Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

Diskutiere Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen? im Was ich unbedingt noch sagen wollte... Forum im Bereich Kaffeeklatsch; Mich würde mal interessieren, wie und v.a. warum ihr auf das Thema Siebträger und Espresso gekommen seit? Insbesondere die Zeit vor dem Siebträger...

  1. #1 exbonner, 19.11.2010
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    Mich würde mal interessieren, wie und v.a. warum ihr auf das Thema Siebträger und Espresso gekommen seit?
    Insbesondere die Zeit vor dem Siebträger und was euch zum Umstieg bewegt hat.

    Bei mir war es so, dass ich bis zum 22. Lebensjahr überhaupt keinen Kaffee usw. getrunken habe. Das änderte sich schnell, als ich an die Uni kam.

    Da mir Filterkaffee nun so garnicht schmecken wollte (und auch dem Magen nicht), kam ich schnell zum Espresso bzw. Cappu. Ich habe so jede Kapsel und Padmaschine durchprobiert in den letzten 6-8 Jahren (Tassimo, Senseo, Cafissima) und bin dann bei Nespresso gelandet. Im Prinzip hat es mir auch ganz gut geschmeckt, allerdings war natürlich hauptsächlich die Bequemlichkeit der Hauptgrund. In einem Apple-Forum ergab sich dann letztes Jahr eine hitzige Diskussion über Espresso usw. und ein Hinweis auf dieses Forum (ich glaube Weltenbummler) gab den Hinweis.

    Ich habe mich dann hier eingelesen und war schnell vom Virus infiziert. Es folgte in schneller Abfolge eine gebrauchte Gaggia Classic + Demoka 203, dann eine gebrauchte Silvia mit Graef CM80 nunmehr die aktuelle Kombi. Alles in guten 10 Monaten. Nachdem die ersten Erfahrungen durchaus deprimierend waren, kann ich mir mittlerweile nicht mehr vorstellen, auf ein Kapselsystem zurückzugreifen.

    Einen Nachteil sehe ich aber: Die mögliche Auswahl der Cafés ist stark eingeschränkt, da man nunmehr ungern 2-3€ für einen schlechten Cappu zahlt. Man weiß ja, dass es erheblich besser geht.

    Und nun Ihr...
     
  2. #2 Schnüffelstück, 19.11.2010
    Schnüffelstück

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  3. #3 Milchschaum, 19.11.2010
    Zuletzt bearbeitet: 19.11.2010
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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    Meine Frau ist schuld.
    Ich war immer schon geübter Café-Sucher mit Blick für ästhetisches Ambiente und leckeren Kaffee.
    Dann schenkte mir meine Verlobte als Hochzeitsgeschenk "das lebenslange Recht auf guten Kaffee" - ich fand das suuuper einfühlsam, aber sie wusste vermutlich nicht, was sie tat...
    Als 'Gutschein' gab's eine Mühle (deshalb ist die Poccino auch unverkäuflich, obwohl sie z.Z. nicht genutzt wird). Sie hatte nämlich vorab schon bei Recherchen dieses Forum gefunden und kannte das Mühlenmantra vor mir. :) Aber die Mühle war natürlich vor allem aus ästhetischen Gründen gewählt worden ;-) - trotzdem habe ich auch heute noch am Mahlgut nichts auszusetzen.

    Wir leisteten uns gemeinsam nach guter Beratung (cultura del caffè in KA, war damals ein guter Laden) eine Rancilio Silvia. Mit der Kombi war ich fast sieben Jahre lang super zufrieden, und auch noch mit meiner weiterhin geübten Café-Such-Fertigkeit.
    Dann entdeckte ICH das Kaffee-Netz-Forum, als ich nämlich von Barista-Wettbewerben hörte und las und dachte: Hmm, das müsste doch noch besser gehen.
    Damit war's vorbei. Ich lernte, wie wichtig die Brühtemperatur ist, lernte Temperatursurfen, und wenige Wochen später hatte ich den Dualboiler und die Vario. Pech halt, wenn man jemand anderem einen solchen Blankoscheck zur Hochzeit schenkt...
    Und noch ein Pech: Die Café-Sucher-Bemühungen habe ich aufgegeben, es gibt eh nirgends was Besseres als daheim.
    :) Dirk
     
  4. #4 MarkusD, 19.11.2010
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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    wie war das doch seinerzeit im Kaffeehaus? Ich kann mich nicht erinnern... Das Alter ist grausam...! :roll:
     
  5. #5 heinzolaf, 19.11.2010
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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    Mahlzeit.

    Bei mir war es auch das Studium. Als ich anfang des Jahres in der Vorbereitung auf meine Elektrotechnikprüfung immer über meinen Unterlagen eingeschlafen bin, habe ich mir eine Bialetti Moka gekauft, da unsere Filtermaschine in der WG völlig verkeimt war und ich Koffein brauchte. Es folgten "frischer" Kaffee von Tchibo, dann vom italienischen Spezialitätengeschäft. Nur knapp 6 Wochen später landete sie in einem Moment der geistigen Schwäche im Geschirrspüler und war hinüber (als Maschinenbaustudent sollte man eigentlich wissen, dass Alu empfindlich auf Wasser, Wärme und Salz reagiert). :oops:

    Der nächste Schritt war eine Brikka und eine Zassenhaus Mokka. Meine Bohnen kamen jetzt von verschiedenen Quellen.

    Nach dem nächsten Prüfungszeitraum kaufte ich zur Selbstbelohnung eine Presso (übrigens ein nettes Teil um viel zu lernen, da man sich um alles manuell kümmern muss). Jetzt kamen die Bohnen von Coffee-Star, Impala und Selbströstung.

    Im Oktober habe ich eine Graef CM 80 geschenkt bekommen und habe mich spontan zu einer Gaggia CC entschieden und ein Silvia Dampfrohr angebaut. Jetzt bin ich am Werkeln und Experimentieren mit dem Bodenlosen. Das war wirklich ein Riesenschritt von den ganzen manuellen Methoden. Trotzdem möchte ich meine mittlerweile bodenlose Presso und geliebte Brikka nicht missen. :-D
     
  6. #6 imprezza, 19.11.2010
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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    War bei mir ein geschätzer Zusatzstoff in der Muttermilch!
     
  7. #7 gebi_de, 19.11.2010
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    gebi_de Mitglied

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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    Moin,

    bei mir war es spätestens nach einem ausgiebigen Interrailtrip durch Südeuropa in den frühen 90ern so, dass ich merkte, dass nichts über einen guten Espresso geht. Damals noch Schüler und ohne Geld habe ich mir dann erst eine billige Krups Maschine zugelegt und mit gemahlenen Lavazzabohnen etc. experimentiert. Leider ohne Erfolg :-(

    Nach etwas Pause (im Studium weder Zeit noch Geld) habe ich mir dann von meinem ersten richtigen Gehalt in 2005 meine Kombi aus Silvia und Demoka zugelegt und bin seitdem glücklich. Es macht immer noch sehr viel Spaß, verschiedene Sorten auszuprobieren und zu testen und nach dem ultimativen Espresso zu suchen. Und oft klappt das auch schon echt gut (auch wenn es dann doch immer wieder faszinierend ist, in Italien in eine abgefuckte Bar zu gehen und für 70 Cent einen Traumespresso zu bekommen, wie er daheim nur manchmal klappt...).

    In Cafes gehen ist sehr schwer geworden. Bei WMF Vollautomaten drehe ich schnell wieder um. meine Frau hat sich daran gewöhnt und genießt daheimdie guten Cappus...

    Grüße

    gebi_de
     
  8. Indigo

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    AW: Wie seid ihr denn zum Espresso gekommen?

    Meinst wie ich überhaupt zum Espresso / Kaffee gekommen bin oder wie zum jetzigen? :)

    Ersteres ist leicht: einfach so, ich wollte auch mal Espresso herstellen (und trinken)

    Dazu habe ich eine Brikka aus dem elterlichen Haushalt übernommen und mir vorgemahlenen (Billig-) Hausbrandt besorgt. Den mit aufgeschäumter Milch (Quirl) vermischt haben eine ganze Reihe von Besuchern gelobt. Und zwar immer in exakt der gleichen Formulierung: "Der ist ja wirklich gut!"

    Das ist etwa 4 Jahre her.

    Und danach? Da habe ich sehr viel, sehr schlechten Espresso gemacht und teilweise getrunken. Und viel gelernt.

    In Kurzform sah das ungefähr so aus:
    Brikka + vorgemahlen, Nespresso + Selberbefüllen, Gaggia CC, alte Handmühle, Solis 166 (3x), Saecco Lux, Ascaso i-1, ECM Casa Prima, Rancillio Rocky S, Gaggia Baby Twin, Ascaso i-1 (repariert), Rancillio Silvia, Quickmill 0820R, diverse PID-Experimente an den letzten 3.

    Und gestern habe ich mir eine Aeropress ausgeliehen...
     
  9. #9 tanatan, 19.11.2010
    tanatan

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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    Annodazumals kannte ich nur den "guten" papiergefilterten Kaffee aus der Rowenta Maschine - und den habe ich immer sehr schwach getrunken, weils mir sonst auf den Magen geschlagen ist. Dann kam ich arbeitsmäßig nach Portugal und habe dort meinen ersten "starken" Kaffee (Espresso) getrunken und war begeistert und nix von Magenbeschwerden ´... also Kaffee aus Portugal mitgenommen (natürlich gemahlen) und mir zuhause einen richtig starken Kaffee aus der Rowenta gezogen .... brrrrrrrr - und wieder rebellierte der Magen - Mist irgendwas war dort anders? - richtig die Maschine - zum "Glück" gabs gerade die FIF beim Aldi - na ja, das Ergebnis war meilenweit von Portugal entfernt. Aber ich hatte noch einen langen Weg vor mir bis ich bei einer Expobar 3 PID gelandet bin - die steht in unserem Ferienhaus im polnischen Riesengebirge und Dank meiner Eigenröstung gibt es dort inzwischen den besten Espresso der Umgebung (weiß noch nicht wie groß diese Umgebung ist) - aber die Besitzerin des besten örtlichen Cafes kommt des öfteren zu uns einen richtigen Espresso trinken ;-) - zuhause in Berlin habe ich eine Gaggia Classic mit PID und die macht auch wunderbaren Espresso - bis zu 4 Cappus kriege ich damit auch noch hin (klar ist die Expobar bequemer - aber da haben wir oft Feriengäste und die trinken diese ganzen Schaumgetränke , obwohl ich schon so einige zum Espresso gebracht habe) -
    Aber mein Einstieg war wohl Portugal, wo ich die amtliche Espressozubereitung im Mitarbeiterraum der Raffinerie von Porto gelernt habe (dort stehen überall Siebträgermaschinen rum und der Espresso ist meist erheblich besser als in den meisten Cafes in Deutschland) In der Hauptkantine standen 2 dreigruppige Gastromonster und es war schon erstaunlich mit welcher Geschwindigkeit dort so in Stoßzeiten 20-25 Espressi von 2 Bedienungen gezogen wurden und wie die dennoch geschmeckt haben - und das ganze für jeweils 40cent, da kann man hier nur von träumen - aber inzwischen habe ich wenigstens die entsprechende Qualität erreicht, wobei es nach dem Wechsel zu einer ordentlichen Maschine mit Mühle den größten Qualitässprung nichtdurch den Einbau des PID sondern durch die Anschaffung eines Rösters und das Selbströsten gab (macht ja auch Spaß)

    Gruß aus Berlin
    tanatan
     
  10. #10 Weltenbummler_207, 19.11.2010
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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    Ja ja, immer an vorderster Front...:lol:


    Bei mir war die Bundeswehr schuld...

    Auch ich habe bis zu meinem 22. oder 23. Lebensjahr keinen Kaffee getrunken; ich fand ihn einfach ekelhaft. Irgendwann kam ich dann in eine Einheit, in der ich regelmäßig Nachtschichten fahren musste. Warum weiß ich bis heute nicht, aber irgendwann fing ich an, den Kaffe zu trinken, den wir in so einem 10l Kaffeeboiler mit Kaffeepulver vom Aldi zubereitet haben.
    Bald darauf folgte dann die erste eigene Wohnung und fast zeitgleich die Vorstellung der Senseo.
    Ideal für einen Singlehaushalt. Dann kamen nach und nach alle möglichen Kapselsysteme.

    Der eigentliche Ausschlag für die heutige Faszination war aber ein Kosovo-Einsatz. In einem italienischen Camp bekam ich einen Espresso aus einem 3-Gruppigen Dampfmonster (keine Ahnung, was für eine Maschine das war). Der Espresso hat mich umgehauen!
    Wieder zu Hause, habe ich mir dann eine Nespresso gekauft, da ich zu dem Zeitpunkt schon wusste, dass ein VA nicht solchen Espresso hinkriegen würde.
    Doch irgendwann war ich die Kapseln leid, immer auch den Espresso im Hinterkopf habend, den ich im Kosovo getrunken habe.
    Also gab es nur eine logische Weiterentwicklung.

    Ich bin eines Tages zu Coffee24 nach Bonn gefahren, nur um mal zu gucken....
    Eine Stunde später war ich wieder zu Hause, mit einer Gaggia Baby Class, einer Zassenhaus, einer Packung Mocambo und etwas Zubehör im Gepäck....:lol:

    Der Rest ist Geschichte...
     
  11. #11 exbonner, 19.11.2010
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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    So ähnlich können die Geschichten verlaufen :)

    Was mir immer öfter auffällt ist, dass manche Menschen wirkliche Probleme mit dem Magen bei Filterkaffee haben, aber Espresso problemlos vertragen...schon erstaunlich, was eine unterschiedliche Röstung bewirkt.

    Meine Nespresso fristet seither ein einsames Leben, zusammen mit diesem Milchaufschäumer...vielleicht sollte ich die im macuser Forum verkaufen...da stehen die ja hoch im Kurs
     
  12. #12 mikewett, 19.11.2010
    mikewett

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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    Hallo,

    bei mir war es die Unverträglichkeit von Filterkaffee, der meinem Magen große Probleme bereitet hat. Von unzähligen Italien Urlauben wußte ich, wie leckerer Espresso schmeckt, doch die dort in den Cafes verbauten Maschinen schreckten mich immer ab, mir eine eigene zuzulegen. Als dann ein Bekannter sich eine ECM classika zulegen wollte, fing ich das Recherchieren an, und fand einige Testberichte über ECM und schließlich das Kaffee-Netz.
    Da ich zum Glück mal wieder zu Geld gekommen war, kaufte ich mir vor etwa einem Jahr dann endlich mein Equipment: eine ECM Mechanika IV Profi und eine Ascaso i Steel. Die Mühle wurde dann nach einem halben Jahr durch eine Quamar M80 ergänzt.
    Nach anfänglichen nicht druckreifen Flüchen, habe ich heute alles im Griff(Einbildung ist auch ne Bildung) und es schmeckt mir und meinen Gästen.
    Meine bevorzugte Bohnensorte ist: Fausto´s Malabar.
    Und so lebten sie bis an ihr Lebensende...denn ein Upgrading ist nicht angesagt.[​IMG]
    mikewett
     
  13. #13 Strich8, 19.11.2010
    Strich8

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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    Ich bin recht spät zum Kaffee gekommen - Filterkaffe hat mir früher nicht so geschmeckt. Irgendwann hatte ich mal eine Bodum French Press, da kam im Laden gemahlener Filterkaffe rein. Eine Tchibo-Espresso-Schleuder (Prinzip Zentrifuge) hatte ich auch mal. Milch wurde mit dem Bodum Stampfer handgeschäumt. Ein damaliger Freund und Kollege hatte eine schöne Edelstahlherdkanne und eine kleine Elektroplatte, darin haben wir des öfteren Illy rot (vorgemahlen) zubereitet.

    In Südtirol genoss ich immer den für unter 1.000 Lire ausgeschenkten, leckeren Cappuccino. Bei einem Mandanten bewunderte ich über Jahre hinweg seinen eingruppigen Gastrohandhebler aus den 50er Jahren, daraus wurde immer Mocambo Brasilia bezogen.

    Ende 2001 kaufte ich dann einen KVA Saeco Café Grande und dachte, das wäre eine Espressomaschine. Ich habe damit Espressoröstungen mit wenig Wasser durchlaufen lassen, dazu gab es die Bauschaum-Milch aus der Bodum Kanne. Leider hatte ich keine Ahnung von der Bedeutung des Mahlgrads. Damals gab es noch keine Bohnen in jedem Supermarkt, so dass im Urlaub in Südtirol ein Jahresvorrat Bistrot oder Lavazza Qualità Rossa in Kilobeuteln mitgenommen wurde. Irgendwann heizte der KVA nicht mehr und wurde daher durch eine Krups Siziliana (Made in Switzerland) ersetzt. Statt der italienischen Mischungen gab es auch dann und wann Dallmayr Crema d'Oro oder mal was anderes, was bei Metro im Sonderangebot war.

    Als Anfang 2010 die Krups defekt wurde (kaum noch Wasserdurchsatz), bin ich dann irgendwie auf das KN gestossen, weil ich es irgendwie nicht einsah, alle paar Jahre einen neuen KVA zu kaufen oder diesen für eine absurde Servicepauschale reparieren zu lassen.

    So wurden es dann Oscar und Grinta aus dem traditionsreichen Hause Nuova Simonelli, die mir viel Freude bereiten.

    Durch KN bin ich auch auf die kleinen Röster aufmerksam geworden, wir haben mit Caffee Moguntia sogar eine am Ort.

    Leider ist meiner Frau die Arbeit am ST zu aufwendig, daher habe ich ihr für gelegentliche Einsätze tagsüber eine Saeco Vienna reaktiviert.

    Seit einigen Tagen sind AeroPress und Hario Skerton dazugekommen, für die ich bei Caffee Moguntia einen wunderbar würzigen äthiopischen Wildkaffee 'Wilder Regenwald' erstanden habe - bin äußerst zufrieden mit dieser Kombination.
     
  14. awi

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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    Bei Muttern gab's Filterkaffee zum Kuchen und das reichte mir bis ins Studentenleben, da ich nie viel Kaffee getrunken habe. Meine Freundin brühte ihn per Hand auf, Douwe-Egberts aus Holland. Ich war also etwas verwöhnt.

    Dann habe ich Muttern mal zu Weihnachten eine picco geschenkt. Mit normalem Kaffee war das schon eine andere, aber selten genutzte Erfahrung. Als Student trank ich aus einer AEG-Blattfilter-Maschine aus den 60ern hervorragenden Kaffee. Im Examen unterstützte mich eine Bialetti, bis sie einst auf der Herdplatte verdampfte und die Etagenküche des Wohnheimes im Kaffeenebel versank. Die Edelstahlvariante begleitet mich noch heute.

    15 Jahre habe ich dann den handgebrühten Kaffee der Lebensgefährtin genossen, bis ich mich im Kaffeekochen empanzipieren musste.

    Mit friesischer Freundin war mein Kaffeekonsum so klein, dass eine Maschine nicht lohnte, Handaufbrühen auch nicht richtig. Es folgten Presstempel, Melitta-Filter und schließlich kam eine Tchibo-Severin ins Haus. Mit der habe ich geübt und leidlichen Cappuccino und Americano herstellen können, eine Solis 167 unterstützte mich dabei.
    Coffeegeek brachte mich nach längerem Studium zum Entschluss, eine Silvia zu kaufen.

    Aber: Die Entdeckung des Kaffeenetzes erschloss mir die Domobar. In Kombination mit einer Rocky habe ich dann erstmals erlebt, wie Espresso schmecken kann. Das war eine tolle Erfahrung. Mit der Kombination mache ich hauptsächlich Espresso und Americano, selten Cappuccino oder Latte Macchiato - und ich bin wunschlos glücklich. Mit der dreigruppigen E 61 im Laden um die Ecke sogar "in charge". Im Strudel des Aufrüstens werde ich sicher nicht versinken.

    Doch Moment, eine Karlsbader Kanne vom Flohmarkt eröffnete mir neue geschmackliche Universen. ;-)

    Grüße

    Axel
     
  15. #15 geoline, 19.11.2010
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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    Filterkaffee habe ich komplett ausgelassen, hat mir noch nie geschmeckt. Habe dann 2000 in Irland bei meinem WG-Mitbewohner zum ersten Mal Espresso aus der Espressokanne getrunken und war gleich begeistert.

    Habe dann Jahrelang mit der Kanne und dem Kaffee von Tchibo Espresso getrunken, bis ich 2008 auf die Saeco Aroma umgestiegen bin. Anfangs noch mit einer Mühle von Tchibo, habe ich mich dann schnell auf eine Rancilio Rocky D aufgerüstet.

    Seit 4 Wochen besitze ich nun meine neue Bezzera Giulia und bin nun vollendens Begeistert. So leckeren Espresso habe ich noch nie selbst zubereitet.

    Viele Grüße
    geo
     
  16. #16 Bonsai-Brummi, 19.11.2010
    Bonsai-Brummi

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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    Kampfelektroniker? :cool:

    Bei jenem Verein bin ich des Schichtdienstes wegen von Nicht- zum Wirkungstrinker geworden - und noch jahrelang geblieben, bis mal in einem Outdoor-Forum irgendwer seine Havanna+Bialetti+Gaskocher-Kombi vorstellte :-D

    Derzeit quält mich akute Upgraderitis - in Gestalt von Fragen wie "Europiccola - gar neu? Oder doch 'ne Professional? Oder auf Oscarchen sparen?" :roll:

    lg
    c.s.
     
  17. #17 Weltenbummler_207, 19.11.2010
    Weltenbummler_207

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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    So ähnlich! :cool:

    Mittlerweile aber a.D. und nun stets bemühter Student...:-D

    Der Upgrade-Gedanke ist auch bei mir allgegenwärtig.
    Mit den schrägen Abwägungen und Gedankengängen, die sich in meinem Hirn tummeln, könnte ich wohl ganze Seiten füllen.
    Daher fange ich am besten gar nicht erst an, hier davon zu schreiben...
     
  18. #18 secuspec, 19.11.2010
    secuspec

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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    Ich muss etwas ausholen ;-).

    Es muss so um 1984/85 herum gewesen sein, als ich zum ersten Mal bei unserem Stammitaliener einen Espresso probierte. Das war etwas völlig anderes als die wässrige bittere Brühe ('tschuldigung Mama) die ich sonst von zuhause her kannte. So hatte ich mir also bei Nino stets noch ein Espresso nach dem Essen mit bestellt, wenn ich mit der Familie dort essen war.
    Zum 17. Geburtstag schenkte mir meine Mutter dann eine blaue Picco "Espressomaschine". Für damalige Verhältnisse war das auch schon besser als der übliche Brühkaffee. Nach einiger Zeit, das muß so 1986/87 herum gewesen sein, habe ich eine kleine Siebträgermaschine (ich glaube es war eine SAECO OEM) für damals knapp 250 DM erstanden. Und ja, es kam eine kleine AEG Mühle, die ich gebraucht für 15 Mark erstanden habe hinzu. Für mich als Schüler schon ein Heidengeld.
    Mit der Kombi war ich ganz zufrieden, bis ich dann, kurz vor dem Abitur, in einer Kneipe an einer Cimbali Junior "arbeiten" durfte.

    Ich produzierte dort etwas durchaus trinkbares aus den Lavazza Bohnen und der ungewohnten Mühle mit Dosierer (ebenfalls Cimbali). Leider war mir nicht bewust, dass das Vormahlen in den Doser bis zur Füllgrenze keine so gute Idee war. Naja - und dann erst der "sagenhafte" Bauschaum :roll:. Ich gebe zu - die Dampflanze war auch nicht immer so ganz sauber.... :oops: "Cooling Flush" war auch ein Fremdwort und somit echte Treffer eine Ausnahme.

    Nach dieser Zeit war Ruhe eingekehrt - kein Espresso Equipment zuhause. Fortan also wieder Espresso bei Nino.

    Irgendwann erstand ich dann eine der ersten Saeco Magic Deluxe Automaten, an die ich "günstig" durch einen Mandanten meines Vaters kam.

    1997 bin ich nach Köln umgezogen und hatte dort 1998 bei Alfredo mein einschneidendstes Espresso Erlebnis - zum ersten Mal richtig guter Espresso und zum ersten Mal sah ich - LATTE ART !!! :shock: WOW !!!

    Das wollte ich auch können - Latte Art war nicht so wichtig - aber dieser Geschmack eines Espresso und der göttliche Cappucino. Fortan kamen teure Piansa Bohnen in den Automaten und der Mahlgrad wurde fein justiert. Okay, kein Vergleich zu Alfredo - aber um Längen besser als das was man sonst wo serviert bekam.

    Das ging so bis 2002 - inzwischen in Hessen angekommen. Jetzt sah ich in Wiesbaden die Bazzar A1. Der Preis war heftig - aber die musste ich haben ! Noch eine Isomac Mühle dazu und dann begann eine echte Leidenschaft daraus zu erwachsen. Seit der Zeit übe ich auch Latte Art :lol: Eine Kombination, die bis Mitte diesen Jahres mit einer inzwischen erstandenen Ascaso A1 Mühle wunderbar ihren Dienst bei mir verrichtete.

    2008 entdeckte ich das Kaffee-Netz und war sehr sporadisch aktiv.

    Seit Mitte diesen Jahres habe ich nun die Spaziale Mini Vivaldi und seit zwei Wochen noch die Vario Mühle. Tja und es wird immer spannender und das Kaffee-Netz ist täglicher Bestandteil geworden :-D. Die Teilnahme beim Kaffee-Netz Treffen, dieses Jahr in Mönchengladbach, war dann die logische Konsequenz.

    Und so lerne ich immer mehr Profis kennen, darf auch immer öfter mal an die Maschinen und verfeinere meine Fertigkeiten.
     
  19. #19 dergitarrist, 19.11.2010
    dergitarrist

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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    Mein Vater hat eine ganze Weile in Italien gewohnt... ich hab ihn öfter besucht, dort aus der Cimbali Junior feinen Espresso und Cappuccino getrunken und mir immer kräftig Segafredo Kaffee für die Herdkanne mit heim genommen. So ca. einen Jahresvorrat, wer weiß denn schließlich, wann ich wieder komm!?

    Dann gab's beim Aldi irgendwann eine Siebträgermaschine für 49€! Prima, dacht ich mir, ich hab ja noch den ganzen Segafredo in der Tiefkühltruhe! Also "schöne" Espressotassen dazu besorgt und los ging's... Dank "Cremaventil" sogar mit so nettem braunem Schaum oben drauf! Leider waren die Tassen nach 2-3s voll, also mal wieder nach Italien telefoniert und gefragt, wie das so geht...

    Bei meinen Experimenten bin ich dann irgendwann auch hier gelandet.
     
  20. PLGVIE

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    AW: Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

    Kaffee entweder gefiltert (Naber) oder aus dem Herdkännchen (Paulista) gab's eigentlich schon von Kindesbeinen an, Espresso nur im Skiurlaub jenseits des Brenner.
    Genau so hab' ich das später auch für mich gehalten und allein die Vorstellung so ein 1m-breites Monstrum (hätt' ich vor gut zwanzig Jahren von einem Onkel geschenkt bekommen) in die Küche zu stellen, wäre mir völlig abwegig erschienen.
    Daß es diese Geräte auch eingruppig und in haushaltstauglichen Dimensionen geben könnte, kam mir eigentlich gar nicht in den Sinn, bis ich vor einigen Jahren bei ital. Freunden einen jener phänomenalen Espressi bekam, die ich - schon als zwölf-, dreizehnjähriger Knabe, mit einem Löffel Zucker darauf - immer mochte. Und der stammte aus einer - horribile dictu - Saeco Magic, mit Cremasiebträger, und aus vorgemahlenen Despar-gelabelten Pellini-Bohnen.
    Also ging ich auf die Suche nach einem passenden Gerät und während ich noch am Überlegen war, ob's eine Gaggia CC oder eine Saeco Aroma werden sollte, fiel mir als Präsent ein VA eines großen dt. Elektrokonzerns vor die Füße.
    Das, was da rauskam, war nach langem Experimentieren mit den Einstellungen und verschiedensten Bohnen, gar nicht so schlecht, mit den vorgemahlenen, cremagesiebten Saecoresultaten konnte es aber nicht mithalten.
    Als ich nicht lange danach an ein und demselben Tag eine neuwertige CC und eine ebenso neuwertige Compak K6-Mühle um insgesamt 75€ abstauben konnte, war's passiert: Das Ende des Dramas zeigt sie Signatur. ;-)
     
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Wie seit ihr denn zum Espresso gekommen?

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