Was kostet eine BIO-Zertifizierung

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  1. #1 kaffeemaus29, 12.09.2016
    kaffeemaus29

    kaffeemaus29 Mitglied

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    Hallo Kaffee-Freunde,

    wie die Überschrift schon zeigt, möchte ich gerne vorab einmal wissen, was eine BIO-Zertifizierung kostet. Ich möchte in Zukunft Bio Kaffee verkaufen, nützlich wäre dann auch das BIO Siegel.

    Danke :)
     
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  2. #2 Gregorthom, 12.09.2016
    Gregorthom

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    Wenn ich mich recht erinnere, machst Du das nur als Nebenerwerb, richtig? Das Bio-Siegel ist eine sehr Zeit-/Kontroll- und kostenintensive Angelegenheit. Die Kosten Richten sich meines Wissens nach dem Aufwand und Größe des Betriebs. Eine Rösterei, die mich mit nach Profil geröstetem Kaffee für den Widerverkauf versorgt spricht von einem 4-5-stelligen Betrag/Jahr. Das Geld muss man erst einmal erwirtschaften. Man hat mir deshalb davon abgeraten Bio-Kaffee als Wiederverkäufer einzukaufen, da ich dann ebenfalls zu hohen Gebühren zertifiziert werden müsste.

    Aber erkundige Dich doch direkt bei der Kontroll-/Zertifizerungsstelle, dort wird man Dir schnell eine Antwort geben können.
     
  3. seeker

    seeker Mitglied

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    Und dann bitte hier Posten - mich interessiert das ganze Thema sehr. Nach längerer Recherche über 'fair trade' und andere Siegel ist meine Euphorie dafür schnell verflogen. Ich bevorzuge inzwischen Projektkaffees, bei denen klar nachvollziehbar ist was mit Geldern geschieht und was wirklich eine Verbesserung für die Leute vor Ort darstellt. Unabhängig von 'Brief und Siegel'.
     
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  4. #5 Sebastiano, 12.09.2016
    Zuletzt bearbeitet: 12.09.2016
    Sebastiano

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    Es gibt ja nicht nur das Supermarkt-gängige 'EG-Bio' mit vergleichsweise 'geringen' Anforderungen…

    Zum Beispiel sind Bio-Produkte der Anbauverbände wie z.B. Demeter immer noch überwiegend im Bio-Naturkost-Fachhandel erhältlich, wo auch auf ein gewisses Preis-Leistungs-Niveau geachtet wird, also der fragwürdige Preisdruck auf die Erzeuger nicht so wirksam wird, wie zum Beispiel durch den verstärkten Einstieg der Supermarktketten und der Discounter in das EG-Bio-Geschäft.

    Sie finden in diesen Unterlagen:
    • Leistungen des Demeter-Verband für Sie
    • Ihre guten Gründe für den Einstieg bei Demeter
    • Ihre Schritte zum Demeter-Verarbeiter
    • Unterlagen, Formulare und Ansprechpartner
    http://www.demeter.de/fachwelt/verarbeiter/mitglied
    http://www.demeter.de/sites/default...verarbeitung_erstinformation_biodynamisch.pdf
    .
     
  5. Antea

    Antea Mitglied

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    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kosten für eine Zertifizierung eine 4 oder 5 stellige Summe ausmachen werden.
    Je nach Verband, wenn EU Bio nicht ausreicht, kommen verschiedene Kosten auf Dich zu, die auch von Deinem Ausstoss abhängen werden.
    Eine oder zwei jährliche Kontrollen durch eine von Dir beauftragte und vom Verband zertifizirte Kontrollstelle werden anstehen plus Kosten für die Verwendung des jeweiligen Siegels.
    Demeter stellt hierbei sicherlich die höchsten Ansprüche an Dich und die Herkunft, Verarbeitung, Vermarktung, etc, leider auch an Deinen Geldbeutel.
    Die Bürokratie ist es, die extrem aufwändig sein wird. Vor allem, da die Biosiegel im Anbauland auch hier akzeptiert werden müssen, etc.
    Es werden viele Nachweise auf Dich zukommen.
    Warum aber ein Zertifizierung als Röster/Händler hier nötig sein sollte, ist mir nicht schlüssig. Bio-Kaffe darfst Du doch bestimmt auch ohne Zertifizierung verkaufen, oder nicht?

    Ich würde mir an Deiner Stelle einen Röster suchen der biozertifiziert ist (gibt ja sicher nicht viele) und dort einmal anfragen. So wie ich überzeugte Bio-Täter kenne, wirst Du sicherlich Hilfe und Information bekommen. Sonst eventuell auch direkt bei einem Verband oder einer Kontrollstelle.

    Solltest Du das wirklich durchziehen mit der Zertifizierung, dann empfehle ich Dir aber ernsthaft, suche Dir einen Verband und eine Kontrollstelle, die sich wirklich mit dem Bereich Kaffee, Rösten, etc auskennt, sonst wird das extrem anstregend, da Du sonst immer der "Vorreiter" sein wirst und immer wieder Präzedenzfälle anstehen werden.

    Berichte aber auf jeden Fall weiter, ist sehr spannend!

    Viel Erfolg und Grüße Volker
     
  6. #7 kaffeemaus29, 12.09.2016
    kaffeemaus29

    kaffeemaus29 Mitglied

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    Vielen lieben Dank für eure Meinungen. Der Sinn des ganzen ist, dass man Bio Kaffee auch ohne Bio Siegel verkaufen kann, aber der "ahnungsloses Kunde" gerne so ein Siegel sehen möchte. Deswegen schwanke ich hin und her. Die Kosten dafür sind wie ich vermute habe relativ hoch.
     
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