Generelle Frage: Gastro- vs. Haushaltsmühlen

Diskutiere Generelle Frage: Gastro- vs. Haushaltsmühlen im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo zusammen, mit meiner Rancilio Rocky und Graef CM 80 habe lange gesucht, bis ich einen Kaffee gefunden habe, der uns sehr gut schmeckt....

  1. holgr

    holgr Mitglied

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    Hallo zusammen,

    mit meiner Rancilio Rocky und Graef CM 80 habe lange gesucht, bis ich einen Kaffee gefunden habe, der uns sehr gut schmeckt.
    Jetzt habe ich eine Rossi RR45 gebraucht gekauft und nur mal so zum Testen eine "Gut&Billig"-Röstung für 7,99EUR (das Kilo!) gemahlen. Mit der Rossi ist sogar dieser Kaffee trinkbar (natürlich nicht so gut wie der Monsooned Malabar von Fausto). Mit den Haushaltsmühlen wurde daraus eine untrinkbare Brühe.

    Mein Frage: Woher kommt dieser Riesenunterschied? Ist dies generell bei Gastro-Mühlen der Fall?

    holgr
     
  2. #2 Michele, 07.11.2010
    Michele

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    AW: Generelle Frage: Gastro- vs. Haushaltsmühlen

    Also wenn ich mal zurückdenke und mein Espressoleben Revue passieren lasse, hat es eigentlich an guten Maschinen nie gefehlt, so im nachhinein hinkten die Mühlen immer den Maschinen hinterher, mit besseren Mühlen hätte ich bereits früher bessere Qualität erziehlen können.

    An der Mühle sollte man nicht sparen, je größer und langsamer drehend das Mahlwerk, umso besser. Konische sind besser als Flachmühlen.
     
  3. #3 cappufan, 07.11.2010
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    cappufan Mitglied

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    AW: Generelle Frage: Gastro- vs. Haushaltsmühlen

    Mit optimalem Kaffeemehl verläuft auch die Extraktion perfekt = tolles Aroma in der Tasse.
    M.E. macht eine gute Mühle sehr viel aus.
     
  4. #4 dergitarrist, 07.11.2010
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    AW: Generelle Frage: Gastro- vs. Haushaltsmühlen

    Meine erste Mühle war auch eine La San Marco SM 90/A... Riesenbrummer. Bei den kleineren hat's eine Mazzer Mini werden müssen, damit ich halbwegs glücklich bin.
     
  5. awild

    awild Mitglied

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    AW: Generelle Frage: Gastro- vs. Haushaltsmühlen

    Ich habe jetzt weiß Gott noch keine übermäßig großen Mühlen-Erfahrungen, aber immerhin nach der Quickmill Apollo, Compak K3, leihweise die von dir genannte Rossi, verschiedene Zassenhaus Heidelberg und Havanna und aktuell die ziemlich große Eureka MDL (75mm Mahlscheiben).

    Trotzdem muss ich gestehen, dass es mir noch nicht gelungen ist, aus einer "Gut&Billig"-Röstung für 7,99EUR (das Kilo!) einen wirklich leckeren Kaffee zu zaubern. Ich habe zugegebener weise bisher auch nur wenige Versuche in die Richtung unternommen. Verrätst du uns die genaue Marke?

    Abgesehen davon wird mir ein wenig anders, wenn ich mir vorzustellen versuche, was von dem Geld noch bei den Kaffeebauern ankommt
    (7,99 - 2,19 (Kaffeesteuer) = 5,80 Euro abzüglich des Gewinns des Supermarkts, abzüglich der Röst-Kosten, abzüglich des Gewinns des Rösters, abzüglich des Gewinns des Zwischenhändlers, abzüglich der Lager- und Transport-Kosten...).
     
  6. #6 Bubikopf, 08.11.2010
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    AW: Generelle Frage: Gastro- vs. Haushaltsmühlen

    ...abzüglich 15% Einbrand.
    Das große Gastromühlen meist wesentlich bessere Ergebnisse liefern liegt z.g.T. an der wesentlich besseren Verarbeitung die zu einem viel besseren Parallellauf der Scheiben führen ( + die größere Masse der Mahlscheiben und deren Träger - Temperaturableitung ).
    Gruss Roger
     
  7. #7 schmoof, 12.11.2010
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    schmoof Mitglied

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    AW: Generelle Frage: Gastro- vs. Haushaltsmühlen

    ich bin seit ein paar Tagen auch ein wenig ins grübeln geraten als ich eine Danesi Bohne anstatt mit meiner Graef CM80 mal wieder mit meiner Zassenhaus Handmühle gemahlen hab und auf einmal dachte ich würde einen anderen Espresso trinken weil der Geschmack irgendwie um ein vielfachen besser zu sein scheint bzw IST .....
     
  8. #8 mcblubb, 12.11.2010
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    AW: Generelle Frage: Gastro- vs. Haushaltsmühlen

    Woher das kommt weiß ich nicht, habe aber auch diese Erfahrung gemacht. Bei Deinen Mühlen kommt noch hinzu, dass die Rocky zwar sehr hochwertig wirkt, von der Einstellung aber nicht so gut dosierbar ist, wei eine Gastromühle. Von der Gräf höre ich zwar viel Gutes, sie sieht mir aber nicht Vertrauenerweckend aus. Habe sie bisher nur als Mühle für Filterkaffee in Action gesehen..

    Bie Events haben wir auch schon allen erdenklichen "Bohnendreck" (Alfredo, Segafredo etc.) bei Engpässen durch die Mühle (Mazzer SJ) gejagt. Es kommt was ansehnliches (Crema) und was trinkbares raus (Natürlich nicht vergleichbar mit den amtlichen Röstern).
    Die Demoka hat auch etwas emfpindlicher reagiert, allerdings habe ich sie nie mit Schrottbohnen getestet.

    Gruß

    Gerd
     
  9. #9 Bluemountain2, 12.11.2010
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    Hm, ist natürlich ein ziemlich heikler Testkaffee - solche Röstungen sind in der Regel vor allem geniessbar, wenn nicht wirklich alle Aromen in der Tasse landen. :roll:

    Grob unterscheiden sich die Mühlen im Mahlgut und in dessen Ausgabe. Ersteres braucht schon eine feine Zunge (sprech ich dir hier nicht ab), Voraussetzung für einen solchen Vergleich ist aber, dass man bei allen Mühlen WDT o.ä. macht, damit Unterschiede in der Verteilung ausgeschlossen werden können.

    Weil dieser Punkt ist oft der viel grössere Unterschied - einige Klumpen, andere scheinen Fein- und Grobpartikel quasi zu separieren etc. Diese kann man oft minimieren mit WDT, Siebträger drehen, schütteln, atomisieren etc. ;-)
    Ist eine Frage, wie sehr man sich auf die Mühle einstellen will / kann. Ich würde das dann quasi als "Off the shelf"-Qualität bezeichen - wie gut ist das Teil, wenn man 14g in ein Sieb rauschen lässt und nur noch den Tamper kurz draufstellt.

    Was meinst du damit - die Rasterung bei der Rocky ist feiner als bei einer (original) Rossi (http://www.kaffee-netz.de/m-hlen/10365-technische-daten-der-m-hlen.html). Und wenn ich 14g reinfülle, kommen unten 14g auf's Zehntel genau raus (bedingt Doser und kurzes Ausschaben des Durchlaufs)...?

    Gruss
    BM
     
  10. awi

    awi Mitglied

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    AW: Generelle Frage: Gastro- vs. Haushaltsmühlen

    Als Rocky-Besitzer wundere ich mich darüber, dass Leute 250 Gramm Kaffee benötigen, um den richtigen Mahlgrad zu finden. :roll: Manchmal frage ich mich auch, ob die Kritiker der Rocky so eine Mühle überhaupt schon mal selbst in Betrieb hatten... .

    Wenn es nicht so viel Kohle für ein Experiment wäre, würde ich mir ne Mazzer oder eine andere Gastromühle mal daneben stellen, um rauszufinden, ob das wirklich etwas ausmacht.

    Grüße

    Axel
     
  11. holgr

    holgr Mitglied

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    AW: Generelle Frage: Gastro- vs. Haushaltsmühlen

    Hallo BM,

    bzgl. WDT musste ich, zugegebenermaßen erst mal im Forum suche. Und siehe da, ich weden WDT schon ohne es zu wissen seit ca. einem Jahr an :). Ich verwende einen abgeschnittenen Plastikbecher und eine Kartoffelschälgabel ("Atomizer").

    Wenn ich also MDT bei meiner Graef CM 80 anwende, muss ich gut tampern, damit ich kein Channelling späte habe. Bei meiner Rossi RR45 habe ich einfach das Mahlgut mit dem angeschraubten Plastiktamper angedrückt (viel weniger Druck als mit meinem normalen Tamper) und erhalte ein sehr gutes Ergebnis. Das Kaffeemehl scheint hier eher "zusammenzukleben" als bei der Graef.

    Ich habe jetzt den Fausto Monsooned Malabar in beiden Mühlen und der Kaffee schmeckt definitiv unterschiedlich.

    holgr

     
  12. #12 Bluemountain2, 12.11.2010
    Bluemountain2

    Bluemountain2 Mitglied

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    AW: Generelle Frage: Gastro- vs. Haushaltsmühlen

    Hab keine Erfahrung mit der Graef, zweifle auch deine Feststellung nicht an, aber Sinn macht es für mich nicht. Nix für ungut...

    Gruss
    BM
     
  13. holgr

    holgr Mitglied

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    AW: Generelle Frage: Gastro- vs. Haushaltsmühlen

    Deswegen meine Fragen an alle Forenmitglieder. Sinn macht es für mich auch nicht.
    Wahrscheinlich müßte man das Kaffeeergebnis mal nach Wolfredos Ansatz untersuchen (siehe Wolfredo Blog Archive Extraktionsverhalten von Kaffee).

    Aber alles wissen möchte man doch auch nicht...
    "Die Dinge singen hör ich so gern.
    Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
    Ihr bringt mir alle Dinge um." Rilke bzw. Xavier Naidoo

    holgr

     
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