La Pavoni 20 Jahre alt warten?

Diskutiere La Pavoni 20 Jahre alt warten? im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo liebes Forum, nachdem ich jetzt seit mehreren Jahren hier mitlese habe ich jetzt eine Frage, auf die ich keine Antwort finden konnte, weil...

  1. #1 nimrod., 11.12.2019
    nimrod.

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    Hallo liebes Forum,

    nachdem ich jetzt seit mehreren Jahren hier mitlese habe ich jetzt eine Frage, auf die ich keine Antwort finden konnte, weil es sich speziell ist. Kurz zu mir: Mit Kaffee beschäftige ich mich seit ca. 5 Jahren eingängig und wage jetzt den Einstieg in die Siebträgerwelt mit einer Commandante und einer La Pavoni. Ich habe meine bisherigen Espressoversuche alle verkauft und kann jetzt eine Europiccola bekommen, die seit dem Neukauf im Mai 2000 neu und unbenutzt rumstand.
    Kann ich mit der Maschine sorgenfrei loslegen oder muss die dann erstmal noch gewartet werden? Wie gesagt, sie wurde nie benutzt, ich habe nur Angst, ob evtl. Dichtungen porös werden. Wenn ja, was müsste wohl alles getauscht werden und welche Kosten wären da so abzusehen wenn ich alles selbst mache?

    Falls ihr mir da eine kleine Hilfe geben könntet wäre ich sehr dankbar und ich freue mich auf eure Antworten. Vielen Dank und Grüße!
     
  2. #2 joost, 11.12.2019
    Zuletzt bearbeitet: 11.12.2019
    joost

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    20 Jahre? Grad aus der Pubertät raus, die Gute
    Wie lange willst Du denn noch warten? :D


    Mai 2000 - ist das schon die neue Bauform mit der 60mm Gruppe?
    -> 50m, alt
    upload_2019-12-11_19-48-31.png
    60mm, neu ->
    upload_2019-12-11_19-50-26.png

    Die Chance ist groß, dass ein paar Dichtungen im Lauf der Zeit brüchig geworden sind, aber ein Basic-Dichtungssatz kostet grad mal 19.- . Und Du wirst Fett brauchen, das kannst Du gleich mitbestellen. Und: Du kriegst das mit hoher Wahrscheinlichkeit alles selbst hin, wenn du nicht stark talentbefreit bist :)
    Empfehlenswert: ein Manometer nebst Adapter und ggf. einen Stopfen für den Überhitzungsschutzmod (alles zusammen inetwa 40€). Und ein würdiger Tamper aus Holz und Metall. Aber erstmal würde ich sie einfach -> Füllen, einschalten , gucken. Schlimmstenfalls gibts ne Pfütze und Du kommst immer überall gut ran. Spezialwerkzeug ist nur für einige wenige Reparaturaufgaben nötig und günstig zu improvisieren.

    Eine gute espressotaugliche Mühle hast Du? Sonst funktioniert Espressoextraktion im Siebträger nicht*.
    Und röstjunge Qualitätsbohnen. mit abgestorbener Industriebohne** funktioniert ebenfalls keine ordentliche Espressoextraktion, sondern es wird -> Plörre.

    Alternative: in Dem Zustand müsstest Du sie für deutlich über 230€ verkaufen können; kein schlechter Wertverlust für 20 jahre, ne?

    ___________________________________________
    * wirf hierzu mal einen Blick in einen der vielen Mühlen-Einsteiger Threads hier im Forum
    * älter als 3 Monate nach Röstung
     
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  3. #3 nimrod., 11.12.2019
    nimrod.

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    Danke für deine Antwort!
    Es ist noch die alte Bauform, was ich auch gut finde glaube ich.
    Genau die Mods habe ich alle auch geplant, zusätzlich noch die Dampflanze mit einzelnem Loch.
    Zu der Mühle: Ich kaufe mir dazu eine Commandante (kann mich nicht entscheiden welche Farbe ). Habe bisher eine CM800, die ich weiter für Filterkaffee nutzen werde. Ich glaube irgendwie nicht, dass ich damit für Espresso so viel Spaß haben werde.
    Frischer Kaffee ist sowieso immer im Haus, die lokalen Röster von Bielefeld bis Köln kennen mein Gesicht
     
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  4. joost

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    Du bist gut informiert, großartig.
    Die CM800 ginge zur Not sogar für den Anfang.
    Leg los, Du wirst hier alle Hilfe finden, die Du brauchst :)

    Ich habe mal versucht, die wichtigsten Hinweise aus den im Lauf der Zeit gewachsenen unzähligen Beiträgen zu komprimieren, vielleicht ist das hilfreich für den schnellen Einstieg -> klick
     
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  5. #5 Südschwabe, 11.12.2019
    Südschwabe

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    Hallo Nimrod,
    Ich habe seit zwei Wochen meine Europiccola. Ich schließe mich @joost an.
    Einfach mal ausprobieren. Manometer habe ich seit gestern und ist nett.
    Dichtungen habe ich noch nicht ersetzt. Im Moment geht es noch alles so wie es ist.
    Also keine Panik, ausprobieren und genießen. Ich fülle beim alten Brühkopf etwa 11 oder knapp 12 Gramm
    In das große Sieb. Damit bekomme ich einen ganz guten Espresso hin.
     
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  6. #6 Cappu_Tom, 11.12.2019
    Cappu_Tom

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    Eine gute Übersicht über die Wartung bekommst du auch hier, soll natürlich nicht heißen, dass du das jetzt alles machen musst.
    Die gleiche Kombi von Maschine + Mühle habe ich vor einiger Zeit innerhalb der Familie weitergereicht - zur vollen Zufriedenheit :)
     
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  7. #7 nimrod., 13.12.2019
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    Vielen Dank euch allen für die Antworten! Ich habe die Maschine gekauft und sobald ich sie habe werde ich mal schauen inwiefern ich noch Zubehör (Manometer, Bodenloser Siebträger, Überhitzungsmod) brauche. Also, bis dann :)
     
  8. #8 wienermischung, 13.12.2019
    wienermischung

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    Ich bin geschockt, dass das Jahr 2000 schon 20 Jahre her ist :eek: Habe ich bis zu deinem Post nicht richtig realisiert.
     
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  9. #9 nimrod., 13.12.2019
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    Fast so alt wie ich die Maschine :D
     
  10. #10 nimrod., 20.12.2019
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    So, da bin ich wieder! Die Maschine ist da und muss erstmal (leider) gereinigt werden und der Kessel sitzt ein bisschen lose auf dem Fuß. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen einmal alles auseinander zubauen und zu säubern und checken. Habe alles demontiert und mich zuerst mal gewundert, dass ein Plastikkolben verbaut war. Die Aufschrift unten unter der Abtropfwanne ist aber December 1998, komisch oder?
    Dann hatte ich ich viele grüne Ablagerungen im und um den Kessel, die ich mit Zitronensäure entfernt habe und den Rest möchte eich dann bei laufendem Boiler nochmal mit Zitronensäure entkalken. Flugrost unter der Dusche habe ich entfernt und alles sauber gemacht, die Dichtungen sehen auf jeden Fall noch gut aus und werden wiederverwendet (erstmal). Ein Problem, dass ich hatte war, dass der Kessel sich ganz leicht drehen ließ. Den habe ich abgeschraubt und nun wieder fest aufgeschraubt, sodass er fest sitzt. Ich baue gleich alles wieder zusammen und hoffe, dass ich bald mal Kaffee trinken kann.

    Nun die eigentliche Frage: Ich habe ein Manometer + Mutter bestellt. Natürlich passt die Mutter nicht, weil die Aufnahme M11 ist und die Mutter M12. Habe heute gerätselt, wie ich das Gewinde abdrehen kann und bin dann zum Schluss gekommen: Gar nicht, weil M11 ein ganz ungewöhnliches Maß ist. Jetzt hatte ich die Idee, die Aufnahme mit einem M12 Gewindeschneider zu vergrößern, um dann die normale M12 Mutter benutzen zu können. Hat das wohl schonmal jemand gemacht? Oder ist das eine dumme Idee, kriege ich da Probleme mit Rost o.ä.?
    Habe mir gedacht es wäre vielleicht einen Versuch wert, weil ein neuer Adapter 15€ kostet und das Stück, dass ich aufbohren würde 20€.

    Ist das einen Versuch wert oder sollte ich direkt in den anderen Adapter investieren?
    Grüße und danke :)
     
  11. #11 kölner, 20.12.2019
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    Ja, haben die Ende Neunziger so gemacht,
    War bei meiner Pavoni Prof. aus dem gleichen Jahr auch so. Alte Brühgruppe und Plastik Kolben. Ist mir dann auch nach ca 2 Jahren eine 'Rippe' von dem Kolben abgebrochen. Jetzt ist da seitdem ein Messing Kolben drin.

    Viel Spaß mit der Maschine.
     
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  12. #12 furkist, 20.12.2019
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    Tu das. Und vebuche es unter der Rubrik "Lehrgeld".
    Nächstes Mal: fragen, kostet nix.
     
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  13. #13 furkist, 20.12.2019
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    ..richtig fest ? Schau mal in den Weiten des KN, da kannst du dir evtl. ein Werkzeug ausleihen, um den Kessel wirklich fest zu schrauben.

    Sonst dreht er sich nach einiger Zeit womöglich wieder.

    Ich kenne das Problem. Als Bastler. Schnelle Lösungen erforderten bei mir immer eine Nacharbeit - lästig, mühsam. Zweimal gemacht.

    Mach es einmal. Richtig. Ich weiß, es ist schwierig, aber: bitte hab Geduld und nimm dir Zeit.

    Das lohnt sich bei der schönen Maschine - und sonst auch..
     
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  14. joost

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    Wenn ich eine Empfehlung geben dürfte:
    brrrt! Langsam.
    Den Kessel erstmal mit einer Ölfilterspinne (sofern Du die Messingmutter hast und nicht die aus Plaste->klick) oder dem Spezialwerkzeug (->klick) richtig festdonnern - einen Tag warten, nachziehen. Dann erst Kesselboden festschrauben und in Betrieb nehmen. Sonst ->
    genau. Du wärst da nicht der erste, der das wiederholen muss. *hüstel* :oops:
    +1!


    auch genau. Am meisten kann sich das vor dem Kauf von Teilen lohnen :)
     
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  15. #15 furkist, 20.12.2019
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    find ich gut - hab ich auch, bin sehr zufrieden.
    Feinwaage hast du ? z.b die G&G für 10 euro - oder andere, Preis nach oben offen.
     
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  16. #16 nimrod., 21.12.2019
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    Hmm.. ok, danke für eure Antworten!
    Da ich leider zu eifrig bin, habe ich schon alles wieder zusammen :rolleyes:. Habe es mit der Bretter Methode verschraubt, die hier jemand mal beschrieben hat, oder so ähnlich. Es fühlt sich gerade fest an, wenn es wieder los geht versuche ich so ein Spezialwerkzeug mal zu leihen, da bemühe ich dann zu gegebener Zeit die Suchfunktion.
    Mit der Mutter ist jetzt zwar irgendwie ärgerlich, aber eigene Doofheit und von da her wie ihr sagt.. Lehrgeld. Nächstes Mal frage ich.
    Ich probiere jetzt erstmal etwas trinkbares aus der Maschine zu bekommen. Fortsetzung folgt bestimmt :)
    Vielen Dank!
     
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  17. joost

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    ... solltest Du eine Dichtung für den Kesselboden zur Hand haben, denn der muss dazu ja runter - und ob da die alte, zwischenzeitlich gequetschte Kesselbodendichtung dann noch dichthält... :rolleyes:
    Ist aber eh gut, wenn man sowas in der Vorratsbox hat, ebenso die Dichtung zwischen Gruppe und Kessel.

    Falls es Dich tröstet: auch wenn der Kessel auf dem Sockel leicht tänzelt, lässt sich einwandfrei Kaffee machen. Über Jahre, man bekommts ins Gefühl. Ein Freiheitsgrad mehr :)
     
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