La San Marco 80/2

Diskutiere La San Marco 80/2 im Restaurierungen und Raritäten Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo, ich bin neu im Forum und habe mir vor kurzem eine La San Marco 80/2 Bj. 1982 gekauft. Sie muss schon längere Zeit in der Garage gestanden...

  1. Matego

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    Hallo, ich bin neu im Forum und habe mir vor kurzem eine La San Marco 80/2 Bj. 1982 gekauft. Sie muss schon längere Zeit in der Garage gestanden haben, dementsprechend mitgenommen sieht sie aus.
    Ich möchte die Maschine restaurieren habe bisher jedoch keine Erfahrung damit.
    Explosionszeichnungen sowie Pläne von diesem Modell habe ich nirgendwo gefunden und ich befürchte, dass ich die Maschine ohne irgendeinen Plan nicht wieder ganz zusammen bringe.
    Kann mir jemand weiterhelfen wie ich zu Zeichnungen, Anleitungen oder ähnlichem Material komme und wo Ersatzteile erhältlich sind?

    Danke schon mal im Voraus
     

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  2. #2 mechanist, 27.07.2021
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    Da gibt es leider keine motivationsstiftende Antwort zu: Diese Maschine ist die Ausführung mit einer hydraulischen Mengendosierung, erkennbar an diesen beiden zylinderartigen Teilen über der Gruppe. Während es für den Rest
    der Maschine mit Ersatzteilen noch halbwegs gut aussieht, gibt es für die hydraulische Dosierung nichts mehr.
    Wenn Du sie restaurieren möchtest, musst Du also notwendige Teile im Zweifelsfalle anfertigen lassen.
    Es gab in diesem Forum schon mehrfache Anläufe in früheren Jahren, ein solches Modell zu restaurieren -
    meiner Kenntnis nach wurden alle Anläufe aus o.g. Gründen abgebrochen.

    Dieser LSM-Typ ist ansonsten gut restaurierbar, als Hebelmaschine oder einfache Pumpenversion mit Schalter,
    lediglich die Version mit der hydraulischen Dosierung ist nur mit erheblichem, auch finanziellen Aufwand
    wiederherstellbar.
     
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  3. #3 turriga, 28.07.2021
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    Umso wichtiger ist dann, nicht einfach
    schnell mal die Maschine auseinander zu reissen, ohne dabei ausreichend zu dokumentirn, also Bilder, Bilder und nochmals Bilder machen, Teile ausreichend gut beschriften und auch sortieren/gruppieren.
     
    onluxtex gefällt das.
  4. Matego

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    Danke für deine ausführliche Antwort. Als gelernter Schlosser kann ich ja eventuell das ein oder andere Teil selbst anfertigen oder aber auch anfertigen lassen, mal sehen. Ich habe Zeit und schaue was möglich ist.
     
  5. #5 Londoner, 28.07.2021
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    Interessantes Maschinchen, auf jeden Fall!
    ...hab ich so in der Ausführung noch nicht gesehen.

    Wofür ist denn der Kippschalter über den Dosiertasten? "Continuo", "Stop", "Automatico".
    Kann man hierüber die Bezüge der jeweiligen Gruppe manuell steuern und somit die Dosierautomatik umgehen?
    Vielleicht wäre das ja erstmal ein Kompromiss für die Instandsetzung, sollte sich die Wiederbelebung der hydraulischen
    Mengendosierung als unmöglich herausstellen.
     
  6. #6 mechanist, 28.07.2021
    Zuletzt bearbeitet: 28.07.2021
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  7. Matego

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    Ich denke auch um die Dosierautomatik zu umgehen, aber so genau weiss ich das auch noch nicht, wie gesagt bin ich ein absoluter Neuling was das Thema angeht :)
     
  8. Matego

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    Ich werde ausreichend Fotos machen und alles so gut es geht beschriften, dann wird das schon irgendwie klappen.
     
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  10. Jfh

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    Cool! Ich lese gespannt mit!
     
  11. Matego

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    Hallo, leider bin ich erst jetzt dazugekommen die Maschine zu zerlegen und schon tauchen die ersten Probleme auf.
    Bei der Brühgruppe hat sich die Dichtung eingefressen und ich bekomme sie nicht heraus, hat jemand einen Tip wie das am besten geht?
    Und wie bekomme ich am besten die Kupferkomponente sauber, kann ich die in Zitronensäure einlegen?
    Ich habe ja bisher keine Erfahrung mit dem Restaurieren aber die Maschine schaut schon ziemlich mitgenommen aus, anbei ein paar Fotos.

    Danke und schöne Grüße
    David
     

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  12. #12 wiegehtlasanmarco, 14.10.2021
    Zuletzt bearbeitet: 14.10.2021
    wiegehtlasanmarco

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    hier zwei Tipps:
    Dichtung Brühgruppe: Spax vorsichtig reindrehen, entweder es drückt die Dichtung ab oder sie zerbröselt (oder beides). gibt manchmal einen kleinen Abdruck in der Brühgruppe der von der neuen Dichtung überdeckt wird.

    Reinigen: hier oft im KN beschrieben mit Amidosulfonsäure (aus der Bucht, ich habe mir gleich einen 5kg-Eimer geholt) ggf. hinterher in Natronwasser (Kaisernatron) neutralisieren. Es gibt auch Leute die lieber Zitronensäure nehmen.
    Da gibt es viele Kommentare beim Thema "entkalken"
    Für das Kaffeefett an der Brühgruppe: Kaffeefettlöser von den üblichen Ersatzteilhändlern.

    Ist mir bei Deinem Startbericht oben aufgefallen: Wenn sie in der Garage stand könnte sie eventuell Frostschäden an den Wärmetauschern (HX) im Kessel haben. bitte bei der Demontage drauf achten. HX gibt es noch neu und gebraucht. Das Wasser bleibt auch beim Kesselwasser ablassen in den HX, daher die Frostgefahr. @Jfh hat das bei einer Maschine beschrieben.

    Bis auf deine Mengendosierung sind die LSM alle sehr ähnlich aufgebaut - einfach mal andere Restaurierungsthreads von LSM angucken.
    - da werden sie geholfen -
     
  13. Matego

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    Danke vielmals für die Tips, dann werde ich mal Reinigungsmittel besorgen und versuchen alles sauber zu bekommen.
     
  14. Matego

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    Die Dichtung habe ich jetzt gut aus der Brühgruppe heraus bekommen, danke nochmals. Jetzt stelle ich mir jedoch schon die nächste Frage und entschuldige mich schon für mein unwissen.
    Wo befindet sich denn die Pumpe? Oder gibt es einen anderen Mechanismus welcher den Druck aufbaut?
     
  15. #15 mr.smith, 15.10.2021
    Zuletzt bearbeitet: 15.10.2021
    mr.smith

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    Ich denke die hat eine externe Pumpe, wie meine spätere 85er.
    Soweit ich weiss haben die keine eingebaut.
     
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  16. Matego

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    Achso dann muss ich nach einer geeigneten Pumpe auch noch suchen.
    Da gibts ja jeden Tag eine neue Überraschung/Herausforderung
     
  17. Matego

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    Mittlerweile habe ich die Maschine zerlegt und versuche den Kalk weg zu bringen, was gar nicht einfach ist. Vor allem innerhalb der Leitungen sitzen hartnäckige Ablagerungen, jemand eine Idee wie ich die weg bekomme? War mit Amidosulfonsäure dran.

    Außerdem hat sich auf manchen Leitungen, auf den Wärmetauschern und vor allem im Kessel eine grüne Schicht gebildet, was könnte das sein? Kein Grünspan oder doch?
     

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  18. #18 mechanist, 23.11.2021
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    Ich glaube, das ist der echte Grünspan (Kupferacetat) - da hat ein Vorbesitzer wohl mal mit Essigsäure entkalkt.
    Dafür spricht die Bildung oberhalb des Flüssigkeitsstandes. Die harmlosen und sogar hilfreichen Oxidschichten bilden sich unterhalb in der Flüssigkeit.

    Heute nachmittag war gerade ein Ratsuchender bei mir, der für seine KvdW keinen zeitnahen Termin in der Vertragswerkstatt für Wartung und Entkalkung bekommen und letzteres dann selbst in die Hand genommen hat - mit Essigsäure...
     
  19. Matego

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    Danke, wieder was dazu gelernt. Bekomme ich das Zeug überhaupt wieder runter? Ich hab auch gelesen, dass sich der Grünspan immer wieder bildet. Das wäre ja nicht gut, schließlich möchte ich irgendwann mal Kaffee machen mit der Maschine und der Grünspan ist ja recht giftig.
     
  20. #20 mechanist, 23.11.2021
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    Lies mal hier:
    Frage zur Entkalkung / Grünspan
    #3

    Die Oxidschicht bildet sich wieder von alleine, z.B. nach einer Entkalkung.
    Der echte Grünspan braucht zur Bildung Essig(säure), wenn Du die da nicht wieder reinkippst, entsteht auch
    kein neuer. Du musst den Grünspan nur sorgfältig, zur Not mechanisch, entfernen.
     
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