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Sammelthread Totraum Mühlen

Dieses Thema im Forum "Mühlen" wurde erstellt von ralf d., 4. Oktober 2013.

  1. ralf d.

    ralf d. Mitglied

    Beiträge:
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    Würzburg
    ÜBERSICHT Totraum Mühlen:

    diese Liste wird ab sofort im Kaffeewiki fortgeführt:
    https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Tabelle_Totraum_bekannter_Mühlen


    Historie dieses Postings:


    - Anfim Best: 5,9 g (0,5 g Brocken)
    - Anfim House: 6,1 g Mehl (3,0 g Brocken)
    - Bezzera BB005: Mehl 3,2 / 6,2 g (Brocken: 1,7 / 2,0 g) - zwei Messungen mit extrem unterschiedlichen Werten - s. hier: http://www.kaffee-netz.de/threads/sammelthread-totraum-muehlen.75809/page-10#post-1142155
    - Casadio Enea: Mehl 6,4 g (1,6 g Brocken)
    - Ceado E7: 3,9 g
    - Ceado E37S. 8,8 g (Pulver & Brocken; keine Einzelwerte)
    - Compak K6: 9,6 g (2,2 g Brocken)
    - Compak K3: 7,7 g Mehl (0,8 g Brocken)
    - Demoka: 3,6 g Mehl (2,5 Brocken) - Anmerkung: extrem kleiner Mahlraum, Mehl bleibt im Auswurfschacht hängen / Brocken ist irreführend - fast nur halbe Bohnen, kaum wirklicher Bruch
    - ECM Casa: 7,4 g Mehl (0,5 g Brocken)
    - Elektra Nino: 5,1 g (Brocken 1 g) - Hinweis: Aufwurfschacht modifiziert, Totraum im Originalzustand etwas kleiner.
    - Eureka Mythos: 7,5 g
    - Eureka Zenith 65 E: 6,3 g Mehl (2,8 g Brocken)
    - Fiorenzato T80: 4,7 g Mehl (0,6 g Brocken)
    - Fiorenzato F64 evo: 8,7 g Mehl (1,3 g Brocken)
    - Gastroback Advanced Pro: 3,6 g Mehl (1,8 g Brocken)
    - Graef CM800: 4,7 g Kaffeemehl (3,1 g Brocken)
    - Graef CM80: Mehl 7,6g (Bruch 1,9 g)
    - Graef CM70: Mehl 7,7g (Bruch 1,8 g) (baugleich mit CM702)
    - Iberital Challenge: 7,3 g Mehl (Brocken 0,6 g)
    - Isomac Maccincaffe: 6,3 g (1,2 g Brocken) - Messung Gunnar (modifizierter Auswurf): 5,8 g (1,2 g Brocken)
    - Macap M2M: 6g Mehl, (0,6 g Brocken)
    - Macap M4D: 5,6 g (Brocken: 2,4 g)
    - Mahlkönig Vario: Mehl 3,8 (Brocken 1,0)
    - Mazzer Kony: 8 g Mehl (2g Brocken) - Mittelwert aus Chris Weinerts Messungen
    - Mazzer Mini: 6,0 g (Brocken 4,6 g)
    - Mazzer Super Jolly: 3,0 (Brocken 3,5 g)
    - Mazzer Stark: (umgebaut auf Rutsche) 9 g (Brocken 1,2 g)
    - Nemox Lux: Mehl 5,2g (Bruch 1,8g) - baugleich mit Isomac Macinino Prof. Inox
    - Obel DSQ: 6,5 g (7,1 g Brocken)
    - San Marco SM/MK: 10,9 g (Brocken 4,3 g)
    - San Marco SM90: 9,6 g Mehl (3,1 g Brocken)



    Moin,

    wir haben ja schon einige Datensammlungen im KN bzw. Wiki - aber beim Totraum der Mühlen sieht's noch mau aus.
    Natürlich gibt es immer mal "irgendwelche" Angaben - meine liebsten sind die, die unter 1 g liegen, denn da weiß ich sicher, dass sie nicht stimmen können (Lästermodus wieder aus).
    Nur lassen sich die Angaben nicht vergleichen, weil wir noch kein einheitliches Verfahren haben.
    Und der Totraum ist neben der Mahlgradabstufung (da gibt es ja schon einiges an Daten) meiner Ansicht nach eins entscheidenden Kriterien für eine Mühle im Hausgebrauch.

    Und da würd ich gern was vorschlagen:
    Ich hab beim Mühlenvergleich Mazzer/Ceado schon mal meine "Methode" (wie hochtrabend...) vorgestellt.
    siehe hier: http://www.kaffee-netz.de/m-hlen/72419-bericht-mazzer-super-jolly-vs-ceado-e7.html

    Wie also sinnvoll rangehen ?
    Vor allem so, dass nach Möglichkeit jeder mit der gleichen Mühle zum gleichen Ergebnis kommt.
    Und so, dass es für Dosermühlen und Direktmahler funktioniert.
    Leermahlen und dann Reste rausfegen halte ich nicht für praxisgerecht.
    Ich will ja wissen, was bei normalem Gebrauch (!) an Kaffeemehl in der Mühle bleibt.
    Also: Normaler Betrieb (Bohnenbehälter ist zumindest nicht leer, Mahlgrad ist espressofein eingestellt, es wurden bereits Bohnen gemahlen, nix auspinseln o.ä.).
    Dosierer leeren.
    Bohnenbehälter abnehmen.
    Überschüssige Bohnen aus der Mühle rauspuhlen (spätestens an der Stelle Netzstecker ziehen).
    Oberen Mahlkranz abnehmen.
    Wieder die restlichen ganzen Bohnen rausnehmen.
    Restliches Mehl in den Dosierer bugsieren: mahlen, auspinseln, Druckluft - wie auch immer.
    Jetzt hat man Mehl mit mehr oder weniger großen Bohnenstücken.
    (Beim Mühlen ohne Dosieren entsprechend - man braucht halt einen Behälter, um dem Kram aufzufangen)
    Den ganzen Kram auffangen, in ein normales Nudelsieb kippen und so die größeren Bohnenreste auffangen.
    Das Mehl wiegen (Feinwaage !).
    Fertig.

    Für die Mazzer SJ und die Ceado hab ich die Werte schon hingeschrieben (noch ohne die Siebmethode, ich kontrollier das nochmal), für die San Marco SM/MK (Hybrid Mahlwerk konisch/Scheibe) hab ich's gestern auch gemessen.
    Mazzer SJ: 5,3 g
    Ceado E7: 6,0 g
    SM/MK: 10,9 g (!)

    Würd mich über Kommentare und vor allem weitere Daten freuen.

    Gruß

    Ralf
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Januar 2016
  2. domimü

    domimü Mitglied

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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    Den Vorstoß zur Normierung finde ich überfällig.

    Da bräuchten wir ein Präzisions-Nudelsieb mit exakt gleicher Maschenweite.

    Ich bin ja ohnehin der Meinung, dass der gesamte Bohnenbruch relevant ist (das geht natürlich insbesondere zu Lasten der konischen Mahlwerke), der Teil des Hohlraums, der sich einmalig beim ersten Mahlvorgang mit Kaffeemehl füllt und in dem bei weiteren Mahlvorgängen das Kaffeemehl nicht ausgetauscht wird, jedoch nicht. Dieser ist freilich nicht einfach zu bestimmen, gab hierfür glaub ich mal einen Farbtest...
    Nach der Diskussionsphase (wenn sich also breitere Zustimmung zu einem bestimmten Meßverfahren abzeichnet) kann ich auch Werte beisteuern (Macap M4D, vielleicht auch wieder M7D).
     
  3. feuervogel

    feuervogel Mitglied

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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    yep. ich halte den bohnenbruch für nicht unerheblich bei der mühlengeschichte....
     
  4. ralf d.

    ralf d. Mitglied

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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    Moin,

    ...freut mich.

    Ich glaub, in so ziemlich jedem Nudelsieb aus Drahtgeflecht, fällt das fertig gemahlene Mehl durch.
    Mein Eindruck ist, dass man entweder wirklich fein gemahlenes Mehl hat oder eindeutig größere Teile. Vielleicht mach ich mir den Spass und mess mal, ob's da nennenswerte Unterschiede gibt. Ich glaub's nicht.
    (Außerdem wollt ich ne Lösung finden, die ohne Spezialausrüstung jeder übernehmen kann).

    Ja. Aber ganz platt gesagt: das Mehl ist es, das so extrem altert, der Bruch im Verhältnis erheblich weniger.

    Mal schaun, ob's weitere Anmerkungen/Anregungen gibt.

    Ralf
     
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  5. domimü

    domimü Mitglied

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  6. feuervogel

    feuervogel Mitglied

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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    im übrigen alles gründe, warum ich bei meiner demoka bleiben werde. langsam, bei mir fast kein totraum (schacht, ich putze alles raus) und wenig rückstände in den scheiben, da alles relativ klein ist. es wird auch wenig zurückgeworfen innerhalb der mühle. das angebrochene bohnenproblem existiert nicht. ;) so muß daß...
     
  7. Terranova

    Terranova Mitglied

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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    Lieber Feuervogel, ganz sicher will ich nicht auch noch draufhauen, aber ist das wirklich dein Ernst ?
    Seitenlange müßige Diskussionen über grad genaue Temperatur Einstellungen, um auch wirklich das letzte Quentchen aus der Heiligen "3rd Wave" Röstung herauszuholen, minimalste geschmackliche Nuancen zu erkennen....

    Und das alles mit einer Demoka ?
     
  8. jazzadelic

    jazzadelic Moderator

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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    Hat auch ein Vorteil, egal was man danach kauft, man gradet immer up.. :)
     
  9. feuervogel

    feuervogel Mitglied

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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    terranova: es zählt nicht die wattzahl, umdrehung, mahlzeit, scheibengröße etc. usw. , sondern das mahlergebnis. ich kann allen ernstes nicht klagen (hab ja uch etwas umgebaut).
     
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  10. ralf d.

    ralf d. Mitglied

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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    Moin,

    ich hab wie versprochen die Mazzer nochmal mit der "Siebmethode" nachgemessen.
    Und gestehe, dass das Sieben der Mehl/Schrotmischung wohl elementar ist. Dass meine "Bröckchen von Hand rauspulen"-Methode nicht grad wissenschaftlich genau ist, wusste ich wohl. Dass der Unterschied so groß sein würde, hätte ich nicht erwartet.

    Vergessen wir also die alten Werte.
    Korrekt sind:
    Mazzer Super Jolly: 3,0 - 3,5 g Mehlreste (2 Durchgänge, 2 x das komplette Programm)
    Ceado E7: 3,9 g
    Eureka Mythos: 7,5 g
    San Marco SM/MK: 10,9 g


    Dann hab ich mal zwei verschiedene Nudelsiebe probiert - das macht keinen Unterschied.
    Wichtig ist halt, das es ein mittelgroßes Drahtsieb ist (nicht so ein Mini Ding zum Puderzuckersieben).

    Was den alten Thread Totraum/Mahlgradverstellung angeht:
    Mir geht's halt um eine einfache, praxisnahe Lösung, die realistische Werte liefert - gewisse Schwankungen ergeben sich ja schon durch unterschiedliche Mahlgrade der verschiedenen Bohnensorten. Und ich glaub, dass das so ganz gut "nachmachbar" und vergleichbar ist.

    Gruß

    Ralf
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Oktober 2013
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  11. domimü

    domimü Mitglied

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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    Hoffe, dass ich nächstes Wochenende "meine" Werte bestimmen kann. Ich werd dann einfach die "Mehlmenge" und "Bröckchenmenge" posten, dann kann jeder selber entscheiden, wie schlimm die Bröckchen sind. Freilich gilt auch da, andere Bohnengröße und anderer Mahlgrad führt zu einem anderen Ergebnis, aber eine bessere Orientierung als bisher bekommen wir allemal.
     
  12. ralf d.

    ralf d. Mitglied

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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    ...gute Idee.
    Würde vorschlagen, als "Bröcken" gilt alles, was kleiner als ne ganze Bohne ist (ja, eigentlich klar, will damit nur sagen, dass man halt die ganzen Bohnen aussortieren muss).

    Hab übrigens die Restmehldaten in Post 10 um Ceado & Eureka ergänzt.

    Gruß

    Ralf
     
  13. domimü

    domimü Mitglied

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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    Bei zwei Durchgängen gesiebt aus der Macap M4D habe ich 3,4/3,7 g Mehl und 3,7/3,5g Brocken.
     
  14. ralf d.

    ralf d. Mitglied

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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    Moin,

    super, endlich Daten...
    Ich mach gleich einen Eintrag nur für die bisherigen Messungen, die kann ich dann immer ergänzen, wenn's neue Messungen gibt.

    Gruß

    Ralf
     
  15. ralf d.

    ralf d. Mitglied

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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    ÜBERSICHT Totraum Mühlen:

    - Mazzer Super Jolly: 3,0 - 3,5 g Mehlreste
    - Ceado E7: 3,9 g
    - Eureka Mythos: 7,5 g
    - San Marco SM/MK: 10,9 g
    - Macap M4D: 3,4 - 3,7 g (Brocken: 3,5 - 3,7 g)
    - Mazzer Mini: 6,0 g (Brocken 4,6 g) - diese Daten sollten nochmal gegengecheckt werden
    - Compak K6: 9,6 g (2,2 g Brocken)
    - Obel DSQ: 6,5 g (7,1 g Brocken)
    - San Marco SM90: 9,6 g Mehl (3,1 g Brocken)
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. November 2013
  16. tilli

    tilli Mitglied

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    Ort:
    Hannover
    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    Super Aktion! Die Werte der Macap (Mehl + Brocken) halte ich für stimmig, ich benötige etwas mehr als eine 1er-Portion bis Bezüge konstant werden. Die anderen Werte überraschen mich hingegen etwas, woher kommen diese vergleichsweise geringen Totraummengen? Bei der Macap bleibt gerne was im Rüssel hängen, ist das bei den anderen Mühlen besser gelöst?
     
  17. StefanW

    StefanW Mitglied

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    Berlin
    Ich wundere mich, seit ich die ersten Mengen gelesen habe. Wenn ich bei der Mazzer Mini sehe, wie sich das Kaffeepulver aus dem Schacht quält, hätte ich allein dort ca. 3g vermutet. Ich werde Wohl oder Übel selber tätig werden müssen.
     
  18. domimü

    domimü Mitglied

    Beiträge:
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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    Die Werte mit den Brocken der andere Mühlen findest du im ersten Posting.
    (Ich habe also etwas mehr Brocken, vielleicht war ich zu pingelig, was nicht mehr als ganze Bohne gilt - ansonsten sind die Mehlreste ja so in etwa auf dem Niveau der E7.)
    Wenn wir noch ein paar weitere Daten haben, können wir es übersichtlicher aufbereiten. Das was bei der M4D "im Rüssel" hängen bleibt, ist aber nicht im Metallfallrohr, sondern noch davor. Daraus resultiert wohl die Abweichung zwischen meinen beiden Messungen.
     
  19. Gernegross

    Gernegross Mitglied

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    Süddeutschland
    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    Was denkt ihr über folgende Idee.

    Die Mühle komplett leer malen und ausfegen etc.

    Dann genau z.B 20 Gr. Bohnen abmessen. Diese dann komplett durch mahlen, dabei das Kaffeemehl auffangen und danach wiegen.

    Die Differenz im Gewicht zwischen Bohnen und Kaffeemehl ist dann der Totraum oder?
     
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  20. StefanW

    StefanW Mitglied

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    AW: "Messverfahren" Totraum - vergleichbare Daten

    Nein, das entspricht nicht dem alltäglichen Einsatz. Normalerweise sind Bohnen im Bohnenbehälter und sowohl der Raum unter den Mahlscheiben als auch der Auswurfschacht sind mit Kaffeemehl gefüllt. Innerhalb dieses Staus ist das Mehl sogar etwas komprimiert. Das erhöht zwar noch einmal die Menge gegenüber einer lockeren Schichtung, trägt aber zum Abbau statischer Ladungen bei. Wenn man die Mühle leermahlt, ist mindestens der Raum unter den Scheiben fast leer. Geschickte Boardies schaffen es sogar, mit geeigneter Mühle den Rest auf 0,1g zu reduzieren.
     

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