Spielt der Preis hier die Größe Rolle?...

Diskutiere Spielt der Preis hier die Größe Rolle?... im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Guten Abend / Guten Tag Heute Abend saß ich mal wieder bei meinem Italiener um die Ecke und nach dem essen habe ich mir einen Espresso bestellt....

  1. #1 Michi1105, 12.08.2012
    Michi1105

    Michi1105 Mitglied

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    Guten Abend / Guten Tag

    Heute Abend saß ich mal wieder bei meinem Italiener um die Ecke und nach dem essen habe ich mir einen Espresso bestellt.

    Der Espresso wurde zubereitet und ich hab es mir von der Theke aus angeschaut . Ich wollte wissen wie denn wohl sie es machen im Gegensatz zu mir mit meiner Graef es 90 zu Hause .

    Die Bohnen waren schon gemahlen , so dass sie das Pulver einfach mit einem "Schieber" aus dem Behälter in den siebträger befördert hat.

    Als nächstes gab es an der Maschine einen angebrachten tamper wo sie einfach den sienträger kurz dran hielt und etwas drückte . Das waren niemals 15 Kilo.

    Siebträger wurde eingespannt und der Bezug gestartet.
    Zeitlch waren es ca . 20-25 Sek aber der Espresso lief recht wässrig aus der Maschine . Der Strahl war sehr dick und nicht gleichmäßig.

    Das Ergebnis war ein 1A Espresso !!!

    Das gleiche habe ich jetzt öfters beobachtet . In der Eisdiele , Restaurant und Café .

    Ist es echt der fall, dass eine ca . 3-5 tausend teure Gastronomie Maschine ausschlaggebend ist für den Geschmack ?

    Und falls ja , was ist genau der Unterschied zu einer 500€ Maschine wie zb Graef .
     
  2. #2 Terranova, 12.08.2012
    Terranova

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    AW: Spielt der Preis hier die Größe Rolle?...

    Beim lesen Deines Posts, stellt sich mir die Frage, ob Du vielleicht etwas falsch machst, dass Du es nicht so hinbekommst wie Dein Italiener um die Ecke.
    Es gab vor kurzem einen Fred "brauch man einen Gastrobomber", fand ich ganz interessant, habe ihn auf die schnelle nicht gefunden.
    Meiner Ansicht nach, kann man einen spitzen Espresso mit einer Gaggia CC und einer Mittelkasse Mühle wie Mazzer Mini, Quamar, Macab und Co. hinbekommen ( bestimmt auch mit einer günstigeren Mühle) , bei dem 95% aller Restaurants nicht mithalten können.
    Der Preis spielt nicht die größte Rolle, erst recht nicht, bei diletantischen Baristas, da nutzt das beste Equipment nichts.
    Deine Graef kenne ich nicht, die Gaggia CC habe ich nur genannt, um eine Maschine im unteren Preisniveau zu nennen.
    Deine Frage kann ich somit mit einem klaren "Nein" beantworten.

    Cheers

    Frank

    Ps: Das heisst natürlich nicht, dass ich keine Gastrobomber mag :razz:
     
  3. #3 zia fofa, 12.08.2012
    zia fofa

    zia fofa Mitglied

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    AW: Spielt der Preis hier die Größe Rolle?...

    Hallo!

    Das sehe ich ein bißchen differenzierter...:oops:

    Schlecht ausgebildetes oder ignorantes Personal holt aus keinem Siebträger gute Ergebnisse, dass ist allgemeiner Konsens. Somit ist die Aussage, dass man mit kleinen Haushaltsmaschinen die überwiegende Mehrheit des "gastronomischen" Angebots toppen könne, richtig. Da die Frage aber auf Unterschiede der Maschinen abzielte, ja, da wäre z.B. die Temperaturstabilität während des Bezuges.

    Meine Erfahrung ist, dass wenn ich mit einer Rancilio Silvia oder einer Lelit/Isomac klasse Ergebnisse innerhalb der amtlichen Parameter in die Tasse bekomme, dieselben Bohnen mit derselben Mühle dann in einer NS Personal 1 ein geschmacklich deutlich intensiveres Ergebnis erbringen. Die einzelnen Geschmacksnoten der Bohnen werden stärker betont. Was übrigens nicht jedermanns Geschmack ist, "meiner Regierung" (=bessere Hälfte) mundet der mildere (nach meiner Diktion eher fadere) Espresso aus der Lelit besser. Bei einigen Eigenröstungen nehme jedoch auch gerne die Lelit...:-(

    Ich persönlich führe das unterschiedliche Ergebnis auf die größere Masse an Metall im bzw. um den Bezugskreislauf zurück. Den je größer die umgebende Masse ist, umso größer/stabiler dann der Einfluss auf das Wasser während des Bezuges. Andere technische Unterschiede zwischen Gastrokiste und Haushaltsgerät halte ich für weniger relevant, insbesondere korrekte Druckeinstellungen bekommt man auch bei vielen der "kleinen" Geräte bzw. kann sie dort einstellen.

    Klar ist aber, dass die Maschine die anderen Faktoren (Bediener, Mühle, Bohnen, Wasser) nicht wett machen kann, wenn diese nicht stimmen, da bin ich d'accordo.

    Grüße!

    Zia Fofa
     
  4. Indigo

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    AW: Spielt der Preis hier die größte Rolle?

    Lustigerweise sind ja alle anderen, die hier im Forum schreiben, der gegenteiligen Ansicht. :)
    Ich denke, darauf müsste die Diskussion basieren.
     
  5. #5 espressionistin, 12.08.2012
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    Ich nicht:-D. Meine vergangenen diversen Versuche, auswärts guten Espresso zu trinken waren allesamt beeindruckend positiv.
    Ich habe den Eindruck, dass es nie so einfach war, leckeren Espresso zu kriegen, wie heute.
    Mein Eindruck: noch vor 5 Jahren hatte jeder Laden, der was auf sich hält, einen LED-blinkenden VA hinterm Tresen (und wenn man das nicht hatte, wurde das Ergebnis in der Tasse diesen Geräten angepasst), heute ist die 3gruppige nebst Mühle Standard und die Espressi werden dementsprehend auch immer besser. Weil das Bewusstsein für guten Kaffee steigt. Ist so ein bisschen ein Trend, ist mein Eindruck.
    Unabhängig davon glaube ich aber auch, dass beim TE das Optimum noch nicht erreicht ist.
    Eine teurere Ausstattung macht es zwar einfacher, möglich sollte mit der Gräf aber auch einiges sein.
    Erstmal würde ich mich an TE's Stelle mal von den 15 kg Tamperdruck verabschieden. Ist imho völlig irrelevant. :)
     
  6. #6 KölnerJung, 12.08.2012
    KölnerJung

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    AW: Spielt der Preis hier die Größe Rolle?...

    Für mich definitiv "Nein". Eine solche Maschine kann das ganze fördern und macht es einfacher (Handling, Reproduzierbarkeit). Aber im wesentlichen ist es "Der Mensch oder die Hand". Mit einem günstigen Einkreiser lässt sich wie die meisten hier die Erfahrung gemacht haben auch ein sehr gutes Ergebinis in der Tasse erzielen.
    Wenn man bereit ist sich mehr mit dem Thema auseinander zu setzen (Interesse!), zu testen und verstellen der einzelnen Parameter dann bekommt man mit einer günstigen Kombi sehr brauchbare Ergebnisse. Im Gegensatz dazu kann ich auch eine Maschine haben, die im 4-Stelligen Bereich liegt und damit nichts trinkbares in die Tasse bringen und das ist keine Zauberei :).

    Vorraussetzung natürlich Mühle und gute, frische Bohnen.
     
  7. #7 indivisualist, 12.08.2012
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    AW: Spielt der Preis hier die Größe Rolle?...

    Nein, ich denke nicht. Auswärts habe ich Getränke verschiedenster Machart kredenzt bekommen, von "schludriger Italiener in der Eisdiele" (mit einer ähnlichen Vorgehensweise wie deiner beschriebenen) über "Knöpfchen am VA drücken" bis hin zu "zubereitet wie aus dem Bilderbuch". Die Maschinen waren auch entsprechend wild gemischt.

    Der schlimmste "Espresso" der letzten Monate kam dabei übrigens aus einem dreigruppigen Gastro-Chrommonster mit Digitaldisplays und allem Schnickschnack. Auch habe ich insgesamt nie den Eindruck gehabt, dass die Maschine das Ergebnis in der Tasse bestimmt – sehr wohl aber die Person davor.

    Ich kann mangels eigener Erfahrung noch nicht all zu viel zum "Espresso zu Hause" sagen; nach dem, was ich bisher gelesen habe, kann man mit einer 500€-Maschine aber exzellenten Espresso zubereiten: Man kann alle Parameter selbst kontrollieren, womit als limitierender Faktor nur die Maschine übrigbleibt. Und die muss "nur" einige Milliliter Wasser in der richtigen Temperatur mit 9 Bar durch ein Sieb quetschen, mehr nicht. ;)
    Da würde ich den (preislich) limitierenden Faktor eher in der Mühle sehen … wenn ich einem Top-Barista eine La Marzocco GS/3 und eine 10€-Schlagwerk-Mühle in die Hand drücke, kommt da nichts leckeres raus …

    Um das noch aufzugreifen: Das Bewusstsein für guten Kaffee wächst glücklicherweise, ja. Es gibt aber immer noch unzählige Menschen, denen der berühmte verbrannte Filterkaffee aus der Thermoskanne völlig ausreicht … einfach nur, weil sie es nicht gewohnt sind, leckeren Kaffee zu trinken.
    Und so lange man an vielen Stellen nur ein schwarzes, bitteres, starkes Etwas als Espresso serviert bekommt, ist das eben die gängige Meinung, wie so ein richtiger Espresso aussieht – genau so, wie offenbar ein Cappuccino von einem Berg aus Bauschaum und Kakao gekrönt werden muss, der einen Löffel tragen kann. :shock:
     
  8. #8 ElPresso, 12.08.2012
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    AW: Spielt der Preis hier die Größe Rolle?...

    Ich habe noch nichts gesehen, was an der dicken Gastromaschine, bezogen auf den Geschmack, anders sein könnte als an dem 500,- Einkreiser zuhause. Wenn Du nicht gerade einen echten Barista dran hast, der vielleicht sogar Preinfusion kann, dann wird auch dort nur heißes Wasser durch den Puck getrieben. Wenn man von einigen Ausnahmen absieht (Preinfusion und ggf. Paddel...), geht das ganze Geld doch in Features, die "drumherum" sind. Mehr Kessel, mehr Brühgruppen, bessere Wärmestabilität (d.h., Temperatursurfen ist überflüssig, kann auch mal 10 am Stück machen, jeweils 2 parallel, ohne einzubrechen; für einen Einzelbezug sicher irrelevant für den Feld-Wald-Wiesen-Espresso), Rota statt Vibra-Pumpe, Festwasser, etc. etc.

    Mühle, gut... da brauchts schon einen gewissen Mindest-Standard, aber den haben doch die meisten, die nicht gerade ein Schlagmessermahlwerk verwenden, da brauchst keine für viele hundert oder gar Tausend EUR.

    Zu guter Letzt: ich habe unter allen Etablissements, die ich Mittags oder Abends besuche, exakt eins, wo ich eigentlich immer einen Espresso hinterhertrinke. Und der ist dann einfach "normal gut", nicht völlig berauschend.
     
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