Röstgrad, Bohnenhärte und Mühle

Diskutiere Röstgrad, Bohnenhärte und Mühle im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Guten Morgen, erstmal: sehr gutes Forum, das mir schon einige Fragen beantwortet hat. Ich habe vor einigen Monaten mit dem Selbströsten (Gene CBR...

  1. #1 DieRoteKarteZahlIch, 12.11.2014
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    Guten Morgen,

    erstmal: sehr gutes Forum, das mir schon einige Fragen beantwortet hat. Ich habe vor einigen Monaten mit dem Selbströsten (Gene CBR 101) angefangen, musste aber leider meine Gastroback Mühle bereits zwei Mal einschicken. Daher bin ich mir bei folgender Frage unsicher, ob es an dem Röstgrad liegt oder die Mühle einfach zu schwach ist. Meine ersten Röstungen waren eher dunkel, damit die Bohnen poröser und leichter zu mahlen. Ich hatte keine Probleme, leckeren Kaffee damit zu machen, wollte danach aber mit dem Röstgrad etwas runter gehen, um Unterschiede festzustellen.
    Die Bohnen, die meine Mühle verstopft haben, waren Kolumbien Supremo, die ich bei 220°C 13 Minuten lang geröstet habe. Beim Gene habe ich erst ein mal bei Kenia Bohnen deutliche Cracks hören können, bei den Kolumbien Bohnen konnte ich keine ausmachen und bin daher auf die Zeit gegangen. Nachher konnte ich aber sehen, dass noch viele Häutchen an den Bohnen waren, deswegen denke ich, dass ich wohl zu kurz geröstet habe. Nach der Reinigung ging die Mühle gar nicht mehr, also habe ich die eingeschickt.
    Jetzt ist die zurück und ich habe Yirgacheffe Bohnen (200°C, 16') eingefüllt und wieder wurde die Mühle verstopft. Wenigstens läuft die jetzt nach der Reinigung weiter.
    Andere Kenianer (230°C, 12' + 240°C, 3,6') werden problemlos gemahlen, aber auch hier würde ich gerne mal etwas heller rösten.

    Also, um das abzukürzen: Sind Bohnen bei (zu) hellem Röstgrad noch nicht porös genug und zu hart, sodass die Mühle nicht arbeiten kann?

    Vielen Dank für Antworten.
     
  2. #2 silverhour, 12.11.2014
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    Willkommen im KN!

    Ohne die Mühle aus eigener Erfahrung zu kennen: Wenn eine Espressomühle mit gerösteten Bohnen nicht zurecht kommt, dann gehört sie auf den Müll.
    Wenn die Mühle "verstopft" (wie genau macht sich das bemerkbar?) würde ich aber auf einen anderen Grund als die Bohnen als Ursache tippen. Verstellst Du vielleicht den Mahlgrad im ausgeschalteten Zustand?

    Unabhängig ob Du die Cracks hörst oder nicht, wenn die Bohnen statt geröstet zu sein nur angebacken wurden, dann wirst Du das sicherlich in der Tasse am widerlichen Geschmack merken.
     
  3. #3 DieRoteKarteZahlIch, 12.11.2014
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    Achja, vergessen: Der Kaffee kommt in die French Press, also habe ich den gröbsten Mahlgrad eingestellt. Der wird auch nicht verändert. Ob die Bohnen nicht schmecken kann ich ja nicht beurteilen, weil ich nicht an das Mahlgut komme.
    Die Bohnen verkeilen sich im Mahlwerk. Also die Mühle läuft an, zieht die ersten Bohnen ein und dann hört die Rotation auf. Der Motor läuft weiter, aber mit einem hohen Geräusch (Drehzahl?). Macht auf mich den Eindruck, als wäre der Motor zu schwach um die Bohnen zu mahlen. Oder umgekehrt eben: die Bohnen sind zu hart, aber da ich keine Vergleichsmühle habe, weiß ich nicht woran das liegt.
     
  4. #4 cafesolo, 12.11.2014
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    Hallo,

    ich gehe davon aus, dass die Mühle mit gut gerösteten Bohnen keine Probleme haben dürfte. Das heißt, wenn die Bohnen genug Hitze bekommen haben um sich optimal zu entwickeln, dürfte es auch mit helleren Röstgraden keine Probleme geben. Natürlich sind Bohnen die z.B im Crack oder direkt danach rausgenommen werden weniger Mürbe, als solche die bis in den 2.Crack oder weiter geröstet werden. Ich glaube, dass der Yirgacheffe mit 200°C definitiv zu wenig Hitze im Gene bekommen hat. Ob die Bohnen noch sehr hart sind kannst du leicht feststellen, wenn du versuchst sie mit den Fingern zu zerdrücken. Eigentlich sieht man es oder hört es auch oft schon am Geräusch ob Kaffee gut aufgegangen ist. Dann klingen die Bohnen eben etwas hohl beim Schütteln. Wenn sie eher noch wie Steinchen klingen sind sie noch sehr fest u. evtl. nicht richtig aufgegangen. Verhaken sich dann einige Bohnen beim Anlaufen des Motors, geht halt nichts mehr.

    Gruß Uwe
     
  5. jacam

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    Hallo,
    habe in Bezug auf die Härte der Bohnen ähnliche Erfahrungen gemacht - ich röste Yirgacheffe im vorgeheizten Gene bei 235°C knapp 13 Minuten, das ist bei mir kurz vorm 2.Crack, dessen Beginn manchmal hörbar ist während des 'Rausnehmens der Kammer aus dem Gene. Die Bohnen sind bei mir härter als südamerikanische Bohnen von ähnlichem Röstgrad.
    Ich merke den Unterschiede sehr deutlich beim von Hand mahlen, insofern könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Mühle (auch wenn ich sie nicht kenne) nicht genug "Kraft" hat härtere Bohnen zu zerkleinern.
    Schneide mal eine Deiner superharten Bohnen auf, wie stark die Bohne aufgegangen ist und wie gleichmäßig gebräunt sie auch innen ist, das und das Wiegen des Einbrandes finde ich immer ganz interessant um den Röstgrad meiner verschiedenen Versuche einschätzen zu können.
     
  6. #6 DieRoteKarteZahlIch, 12.11.2014
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    Danke für die Tipps. Ich musste die Mühle schon mal aufgrund des Mahlwerks einschicken, aber das lag nicht an der Bohnenhärte. Daher war ich mir unsicher, ob andere Mühlen damit vielleicht besser klar kommen würden. Aber ich muss wohl noch weiter ausprobieren und die Bohnen etwas heißer rösten. Denn zerdrücken kann ich die nicht, selbst nicht gegen eine harte Oberfläche. Muss da wohl noch für die Faktoren sensibilisert werden :)
    Viele Grüße!
     
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