Röstgradmessung durch Röstverlust

Diskutiere Röstgradmessung durch Röstverlust im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Hallo Heimröster, ich sammle nun inzwischen gut 50 Chargen Erfahrungen mit der wunderbaren Gene und im großen und ganzen geht das ganz gut....

  1. jk

    jk Mitglied

    Dabei seit:
    08.01.2007
    Beiträge:
    17
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Heimröster,

    ich sammle nun inzwischen gut 50 Chargen Erfahrungen mit der wunderbaren Gene und im großen und ganzen geht das ganz gut. Bisher habe ich für alle Chargen den Röstverlust gemessen. Das soll ja das genaueste, wenn auch späte Feedback sein, ob man den gewünschten Röstgrad hinbekommen hat.

    Bisher fehlt mir allerdings eine Zuordnung. Es gibt eine aus dem Roastmagazin, die auch gar nicht so unpassend zu sein scheint:

    15 % - City
    16 % - City +
    17 % - Full City
    19 % - Light French
    20 % - French

    (Quelle: Roast Magazine)

    Vom Gefühl her würde ich allerdings eher ein Prozent Verlust weniger annehmen.

    Wie sind Eure Erfahrungen?

    Gibt es eine Abhängigkeit vom Röstprofil? Ich gehe bisher immer relativ schnell durch, d.h. 250°C mit der Gene. Ändert sich das Verhältnis zwischen Verlust und Röstgrad, wenn man schneller oder langsamer röstet?
     
  2. 500

    500 Mitglied

    Dabei seit:
    06.12.2009
    Beiträge:
    120
    Zustimmungen:
    1
    AW: Röstgradmessung durch Röstverlust

    mit deiner Annahme, 1% mindestens abzuziehen liegt du glaub gut, seh das auch so
     
  3. galgo

    galgo Mitglied

    Dabei seit:
    04.06.2008
    Beiträge:
    6.584
    Zustimmungen:
    7
    AW: Röstgradmessung durch Röstverlust

    spielen da bohnensorte/größe und restfeuchte nicht auch eine kleine rolle ?

    gruß galgo
     
  4. #4 Schivago, 28.12.2010
    Schivago

    Schivago Mitglied

    Dabei seit:
    12.04.2008
    Beiträge:
    194
    Zustimmungen:
    0
    AW: Röstgradmessung durch Röstverlust

    Hi jk,

    danke für Deinen Hinweis auf die Einteilung des roast Magazins.

    Das ist ein interesanter Ansatz zur Beurteilung des Röstgrades. Insgesamt kann ich mir aber nur vorstellen, dass das bei sehr geradlinigen Röstprofilen funktioniert.
    Ich habe über 100 Chargen mit meinem damaligen Gene geröstet und kann bestätigen, dass gleiche Röstprofile bei vergleichbaren Umgebungsbedingungen und Rohbohnen auch zu gleichem Gewichtsverlust geführt haben. Die Abweichungen lagen wirklich im Gramm-Bereich.

    Ich werde auf jeden Fall in Zukunft stärker darauf achten.

    Während des Röstens ist für mich die Dauer des 1. Crack und die Zeit bis zum 2. Crack zusammen mit dem Geruch ausschlaggebend.

    Das mit der Farbe zur Beurteilung des Röstgrads ist so eine Sache mit dem Oz... Einerseits ist die Aufnahme des Probenziehers so schlecht konstruiert, dass sich regelmäßig Bohnen dort verkeilen und man keine aktuelle Probe zieht.
    Der Sinn der kleinen Glasfensters in der Klappe hat sich mir auch noch nicht erschlossen. Man sieht dort nichts und meistens verklemmen sich auch dort Bohnen. Das Sichtfensterchen ist wahrscheinlich nur dafür gedacht, dass man im Notfall Feuer in der Trommel erkennen kann. ;-)

    Viele Grüße,
    Schivago
     
  5. Torre

    Torre Mitglied

    Dabei seit:
    31.05.2007
    Beiträge:
    229
    Zustimmungen:
    1
    AW: Röstgradmessung durch Röstverlust

    Davon würde ich auch ausgehen. Wobei bei nacheinander folgenden Röstungen der gleichen Bohnen / Mischung sicher ein größerer Verlust mit einer dunkleren Röstung einhergeht. Die Schwankungen sind wahrscheinlich im Bereich von 5 Promille.

    Was die Farbe angeht, ist die auch kein wirklich zuverlässiger Indikator, denn gleiche Farben können mit unterschiedlichen Temperaturverläufen bzw. Röstzeiten erreicht werden und führen dann zu unterschiedlichem Geschmack.
     
  6. jk

    jk Mitglied

    Dabei seit:
    08.01.2007
    Beiträge:
    17
    Zustimmungen:
    0
    AW: Röstgradmessung durch Röstverlust

    Hallo Heimröster,

    danke ersteinmal für die Einschätzungen. :)

    Bei der Sache mit der Feuchte, hätte ich meine Zweifel:

    Insgesamt reden wir ja über 15-20% Gewichtsverlust. Die Bohnen kommen mit einer Feuchte von 5 - 6 % (Bei 7% würden sie anfangen zu schimmeln). Damit ist nur ein Drittel des Verlusts auf Wasser zurückzuführen. Ferner verdampft das Wasser bei 100 °C. Die erreicht man recht schnell. Ich denke der Prozess ist recht früh im Röstvorgang abgeschlossen.

    Der Hauptteil des Verlustes aber resultiert aus der "Verbrennung" der Bohne. Und letztendlich stelle ich mir vor, dass der Röstgrad eigentlich nur dadurch definiert ist, wie weit ich diese Verbrennung treibe?!

    (Hat übrigens jemand mal gemessen, wie stark der Gewichtsverlust beim weiteren Ausgasen ist? :confused:)

    Die Bohnengröße dürfte für die Röstzeit eine Rolle spielen, da ich ja die Erhitzung bis in den Kern der Bohne haben muss. Allerdings ist die ja auch ziemlich sortenabhängig. Selbst bei gleicher Bohnengröße brauchen verschiedene Sorten unterschiedliche Röstzeiten. (Warum eigentlich?:?)

    Die Frage ist, ob der Verlust von der Geschwindigkeit abhängt, mit der man die Röstung durchzieht. Und ob eine Pause einen Einfluss hat :?:

    Meine Erfahrungen liegen bei Röstzeiten, je nach Sorte, von 11 bis 14 Minuten. So ist das halt bei der famosen Gene und 250°C. Hat jemand andere Werte, ggf. aus anderen Röstern. (Behmor? Der hat andere Röstzeiten, oder :?:)

    Ich geb zu, dass das ein wilder Optimierungsansatz ist, aber wir wollen doch alle das ideale Röstprogramm :cool: ! Von daher finde ich das superspannend.

    Sonst: Guten Rutsch! :!:

    Viele Grüße
    jk
     
  7. 'Ingo

    'Ingo Mitglied

    Dabei seit:
    21.01.2006
    Beiträge:
    4.324
    Zustimmungen:
    671
    AW: Röstgradmessung durch Röstverlust

    Die Erfahrungen habe ich beim Gene auch gemacht, letztendling bin ich vor 6 Monaten mal über einen deutschen Bericht gestolpert, der den gleichen Ansatz verfolgt.
    Auf der Roestbiene kann ich den einbrand von Gene übertragen, sofern ich die Zeit also die Steilheit der Röstung nicht zu sehr verändere.
    Weiche ich zu sehr ab, ist der Einbrand ein ganz anderer.

    Bei 216° Bohnentemperatur, hatte ich Gestern beim Bob-O-Link 14,6% Verlust.
     
  8. jk

    jk Mitglied

    Dabei seit:
    08.01.2007
    Beiträge:
    17
    Zustimmungen:
    0
    AW: Röstgradmessung durch Röstverlust

    Hallo Ingo,

    danke für die Antwort. Wenn Du sagst, dass die Regel so gilt, wenn Du die Steilheit der Röstung nicht veränderst, dann wäre das genau das, was ich wissen wollte. :-D

    Wie geht denn das? Weniger Verlust, wenn man schneller röstet :?:

    Kannst Du den Link für die deutsche Veröffentlichung einstellen?

    Gruß und guten Rutsch

    jk
     
  9. 'Ingo

    'Ingo Mitglied

    Dabei seit:
    21.01.2006
    Beiträge:
    4.324
    Zustimmungen:
    671
    AW: Röstgradmessung durch Röstverlust

    Aber sicher --->hier bzw. der Abschnitt mit dem Einbrand hier
    Leider wird dir aber der gute Geschmack fehlen wenn du zu stark verkürzt, im Rahmen ist es wiederum nur hinter dem Komma sichtbar.


    Ich denke die Bohne hat weniger Zeit sich zu entfalten, die Reaktionen kommen nicht ganz zum Ende, das Volumen landet nicht bei maximalen und verliert die Bohne auch weniger Feuchtigkeit.
     
Thema:

Röstgradmessung durch Röstverlust

  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden