Völlig OT - Netzwerk planen....

Diskutiere Völlig OT - Netzwerk planen.... im Was ich unbedingt noch sagen wollte... Forum im Bereich Kaffeeklatsch; Hallo! Wir haben ein altes Haus gekauft und planen jetzt Elektro & Co. Da ich davon Null Ahnung habe.... vielleicht kennt sich ja jemand von...

  1. #1 caffè olivier, 22.03.2007
    caffè olivier

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    Hallo!

    Wir haben ein altes Haus gekauft und planen jetzt Elektro & Co.
    Da ich davon Null Ahnung habe.... vielleicht kennt sich ja jemand von euch damit aus?!


    Das Haus hat 2 Etagen plus Keller. Internet, Telefon und TV sollen in allen 3 Etagen verfügbar sein. Auf der Terrasse soll zudem Internet via Wlan möglich sein.

    Erste Überlegung: Unser Kabel Anbieter bietet über sein Kabelnetz Festnetztelefonie, Kabel-TV und Internet an. Wäre wohl das einfachste, da nur ein Kabel zu verlegen....

    zweite Überlegung: ISDN + Dsl über Telekom oder andere, und TV über Satelit...


    Jetzt die eigentliche Frage - der erste fall ist klar, aber bei der zweiten möglichkeit - was brauch ich da für kabel???
    habe mal bei conrad geschaut: Netzwerkkabel 1:1 verdrahtet, Netzwerkkabel crossover, Nullmodemkabel.....??? Ein Buch mit sieben Siegeln.... Was brauch ich alles um mein Vorhaben umzusetzen?
    Mein Elektriker hat von Netzwerken auch keine Ahnung, ist dafür aber sehr günstig.. :lol:

    Kann irgendjemand Licht in mein Dunkel bringen, oder mit einem Link zu einer trotteltauglichen Beschreibung dienen?

    Gruss
    Daniel
     
  2. #2 Nightstalker, 22.03.2007
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    Hi erstmal ;)

    Großprojekt Hausverkabelung, schöne Sache.

    Als erstes solltest du die Kosten und Folgekosten kalkulieren, ich weiß nicht wie die Preise bei euch sind aber i.d.R. ist Telekom ja das teueste. Überleg dir erstmal welche Telefon und Internetanbieter (ev. auch kombiangebot wie du gesagt hast) gübstig(er) sind und auf welchen Leitungen sie arbeiten. Bei uns in AT gibt es ADSL, XDSL u. Co, das geht über die Telefonleitungen (braucht aber keinen Telekom Anschluss!), weiters gibts dann Telekabel, das geht über die Telekabeldose (oder eigentlich Radiodose).
    Du solltest auch bedenken dass Telekabel TV monatliche Kosten verursacht, beim Sat. hast du nur einmalige Anschaffung, in AT ist das Telekabel sehr teuer (20 TV und 40 Internet in etwa).

    Meine Idee, wenn es alle Angebote gibt:

    TV via Satelit, Internet beim günstigsten Anbieter und Tel. via Internet (sofern es diese Dienste schon bei euch gibt?) ansonsten schau einfach ob es ein Kombiangebot gibt, in AT gibts z.B. TELE2 UTA, die bieten Internet und Telefon zum Fixpreis an.

    Wenn du das mal hast geht es an die Planung des Netzwerkes, dazu musst du (wenn du weißt welche Lösung du nun nimmst) wissen wo deine Signale herkommen, wenn es irgendwie möglich ist würde ich mit dem Internetzeug in einen eigenen kleinen Raum wandern (Serverraum).

    Das wichtigste für jedes Netzwerk ist heutzutage ein GUTER Schutz, es gibt fertige Lösungen (sg. Firewalls u. Firewallrouter) die bieten einigermaßen guten Schutz aber nur gegen Hackversuche, das gleiche gibts gegen Viren (Viruswall), hier wird es aufwendiger, das sind meist schon eigene Computer da ein Virenscanner hohe Rechenleistung braucht. Die BESTE Lösung ist ein kleiner Server PC der im Serverraum steht und folgende Dienste hostet: Routing, Virenscanner, Firewall, LAN Remote und irgendeinen Config Dienst mit dem man (wie bei den Firewall Routern) über den Explorer die einstellungen verändern kann). Es gibt im Linuxbereich sogar fertige Systeme die das alles können, man muss sie nurnoch auf einen PC Installieren und alles anschließen.

    Wenn du nun deinen Anschluss hast steckst du da direkt diesen Server drann > hier wird ein gekreuztes LAN Kabel verwendet. Der Server braucht dann noch eine 2. Netzwerkkarte (außer dein Internetmodem kommt mit USB was meist nicht so optimal ist). An die 2. kommt dann ein Switch mit entsprechend vielen Ports (4 oder mehr) > hier müsste ein gerades LAN kabel reichen. Vom Sitch aus geht nun zu jedem Arbeitsplatz ein normales gerades Kabel.

    Für das WLAN musst du dir mal ansehen wie dein Haus gebaut ist, sind die Wände dick und/oder aus Beton dann wirst du, wenn der Accespoint im Haus steht auf der Terrasse schwierigkeiten haben. Willst du im und vor dem Haus tadellose Verbindung per Wlan dann brauchst du ev. einen AP und einen Repeater, willst du nur auf der Terrasse WLAN dann reicht es den AP einfach möglichst in Terrassennähe zu installieren. Du kannst auch einen AP kaufen der Externe Antennen unterstützt und dann eine Antenne nach draußen legen, das wäre optimal dann hast du ev. eine Antenne innen und eine außen.

    Wie auch immer, der WLAN Accespoint kommt dann ebenfalls mit einem normalen kabel an den Switch.

    Um das dann alles zu konfigurieren solltest du dir aber wirklich einen Experten holen, das kann man schwer per Fernanleitung machen.

    Hoffe ich konnte dir einen kleinen Überblick geben.
     
  3. #3 Axel2803, 22.03.2007
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    Moin,

    ich habe die gleiche Ausgangssituation gehabt, bis auf TV. Meine Lösung:
    Im EG habe ich die 1te TAE von der Teledoof. Von dort habe ich 2 CAT5 ins erste OG verlegt. Eins verwende ich für mein LAN, habe somit eine Netzwerksdose mit RJ45 gesetzt. Das zweite Kabel endet in einer TAE Dose, damit ich mein analoges Telefon anschließen kann. Ein weiteres Netzwerkkabel liegt zum Arbeitszimmer im EG. Der Router hat eine zentrale Position im Haus und ich kann zusätzlich überall per WLan ran (inkl. gesamtes Gartengrundstück).

    Also:
    1. gute Position für Anlage suchen
    2. Feste Arbeitsplätze + Telefone bekommen ein CAT 5 (max. 100m, gibts in jedem Baumarkt, kein fertig konfektioniertes Kabel nehmen)
    3. fertig.

    Gruß, Axel
     
  4. #4 Nightstalker, 22.03.2007
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    Und wer bewacht dein Netzwerk? Ohne Firewall und Virenscanner würd ich sowas nicht machen. Virenscanner sollte natürlich sowieso auf jedem Client nochmal einer laufen aber eine zentrale Firewall ist pflicht.

    Wenn du eine Tel. Hausanlage wilsst dann ist natürlich diese auch zu berücksichtigen da hast du recht, in dem Fall solltest du ev. auch schauen dass du Internet und Tel. aus einer Hand bekommst und die dire eine komplette Anlage installieren wo dann nurnoch die Kabel weggelegt werden müssen so wie Axel das beschrieben hat.

    Fragt sich nur wie günstig und sicher diese Anlagen dann sind, kenne solche Systeme leider auch nicht. Ich arbeite selber nur mit reinen Computernetzwerken, um Telefonleitungen und Anlagen hab ich mich noch nie gekümmert weil dazu gibts das Handy ;)

    Eine Schaltzentrale für die ganze Hauselektronik (also ein Serverraum) kann aber niemals schaden.
    Wenn du recht viele Daten hast (ev. größere Familie wo Kind und Kegel eigene PCs haben usw.) dann empfiehlt sich sogar ein zenrtaler Fileserver wo man einfach mal ein paar HDDs reinsteckt und auf dem dann jeder seinen eigenen Ordner für Daten bekommt.

    Da lässt sich schon einiges machen.
     
  5. #5 Christoph Graf, 22.03.2007
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    Was für ein Zufall, dass ich mich (u. A.) damit hauptberuflich beschäftige.
    Ich bin mir bloß nicht sicher, ob wir hier das Board damit zumüllen sollten. Viele Köche...
    Wenn Du willst, kannst du mich auch direkt kontaktieren.

    Grundsätzlich besteht eine Netzwerk- (LAN) Verkabelung aus einem Netzwerkkabel an dessen beiden Enden Netzwerkdosen, Patchfelder usw. montiert werden.
    Fürs Erste spielt das keine Rolle. Zunächst ist das Kabel wichtig.
    Das eine Ende des Kabels (der Kabel) würde ich im Keller, nahe Telefonanlage, Netzabschluss, Hauseinführung oder wo auch immer Platz ist legen.
    Das andere Ende in den Räumen, wo es gebraucht wird.

    Bei Neubauten verlegen wir immer ein Kabel pro Anwendung, also eine Leitung für PC, eine für Telefondienste (egal ob Analog oder ISDN) usw..

    Beispiel:
    In einem Zimmer soll ein PC stehen, ein Netzwerkdrucker ein Telefon und ein Fax
    Ergibt: 4 Leitungen. Da die meisten Dosen zwei Anschlüsse haben, sind bei diesem Beispiel zwei Dosen ausreichend.
    Netzwerke wachsen in der Regel sehr schnell. Deswegen planen wir, bei gewerblicher Nutzung, noch mindestens eine Dose (2 Leitungen) zusätzlich als Reserve ein.

    Dein Elektriker wird sicherlich in der Lage sein die o. g. Netzwerkleitung über den Großhandel zu beschaffen, ebenso die Netzwerkdosen in den Zimmern, passend zu Deinem Schalterprogramm.

    Gängige Datenleitungen wären zB:
    Sonepar Artikelnummer: 4512046
    DNT TopNET Datenkabel Kat.6, S/FTPH 4P AWG23 TN-6000-3 TR500

    Oder
    FEGA Artikelnummer: 025406 Protec

    Bei einer Abnahme von 100m liegen die Endkundenpreise (unverhandelt) für die Kabel bei ca. 52,00 EUR + MwSt + Cu-Zuschlag.
    Die Dosen liegen bei ca. 12,00 bis 17,00 EUR + MwSt.
    Eine Erfolgreiche Montage der Dosen ist nicht unproblematisch, hier sollte der Elektriker einen Erfahrenen Kollegen zur Hilfe holen. Viele Fehler, die hier gemacht werden können, werden oft erst später erkannt. Ein Messprotokoll ist obligatorisch.
    Alternativ würde ich an Deiner Stelle die Leitungen von der Elektrofirma verlegen lassen und den Anschluss durch eine andere ausführen lassen.

    PS
    Ein Link http://de.wikipedia.org/wiki/Strukturierte_Verkabelung
    Und noch ein Link aus Berlin http://geotek.de/html/netzwerkverkabelung.html
     
  6. #6 Axel2803, 22.03.2007
    Axel2803

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    das ist hier doch nicht das Thema. Es geht doch um die Basis. Wie ich mein System später schütze ist hier doch völlig wurscht.
    Gruß, Axel
     
  7. MaPfDe

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    Hallo,

    ich habe den Spass in meinem Haus Ende 2005 hinter mich gebracht.

    Mein Tipp: Such Dir einen guten Elektriker. Ich habe Ahnung von Netzwerk und weiß genau, welche Kabel ich wie wohin haben mag - und habe bei meinem Haus das alles einen Elektriker machen lassen.

    Es ist

    * professioneller - die Verkabelung sieht richtig gut aus
    * stressfreier - das ist verdammt fitzelige Arbeit
    * sicherer - von Strom lasse ich aus Prinzip die Finger

    Der Elektriker sollte die Eignung für den Aufbau eines Hausnetzes nachweisen - auch durch Referenzen.

    Strom:
    Ich habe in jeder Raumecke 2 Doppelsteckdosen und an den Wänden > 3m nochmals mittig eine Mehrfachsteckdose setzen lassen. In der Küche alle Meter eine Doppelsteckdose. Im Arbeitszimmer so ein Sockelleistensystem, damit sind prinzipiell beliebig viele Dosen aller Art möglich.

    Meine Frau hatte mich für verrückt erklärt - jetzt ist sie froh drum.

    Netzwerk:
    Da der Preisunterschied beim Material nahe Null und der Aufwand der gleiche ist: Alles in Cat.7 Kabeln und Dosen legen lassen. Natürlich immer voll verkabelt (alle 8 Adern).

    Vom Hausanschlusspunkt ein Doppelkabel zu einem zentralen Punkt, an dem ein kleiner Schaltschrank alle Räume sternförmig versorgt. Der Elektriker kann Dir sagen, wo in Deinem Haus so etwas sinnvoll zu machen ist. Immer Doppelkabel + Doppeldosen legen lassen. Ist die gleiche Arbeitszeit und das Material fällt nicht ins Gewicht. Große Räume kriegen zwei Doppeldosen in jeder Ecke.

    Ein DSL-Modem gleich am Hausanschlusspunkt anschließen und Telefon und Netz über das Doppelkabel zum Schaltschrank führen. Netz wird über einen Router+Switch, Telefon je nach Art (Analog, ISDN) und Router (Voip?) verteilt. WLAN macht der Router mit, bitte WPA oder WPA2 als Verschlüsselung einstellen.

    Fernsehen:
    Eine Thorodial-Schüssel mit 4 Quattro-LNBs auf die Positionen 13°, 19,2° und 28,2° (eine frei belegbar je nach Interesse) mit einem 16/8 Multiplexer erlaubt dir an 8 Stellen im Haus einen Sat-Receiver anzuschließen. Die 4 Sat-Positionen geben die volle Auswahl aus allen möglichen Programmen - Es tut auch eine einfache 100cm-Schüssel mit 2 LNBs auf Astra/Hotbird und ein 8/8 Multiswitch. Auch hier: der Preisunterschied bewegt sich ~200€ - die Arbeit ist dieselbe.
    Je nach Haus bringt man den Verteiler an der gleichen Stelle wie den Netzwerkschrank an und nutzt die Schlitze, die man für das Netzwerk macht, mit - oder arbeitet unabhängig.


    Kabel ist meiner Meinung nach Mist: Teuer, unflexibel, keine Auswahl, Monopol...

    Grüße,

    Magnus
     
  8. #8 Nightstalker, 22.03.2007
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    Nicht ganz, ein ordentlicher Server der die wichtigsten Dienste übernimmt sollte von Beginn in der Planung sein (wenn man einen will) hinterher kann das umständlich werden! Das gehört alles zur Planung mit dazu!

    Welche Kabel er nimmt ist hald von der Anwendung abhängig, klar muss man auch da an später denken, wenn es preislich kein Problem darstellt dann nehm ich gleich Cat7 aber wenn ich sowas nie brauchen werd is es auch rausgeschmissenes Geld. Wer auf Budget schauen muss kann bei Kabeln auch einiges sparen.
     
  9. #9 Christoph Graf, 22.03.2007
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    …ich nicht, denn verlegetechnisch sind die Kategorie 7 Leitungen eine Katastrophe.
    Gerade im privaten Bereich, wo die Dosen meistens Unterputz installiert werden und man nicht die nötigen Reserven und Biegeradien, wie beispielsweise in BR-Kanälen, einhalten kann.
    Je nach Großhandel kann es passieren, dass Kategorie 6 Leitungen, bedingt durch die enorm hohen Anfragen z. Z., preiswerter sind als Kategorie 5 Kabel.
    Übrigens, 1000MBit laufen auch auf Class D Netzen.

    PS
    Cat. Bezeichnungen gelten nur für Leitungen nicht für Dosen und Klemmen. Bei Anschlusskomponenten (als Link zB Dose-Leitung-Dose) spricht man von Klassen.
    Wie ich schon sagte, viele Köche... :lol:
     
  10. #10 Axel2803, 22.03.2007
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    ordentlicher Server? Im Privathaus? Fritzbox und freeware Antivirus reicht.
    Natürlich kann er sich auch ne Media-engine installieren und sein ganzes Haus per Cobranet zum Multimedia Tempel erweitern...

    Gruß, Axel
     
  11. #11 caffè olivier, 22.03.2007
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    so, vielen dank schonmal für eure antworten. hab nicht allzuviel davon verstanden :oops:

    mal für blöde:
    telefon kommt im keller an. An die Keller-Dose kommt der Splitter. An den Splitter kommt das DSL-Modem und der/die/das NTBA.
    Vom Modem aus kann ich mit Cat.5-Kabeln in die einzelnen Zimmer, in denen Cat.5-Dosen sind. Vom NTBA aus gehen ISDN-Anschlusskabel auch in die einzelnen Zimmer und landen dort in ISDN-Dosen. (womit verteile ich ein ISDN-Kabel auf mehrere Dosen?) An diesen Dosen kann ich dann u.U. auch einen A/B-Wandler für analoge telefone anschliessen.

    Ist das so richtig?

    Gruss
     
  12. Stefan

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    Wir haben uns nach dem Umzug ein WLAN-Netzwerk gegönnt um die leidige Strippenzieherei zu vermeiden. Als WLAN-Router dient ein Asus WL-500gPremium, der als eines der wenigen (bezahlbaren) Geräte über zwei USB2-Ports verfügt zum Anschluss von Druckern und Netzlaufwerken. Das ganze Geraffel ist bzw. wird relativ unsichtbar untergebracht in einem Schrank in der Diele, trotz vermeintlich 'veralteter' Technik bekomme ich an den Computern durch zwei Zimmerwände hinweg immer noch gute 80% Signalleistung.
    Zur Sicherheit - man sollte schon darauf achten dass das Netzwerk mit WPA-Verschlüsselung arbeitet. Und man kann ein internes Hausnetzwerk auch 'verstecken', weitere Tricks wie z. B. das Verwenden eher weniger geläufigerer IP-Adressen gibts auch noch.


    Gruss
    Stefan
     
  13. MaPfDe

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    Richtig. Cat.5 verlegt sich einfacher, das kriegt auch der ambitionierte Privatmann hin. Meine Aussage bezog sich darauf, dass die ganze Installation vom Fachmann vorgenommen wird. Der sollte natürlich vorher schauen, ob die starren geschirmten Kabel sauber verlegt werden können.
    Schon richtig. Aber wenn ich mir meinen Arbeitsplatz (Hochschule) so anschaue, denke ich: Immer das beste Kabel in die Wand betonieren, was es für vernünftiges Geld zu kaufen gibt :). Dann muss man nicht so oft neu verkabeln.

    Grüße,

    Magnus

    P.S. Ist doch ganz interessant, wenn so viele an so einem Thema kochen.
     
  14. #14 Christoph Graf, 22.03.2007
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    Diese Konstellation ist an einigen Stellen problematisch und bringt mehrere Nachteile mit sich als Vorteile. Darüber hinaus ist sie teuerer.

    Problem 1:
    Der NTBA stellt bei einem Mehrgeräteanschluss einen S0-BUS zur Verfügung. Den Anfang des Busses bildet der NTBA selbst das Ende ist die letzte ISDN-Dose. D. h., dass Du die BUS-Leitung durch alle Zimmer durchschleifen musst. Ist zwar technisch unproblematisch jedoch stark längenabhängig und unflexibel.
    An diesem BUS dürfen max. 12 Dosen installiert werden und max. 8 ISDN-Teilnehmer gleichzeitig gesteckt sein.
    Ein Internruf ist nicht möglich, ebenso eine Anbindung an die Türsprechstelle, kein gemeinsames Telefonbuch, keine gemeinsame Programmierung (hast Du Kinder, musst Du diverse Anrufe reglementieren oder sperren?), auch TAPI-Dienste werden hier nicht funktionieren.

    Problem 2:
    ISDN Endgeräte sind erheblich teuerer als analoge Apparate. Ebenso Terminaladapter. Eine Verwaltung solch einer Anlage ist reine Katastrophe.

    Lösung:
    Eine Kleine TK-Anlage. Alle Endgeräte sternförmig verteilen und an die analogen Ports der TK-Anlage anschließen.
    Und wenn die analogen Endgeräte eine R-Taste haben und ein Display besitzen, wüsste ich nicht was reine ISDN-Telefone besser oder mehr können.
    Wenn die TK-Anlage über ein schaltbares Relais verfügt, dann kannst Du damit aus der Ferne auch deine Espressomaschine damit schalten.
     
  15. Hermo

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    ...noch ein Koch (nur ein halbwissender)...

    wir haben vor 5 Jahren Haus gebaut und ich hab mir gleich im Rohbau vom Elektriker vom einem Kellerraum aus bis unters Dach in verschiedene Zimmer Leerrohre legen lassen.

    Letztlich sind es doch zuwenige Leerrohre gewesen.

    Außerdem hab ich nicht aufgepasst (bzw. ich wusste es nicht besser), daß die Leerrohrstrecken nicht zu lange sind. D.h. zwischendrin (in jedem Stockwerk) sollten die Leehrrohre in eine Dose münden und von dort weitergehen.
    Das erleichtert das Durchziehen der Kabel ungemein.
    Noch besser ist es, wenn man die Kabel gleich ins Leerrohr schiebt, bevor es eingebaut (eingeputzt) wird. Und die Leerrohre sollten natürlich in weiten Radien verlegt sein, falls mal ein anderes Kabel rein soll.

    Die Kabel hab ich in AMP Co - Dosen aufgelegt. Link: ----->ampnetconnect.de

    Die AMP-Co Dosen haben den Vorteil, daß man verschiedene Einsätze einstecken kann.
    So kann man z.B. ein LAN-Kabel (8adrig) für zwei LAN-Verbindungen verwenden (2x 100MBit).
    Es gibt aber auch Einsätze für 1xISDN/1x100MBit oder auch nur ISDN.

    Die AMP Co-Dosen wurden in der Firma inzwischen auch ausgemustert. Ich hab teilweise noch bei Ibay welche günstig gekriegt...

    Aber grundsätzlich ist es besser, ausreichend viele Kabel (Leerrohre) zu verlegen.
    Außerdem ist eine ISDN-Verkabelung anders aufgebaut als eine LAN-Verkabelung.

    Kabel durfte ich bei uns aus der Firma mitnehmen, als Kupfer "herausgerissen" wurde und in LWL verkabelt wurde. Das war ein Cat7 Kabel (4x2x0,55 PIMF = Paarweise In MetallFolie abgeschirmt). Dieses Kabel ist allerdings sehr steif und lässt sich kaum in meine Leerrohre einziehen, so daß ich teilweise auf dünneres Cat5 FTP-Kabel ausweichen musste.

    Die Verlegung der Leerrohre (Kabel) sollte allerdings von jemanden geplant werden, der auch einen Plan hat...

    Wenn ich noch ein Kabel in die Küche schieb kann ich ne IP-Webcam vor die Espressomaschine stellen und über den Schaltausgang der Kamera per Relais die Maschine ein- u. ausschalten.... und über die Kamera per www noch den Kesseldruck kontrollieren... :roll:

    Hermann
     
  16. #16 Christoph Graf, 22.03.2007
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    ...ok, wenn sie von der Sache etwas verstehen… :lol:

    Kategorie 6a (ISO Ea) Leitungen sind in der TIA/EIA-568-B.2-10 / ISO/IEC 11801:2002 2nd Ed spezifiziert. Diese Norm sieht eine Übertragungsrate von 10 Gigabit Ethernet (10GBASE-T) vor.
    Bei guter Verlegung kriegt man sogar einen ganzen Link inkl. Dose zertifiziert.

    ISO F-Dosen in RJ-45 Bauweise gibt es nicht und wird es nicht geben. Hier hat man sich andere Layouts einfallen müssen.
    Ich weiß nicht was sie bei Dir installiert haben. So wie ich das sehe ein nach welcher Norm auch immer (ist noch nicht offiziell verabschiedet) Datenkabel dessen EMV-Eigenschaften vermutlich überexzellent sind, weil Du diese Leitung auf Kabelpritschen neben hochfrequenten Maschinenleitungen eines Generators verlegen musstest – keine Ahnung.
    Klasse F ist sicher mehr als Klasse E, es kommt jedoch immer auf die Anwendung darauf an.

    Übrigens, ich installiere viel für die US-Army. Hier wird neben LWL ausschließlich Class D (Kategorie 5) verlegt und das ungeschirmt!

    Wenn Du wert auf Beständigkeit und was auch immer legst, dann hättest Du LWL legen müssen.
     
  17. #17 Christoph Graf, 22.03.2007
    Christoph Graf

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    Einer meiner Lieblinge…
    Hier sollte man bei einer uP-Installation unbedingt tiefere Dosen einsetzen, durch den Anschlusswürfel geht relativ viel Platz verloren.
    Darüber hinaus kann es vorkommen, dass nicht alle Schalterprogramme mit dieser Anschlussdose kompatibel sind. 8)

    @hermo
    Die Fernschaltung war eine Anspielung auf einen anderen Thread der sich krampfhaft damit beschäftigt hat. :roll:
     
  18. Hermo

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    Riecht förmlich nach Ironie... :wink:
    Stimmt!
    Was heißt das? Ich hab keine Ahnung, was Du meinst...
    Hey, das wär doch ne neue Herausforderung hier im Board: die Webcam vor der Espressomaschine...
     
  19. #19 Christoph Graf, 22.03.2007
    Christoph Graf

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    Nein, keine Ironie, die sind wirklich ok.

    Schalterprogramme soll heißen, wenn Du zB unbedingt die neuen Gira-Schalter-Steckdosen-Kombinationen (Caffé Oliver redet von einer Neuinstallation) haben möchtest, dann wäre es schön wenn die Zentralplatten der Datendosen zu den Programmen passen würden, sowohl farblich als auch einbautechnisch.

    Die Webcam ist doch nicht wirklich eine Herausforderung…
     
  20. Hermo

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    ...ich hatte den Smilie vergessen... :wink:
     
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