Unterschiedliche Dichte Kaffeemehls verschiedener Sorten trotz gleichem Mahlgrad & Pressens & Menge?

Diskutiere Unterschiedliche Dichte Kaffeemehls verschiedener Sorten trotz gleichem Mahlgrad & Pressens & Menge? im Bohnen und Kaffee Forum im Bereich Rund um die Bohne; Ihr Lieben, bitte um Verständnis für diese Frage, die vielleicht für Viele von euch ein alter Hut ist und vielleicht irgendwo hier im Netz schon...

  1. #1 Martini Ristretto, 28.03.2021
    Martini Ristretto

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    Ihr Lieben,

    bitte um Verständnis für diese Frage, die vielleicht für Viele von euch ein alter Hut ist und vielleicht irgendwo hier im Netz schon behandelt wurde.

    Kann das wirklich sein, dass trotz gleichem Mahlgrad, gleicher Menge und gleich starkem Pressen aufgrund unterschiedlicher Kaffeesorten eine unterschiedliche Dichte im Kaffeemehl (im Siebträger) entsteht?
    Oder bilde ich mir das ein?
    Oder sind geringste Luftfeuchtigkeits- bzw. Temperatur-Unterschiede der Grund?

    Ich habe sicher nicht die Erfahrung der Meisten hier, versuche aber, Erfahrung zu sammeln und probiere gerne verschiedene Kaffees aus – bin ein großer Liebhaber.

    Ich habe eine Eureka Mühle, bei der ich den Mahlgrad nicht verstellt habe.
    Die Bohnen messe ich vorher mit der Waage ab (ihr dürft mich ruhig auslachen :)), damit ich einen verlässlich Vergleich habe.
    Nachdem ich ein verspielter Kindskopf bin, habe ich einen "Pressino Dinamometrico" (so eine Tamperstation mit Hebel) von Macap, d.h., der Druck beim Pressen ist auch ziemlich konstant.

    Wenn ich allerdings eine andere Kaffeesorte probiere, zischt der Kaffee manchmal durch und ich bekomme nicht mal 5 Bar zusammen – das sehe ich am Druckmesser der Brühgruppe – habe eine Lelit Bianca.
    Bei einer anderen Sorte wiederum tröpfelt nach 15 Sekunden ein Sirup bei 11 Bar durch und der Kaffee ist überextrahiert.
    Ohne, dass ich irgendwo etwas verstellt habe ...

    Sind unterschiedliche Kaffeesorten da wirklich so ausschlaggebend?

    Erbitte eure Erfahrung – vielen lieben Dank im Voraus!
     
  2. #2 benötigt, 28.03.2021
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    Ja. Ist sogar sehr wahrscheinlich. Jede Bohne ist anders.
    Waage benutzen - seht gut! Da lacht keiner, sondern es empfiehlt jeder.
    Mahlgrad nicht verändern - nicht sinnvoll. Du kannst etwas über Menge regulieren. Aber gerade mit fein verstellbarer Eureka ist die Anpassung doch der richtige Schritt.
    Tampern - wird überbewertet.
     
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  3. #3 quick-lu, 28.03.2021
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    Ja.
    Ja.
    Nein.
    Wieso?
    Auch.
    Da verstehe ich nicht, weshalb du den Mahlgrad deiner Mühle nicht verändern willst.
    Bei Mühlen im Allgemeinen und Espressomühlen im Speziellen wird nicht ohne Grund Wert auf eine gut funktionierende Mahlgradverstellung Wert gelegt.

    Eigentlich nicht;)
     
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  4. #4 benötigt, 28.03.2021
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  5. #5 Martini Ristretto, 28.03.2021
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    Zunächst VIELEN LIEBEN DANK an ALLE für eure Antworten!

    Stop, "Mistverständnis" :): es ist ja nicht so, dass ich den Mahlgrad nicht verändern wollte, sondern ich wusste nicht, dass es sogar notwendig ist.
    Dachte, dass ich am objektivsten verschiedene Kaffeesorten vergleichen kann, wenn ich alle anderen Parameter* gleich lasse.

    *"Parameter" klingt so wissenschaftlich, aber der Typ bin ich gar nicht. Mir geht's eher darum, welche "Geschmacks-Geschichten" der Kaffee "erzählt".
    Aber ja, eure Inputs sind eine Bestätigung und jetzt werde ich sicher mit dem Mahlgrad vorsichtig "dirigieren".
    Alles, alles Liebe und starkes Immunsystem für diese Zeit euch allen!
     
  6. #6 Martini Ristretto, 28.03.2021
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  7. #7 'Ingo, 28.03.2021
    Zuletzt bearbeitet: 29.03.2021
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    Um dein Gefühl mal in Mahlwerkseinstellungen zu untermauern.
    Nutze die Mahlkönig K30, hier bin ich bei den allermeisten Kaffees bei 2.5-3.5 unterwegs, hatte auch schon mal einer der zwisch 3.5-4.0 besser lief.

    Ich hatte die letzten Monate einen Brasilianer (Sao Silvestre), der lief bis 5.0 nicht unter 40sec und abhängig von Frische nach der Röstung,
    lag ich bei diesem Kaffee zwischen 6.0-6.5(!)
    Da stellt sich mir ebenfalls die Frage, wie kann sich ein Kaffee so extrem vom anderen Kaffee unterscheiden.
    Da ich selbst röste und hier auch immer die gleichen Röstgrade anpeile, muss es der Kaffee sein.
     
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  8. #8 quick-lu, 28.03.2021
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    Wo soll das Missverständnis sein?
    Du hast die Mühle bei einer Bohne mit einem Mahlgrad eingestellt (bekommen?) der bei einer neuen Röstung so nicht funktioniert.
    Was soll man anders verändern als den Mahlgrad? Die Menge wird im Wesentlichen vom Fassungsvermögen des Siebes bestimmt (in Grenzen kann man auch hier etwas variieren).
    Es kann durchaus sein, dass man den Mahlgrad sehr wenig oder manchmal überhaupt nicht anpassen braucht, das ist dann aber eher Zufall.
    Es gilt:
    Neue Bohne, neues Glück.

    Espresso ist im Wesentlichen ganz einfach. Man legt eine Menge Kaffee entsprechend der Siebgröße fest, passt den Mahlgrad so lange an, bis man geschmacklich ein akzeptables Ergebnis findet.
    Das dauert manchmal etwas länger (gibt so widerspenstige Bohnen, die einem das Leben schwer machen) aber meist geht es ganz einfach und flott.
     
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  9. #9 Martini Ristretto, 28.03.2021
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    Ohne jetzt Haarspalterei betrieben zu wollen :):
    Ich dachte, dass Du dachtest, dass ich den Mahlgrad nicht verstellen "will".
    Aber es war so, dass ich gar nicht "wusste" (!), dass es notwendig ist. Schon gar nicht, dass der Mahlgrad (siehe das Post oben von Ingo) so stark (!) verstellt werden muss. Ich dachte, dass der Mahlgrad, einmal eingestellt, bei gleicher Menge und gleichem Tamperdruck bei allen Kaffees passt – ist Quatsch.
    Klar will ich experimentieren, auch wenn ich da für mich Neuland betrete – aber das ist ja das Schöne am Espresso-Universum, dass es immer wieder so viel zu entdecken gibt – und heute hab ich was gelernt und eine schöne Bestätigung für eine Entdeckung bekommen.
    Alles Liebe und vielen lieben Dank für eure ausführlichen Antworten!
     
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  10. FRAC42

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    Halte am Anfang möglichst alles konstant. Die Bohnen, die Menge Kaffemehl im Sieb, die Bezugsdauer, die Menge Espresso, die schließlich in der Tasse landet.

    Einzige Ausnahme: Der Mahlgrad. Den musst du dauernd nachjustieren. Selbst bei den gleichen Bohnen. Morgens ist es kalt und trocken, Mittags frühlingshaft warm, aber es regnet seid einer Stunde? Mahlgrad anpassen! Letzte Woche frische Bohnen, erst vor kurzem geröstet und aus einer frisch geöffneten Tüte in die Mühle gefüllt, heute aus der gleichen Tüte nachgefüllt? Mahlgrad anpassen!

    Auch nach über einem Jahr in der Espressowelt wiege ich jeden Bezug. Die Menge Kaffemehl in Sieb sowie die Menge Espresso in der Tasse. Das ich anschließend mal nicht den Mahlgrad nachjustiere ist eher die Ausnahme als die Regel.

    In diesem Sinne: Willkommen im Club der Kaffee Nerds!
     
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  11. #11 Martini Ristretto, 29.03.2021
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    Guten Morgen!
    Das hätte ich mir nie gedacht – aber es ist jetzt für mich nachvollziehbar.
    Daaaaankeeeee – voll lieb! Ja, und ich fühle mich hier auch willkommen und sehr wohl! :-D
     
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