edelstahl-Nudeleinsatz verkohlen dürften ;)
     
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