Faemina Wiederbelebung

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  1. bichel

    bichel Mitglied

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    So, wie schon angekündigt nach all der guten Beratung durch euch gibts nun die Fotos meiner kürzlich erstandenen Faemina.
    Auf der Suche nach einem kleinen Hebler hat sich irgendwo aufgrund von Sentimentalität und Interesse an dem Design das "haben-wollen" feeling bei der Faemina bemerkbar gemacht ( beim 300 Seiten Pavoni Fred war ich nicht sicher ob mir das nicht in einem Stockholmsyndrom enden würde ;))
    Meine Erwartungen: gebrauchstauglich und einfachere Wiederholbarkeit der Ergebnisse durch die Feder. Einfache, solide Technik, wertige Basis für die Restaurierung und preislich sollte das finale Projekt auch noch vertretbar sein, also max. ca 700,00 tutto completto.

    Es ist würde ich sagen ein Übergangsmodell von 1. auf 2. Generation.
    Schwarzes Bakelit, Schauglas per Hand öffenbar, braunes Rückenschild, rotes Etikett vorne, alter Siebträger mit schraubbarem Auslauf, 1er und 2er Sieb, Abklopfbehälter und schwarze Kippschalter. Die Typennummer stimmt mit der Nummer unten auf dem Boiler überein (guter Hinweis von turriga), 4692. Also irgendwo zwischen v1.1 und v1.2- interessant irgendwie. Hier das Suchrätsel: 01.jpg

    Sie wurde wohl seeeehr lange nicht mehr genutzt und zuletzt nicht pfleglich behandelt- das Zerlegen dauert- man braucht viel Geduld finde ich, Kriechöl macht vieles einfacher und bislang konnte alles zerstörungsfrei gelöst werden. Getauscht werden müssen die Gummifüßchen- da hab ich noch nichts passendes gefunden (der Waschmittel-Schmäh zur Reaktivierung der alten hat nicht funktioniert).
    Dichtungen sowieso- Francesco sei dank ist das hoffentlich bald möglich. Die alte Siebträgerdichtung hat sich wacker geschlagen, schlussendlich aber doch dem Stemmeisen nachgegeben :)
    Einzig die Kolbenbuchse macht gerade Probleme- mit Holzklötzen und Inbus bin ich noch nicht weiter gekommen- das provisorische Werkzeug werde ich noch verbessern müssen. Bis dahin darf alles in Öl baden.

    Mich würde eure Meinung bzgl Chromfuß interessieren. Er ist doch sehr pockig, die losen Teile habe ich mal mit einem Plektrum gelöst.- Ist es möglich den Fuß mit einigen kleinen Fehlstellen zu polieren und das Chrom zu erhalten und eine relativ homogene Oberfläche für den alltäglichen Gebrauch zu erhalten? Ich würde ihn nur ungern komplett abschleifen, aber bislang habe ich die dunkleren Stellen vom Alu nicht wegbekommen. Wie habt ihr das gemacht- erst mit der Filzscheibe und Politur und dann mit der Schwabbelscheibe?
    02.jpg
    Bei mehr Zeit werde ich die restlichen Fotos einstellen.
    Bislang bin ich super glücklich mit der Schönheit !
     
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  2. vectis

    vectis Mitglied

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    Hallo @bichel,

    nette Fotos soweit.
    Wegen des Chroms wird es wohl so sein wie mit allen lädierten Teilen, die verchromt sind, egal ob am Auto, Motorrad oder eben einer Faemina.
    Entweder man möchte den ursprünglichen Zustand wiederherstellen (lassen), oder man gibt sich mit Kompromissen zufrieden, was aber gerade bei verchromten Teilen eigentlich nie zufriedenstellend gelingt.

    Für eine teure Neuverchromung wären einige Arbeitsgänge erforderlich, die nur eine Galvanik-Betrieb durchführen kann und den müsste man erst einmal finden.

    Die abgeplatzten Stellen aufzupolieren dürfte meines Erachtens nur dazu führen, dass die alte Chromschicht nur weiter abblättert und Du das Aluminium nie zu einem Glanz poliert bekommst, dass es nicht auffallen würde. Poliertes Aluminium kann zweifellos sehr gut und fast hochglänzend aussehen, kommt aber in keinem Fall an den Glanz einer Verchromung oder Vernickelung heran.

    Bis Du denn sicher, dass der Fuß Deiner Faemina aus Aluminium ist?
    Ich frage nur, weil bei den alten "Etichetta Rossa" das Fußteil etwas massiver gearbeitet war als bei den Nachfolgemodellen. Es ist bei meiner auch schwerer und ich meine, dass es anfangs wie der Kessel aus Bronze gefertigt wurde, was als Ausgangsmaterial für das Aufbringen einer Kupferschicht und die anschließende Verchromung ohnehin geeigneter als Aluminium wäre.

    Es gibt allerdings Galavanik-Betriebe, die alle möglichen Gegenstände verchromen ohne die an sich vorher erforderliche Kupferschicht aufzubringen. Nur halten tut das dann nicht lange. Bei Aluminium als Grundstoff ist das vorherige Aufbringen einer Kupferschicht allerdings "Stand der Technik".
    Ich habe das bei einem Rohrgestell eines Sessels mal machen lassen. Es war entsprechend teuer, aber die dann abschließende Verchromung des Gestells ist glatt wie der berühmte Baby-Popo und die Chromschicht widerstandsfähig. Meinen Sessel habe ich vor zwanzig Jahren so aufbereiten lassen und der sieht immer noch aus als hätte man das letzte Woche gemacht.

    Viel Erfolg!
     
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  3. bichel

    bichel Mitglied

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    Hey vectis,
    ich werde mir den Fuß nochmal genauer bzgl Materialität ansehen. Bzgl einer Neuverchromung bin ich aufgrund der hohen Kosten (irgendwo habe ich mal 200€ gelesen) eher noch abgeneigt. Ich denke ich habe mal einen Beitrag von turriga gesehen mit einer Gas-Faemina wo der Fuß aufpoliert wurde, aber das Chrom noch Original erhalten wurde. Klar eine makellose Oberfläche wird es dann nicht, aber aktuell fände ich es noch sehr schade die originale Oberfläche zu verlieren- was weg ist, ist weg- darum werde ich mal versuchen das Chrom irgendwie zu erhalten. Vllt finde ich den Fred der Gas-Faemina noch um die Oberflächengüte zu beurteilen. Aber wer weiß vllt bekommt meine Faemina schlussendlich doch noch den Baby-Popsch ;)

    Etwas off topic, aber, da hier wohl einige Faeministas vertreten sind: was habt ihr denn an Handmühlen im Einsatz? Ich tüftle ob ich eine Moderne a la Comandante oder Knock als "Sorglos-Option" nehmen soll oder etwas älteres wie ne Zassenhaus oder PeDe als historisch passenderes.

    Danke und bis bald- dann wieder mit Fotos...
     
  4. #4 Sansibar99, 07.04.2019
    Sansibar99

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  5. bichel

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    Ahhh Danke- das war es. Sieht zumindest in SW sehr gut aus.
    Der Fuß ist denke ich schon aus Alu, zumindest die Fehlstellen sehen ganz danach aus.
    So jetzt gibts ein paar Fotos. Habe leider vergessen die Vorher-Fotos zu machen.
    gesamt-deckel.jpg Der Deckel samt Ventilen. Die Abschlusskappen waren bei mir gleich ausgeführt- nicht wie bei Francesco angeführt mit und ohne umlaufender Nut. Eine Frage- reicht ein O-Ring bei euch- im Paket waren zwei?
    deckel-aussen.jpg
    Durchgeputzt und poliert kaum wieder zuerkennen ohne den ganzen Schmodder und Kettenraucherodeur.
    deckel-innen.jpg
    Auch die inneren Werte passen jetzt.
    IMG_20190412_211707599.jpg
    Muss auch mal gereinigt werden-hilft nichts. Der Siebträger ist ja wirklich der Hammer und ernst zunehmend gewichtig. Habt ihr den Siebträger modifiziert, damit man beim Ausklopfen das Sieb nicht verliert?- im HB habe ich von eingefästen Federn und hier glaub ich von gefaltetetn Alufolie-Paketen gelesen.
    hebel.jpg
    Der Hebel sieht noch ganz gut aus. Die Schaltermarkierungen sind auch noch fast makellos erhalten.
    klopf.jpg
    Die Abtropftasse hat außen leider zwei kleine Fehlstellen im Chrom- innen in der Schale sind die Fehlstellen wie gewohnt größer. Abklopfbehälter ist auch endlich gereinigt und etwas aufpoliert- ich kann jetzt auch bestätigen- Alu polieren riecht nach Hundepark.

    Bis dann- hoffentlich mit endlich demontierter Brühgruppe.
     
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  6. bichel

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    sooo-vectis hats gewusst und die leidgeprüften Restaurierer wohl auch...
    ich habe also den Fuß poliert, dann wieder Chrom-flakes entfernt, wieder poliert, usw. Am Ende des Tages war die Oberfläche nicht annähernd zu harmonisieren- es waren einfach zu viele kleine Fehlstellen, die ein sehr unruhiges Bild geboten haben, weshalb ich mich entschieden habe den Gesamteindruck in den Vordergrund zu stellen. Also loses und sich lösendes Chrom abgeschliffen und poliert. Es verbleiben also nur ein paar größere zusammenhängende und wirklich fest verbundene Chromstellen (links und rechts vorne, sowie die Rohrführung hinten), die sich aber mit dem polierten Alu gut kombinieren lassen- die Oberfläche wird dadurch nicht ganz makellos und erhält den Charme des Alten. Bin mit dem polieren noch nicht ganz durch aber schon recht zufrieden. Überrascht war ich von einer ca 2*8 cm großen sehr rau anmutenden Chromfläche -die war anfangs komplett fest- ich ging von einem Fehler in der Gussform aus- am Ende war beim abschleifen so gut wie kein Verbund zum Alu vorhanden...also wäre eine "Konservierung" des technisch nicht gelösten Zustandes der ursprünglichen Verchromung auf ewig eine offene Baustelle gewesen.
    fuss.jpg
    Geläuterte Grüße
     
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  7. bichel

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    Jaja ich weiß ich sollte hier nicht vom Wesentlichen ablenken- aber ich warte gerade auf mein Faemina Tool, damit ich weiterarbeiten kann -leider haben mir ein paar Leute abgesagt- so einfach dürfte die Herstellung nicht sein- provisorische Lösungen waren nicht von Erfolg gekrönt.
    Da hab ich mir nun gedacht Vorsorge ist besser als Nachsorge. Darum war es an der Zeit eine angemessene Mühle (auch in historischer Hinsicht) für die Faemina und nebenbei noch was für die French-Press zu besorgen.
    Tadaaa und off-topic: eine Zasso (das Modell ohne der fiesen Schraube) und eine Dienes 88/2- die Zasso mahlt nach Umschichtung der Unterlagsscheibe French Press- die Dienes espressofein mit richtig Biss :) Jetzt heißt es Füße still halten und warten auf die Faemina...
    IMG_20190517_210153808_2.jpg IMG_20190517_210025491_2.jpg IMG_20190517_210126169_2.jpg
     
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  8. #8 Henning S., 18.05.2019
    Henning S.

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    @bichel ich hoffe es ist ok, wenn ich mich hier an den Thread dranhefte...

    Ich habe letzte Woche mehr oder minder ungesehen eine Faemina der ersten Serie gekauft. Interessanter Weise hat sie die Seriennummer 4662, ist als nur ein wenig jünger als die Maschine von @bichel, hier scheint aber nichts durchmischt worden zu sein. Sie ist wohl nur wenig genutzt worden, die Bilder sind alle direkt nach dem auspacken entstanden. Die Maschine hat keinen Rost, zwar ein wenig Patina, aber steht insgesamt meiner Meinung nach recht gut dar. Bakelit ist soweit in Ordnung, ein kleiner Riss ist im Griff des Siebträgers, aber das sollte man problemlos mit Klebstoff versiegeln können. 1er+2er Sieb waren dabei und der original Abklopfkasten.

    Hier ein paar Bilder:
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]

    Ich werde die Elektrik neu machen und habe Dichtungen sowie neue Füße bei Francesco bestellt. Ein paar Baustellen gibt es an der Maschine:
    1. Die Schalter sind m. M. nicht original, zudem ist einer beim Transport abgebrochen. Francesco schickt mir großzügiger Weise zwei ähnliche Schalter (der äußere Teil ist baugleich) zu, aber die Porzellanbasis könnte eventuell zu groß sein. Zum Glück gibt es zur Zeit ja noch andere Quellen.
    2. Das Schild hat nur noch sehr wenig Farbe, hier bin ich noch nicht sicher, wie ich mich verhalten soll (nachlackieren oder so lassen). Um die Schilder neu zu lackieren, empfiehlt Francesco ein Tuch über ein Brett zu spannen und unmittelbar nach dem Farbauftrag das Schild auf das Tuch zu drücken, um die Farbe von den leicht erhabenen Buchstaben zu entfernen. Problematisch ist dabei auch, dass das Schild dafür von der Wellblech-Isolierung entfernt werden sollte und es wohl schwierig ist passende Aluminium Nieten zu bekommen. (Wobei ich sehr kleine in div. Modellbauladen gesehen habe...) Ich hatte mir auch überlegt, ob man nicht umgekehrt erstmal Flüssigmaskierers auf die Buchstaben auftragen könnte, um das spätere Entfernen zu erleichtern. Ich würde nur den roten Grund auftragen wollen.

    Nun zu meinen Fragen:
    Hat jemand von Euch das Schild schon mal neu lackiert?
    Lässt sich die Wellblech-Isolierung nur durch das Entfernen der Splinte (durchschlagen?) entfernen oder kann man das mit etwas Geschick aushängen?
     
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  9. vectis

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    Hallo und Gratulation zum Erwerb dieser sehr gut erhaltenen "Etichetta Rossa".

    Mir fiel noch auf, dass - wie bei meiner - der an sich kaum brauchbare, aber der Vollständigkeit halber drangehörende Tamper rechtsseitig fehlt. Der war je nach Produktionsnummer bei den früheren aus Aluminium, etwas später dann aus braunem Kunststoff.

    Man kann sicher gut ohne leben und ich habe für meine Faemina dieser Generation erst neulich den originalen Tamper und auch das bei meiner ebenfalls fehlende Bodenblech erwerben können.
    Baujahr 1953 ist dann 2019 auch schon wieder endlich komplett;)

    Nach meiner Kenntnis kann man die Wellblech-Verkleidung nur entfernen wenn man die feinen Stifte (Splinte sind es nicht) herauszieht bzw. austreibt. Aber vielleicht hat ja jemand einen anderen Tipp auf Lager.

    Was die Neulackierung des Schildes betrifft dürfte Francesco wohl die meiste Erfahrung haben. Ich würde daher seine Vorgehensweise versuchen, oder aber den Schriftzug nach dem Auftragen von Lack mit einem sogen. Rostradierer freilegen. Das ist so eine Art Stift, dessen Spitze aus gebündelten Glasfasern besteht. Die ist an sich recht schmal, so dass man halbwegs sauber damit arbeiten kann, ohne Farbe aus dem minimal tiefer liegenden Bereich aus Versehen mit abzutragen.

    Viel Erfolg
     
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  10. #10 turriga, 18.05.2019
    turriga

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    Nein, genauso ist es.
    Hast du mit der Methode denn jemals ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis gesehen? Also ich nicht. Natürlich schön, ein Exemplar mit gut erhaltenem Schild, gerade dem Roten zu erwischen, aber Gebrauchspuren gehören mMn ja mit zu so eine Maschine. Der Erhaltungszustand der Maschine ist ja wunderbar, das Rückenschild nach behutsamer Reinigung wäre für mich auch so erhaltenswert, wäre völlig unnötiges Risiko einer Verschlimmbesserung.
     
  11. #11 Henning S., 18.05.2019
    Zuletzt bearbeitet: 18.05.2019
    Henning S.

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    Vielen Dank. Der braune Bakelit-Tamper war auch dabei, nur der Löffel hat gefehlt ;-). Ich hatte vor dem Bild noch überprüft, ob die Seriennummern übereinstimmen und dabei den Tamper runtergeschraubt, um ihn mir mal anzugucken.

    Das habe ich mir gedacht. Herausziehen wird unmöglich sein, dann bliebe nur noch austreiben.

    Das mit der Verschlimmbesserung ist auch meine Befürchtung, allerdings sind auf dem Rückenschild nur noch wenige roten Stellen, da ist nichts mehr mit Reinigung.

    Vielen Dank soweit.
     
  12. kafin

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    Ich habe erst unlängst Versuche unternommen, wie sich das Logo einer Olympia Cremina am besten neu lackieren lässt:

    Aufarbeitung einer Olympia Cremina 67

    Überzeugend waren die Ergebnisse nicht. Beim Rückenschild der Cremina dürfte das noch schwieriger werden, weil der Unterschied zwischen erhabenen und vertieften Stellen geringer ist.
     
  13. #13 turriga, 19.05.2019
    turriga

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    Auch das sehe ich anders, auch wenn man dazu auf den Bildern ja leider wenig erkennen kann, so ist da meist noch ne ganze Menge möglich, hat sich ja meist über die Jahre auch viel angelagert. Die fehlende rote Farbe poliert man natürlich nicht wieder hin. ;)
     
  14. Az425

    Az425 Mitglied

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    Seh ich auch so. Ich perspersön würde die roten reste entfernen damit ein einheitlicher grund entsteht, und den rest aufpolieren. Denke das passt dann super zum rest der maschine und dem alter entsprechend. Meine Meinung.
     
  15. #15 Henning S., 19.05.2019
    Henning S.

    Henning S. Mitglied

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    Die Bilder sind nur Vorschauen, wenn Du auf das letzte Bild klickst, erkennt man noch die verbliebene rote Farbe. Ob da noch ne Menge möglich ist, wage ich zu bezweifeln ;-)

    Nein, die roten Farbreste bleiben auf jeden Fall. Ich bringe erstmal Elektrik und Dichtungen auf Vordermann und belasse es bei polieren und reinigen. Die Maschine hat kaum Kalk, aber der Boiler ist komplett schwarz oxidiert. Gibt es da etwas wirkungsvolleres als Zitronensäure?
     
  16. #16 turriga, 19.05.2019
    Zuletzt bearbeitet: 19.05.2019
    turriga

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    Da bin ich bei dir, würde die Reste der roten Farbe auch erhalten, bei der Politur etwa des Faemina-Schriftzuges geht aber noch einiges, wenn auch bitte vorsichtig!

    Zur Entkalkung des Kessels:
    Es ist eher eine Frage der Dosierung, man kann auch mit Zitronensäure arbeiten, gerade wenn wie bei deiner Maschine keine dicken Kalkschichten abgelagert sind. Wie hartnäckig der schwarze Belag ist, wirst du dann sehen, würde ich tatsächlich erstmal mit der Zitronensäre versuchen, da doch günstig und vor Allem leicht verfügbar.
    Gibt natürlich auch noch wirksamere Mittel, sollte dies nicht reichen. Vorsicht ist aber schon etwas geboten, dass diese ("reaktive") Brühe nicht überschwappt oder durch die BG unten rausläuft und unschöne Flecken außen verursacht, wäre jammerschade.
     
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  17. #17 Henning S., 29.05.2019
    Henning S.

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    Hier der Fortschritt der letzten Woche (alles schlechte Handy- und wieder Vorschaubilder...)
    Mitte der Woche kam ein Päckchen aus Italien an, bei dem ich vor allem auf die (nicht originalen) Schalter sehr gespannt war.
    [​IMG]
    Leider passen die Schalter nicht, da der aufgeschraubte Bakelitring einen ca. 1,2mm zu großen Außendurchmesser hat. Es wäre zwar möglich mit einer verstellbaren Reibahle die Öffungen an der Faemina vergrößern, aber lieber schaue ich noch mal nach den Original Schaltern.
    Die Faemina ließ sich soweit relativ leicht zerlegen und es gibt genügend Information im Netz:

    Francesco Ceccarelli
    Thirdcracks Videos
    Erläuterungen zur Faemina (Julius Groten)
    Orphanespresso

    Heizungen habe ich durchgemessen und gereinigt - passt:
    [​IMG]

    Das Tool von Francesco passte leider nicht, daher habe ich die Stiffte gezogen und neu eingesetzt, dann ging es. Der Kolben ließ sich ohne größeren Aufwand leicht entfernen:
    [​IMG] [​IMG]
    Extrem hartnäckig sind die Dichtungen. In die Siebträgerdichtung musste ich etwa sechs Mal eine Schraube eindrehen und das ganze Stückweise entfernen:
    [​IMG]
    Auch die Dichtungen am Kolben habe einiges an Überedungskraft benötigt:
    [​IMG]

    "Probleme" macht der schwarz oxidierte Boiler (Ist das eigentlich Messing oder Bronze?). Die ersten Zitronensäurebäder waren mehr oder minder wirkungslos.
    [​IMG]
    Ich bin dann dazu übergegangen den Boiler mit Paste aus Mehl, Wasser und Amidosulfonsäure zu bestreichen, was jetzt langsam Wirkung zeigt. Gibt es hier eine wirkungsvollere Lösung?
    [​IMG] [​IMG]
    Jetzt geht es über Pfingsten erstmal nach Italien, ich hoffe auf zwei Mitbringsel. Bis dahin sollte auch 24mm Sechskant-Rohrsteckschlüssel geliefert worden sein, der fehlt mir, um die letzte Dichtung aus der Maschine zu bekommen (für 4,99€ eine überschaubare Investition)
     
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  18. bichel

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    Servus alle miteinander,

    Falls noch nicht zu spät- ich würde die Farbreste am Schild auch belassen- dort schränkt diese kleine Macke die Nutzbarkeit nicht ein und gleichzeitig erhält man dadurch die notewendige Patina. Habe im HB eine ziemlich umfassende Neuverchromung der Maschine und Neulackierung des Schildes gesehen- ganz ehrlich, das erinnert doch an die zur Unkenntlichkeit gebotoxten Hollywood- Stars. Mittlerweile auch schon alle über 50 und wollen ausschauen wie 25. Das passt doch nicht.

    So ich kämpfe immer noch mit der Buchse. Kaffeefettlöser, WD 40, Heißwasser, Heißluftpistole- bislang hat gar nichts geholfen. Ein Stift am Tool hat bereits w.o. gegeben. Gibts sonst noch Tipps? Jetzt bin ich mal beschäftigt mit Stift ausbohren und neu setzen...
     
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  19. #19 turriga, 01.06.2019
    turriga

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    Schlagschrauber!
     
  20. #20 vectis, 01.06.2019
    Zuletzt bearbeitet: 01.06.2019
    vectis

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    Soweit ich weiß haben es manche Leute mit einem leicht schräg angesetzten Stift und Hammerschlägen darauf auch geschafft. Das weitet aber zwangsäufig die Löcher in dem Flansch oder der Buchse.
    Das spezielle Tool ist schon die beste Sache, weil eben passgenau und die Stifte die Kraft auf die zwei oder vier Löcher (je nach Version) übertragen.
    Hier hilft nur Geduld und mehrfaches Versuchen mit Hitzezufuhr und Kriechöl.
    Manchmal hat bei mir auch sogen. Eis-Spray geholfen, dass durch die Kältewirkung eine minimale Schrumpfung der Bauteile bzw. der Buchse bewirkt. Da muss man dann aber schon ordentlich draufgeben und fix danach mit dem Tool rangehen.
    Nicht verzagen - das wird schon.
     
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