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  1. #1
    dbertolo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Mein Winterprojekt: Restauration einer Faema President

    Hallo zusammen

    Ich habe mir vor ein paar Wochen eine etwas heruntergekommene Faema President gekauft und mit der Restauration begonnen. Für's erste mal ein paar Fotos aus der Kategorie "vorher":







    Bei der Maschine fehlen Pressostat, Scaldatazze und der Gasbrenner. Den Pressostat (und alle benötigten Ersatzteile) bekomme ich vom Verkäufer kostenlos nachgeliefert. Den Gasbrenner brauche ich nicht, könnte ich aber trotzdem einbauen. Und den Anschluss für die Scaldatazze benutze ich für das Entlüftungsventil.

    Natürlich muss der Rahmen sandgestrahlt und neu lackiert oder verzinkt werden. Zudem werde ich wohl auch die meisten Gehäuseteile neu verchromen lassen:







    Weiss jemand, aus welchem Metall die Gehäuseteile sind? Unter dem Chrom sieht man etwas Messing-ähnliches. Rost ist es jedenfalls nicht.

    Die Rohre habe ich heute entkalkt:



    Und das erste Problem habe ich auch schon gefunden. Beim Rohr zwischen Wasseranschluss und Füllventil hat es einen Riss:



    Kann man einen solchen Riss löten, oder soll ich besser gleich ein neues Rohr anfertigen (lassen)?

    Ansonsten kämpfe ich noch etwas mit festgerosteten Kesselschrauben weiter. Und natürlich werde ich immer wieder berichten.

    Gruss
    Dani
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    In Arbeit: Faema President

  2. #2
    achmed ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mein Winterprojekt: Restauration einer Faema President

    Hallo,
    bis ca. Mitte der 60er wurden für die Gehäuse Messingbleche verbaut, die unter dem Chrom noch eine Kupferschicht hatten. Zumindest außen. Das siehst du. Immer aus Edelstahl hingegen waren die unteren Verkleidungsbleche des Rahmens.
    Das Rohr kann man löten, aber der BGvorlauf sieht auch nicht so prickelnd aus, oder täuscht das? Evt. beide neu? Willst du selber biegen, das Rohr ca. 10cm länger als später benötigt schneiden, Sand rein und die Enden zusammenquetschen. Dann kann man "ohne Probleme" die benötigten Radien nachbiegen. Danach auf Maß bringen. Lötnippel sind Standardware.
    Zum Thema Kesselschrauben habe ich schon mal was gesagt. Meist hilft nur sägen oder eine dünne Trennscheibe und viel Vorsicht.
    Gruß
    Achmed

  3. #3
    maggi*tm ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mein Winterprojekt: Restauration einer Faema President

    ..., Sand rein und die Enden zusammenquetschen. Dann kann man "ohne Probleme" die benötigten Radien nachbiegen.
    Das kannte ich noch nicht - wieder etwas nützliches gelernt heute morgen!

    Gruß, Patrick

  4. #4
    cappufan ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mein Winterprojekt: Restauration einer Faema President

    Gratuliere zum schönen Schätzchen u. wünsche viel Erfolg
    P.S. Kennst Du schon die hiesige Gastro-HH-IG?
    Eingelagert: Rancilio Silvia V3 + Mahlkönig Vario Home V2. Moccamaster KBT 741, Aeropress + Hario Slim Handmühle.
    Vorherige Mühlen: Gaggia MM, Ascaso i2-mini, Macap M4, Mazzer Mini E/B, Iberital Challenge, Mahlkönig Vario Home V1, Mazzer Kony E, Compak K-3 T

    Vorherige Maschinen: Gaggia Baby Class D, Rancilio Silvia V2, Vibiemme Domobar Super (HX), Gaggia Classic + Auber PID, Vibiemme Domobar Super PID Dualboiler, Nuova Simonelli Oscar, Rancilio Classe 6 LE1 Leva


  5. #5
    dbertolo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mein Winterprojekt: Restauration einer Faema President

    Hallo Achmed

    Vielen Dank für die wertvollen Hinweise und Tipps. Dann besorge ich mir mal Kupferrohr und Lötnippel.

    Zitat Zitat von achmed Beitrag anzeigen
    Das Rohr kann man löten, aber der BGvorlauf sieht auch nicht so prickelnd aus, oder täuscht das? Evt. beide neu?
    Nein, das täuscht nicht. Am BG-Vorlauf hat wohl mal jemand mit einer Zange gegengehalten. Dicht wäre es schon. Aber ich wechsle das auch aus.

    Gruss
    Dani
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  6. #6
    dbertolo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mein Winterprojekt: Restauration einer Faema President

    Hallo zusammen

    Kleines Status-Update von meiner Seite. Dieses Mal noch ohne Bilder.

    Mit neuem Werkzeug nahm ich die festsitzenden Kesselschrauben in Angriff. Und siehe da, die Muttern liessen sich doch noch lösen. Rätsche und Hammer seien Dank. Als nächstes müssen die Schrauben und die Halbringe noch ab. Sollte ja theoretisch nicht so schwierig sein. Aber für heute habe ich aufgegeben . Soll doch das WD40 mal ein bisschen arbeiten.

    Zum nackten Rahmen fehlt noch das Ausbohren der beiden Blindnieten. Mangels Bohrer auch auf später verschoben. Danach kann dann endlich der Rahmen in die Reinigung.

    Beim Entfernen der Füsse habe ich leider noch zwei Gewindebolzen abgedreht. Was mache ich da am besten? Ausbohren und neues Gewinde schneiden?

    Danke für weitere Tipps.

    Gruss
    Dani
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  7. #7
    achmed ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mein Winterprojekt: Restauration einer Faema President

    Na, die Muttern sind wirklich das geringere bis gar kein Problem. Die Schrauben sind oft mit den Aluflanschen eine so innige verbindung eingegangen, dass sie nicht mehr zu trennen sind. Es sei denn im Dichtungsbereich mit einer Bügelsäge oder feinen Trennscheibe. Wie schon erwähnt. Vorsichtig, du bewegst dich zwischen zwei Dichtflächen. Zu versuchen, die Schrauben mit einem Hammer raus zu prügeln, führt meist zu verzogenen Deckeln und Dichtflächen am Kessel und gebrochenen Flanschen.
    Beim Fuß ein ähnliches Problem. Die Kombination Alu, Stahl und Nässe lässt die Schrauben übermässig stark korrodieren und damit abreissen. Hier musst du wohl wirklich bohren und ein neues Gewinde schneiden.
    Das ist alles normale Aufgabenbewältigung beim Umgang mit alten Kisten.
    Übrigens, das Innenleben bzw. das komplette Rückschlagventil in der Hebelgruppe ist über nuova-ricambi zu kriegen. Ebenso sämtliche anderen Teile, sogar komplette Gruppen. Restaurierung einfach gemacht.
    Gruß
    Achmed

  8. #8
    dbertolo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mein Winterprojekt: Restauration einer Faema President

    Hallo Achmed

    Vielen Dank schon wieder. Ich denke, du bewahrst mich vor Schlimmerem. Ich besorge mir mal eine Trennscheibe und arbeite mich von aussen nach innen. Aussen am Aluring kann ich nicht viel kaputt machen. Und vielleicht kommt der dann weg, wenn ich die korrodierten Schrauben aussen absäge. Und sonst kann ich immer noch in die Dichtung schneiden. Die Dichtung ist wohl aus Asbest, oder?

    Auf der Halbringseite ist die Verbindung zwischen Schrauben und Aluringen doch sehr innig. Entweder wurden da keine Unterlagscheiben verwendet, oder aber es ist wirklich sehr, sehr alt. Die Schraubenköpfe sind grösstenteils im Alu versenkt. Naja, ich werde berichten.

    Die Restauration soll nicht möglichst einfach sein, sondern Spass machen. Komplette Teile kaufen kann ich dann immer noch, wenn's nicht anders geht.

    Gruss
    Dani
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    In Arbeit: Faema President

  9. #9
    achmed ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mein Winterprojekt: Restauration einer Faema President

    Morgen,
    das bringt nichts, die Schrauben von außen abzuflexen. Du musst sie in der Mitte trennen, wobei die Dichtung nicht aus Asbest ist. Die Schraubenköpfe sind in den Halbringen gegen Verdrehen gesichert, da gehören keine Scheiben hin. Ich meine eine ausführlichere Beschreibung gab es mal zu einer Urania. Und wie gesagt, Vorsicht, ein Kollege hier hat munter drauf los gesägt und danach Scharten in den Dichtflächen gehabt. DAS MUSST DU VERMEIDEN.
    Die Schraubenreste im Alu bekommst du danach auf einem Schraubstock rausgeschlagen, dabei die Backen möglichst eng zusammendrehen, damit der Flansch nicht bricht. Das ist Guss und das passiert schnell.
    Gruß
    Achmed

  10. #10
    zuerisee ist gerade online Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mein Winterprojekt: Restauration einer Faema President

    Hallo Dani,

    falls es Dir weiterhilft schau mal hier auf Seite 2:

    Restauration einer Faema Lambro

    Gruß, Ulrich
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