Espresso-Neuling: Problem den Sweet-Spot (30g nach 30s) zu finden.

Diskutiere Espresso-Neuling: Problem den Sweet-Spot (30g nach 30s) zu finden. im Bohnen und Kaffee Forum im Bereich Rund um die Bohne; Vorweg: Ich wusste nicht so genau in welches Uterforum es passt, da ich selbst noch nicht so genau weiß wie mein Problem genau gelagert ist. Ich...

  1. #1 BialettoHH, 31.01.2020
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    Vorweg: Ich wusste nicht so genau in welches Uterforum es passt, da ich selbst noch nicht so genau weiß wie mein Problem genau gelagert ist.

    Ich habe mir als erste Siebträger-Maschine eine Quickmill Orione gekauft, und dazu eine Graef CM800. Als erste Bohnen habe ich mir Segafredo Extra Mild gekauft, also nicht sonderlich stark geröstete 100% Arabica-Bohnen. Ich weiß Segafredo kommt hier im Forum nicht sonderlich gut weg, aber diese Top-Linie von Segafredo hat mir schon einige sehr leckere Espressi in einer Segafredo-Bar beschert. Von daher dachte ich mir: Why not? Schließlich weiß ich wie das schmecken kann was aus den Bohnen kommt.

    Die ersten Bezüge waren ganz Ordnung. Also durchaus trinkbar aber weit weg von Optimal. Über allem lag eine recht dominante Säure. Habe natürlich hier auch gelesen welche Parameter optimal sind und mal versucht mich dran zu orientieren. Nehme also 15g ins Zweiersieb und tampere mit unbekannter Stärke (haben tatsächlich keine Waage zu Hause :D ). An der Temperatur kann ich bei meiner Maschine nicht groß was einstellen, also (nach ein paar Minuten aufwärmen) einspannen und los. Die erste Zeit hatte ich immer das Problem, dass er zu schnell durchlief. Soll ja erstmal tröpfeln und sich dann zu einem dünnen Strahl entwickeln, so dass man nach 30 Sekunden etwa 30g Espresso hat. Bei mir rauscht er aber zu schnell durch. Kommt am Anfang recht viel, dann wird es etwas weniger und dann wieder mehr wobei ich dann am Ende schon nach 15 bis 20 Sekunden bei 30g war.
    Also feiner gemahlen und schon war das Gegenteil der Fall: Die Maschine müht sich sichtlich (Pumpendruck auf Anschlag) das überhaupt etwas rauskommt, und die 30g erreiche ich erst nach 55 Sekunden. Teilweise hatte ich es auch schon das bis auf ein paar Tropfen nichts raus kam. Die Säure ist nach diesem langen Bezug nicht mehr so stark und der Espresso deutlich angenehmer und leckerer. Aber eine Bezugszeit von 55 Sekunden ist ja laut einhelliger Meinung hier schon ziemlich lang.
    Wenn ich wieder gröber mahle geht es schnell wieder ins andere extrem. Ich komme also nicht so richtig auf den Sweetspot. Ist das wirklich so eine Kunst den zu treffen oder sind meine Bohnen einfach "zickig"?

    Eine Sache die mir bei der Graef CM800 schon aufgefallen ist, ist die Abhängigkeit des Mahlgrades vom Füllstand des Bohnenbehälters. Habe jetzt zum dritten mal 200g von den Bohnen eingefüllt und festgestellt, dass der Mahlgrad sich doch ganz ordentlich verändert je nachdem ob 200g oder nurnoch 20g drin sind. Das macht das ganze natürlich nicht einfacher. Werde in Zukunft also vielleicht jeden Shot einzeln in die Mühle füllen müssen für wirklich reproduzierbare Ergebnisse :/
     
  2. #2 Adjacent, 31.01.2020
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    Schau dir doch mal folgendes Video an:



    Da ist sehr schön , ausführlich und fundiert erklärt, warum die CM800 eine für Espresso geeignete Einsteigermühle ist, die aber definitiv nicht optimal ist und ganz schön herausfordernd sein kann.

    Noch ein ganz anderer Punkt:
    Du schreibst von einigen Minuten Vorwärmen.
    Das reicht auch bei einer QM definitiv nicht aus. Eigene Erfahrungen können Dir die QM Besitzer berichten, aber ich würde mal mindestens 15 min vorwärmen.

    Viel Erfolg!
     
  3. #3 BialettoHH, 31.01.2020
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    Also das Video spricht wieder sehr dafür, dass es bei der CM800 eine ordentliche Streuung gibt. Habe schon ein paar mal gelesen, nur auf den Stufen <5 bekommt man Kaffeemehl das für Esspresso geeignet ist. Bei mit läuft sie aktuell zwischen 15 und 10. Auch wenn ich mir angucke was für Probleme die in dem Video mt Bouldern haben bin ich echt erstaunt. Wenn ich mir mein Kaffeemehl angucke habe ich dieses Probeme gar nicht (und entsprechend auch kein Channeling).
     
  4. #4 StSDijle, 31.01.2020
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    Hallo,

    also, wenn du deine Maschine verstopfen kannst, ist es erstmal gut. 2 Sachen. Es könnte sein, das deine Bohnen nicht so frisch sind, wie sie sein sollten. Das ist ein generelles Problem mit Supermarkt als Bezugsquelle. In den Cafés haben die das Problem halt nicht, weil ja direkter geliefert wird. Bei allem Unken, ich würde dir zustimmen, dass man Segafredo schon halbwegs trinken kann. Es gibt neben dem Geschmack eben noch andere Gründe, warum ich lieber beim Kleinröster mit transparenter Lieferketten kaufe.

    Das 2. ist vermutlich der klassische Fehler: du schwingst um die richtige Einstellung, weil du den Todraum nicht leerst. Ich weiß das es weh tut, aber nach dem du die Mühle verstellt hast, wirf die 1. 10g-15g weg. Es bringt nix. Du hast sonst im Sieb eine krude Mischung mit größten teils altem mahlgut. Was dann zur Folge hast, dass du deine Änderung unterschätzt und die Mühle weiter drehst und dann weit übers Ziel hinaus schießt.

    Vielleicht als Lernaufgabe: Verändere deinen mahlgrad und mache 4 Bezüge. Im besten Fall laufen die letzten 3 gleich, wenn du Pech hast auch erst die letzten 2.

    lg
    S
     
    Sekem gefällt das.
  5. #5 BialettoHH, 31.01.2020
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    MHD ist 28.09.2021. Online findet man für Segafredo zwar 18 Monate MHD, aber dann wären wir ja in der Zukunft mit der Röstung. Wenn man also von 24 Monaten ausgeht wären die Bohnen 4 Monate alt. Nicht optimal, aber sollten ja eigentlich noch brauchbar sein.

    Das mit dem Schwingen glaube ich nicht. Habe mich schon etwas informiert und weiß von dem großen Totraum. Mache also immer mehrere Shots bevor ich wieder verstelle. Habe aber in letzter Zeit recht wenig verstellt. Deswegen ist mir halt auch aufgefallen, dass es von der Menge Bohnen im Behälter abhängt. Habe da aber irgendwie das Gefühl, dass diese Änderung immer wieder als Sprünge erfolgen wenn sich der Behälter leert und nicht komplett kontinuierlich. Wie gesagt sobald er das nächste mal leer ist kommen dann nur noch die einzelnen Shots rein in die Mühle.
     
  6. #6 Sebastiano, 31.01.2020
    Zuletzt bearbeitet: 31.01.2020
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    Hallo @BialettoHH,

    kurze Hinweise für eine Verbesserung Deiner Ergebnisse:

    Caffè in einer 'guten' Segafredo-Bar mit 'irgendwo' gekauften Segafredo-Bohnen zu vergleichen kann in die Irre führen, einmal ganz von der eventuell wenig 'optimalen' Kaffee-Qualität nicht weniger Großröster. Stark qualitätsentscheidend für das Ergebnis in der Tasse ist die Frische Deines Kaffees: wann wurde Dein Kaffee geröstet .

    Bei heller gerösteten Bohnen lässt sich die Säure-Balance durch eine etwas höhere Brühtemperatur beeinflussen. Du hast mit Deiner Orione dazu zwei Möglichkeiten:
    • Die Maschine sollte mit eingesetztem (leeren) Siebträger etwa 10-15 Minuten vorgewärmt sein
      Durch Hinzuschalten der Dampfheizung ließe sich die Aufheiz-Zeit etwas verkürzen
    • Setze den gefüllten Siebträger genau dann ein und starte Deinen Bezug, wenn die Heizung soeben abgeschaltet hat, also die Heizkontrolle-Leuchte soeben ausgeschaltet hat. Das ist die standardmäßig reproduzierbare höchste Brühtemperatur
    • Nach dem Abschalten der Heizung (als reproduzierbarer Fixpunkt) kannst Du zusätzlich die Brühtemperatur nahezu beliebig erhöhen durch das 'Aktive Temperatursurfen':
    • Warum das überhaupt sinnvoll sein kann, und wie Du damit das Geschmacksprofil Deines Caffès beeinflussen kannst, das kannst Du hier erfahren:
    Wichtig ist aber auf jeden Fall möglichst frisch gerösteten Kaffee zu verwenden. Ein gutes Zeitfenster wäre in der Regel etwa 1-2 Wochen bis maximal 2-3 Monate nach der Röstung – je nach Sorte und Röstgrad.

    Viel Erfolg…

    Gruß, Sebastiano
    .
     
  7. #7 StSDijle, 31.01.2020
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    Wie wiegst du ab? Hört sich jetzt so an, als ob du Schwankungen bei der Dosis hast. Wenn du nichts verstellst und alles richtig machst, dann sollte jeder Shot gleich lang brauchen. Wenn das (Messungenauigkeit mal zur Seite) nicht so ist, dann hast du irgendwelche ungleimäßigkeiten im Prozess.
     
  8. #8 BialettoHH, 31.01.2020
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    Da gibt es vielleicht ein Missverständnis. Ich meine den Mahrgrad und nicht die Menge. Mahle nicht direkt in den Siebträger sondern erstmal auf ein kleines Schälchen auf einer Waage (Genauigkeit 0,1g). Wenn ich dann später jeden Shot einzeln einfülle wiege ich natürich vorher die Bohnen und kann dann direkt inden Siebträger mahlen.
     
  9. #9 StSDijle, 31.01.2020
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    OK alles gut, ich frage ja nur, weil ich den Fehler mit dir finden will. Aber ich fürchte wir haben Ihn schon. 4 Monate ist grenzwertig. Trotzdem, schaffst du es 4 identische Bezüge zu machen? Also Kaffee auf 1/10 messen und der resultierende Espresso sollte so mit 2-3s und 2-3g Toleranz aus dem ST kommen... Wenn das nämlich nicht geht, dann ist was faul unabhängig vom Rezept.

    Wenn das geht kann man bei der gerasterten Mühle (ist die doch oder) auch noch mit der Dosis Spielen. Also wenn der Kaffee etwas zu schnell läuft bei gleichem MG etwas mehr Kaffee und eben auch im Verhältnis mehr Wasser also statt 15g zu 30g die dann in 20s durchlaufen (find ich etwas zu lang, ich ziele auf 28s) eben 16g (gleicher MG) zu 32g die dann etwas langsamer laufen sollten.

    LG
    S
     
  10. Schoki

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    Willkommen in der Welt der Graef CM800... Die Stufen sind einfach so grob, dass man solche riesigen Sprünge hat. Mit ganz viel Glück passt auch eine der Stufen mal für ein paar Tage optimal zur aktuellen Bohne. Am ehesten Glück hat man da mit frischen, dunkel gerösteten Bohnen mit mindestens 20% Robusta, die verzeihen viel. Ansonsten ist das einzige, was da hilft, wie schon erwähnt: mit der Dosis ausgleichen. Nimm also mal beim zu feinen Mahlgrad nur 13 oder 14 Gramm.
     
  11. NiTo

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    Die Graef Mühle ist für das Single-Dosing völlig ungeeignet. Du selbst hast ja bereits festgestellt, dass sie bei einem gewissen Füllstand im Hopper am besten arbeitet.
     
  12. #12 BialettoHH, 03.02.2020
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    Und weshalb ist sie dafür ungeeignet? Das wäre sie doch eigentlich nur dann wenn die Ergebnisse nicht reproduzierbar wären. Habe den Hopper aktuell leer und werde in den nächsten Abenden mal probieren ob die Ergebnisse große Schwankungen haben oder nicht.

    Und nein, ich habe so etwas bisher definitiv nicht festgestellt. Ich habe gesagt, dass der Mahrgrad abhängig davon ist wie der Füllstand des Hoppers ist. Das hat ja aber nichts mit besser oder schlechter zu tun.

    @Schoki : Oder eben die im Video gezeigt Feineinstellung. Aber wie gesagt prüfe ich jetzt erstmal wie reproduzierbar die Ergebnisse beim Single-Dosing bei mir sind.
     
  13. Schoki

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    Die wird als Feineinstellung bezeichnet, ist aber eine Grobeinstellung, die den Mahlgradbereich verschiebt, und wird dann genutzt wenn selbst der feinste Mahlgrad nicht für Espresso reicht. Man kann natürlich Glück haben, dass dadurch auch einer der Mahlgrade besser passt, darauf würde ich aber nicht setzen. Ich hab die Mühle zwei Jahre benutzt und spreche aus Erfahrung, das war kein uninformiertes Rumhaten, auch wenn es vielleicht so klang.
     
  14. Senftl

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    Weil sie nicht dafür konstruiert/ausgelegt ist und der Totraum einfach viel zu gross.
    Auf dem Bild siehst diesen (den roten Kringel ignorieren, Bild ist aus anderem Thread geliehen)
    62D31B9F-5132-4644-B18B-728463F80DD8.jpeg
    Es kommt nicht alles Kaffeemehl, welches sich dort sammelt, beim Mahlvorgang mit raus.
    Das bleibt drin, altert und kommt dann erst beim nächsten oder übernächsten Mahlvorgang komplett mit raus.

    Deswegen macht SD mit der Mühle nicht viel Sinn und du müsstest dir zu dem Zweck eben eine andere (mit erheblich weniger Totraum) beschaffen. Zum Beispiel Handmühle, Niche Zero oder Baratza Sette.
     
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  15. Schoki

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    Wobei die Totraumproblematik auch bei gefülltem Hopper eine Rolle spielt und man auch beim Single Dosing entweder vorher entsprechend 5 Gramm durchjagen und das Ergebnis wegwerfen kann oder mit dem alten Kaffeemehl leben kann. Problematischer ist, dass unter Umständen vom angestauten Kaffeemehl manchmal etwas mit rausfällt und dann beim nächsten mal wieder mehr zurückbleibt, sodass man trotz Single Dosing unregelmäßige Mengen Kaffeemehl hat
     
  16. #16 BialettoHH, 03.02.2020
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    Ah, dann habe ich das verwechselt. Aber ich bin der Meinung in der Anleitung oder so auch was von einer Feineinstellung im Inneren gelesen zu haben. Muss ich dann ggf. nochmal recherchieren.

    Mal etwas provokant: Und was hat das jetzt miteinander zu tun? Also wieso interessiert es den Totraum ob im Hopper noch Bohnen sind oder nicht? Im Totraum würde doch auch Kaffeemehl zurückbleiben wenn sich noch weitere Bohnen in der Mühle befinden. Verstehe also einfahc nicht warum es in dem einen Fall schlimm sein soll und im anderen nicht.
    Der User Aeropress hat hier zur CM800 sogar mal geschrieben sie sei für single dosing besonders gut geeignet, da dann weniger Kaffeemehl im Totraum zurück bleibe. Er relativiert das dann noch für Espresso, da hier wohl der Druck auf dem Mahlwerk gebraucht wird. Aber das werde ich dann ja die nächsten Abende sehen wie das Ergebnis ist.

    PS zu Schoki: Ja, ob dann wirklich immer so viel rauskommt wie rein geht, der Totraum also 1:1 ersetzt wird, ist natürlich eine spannende Frage. Das werde ich dann die nächsten Abende vermutlich auch mal ausprobieren, also Input und Output beim Single-Dosing messen. Es bleibt spannend.
     
  17. Schoki

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    Nochmal zur Feineinstellung: Die Anleitung meint genau das, was ich als Grobeinstellung bezeichnen würde. Ich finde es sehr verwirrend, dass es von Graef selber als Feineinstellung bezeichnet wird.

    Es wird oft gesagt, dass ein eher leerer Hopper die Streuung der Partikelgröße vor allem bei Kegelmahlwerken negativ beeinflusst. D.h. du hast mehr grobe Partikel je weniger Druck von oben kommt. Inwiefern das auf die Graef zutrifft, weiß ich nicht. Die Sette, Handmühlen und die Niche haben auch Kegelmahlwerke, ein generelles Problem kann es also nicht sein.
     
  18. Senftl

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    Der Totraum dieser Mühle ist in beiden Fällen, also normale Hopper Nutzung und versuchte SD Nutzung, eher schlecht. Weil eben so gross.

    Mit gefülltem Hopper und eventuell einer gutmütigen Mischung (Arabica und Robusta, dunkel, klassisch) vielleicht nicht ganz so schlimm.
    Der Totraum muss auch da eigentlich meist erst ausgemahlen werden, wenn das Pulver mehrere Stunden lag oder der Mahlgrad verstellt wird.
    Beim einstellen hast du es ja ebenso gemacht, da du sonst nur um den richtigen Mahlgrad drumherum geeiert wärst.

    Beim SD ist es deswegen schlecht, weil man ja durch das SD entweder bei jedem Mahlgang die Bohnen wechseln möchte oder immer frisches Pulver und nebenbei den Bohnenverbrauch senken möchte. Also das genau die Bohnen die Ich oben rein schmeisse auch unten gemahlen raus kommen und nicht das Pulver welches Ich vor Stunden gemahlen habe.
    Da stört (grosser) Totraum eher und es wäre dann abstrus noch die halbe bis gleiche Menge zusätzlich vermahlen zu müssen nur um den Totraum zu „säubern“.
    Von daher ist die Graef eben eher ungeeignet für SD.
     
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  19. #19 BialettoHH, 03.02.2020
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    Das ist ja aber bei mir nicht das Argument für SD bei mir. Bei mir geht es einfach darum immer den gleichen Druck auf dem Kegel zu haben. Klar, für den ersten doppelten ist dann die Hälfte des Kaffeemehls von gestern, aber dann ist der erste Bezug halt für den Cappu der Partnerin :D Danach sehe ich dann für meinen Esspresso keine Probleme mehr.
    Auch wenn das für dich vielleicht gar nicht geht, so muss ich aber wohl jetzt einfach selber rausfinden was für mich taugt und was nicht. Mit den Infos die ich hier jetzt schon bekommen habe, kann ich, mit Stift und Papier bewaffnet, über die nächsten Abende mal so einiges ausprobieren. Mal sehen zu welchen Ergebnissen ich komme.
     
  20. Senftl

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    Ok, jetzt verstehe Ich was du vorhast (Ich handhabe das bei meiner Eureka meist auch so, geht ja gut mit dem Schieber vom Hopper).
    Alternativ kann man auch einen „Tageshopper“ mit Gewicht auf den Bohnen sich anfertigen.
    Aber SD ist das dann nicht, zumindest nicht im hier überwiegend gebräuchlichen Wortsinn.
     
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